Specials

Specials (390)

Sonntag, 17 April 2011 17:50

Wann kommt das Rauchverbot?

Von unserer Mitarbeiterin Kristin Kloke (19.06.2005 23:08)

Ein Meter vom Schulhofgebäude entfernt und schon ist man sicher. So sieht es zumindest am Goethe-Gymnasium aus. Schüler der Klassen 11 bis 13 stehen in der Pause vor dem Schulgebäude und rauchen.

Wann kommt das "echte" Verbot?



Immer wenn ich vom morgens vom Zweigstellengebäude Schützenstraße des Goethe-Gymnasiums zum Hauptgebäude an der Ysenburgstraße komme, kann ich Schüler sehen, die vor dem Tor stehen. Aus der Nähe kann ich schon erkennen, dass viele von von ihnen rauchen. Gerade hat sich ein Mädchen mit langen roten Haaren, ausgebeulten Jeans und Kaugummi kauend eine Zigarette angesteckt, die sie sich dann genüsslich in den Mund steckt, um dann einen kräftigen Zug zu nehmen. Die Jugendlichen stehen in kleinen Grüppchen vor dem Tor und rauchen gemeinsam. Immer wieder glimmt eine Zigarette auf und es werden neue angesteckt.

Rauchen im Winter...,

Ich gehe langsam an einer Gruppe vorbei und schaue mich auf dem Schulhof um. Plötzlich sehe ich eine weitere große Gruppe von Rauchern am Hinterausgang des Gebäudes stehen. Lässig kommt ein Junge zu ihnen hinübergeschlendert. Sofort wird ihm von einem anderen Jungen eine Zigarette angeboten, die er dankend annimmt. Doch sonst ist fast keiner auf dem Schulhof zu sehen, lediglich ein paar Schüler, die sich mit Mitschülern unterhalten und ihre Pausenbrot essen. Doch dann klingelt es und die Raucher genießen einen letzten Zug, bevor sie für zwei Stunden im Gebäude verschwinden.

...Rauchen im Sommer!

Im Kampf gegen krebs- und suchterregende Zusatzstoffe in Zigaretten hat Verbraucherministerin Künast vor einigen Wochen eine Liste sämtlicher Zusatzsubstanzen im Internet veröffentlicht. Die Stoffe sollen untersucht werden, und diejenigen für die Zigarettenproduktion verboten werden, bei denen sich herausstellt, dass sie krebs- oder suchterregend wirken. "Es ist gefährlich, wenn durch verfälschten Geschmack oder kühlende Effekte Zigaretten genießbarer gemacht oder tiefer inhaliert werden", sagte sie der "Welt".

Rauchen mit Freunden...

Ob das aber die Jugendlichen auf unserem Schulhof beeindruckt, wage ich zu bezweifeln. Aber nach den Sommerferien ist die Übergangszeit des Rauchverbots vorbei und dann bin ich gespannt, ob sich das Rauchverhalten von Schülern und Lehrern verändert.

Sonntag, 17 April 2011 17:50

Talente des Goethe-Gymnasiums

(20.06.2005 17:48)

Am vergangenen Dienstag fand in der Sportschule des Hessischen Fußball-Verbandes in Grünberg das diesjährige Landesfinale im DFB-Talentwettbewerb für Schulen statt. Für dieses Landesfinale hatten sich insgesamt 25 Jungen- und 15 Mädchenmannschaften aus ganz Hessen durch ihren Sieg bei den Vorturnieren im Mai diesen Jahres qualifiziert. Insgesamt nahmen in diesem Jahr 180 Schulmannschaften der Jahrgänge 1992-1993 aus ganz Hessen an diesem Wettbewerb teil. Wie bereits bei den regionalen Vorturnieren mußten die jungen Fußballer mit ihren 5er-Teams das DFB-Fußballabzeichen sowie ein 4:4-Turnier auf Kleinfeld bestreiten.


Das Schulfußballzentrum Goethe-Gymnasium Kassel hatte sich sowohl bei den Jungen als auch bei den Mädchen als Regionalsieger für für dieses Landesfinale qualifiziert.

Nach einem sehr spannenden Wettkampf auf hohem Niveau belegte die Jungen-Mannschaft in Gesamtklassement einen sensationellen zweiten Platz und verpasste damit das Erreichen des Bundesfinales in Stuttgart nur ganz knapp. Lediglich das Schulfußballzentrum der Elly-Heuss-Schule Wiesbaden war an diesem Tage einen Wimpernschlag besser.
Die Mädchenmannschaft des Goethe-Gymnasiums wurde als Titelverteidiger und Hessenmeister in diesem Wettbewerb von ihren Konkurrentinnen sehr hart bekämpft und belegte dennoch am Ende einen sehr guten 5. Platz.

