Corona - mein persönlicher Lockdown

Von
Corona - mein persönlicher Lockdown

Von unserer Gastredakteurin Tamina Fohrmann (8e)

Corona. Und? Ich wette, mindestens 98% von euch haben bei diesem Wort nicht an einen Namen gedacht (der weibliche Vorname „Corona“ bedeutet die „Gekrönte“, lat. Krone, Kranz). Das ist auch gar kein Wunder, denn das Corona-Virus macht uns allen schon seit fast einem Jahr Probleme. Ich kann mich noch ganz genau an einen Abend Ende Februar erinnern. Ich lag auf dem Sofa, Mama war am Korrigieren. Als Papa ins Wohnzimmer kam, fingen die beiden an, über das Virus zu sprechen.

Mittwoch, 12. November 2014

"Es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun."

Von 
(3 )

Ein Grund zum Jubeln: Unsere Schule feierte am Samstag, den 27. September, ihr 125-jähriges Bestehen mit einem großen Schulfest, zu dem alle ehemaligen Schüler und Lehrer sowie Eltern und Freunde der jetzigen Schüler herzlich eingeladen waren. Das Fest fand im Gebäude Ysenburgstraße 41 statt, in dem die neunten Klassen und die Oberstufe unterrichtet werden. Bereits Donnerstag und Freitag führte das Kollegium mit den Schülerinnen und Schülern in allen Klassen Projekttage für die Vorbereitung des großen Festes durch.

einleitungPunkt 10 Uhr begann am Samstag der Festakt in der Aula, der mit einer Rede des Schulleiters, Herrn Becklas, eröffnet wurde. Es folgten weitere Grußworte für das Goethe-Gymnasium von Oberbürgermeister Bertram Hilgen, der leitenden Schulamtsdirektorin, dem Personalrat des Goethe-Gymnasiums, der Vorsitzenden des Fördervereins sowie dem Schulsprecher Haris Dzomba. Besonderer Höhepunkt waren die Ausführungen des Intendendaten des Hessischen Rundfunks, Dr. Helmut Reize, der seine Schulzeit an der Goetheschule in Schlaglichtern dokumentierte; mit allem Leid, aber auch viel Freude. "Ohne meinen damaligen Kunstlehrer Wilfried Closs wäre ich nicht das, was ich heute geworden bin!", stellte er heraus. Seine Beschreibungen vom Schulleben brachten alle Anwesenden zum herzhaften Lachen.

Schließlich präsentierten sich das Musikensemble unter der Leitung von Herrn Dr. Scharvogel  und der Ehemaligenchor der Goetheschule, der mit "Standing Ovations" des Publikums belohnt wurde. Darüber hinaus fanden eine Aufführung aus einem Darstellendes Spiel-Kurs von Lehrerin Julia Binnenmarsch sowie ein Sketch zum bilingualen Unterricht der Schule statt. So gelang es bereits in der Eröffnungsfeier, das breite Spektrum an schulischen Angeboten des Goethe-Gymnasiums darzustellen.  

Szenenwechsel: Auf dem Schulhof präsentierten die Schüler und Schülerinnen ihre Ergebnisse der Projekttage in kleinen Hütten, die vielleicht ein wenig an die Kulisse des Weihnachtsmarktes erinnerten. So wurden z.B. in dem Stand „Basar" selbstgemachter Schmuck und Handytaschen verkauft. Nebenan konnten die Gäste eine kulinarische Reise nach Russland oder Frankreich erleben.Versorgt wurden sie ebenfalls mit allerlei Getränken, Bratwurst, Pommes oder Kuchen. Auf dem Schulhof standen Zelte, in denen gegessen werden konnte. Auch unsere Lehrerband hatte hier die Gelegenheit, noch einmal richtig für Stimmung zu sorgen. Unter Anleitung von Chemielehrerin Bianca Gehrke stellten Schülerinnen und Schüler an den Projekttagen Kosmetik wie Lidschattencreme, Duschgel, Lipgloss oder Handcreme her und verkauften diese auf dem Schulfest. "Mir haben die Tage total viel Spaß gemacht und ich wollte schon immer mal meine eigene Kosmetik herstellen" verriet eine Schülerin aus der Q1. An einem weiterem Stand wurden Goethe-Souvenirs angeboten, alle geprägt von dem Motto: „Einhundertfünfundzwanzig Jahre Goethe-Gymnasium Kassel".

