Zeigt uns, wie ihr die Zeit zu Hause verbringt!

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Zeigt uns, wie ihr die Zeit zu Hause verbringt!

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen,

die letzten Tage haben für uns alle viele Veränderungen gebracht und uns alle vor Herausforderungen gestellt, die wir so noch nicht gekannt haben – egal ob in der Schule oder im Privatleben. Niemand weiß, wie lange wir so noch ausharren müssen. Anstatt Freund*innen, Klassenkamerad*innen oder Kolleg*innen zu treffen, geht das jetzt nur über Videokonferenzen und FaceTime. Sogar das Telefonieren erlebt ein Revival. Und manche von uns vermissen die Schule und den Unterricht.

Alle Beiträge findet ihr unter dem Button "Homeschooling 2020" rechts in der Leiste!

Mittwoch, 28. November 2012

Musikalisch, sportlich, gut

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Herr Saerbeck gehört zu den Lehrern des Goethe-Gymnasiums, die diesen Sommer ihr Referendariat abgeschlossen haben und nun fest an unserer Schule angestellt sind. Das bedeutet: Zuwachs im Lehrerzimmer. An diesem habe ich geklopft und den allseits bekannten und beliebten Lehrer für Politik und Wirtschaft und Deutsch nach einem Interview gefragt. Ohne zu zögern hat dieser zugesagt, und wenige Tage später ist ein Gespräch über Vergangenheit, außerschulisches Leben und den Lehrerberuf entstanden.

Herr Saerbeck 4

Frage: Wo haben Sie studiert?

Hr. Saerbeck: Ich habe hier in Kassel studiert und 2008 mein Studium abgeschlossen. Gebürtig komme ich aus Marburg, wohne aber schon seit meiner Kindheit in Kassel.

Frage: Wirklich? Dann sind Sie ja schon Ihr ganzes Leben lang hier. Auf welcher Schule waren Sie denn? Und welche Leistungskurse hatten Sie belegt?

Hr Saerbeck: Ich habe die Albert-Schweitzer-Schule besucht und meine Leistungskurse waren Englisch und Geschichte.

Frage: Nicht etwa Ihre Unterrichtsfächer Politik und Wirtschaft und Deutsch?

Hr. Saerbeck: Nein, damals noch nicht. Ich habe angefangen, Englisch, Politik und Wirtschaft, Geschichte und Deutsch auf Lehramt zu studieren, da ich alle vier Fachbereiche interessant finde. Nach anderthalb Jahren habe ich dann aber Englisch und Geschichte rausgeworfen. Englisch hat mich einfach zu sehr an meinen Leistungskurs erinnert, mit dem ich nicht sehr glücklich gewesen bin. Das Fach Geschichte mochte ich sehr und mag es auch immer noch, aber meine jetzigen Fächer sind für mich die optimale Kombination. Ich habe mich zum einen für Politik und Wirtschaft entschieden, weil es einfach DAS absolute Königsfach für mich ist. Ich finde, es vereint viele Wissenschaften, beispielsweise zusätzlich auch Philosophie und Geschichte. Deutsch habe ich auf der anderen Seite gewählt, weil ich die Sprache und deren Literatur interessant finde. Außerdem liegt das in der Familie: Meine Oma war Deutschlehrerin, mein Vater unterrichtet auch Deutsch.

Frage: Dann war das ja vorherbestimmt. Wie verbringen Sie Ihre Zeit denn gerne, wenn Sie nicht gerade Deutsch unterrichten?

IMG 0800Hr. Saerbeck: Ein Hobby von mir ist Fußball. Ich spiele und schaue sehr gerne Fußball. Aber mein größtes Hobby ist die Musik. Wenn ich mal nichts zu tun habe, stürze ich mich häufig in die Musik. Ich liebe es, Gitarre, Klavier oder Schlagzeug zu spielen. Ich komponiere auch gerne, und ich leite die Gesangsband an der Carl-Schomburg-Schule in Kassel, wo ich auch unterrichte.

Frage: Tatsächlich? Und warum unterrichten Sie an zwei Schulen?

Hr. Saerbeck: An der Carl-Schomburg-Schule war ich schon als Student angestellt. Das Referendariat habe ich am Goethe-Gymnasium absolviert mit einer Abordnung zur CSS. Im August diesen Jahres wurde ich dann fest eingestellt und bleibe aber weiterhin abgeordnet. Am Goethe-Gymnasium - meiner Stammschule - unterrichte ich vorwiegend in der Oberstufe, an der CSS in den jüngeren Jahrgängen.

Frage: Zu guter Letzt: Warum sind Sie Lehrer geworden?

Hr. Saerbeck: Ich konnte mich nicht sofort nach dem Abitur für einen Beruf entscheiden und habe zunächst meinen Zivildienst an der Offenen Schule Waldau absolviert und dort Kinder mit Lernschwierigkeiten unterstützt. In dieser Zeit meines Lebens habe ich gemerkt, dass der Beruf des Lehrers genau das Richtige für mich ist. Der wesentliche Grund, warum ich mich dafür entschieden habe, ist, dass es so unglaublich viel Action gibt. Wenn ich freitags ins Wochenende gehe, kann ich in keiner Weise vorausahnen, was am Montag auf den Schulfluren schon wieder alles passieren wird. Das ist unheimlich spannend und bietet sehr viel Abwechslung. Darüber hinaus finde ich es einfach toll, so viel Kontakt zu anderen Menschen zu haben und Jugendliche auf ihrem Weg unterstützen zu können!

Wir danken für das Gespräch und wünschen Herrn Saerbeck weiterhin viel Spaß in seinem Beruf!

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