Sonntag, 17 April 2011 17:49

Ein griffiges Motto

Von unserem SV-Verbindungslehrer Michael Kräbs (05.05.2005 15:23)

Das war schon eine schwierige Arbeitssitzung für die Kommission, die das Motto der diesjährigen Projekttage und dem abschließenden großen Schulfest ermittelte. Es sollte ja nicht nur ein griffiges Motto ausgewählt werden, sondern auch einen würdiger Preisträger.



SV-Verbindungslehrer Kräbs mit seiner Kollegin Dagmar Jochheim



Es existieren zwar leider keine Fotos von dieser Sitzung, aber glaubwürdige Augenzeugen berichten von einem Flimmern der Luft, so heiß wurde diskutiert. Und die Zeit drängte. Immerhin müssen die Klassen und Kurse ausreichend Zeit zum Vorbereiten des großen Schulfests am 19. Juli haben. Die SV-Vertreter gaben schließlich den Ausschlag. Sie entschieden, dass man zwei Klassen den Preis zuerteilte, denn erst die Kombination aus den beiden Wettbewerbsbeiträgen überzeugte die Kommission völlig. Und so dürfen sich jetzt die Klassen 10 A und 11 A gemeinsam über den ersten Preis freuen: je 50 Euro für die Klassenkasse.

Originell waren etliche Bewerber. Während ein Schwerpunkt von Einsendungen in satirischen Parodien zeitgenössischer Werbung lag (z.B. "Lernst du noch oder lebst du schon?), betonten andere eher personale Bildungsaspekte ("Goethe macht den nächsten Schritt und alle gehen mit"). Die Jury entschied sich dann aber doch für die Kombination aus satirischem Wortspiel (Keine "halben Sachen" in der zukünftigen Ganztags-Schule) und dem Aufruf sich aktiv mit einzubringen ("Misch mit!")

Jetzt hängt es von uns allen ab, ob die diesjährigen Projekttage ein Erfolg werden. Im Hinblick auf eine sich verändernde Schule kommt es nicht etwa zuletzt, sondern zu allererst darauf an, dass wir uns erst ein- und dann sogar mitmischen. Halbe Sachen dürfen mit uns nicht mehr gemacht werden. Machen wir also mit und verändern wir gemeinsam unsere Schule!

Die Gewinner-Slogans:

Sonntag, 17 April 2011 17:48

Mahnmal in Berlin eingeweiht

(10.05.2005 22:50)

In Berlin wurde das Mahnmal für die von den Nationalsozialisten ermordeten europäischen Juden feierlich eingeweiht. Bundestagspräsident Thierse sprach von einem Symbol für die Unfassbarkeit der NS-Verbrechen. Er betonte, das Stelenfeld sei keinesfalls der steinerne Schlusspunkt unter die Aufarbeitung der deutschen Nazi-Vergangenheit. Vielmehr übertrage die Gedenkstätte die beunruhigende Erinnerung in das kulturelle Gedächtnis der Deutschen.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Spiegel, bezeichnete das Mahnmal als Zeichen gegen das Vergessen. Zugleich kritisierte er, dass der Ort nichts über die Täter und Mitläufer aussage. An der Zeremonie nahmen mehr als 1.000 Gäste teil, darunter auch Bundespräsident Köhler und Bundeskanzler Schröder.

Die Bauzeit für die 2.711 Betonstelen in unmittelbarer Nähe des Brandenburger Tores hatte zwei Jahre betragen. Vorausgegangen war ein jahrelanger Streit über das Projekt. Den Anstoß gegeben hatte eine Bürger-Initiative um die Publizistin Lea Rosh. Das Mahnmal, das auch einen unterirdischen 'Ort der Information' umfasst, ist ab Donnerstag für die Öffentlichkeit zugänglich.

Außenminister Fischer ist mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland ausgezeichnet worden. Der Grünen-Politiker erhält die Ehrung für sein Engagement gegen Antisemitismus und seine Vermittlungsbemühungen im Nahost-Konflikt. Der Präsident des Zentralrats, Spiegel, würdigte Fischer bei der Feier in Berlin als Freund der Juden und Israels. Er lobte auch die Entscheidung des Außenministers, früheren NSDAP-Mitgliedern unter den verstorbenen Diplomaten eine Würdigung zu verwehren.
Sonntag, 17 April 2011 17:45

Obst und Gemüse

Aus unserer Online-Redaktion (14.05.2005 22:53)

Wer im Frühjahr beim Gang auf den Wochenmarkt "Frühlingsgefühle" bekommt, sollte sich also nicht wundern. Denn hier locken jede Menge Liebesmittel - in Form von Obst und Gemüse. Das fängt an beim Apfel, dem von jeher eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt wird. Leuchtend, knackig und frisch gelten die prallen Früchte von alters her als luststeigernd, schon die Bibel machte sie zum Sinnbild der Verführung!