Unsere Schulzeitung „Umlauf" präsentierte sich ebenfalls. Besonders interessiert blätterten die Ehemaligen alte Ausgaben durch und suchten nach Bildern oder Artikeln von sich und ihren Freunden. Auch die neuesten Ausgaben wurden durchgeschaut und verkauft. Auf Laptops konnte man sich unsere Online-Seite ansehen und im Hintergrund liefen die neusten Videos unseres TV-Teams.

„Ich hatte darauf gehofft, viele ehemalige Schüler zu treffen, um mich mit Ihnen zu unterhalten, um zu schauen, was aus ihnen geworden ist. Dieser Wunsch ist wirklich in Erfüllung gegangen. Auch wenn man bisweilen gerne mehr Zeit für den Einzelnen gehabt hätte. Zudem war es sehr interessant, sich mit den Besuchern über die Geschichtsausstellung auszutauschen. Insbesondere die älteren Herren waren hier sehr mitteilsam. Es war schön, mitzuerleben, wie vertieft sie zunächst die alten Materialien studiert haben und dies dann nutzten, um aus ihrem eigenen Schulalltag Anekdoten zu erzählen", berichtet uns Herr Eichner, Englisch- und Sportlehrer des Goethe-Gymnasiums.

Während des Vormittags konnten sich die Gäste Luftballons an einem Stand besorgen. Um 15 Uhr wurden alle gemeinsam auf dem Schulhof steigen gelassen. Die drei Ballons, die am weitesten flogen, gewannen tolle Preise wie ein Waveboard, Activity oder Tintenroller. Auch in dem Gebäude konnten die Besucher sich umschauen und sich an ihre Schulzeit erinnern. In einem Flur trafen sich die ehemaligen Jahrgänge, um ihre alten Freunde wiederzusehen.

Im obersten Stock fand eine Geschichtsausstellung statt. Die Schule öffnete ihr Archiv, um zurückzublicken auf die 125 Jahre der Goetheschule. In einem der fünf Räume war ein Mobiliar des Direkttorzimmers aus der Kaiserzeit ausgestellt. An dem Schreibtisch arbeitete Dr. Dewitz, der die Schule, damals noch eine Oberrrealschule, von 1907-1924 leitete. Daneben wurde ein Interview mit Hans-Jürgen Abt gezeigt, der die Schule in der Nachkriegszeit besuchte und vom Schulalltag des damaligen Realgymnasiums erzählt. In weiteren Zimmern wurden Fotografien wie z.B. von den damaligen Schulregeln oder den Gebäuden ausgestellt.

Im Gebäude verteilt konnte der Besucher eine Kunstausstellung von Schülerinnen und Schüler aus sechs Jahrzehnten betrachten. An den Wänden klebten gelbe Zettel mit Zitaten von Johann Wolfgang von Goethe: "Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun".

„Meiner Meinung nach ist die Feier absolut gelungen. Viele einzelne Personen, sowohl Schüler, Eltern als auch Lehrer, haben hier wirklich etwas Schönes geschaffen. Natürlich gab es ihm Vorfeld viel Stress und da könnte man mit Sicherheit auch noch einiges optimieren, aber das Fest an sich war wirklich ein Erfolg. Und ich bin mir sicher, dass der Großteil der Gäste genauso denkt", erzählt uns Herr Eichner.

Am Folgetag ging die Feier weiter: Am Bootshaus trafen sich ehemalige und aktuelle Besetzungen des Goethe-Gymnasiums, um ein gelungenes Fest bei Sonnenschein ausklingen zu lassen.

  • Ballons_bearbeitet
  • Ballonssteigen_be
  • Band_be
  • Becklas_Interview_be
  • Becklas_be
  • Chemie_Kühn_be
  • Ehemaligenchor_be
  • Essen_be
  • Fachgespräche_nebenbei_be
  • Frau_Pötter_fülllt_die_Taschen_be
  • Gespräch_Rudern_be
  • Heinz_Personalrat_be
  • Hilgen_be
  • Reize_be
  • Rudern_be
  • Schulhof_be
  • Schulsprecher_be
  • Treffen_Ruderhaus_be
Gelesen 6395 mal