Im Januar fanden die Betriebspraktika wieder statt, durch die Schüler*innen der Klasse 9 sich jährlich ein eigenes Bild über den Aufbau eines Unternehmens machen können. Außerdem soll es ihnen einen ersten praktischen Einblick in die spätere Berufswahl ermöglichen.
Ella, Lorena, Mia und Henry aus dem aktuellen Jahrgang 9 haben sich bereit erklärt, ihre Erfahrungen mit uns zu teilen und von ihren Aufgaben und wichtigsten Lernmomenten zu berichten. Auch erzählen sie uns, ob sie sich vorstellen können, die spannenden Berufe später einmal tatsächlich auszuüben.
Mia, Klasse 9d: „Ich habe mein Praktikum in der Tierarztpraxis Fuldatal absolviert. Zu meinen Aufgaben gehörte es, Medikamente und Spritzen einzuräumen und diese auf den Bestelllisten abzuhaken. Außerdem habe ich nach Operationen die Operationsmaterialien abgewaschen und dabei geholfen, alles für die nächsten Operationen vorzubereiten. Oft habe ich auch Hygieneaufgaben übernommen, zum Beispiel benutzte Materialien und Oberflächen mit Desinfektionstüchern zu desinfizieren.
Eine sehr wichtige Erfahrung war für mich, nicht nur ein paar Stunden in der Schule zu sein, sondern einen richtigen Einblick in die Arbeitswelt berufstätiger Menschen zu bekommen. Außerdem habe ich gelernt, wie eine Tierarztpraxis funktioniert, zum Beispiel die Abläufe im Alltag und die Zusammenarbeit im Praxisteam.
Am meisten Spaß gemacht hat mir die Arbeit mit den Tieren. Es war schön, den Tieren zu helfen und jeden Tag neue Aufgaben zu haben. Außerdem fand ich es spannend, bei verschiedenen Tätigkeiten mitzuhelfen und den Arbeitsalltag mitzuerleben. Und ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, später einen Beruf in diesem Bereich auszuüben. Es gab natürlich auch Aufgaben, die anstrengend oder weniger schön waren, aber insgesamt hat mir die Arbeit sehr gut gefallen. Besonders die Arbeit mit den Tieren hat mir viel Freude bereitet, und deshalb könnte ich mir gut vorstellen, später in einem ähnlichen Beruf zu arbeiten.“



Lorena, Klasse 9e: „Mein Praktikum habe ich im Klinikum Kassel absolviert.
Die Aufgaben, die ich alleine erledigt habe, waren meistens Patienten frisch machen, Betten beziehen, Infusionen ab- und anhängen, viele Regale und Wäschewagen, sowie Pflegeboxen und Pflegeschränke sortieren.
Eine wichtige Erfahrung, die ich erlebt habe, war, einen Patienten an einem Tag zu versorgen und dann am nächsten Tag zu erfahren, dass er verstorben ist.
Außerdem habe ich gelernt, dass es sehr wichtig ist, sich um die Patienten zu kümmern, fürsorglich und liebevoll mit ihnen zu sein und sich auch mit ihnen zu unterhalten, wenn man gerade die Zeit dazu hat. Die Patienten brauchen schließlich auch ein soziales Umfeld.
Den meisten Spaß machte mir das Kennenlernen der Dinge, die ich sonst im Alltag nicht erlebe.
Zudem war es spannend, einmal zu sehen, wie der Magen und der Darm von innen aussehen und wie ein eine Magen- und Darmspiegelung abläuft.
Ich könnte mir vorstellen, in der Zukunft etwas im Krankenhaus oder allgemein im medizinischen Bereich zu machen. Einen Beruf als Pflegekraft ist für mich ebenfalls nicht ausgeschlossen.


Ella, Klasse 9c: „Ich habe mein Praktikum bei der Comic Galerie Kassel absolviert. Meine Aufgaben waren meistens: die Inventur zu erneuern, die Schaufenster umzuräumen und neue Lieferungen sortieren. Ich habe gelernt wie man eine Kasse bedient und auch einmal einen Kunden selber abkassiert. Zusammen mit zwei anderen Mitarbeitern mussten wir eine große Figur aus dem Schaufenster räumen. Das hat sehr lange gedauert, weil viele Sachen davor gestellt waren, aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Besonders schön waren die Gemeinschaft und die witzigen Unterhaltungen mit den Kunden und Mitarbeitern! Ich könnte mir auf vorstellen, diesen Beruf später einmal ausführen zu wollen, aber weiß ich jetzt noch nicht, was auf mich zukommt.“

Henry, Klasse 9b: „Ich habe mein Praktikum beim Tierpark Sababurg in der Tierpflege gemacht.
Dort habe ich Ställe ausgemistet, zum Beispiel den Stall der Pferde. In der Küche habe ich zuerst das Futter geschnitten, bevor wir die Tiere versorgten. Daraufhin habe ich die Futtertröge in den Ställen alleine mit Wasser und Futter aufgefüllt und die Tiere durchgezählt.
Tierpfleger müssen auf jeden Fall gut mit Krankheiten und gelgentlich dem Tod von Tieren umgehen können. Auch in den zwei Wochen, in denen ich beim Tierpark war, ist ein Tier leider gestorben.
Der Beruf des Tierpflegers ist zudem physisch nicht zu unterschätzen. Im Park gab es immer Arbeit, welche manchmal richtig anstrengend war.
Ich finde, dass die generelle Atmosphäre unter den Tierpflegern sehr lustig war, sowie auch besonders das Füttern der Rentiere. Sie waren sehr zutraulich und ließen sich streicheln. Am meisten Spaß hat mir das Füttern der Erdmännchen bereitet, welche mir sogar in den Schoß geklettert sind.
Ich könnte mir vorstellen, etwas Ahnliches später als Beruf auszuüben. Vermutlich werde ich nicht als Tierpfleger arbeiten, aber auf jeden Fall etwas mit Tieren tun. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, so viele verschiedene Eindrücke zu sammeln und einen Einblick hinter die Kulissen eines so großen Betriebs zu bekommen.“



Wir hoffen, dass auch alle anderen Schüler*innen ein spannendes Praktikum hatten bei dem sie viel gelernt und gesehen haben.