Sonne, Wiese, Liebe, aber nicht ohne Vitamine
Foto: djd



Auch die aus Mittel- und Südamerika stammende Tomate galt als gut für den gesteigerten Lebensgenuss und wurde deshalb "Liebesapfel" genannt. "Veronika, der Lenz ist da ... Veronika, der Spargel wächst" - die Comedian Harmonists verewigten in ihrem Evergreen das weiße Edelgemüse, das nicht nur unglaublich gesund ist, sondern bereits im Mittelalter als ausgesprochen begehrtes Aphrodisiakum galt. Mit der Faustregel "5 Portionen Obst und Gemüse am Tag", wie es die von der Europäischen Gemeinschaft geförderte Kampagne 5 am Tag empfiehlt, werden aber nicht nur Lust und Sinnlichkeit gefördert. Der reichliche Verzehr (mindestens 625 Gramm täglich) trägt zu einer gesunden Ernährung bei und kann das Risiko verschiedener Krankheiten verringern. Obst und Gemüse sind außerdem leicht bekömmlich und fördern die Verdauung. Das Geheimnis der anregenden Wirkung von Obst und Gemüse auf Leib und Seele liegt im Duft und der Farbigkeit der Früchte, vor allem solcher Obst- und Gemüsearten, die im Frühjahr Saison haben (wie Erdbeeren oder eben Spargel). Obst und Gemüse sollten deshalb bei keiner Mahlzeit fehlen.

5 x täglich, aber nicht nur Äpfel

Sonntag, 17 April 2011 17:44

Potz Blitz

(25.05.2005 18:53)

Was passiert, wenn ein Blitz in ein Haus ohne Blitzableiter einschlägt? Warum macht es Sinn, Hochspannungsnetze über das Internet zu steuern? Und was ist eigentlich noch mal der Unterschied zwischen Gleich- und Wechselspannung? Dies und noch mehr beantworten und demonstrieren Professor Dr.-Ing. Albert Claudi und seine Mitarbeiter auf dem Tag der Offenen Tür des Instituts für Elektrische Energietechnik, Anlagen und Hochspannungstechnik der Universität Kassel (UNIK) am 17. Juni.


Von 10.00 bis 14.30 Uhr sind interessierte Besucher eingeladen, sich in Führungen über die Arbeit des Instituts und ganz allgemeine Zusammenhänge aus der Welt des elektrischen Stroms zu informieren. Vormittags werden auch Schülerinnen und Schüler des Kasseler Goethe- und Wilhelmsgymnasiums im Institut erwartet. Treffpunkt ist für alle Besucher die DeMoTec-Halle hinter dem UNIK-Gebäude in der Wilhelmshöher Allee 71-73, Eingang Emilienstraße.

In der Faraday Halle werden Mitarbeiter des Instituts demonstrieren, wie Blitzableiter funktionieren und was passiert, wenn Blitze in Hochspannungsleitungen oder Wohnhäuser einschlagen. Für die Demonstration werden die Elektrotechniker einen Impulsgenerator verwenden, der bei einer Maximalleistung von 1.000.000 Volt Spannungen auf Blitzniveau erzeugen kann.

In der Franklin Halle werden Versuche zum Grenzflächenverhalten von Isolatoren am Beispiel von Glas und Luft zu sehen sein. Diese Stoffe sind zwar gute Isolatoren, doch an der Grenzfläche zwischen Luft und Glas kommt es zu Spannungsüberschlägen. Dadurch entstehen laut prasselnde und gut sichtbare Gleitentladungen nach allen Seiten der Glasplatte: Ein Bild, für das die Institutsmitarbeiter gerne das Licht ausschalten werden.

Einen Beitrag zu intelligenteren und zukunftssicheren Hochspannungs- netzen demonstriert das Fachgebiet mit dem über das Internet steuerbaren Hochspannungstrennschalter, der in Zusammenarbeit mit der Kasseler Firma AREVA entwickelt wird. Mit diesem hochkomplexen Schalter sollen zukünftig Überlandnetze automatisiert und dezentral gesteuert werden können. Erforderlich wird dies insbesondere durch die Stromeinspeisung einer wachsenden Zahl kleiner Lieferanten regenerativer Energien wie durch Windräder oder Photovoltaikanlagen.

Sonntag, 17 April 2011 17:44

Die geheimnisvolle Quelle

(04.06.2005 13:14)

Mehr als drei Jahrzehnte lang war es eines der bestgehüteten Geheimnisse der US-Geschichte - nun ist es gelüftet. "Deep Throat" - jener anonyme Informant, dessen Enthüllungen den Watergate-Skandal auslösten und 1974 zum Rücktritt von Präsident Richard Nixon führten - hat einen Namen bekommen.

