Montag, 29 August 2011 15:24

Auf den Dächern des Goethe-Gymnasiums

von unserer Redakteurin Christine Phieler (13.09.2009)

Schnittlauch ist lecker in manch einem Gericht oder auch auf dem Butterbrot, doch was hat er eigentlich auf den Dächern unserer Schule zu suchen?

 

Auf einem Butterbrot ist Schnittlauch richtig lecker.

 

 

Es ist Donnerstag, der 03.September 2009. Der Biologie-Leistungskurs 13 von Frau Arend trudelt so langsam in den Unterrichtsraum, um die ersten zwei Stunden des Tages zu bewältigen. Eigentlich ist alles wie immer: Ein paar müde Gesichter, einige aufgeregte Gespräche über die Erlebnisse am gestrigen Tag und eine Lehrerin, die gerne mit dem Unterricht beginnen möchte. Doch plötzlich ertönt vom Dach, das sich direkt neben den Fenstern des Raumes befindet, ein lautes Geräusch. „Was soll das denn?“, ist der erste Kommentar von Frau Arend.

 

Unterricht, während auf dem Flachdach neben dem Unterrichtsraum der Schnittlauch gemäht wird, kann sich durchaus schwierig gestalten. Da wäre zum einen der Lärm, der mit dem Mähen verbunden ist, dann natürlich noch der Gestank und zusätzlich auch noch der Effekt, der auch beim Zwiebel schneiden nervt – die tränenden Augen! So sitzt also ein ganzer Kurs (einschließlich der Lehrerin) „weinend“ im Biologie-Raum und versucht das Beste aus der Situation zu machen.

 

Auch den anderen Klassen, die sich in der Nähe des „Tatortes“ befanden, ging es da nicht besser. „Fast das ganze Gebäude hat gestunken. Man konnte es sogar noch Tage später bis runter zur Weserspitze riechen“, erzählt Daryna Shor, Schülerin der Klasse 13. „Ich hatte abends Kopfschmerzen von dem Gestank“, berichtet sie weiter.

 

Doch wo kommt der Schnittlauch auf den Dächern des Goethe-Gymnasiums denn überhaupt her? Die Antwort auf diese Frage ist ziemlich unspektakulär: Die Firma, die sich um die Flachdachbegrünung kümmern sollte, riet zu Schnittlauch, da dieser relativ pflegeleicht sei. Pflegeleicht mag der Schnittlauch vielleicht sein, doch angenehm war die Woche, in der unser Schulgebäude in der Ysenburgstraße nach Schnittlauch roch, nicht gerade.

 

Wer auch immer auf die Idee mit dem Schittlauch kam, hatte den durchschlagenden Effekt scheinbar nicht bedacht. Sollten wir nun etwas anderes pflanzen und den Schniitlauch verdrängen?Wir könnten aber auch aus unserem „Schnittlauchproblem“ eine Geldquelle zaubern, indem wir den Schnittlauch einfach in der Kasseler Markthalle verkaufen. Die Bio-LKs sollten sich darüber mal Gedanken machen.

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