Montag, 29 August 2011 15:21

Von Knäckebrot und Pippi Langstrumpf

Von unserer Redakteurin Mara Liebehenz (28.03.2009)

Schweden. Na da denkt man doch an Wasa-Knäckebrot, Elche, die tollen Erzählungen aus der Kindheit von Astrid Lindgren und natürlich an das Möbelhaus IKEA. Vergangene Woche besuchte eine Gruppe schwedischer Austauschschüler unsere Schule und bewies, dass die sympathischen Skandinavier noch mehr als nur Köttbullar zu bieten haben.

 

 Schweden vor dem Bürgerhaus Kaufungerwald...

 

Und so hieß es dann "Hjärtligt välkomna" in der Woche vom 16. März bis zum 24. März 2009. Neue Kontakte und Freundschaften wurden geknüpft und gemeinsam allerhand erlebt.

 

"Mir hat der erste Teil des Austauschs sehr viel Spaß gemacht. Mit meiner Austauschpartnerin habe ich mich richtig super verstanden; mittlerweile ist sie sogar eine gute Freundin von mir geworden", erklärt Tülay S. aus der 10 Klasse. Anfängliche Ängste, wie zum Beispiel wegen der Verständigung, waren schnell verflogen.

 

"Mir hat die Woche zwar auch gut gefallen, aber ich bin dennoch der Meinung, dass die Schweden, dafür, dass sie relativ wenig Zeit in Deutschland hatten, nicht unbedingt das Wichtigste gesehen haben", kritisiert Theresa Zeh aus der Jahrgangsstufe 11. So hätte man beispielsweise diverse Museumstrips durch sportliche Aktivitäten ersetzen können.

 

 
...und auf dem Flur des Goethe-Gymnasiums.  

Doch auch von schwedischer Seite war größtenteils positive Resonanz zu hören: Ganz besonders bewunderten einige Schüler die Maulwurfshügel in den Kasseler Parkanlagen. In Schweden gäbe es keinen einzigen Maulwurf. Und so wurden die Maulwurfshügel anfangs fälschlicherweise für "Dirt on the grass" gehalten. 

 

Ein weiterer "Kulturschock" erwartete die Schweden jedoch nicht in der Kasseler Aue, sondern in der Schule. Während in Deutschland immer noch auf die guten alten Kreidetafeln gesetzt wird, schreibt man in Schweden, so wie in den meisten anderen europäischen Ländern, auf die fortschrittlichen Smartboards, interaktiver Whiteboards. Genauso merkwürdig wie unsere Kreidetafeln fanden die schwedischen Austauschschüler übrigens auch, dass man in Deutschland die Lehrerinnen und Lehrer siezt. In Schweden hingegen werden die Lehrer einfach beim Vornamen genannt.

 

Doch irgendwann nach unzähligen Museumsbesuchen, Busfahrten in die nahe Umgebung und abendlichen Barbesuchen, neigte sich auch die Woche mit den neuen Freunden dem Ende zu. Dies war jedoch keineswegs ein Anlass zum Traurigsein, schließlich folgt ja noch der zweite Teil des Austausches Ende Mai im Geburtsland von Pippi Langstrumpf und Co.

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