Montag, 29 August 2011 15:26

SV-Eine verpasste Chance

von unserer Redakteurin Gianna Dalfuß (15.11.2009)

Schüler denken oft, dass sie sich an der Schulpolitik nicht beteiligen können, daher versuchen viele nicht einmal Einfluss auf das Schulgeschehen zu nehmen. Sie fügen sich den Vorgaben, nach der Devise „Lehrer sitzen immer am längeren Hebel“. Dabei vergessen sie die wichtigste demokratische Errungenschaft der Schüler: Die Schülervertretung (SV)

 

 

 Unser SV-Kasten

 

Wir haben Schüler und Lehrer gefragt, was sie unter SV verstehen und die Definition

scheint jedem klar zu sein. „Die Schülervertretung vertritt die Interessen der Schüler und beeinflusst das Schulleben.“

 

In den letzten Jahren gab es viele Projekte der SV, die den tristen Schulalltag „bunter“ machen sollten. Ein Beispiel ist das Frühlingsfest für die Jahrgänge 5-8, das schon jahrelange Tradition hat. Es gibt aber auch immer wieder neue Ideen, wie den Talentwettbewerb, der letztes Jahr statt fand und mit prominenter Jury und hervorragenden Acts überzeugte. Von dem Erlös wurde eine „Ökobank“ angeschafft, die nun ein farbenfroher Kontrast zu den Pavillions ist. Diese Projekte sollen auch in Zukunft weitergeführt werden. Hoch motiviert macht sich Erik Tuchtfeld, unsere neuer Schulsprecher ans Werk, denn er hat viele neue Pläne. „Ich möchte den Ausbau der W-Lan Zugriffspunkte unterstützen, damit auf jeder Etage an Computern gearbeitet werden kann. Außerdem setze ich mich dafür ein, dass G8-Schüler keine Hausaufgaben mehr bekommen und sie so entlastet werden.“

 

Trotz des Engagements unseres Schulsprechers waren die Meinungen geteilt, als ich Schülerinnen und Schüler gefragt habe, wie die SV an unserer Schule umgesetzt wird. Einige äußerten sich zwar positiv über die Arbeit der Schülervertretung, doch viele sind unzufrieden. Es würden nur unnötige Entscheidungen getroffen, außerdem habe im Endefekt die Schulleitung das letzte Wort. Hinzu kommt, dass nur wenige Schüler interressiert seien und die SV nur zur Befriedigung des Demokratiegefühls diene. Genau das ist das Problem, wie der Lehrer Herr Wiemeyer bestätigt: „Die Schülervertretung wird von Schülern und Lehrern falsch verstanden und nicht ernst genommen!“ Es geht sogar so weit, dass Schüler, die sich engagieren für verrückt erklärt werden, weil sie sich die zusätzliche Arbeit machen. 

 

Die SV müsste von Schülern und Lehrern ernster genommen werden, denn besonders die Schüler merken nicht, dass sie die Chance etwas zu bewegen verpassen.

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