Das Weiße Haus in Washington: Ausgangspunkt der politischen Intrige


Mark Felt, die frühere Nummer zwei der Bundespolizei FBI, erklärt gegenüber dem Magazin "Vanity Fair", er sei die geheimnisvolle Quelle gewesen, welche die "Washington Post"-Reporter Carl Bernstein und Bob Woodward mit Details aus dem Innenleben der Nixon-Regierung versorgt hatte und dessen Identität seither zu den liebsten Spekulationsobjekten von Medien, Historikern und Polit-Gurus gehörte. Eigentlich sollte die Identität von "Deep Throat" (Tiefer Schlund) erst nach seinem Tod ans Licht kommen.

Der 91-jährige Mark Felt, Held oder Vaterlandsverräter?

So hatte es der Informant mit Bernstein und Woodward sowie deren damaligem Chefredakteur Ben Bradlee fest vereinbart. Dass Felt sich jetzt im Alter von 91 Jahren outete, geschah laut "Vanity Fair" auf Druck seiner Familie. Nach anfänglichem Zögern und einer öffentlichen Erklärung der Familie bestätigten auch Bernstein, Woodward und Bradlee schließlich, dass Felt ihre Quelle war. "Deep Throat" wusste, was im Weißen Haus, beim FBI, im Justizministerium und in Nixons Wahlkampfbüro vor sich ging. Er traf die Journalisten nachts in einer Tiefgarage, um seine Informationen preiszugeben. Zur Verabredung der Treffen gab es einen Code. Wenn Woodward seinen Informanten treffen wollte, stellte er einen leeren Blumentopf mit einer roten Baustellen- Fahne auf den hinteren Balkon seiner Wohnung. Wenn "Deep Throat" ein Treffen wollte, erschienen auf mysteriöse Weise die Zeiger einer Uhr auf der Seite 20 von Woodwards Exemplar der "New York Times". Während der Begegnungen in der Garage gab der Informant den Reportern entscheidende Hinweise, ob sie mit ihren Recherchen die richtige Fährte verfolgten oder nicht. Mit Hilfe von "Deep Throat" konnten Bernstein und Woodward nach und nach aufdecken, dass die Spur von dem rätselhaften Einbruch in die Wahlkampfzentrale der oppositionellen Demokraten im Washingtoner Watergate-Hotel bis ins Oval Office führte. Diese Enthüllungen begründeten nicht nur den persönlichen Ruhm der beiden Reporter, Bernstein und Woodward wurden auch zu Vorbildern des investigativen Journalismus.

Washington (AFP) - Mittwoch, 01.06.2005, 6:46

Sonntag, 17 April 2011 17:44

Vom Aussterben bedroht

(23.03.2005 22:59)

Der Feldhase gehört zum Frühling wie das Osterfest, zu dem er traditionell die Ostereier bringt. Ein Brauch, der vermutlich im 17. Jahrhundert entstand und einen plausiblen Hintergrund hat: Zur Osterzeit sind die dämmerungs- und nachtaktiven Tiere besonders präsent und können sogar tagsüber bei wilden Verfolgungsjagden, die zum Paarungsritual gehören, beobachtet werden. Und weil sie ihren Nachwuchs schon sehr zeitig im Jahr zur Welt bringen, galten sie als Fruchtbarkeits- und Auferstehungssymbol.

Der Osterhase...

In den letzten Jahren sind Begegnungen mit dem scheuen Tier aber immer seltener geworden, denn die Zahl der Tiere nimmt europaweit stetig ab. In Deutschland steht der Feldhase deshalb seit 1994 auf der "Roten Liste" der bedrohten Tierarten. Im Gegensatz zu Kaninchen legen Feldhasen keinen Bau an, sondern liegen tagsüber gut getarnt in einer Mulde, der so genannten Sasse, in der auch die Jungtiere aufwachsen.

...kommt bald auch zu euch.

Dadurch sind sie nicht nur eine leichte Beute für ihre natürlichen Feinde wie Füchse oder Greifvögel, sondern leiden auch unter der Intensivierung der Landwirtschaft, so Prof. Hackländer, Feldhasen-Experte der Deutschen Wildtier Stiftung. Die wildtiergerechte Gestaltung von Brachflächen ist ein wirksames Instrument zum Schutz des Feldhasen. Helfen kann man dem Feldhasen mit einer Spende an die gemeinnützige Deutsche Wildtier Stiftung(djd).

Sonntag, 17 April 2011 17:43

Persönlichkeitsrecht gestärkt

(07.04.2005 21:50)

Mit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts gegen verfremdete Pressefotos sieht der Justiziar der Verlagsgruppe Handelsblatt "den Spielraum der Presse erneut eingeengt". Die Bundesverfassungsrichter hatten befunden, dass unterschwellig manipulierte Fotos in der Presse das Persönlichkeitsrecht der Abgebildeten verletzen.

Presserechtlich nicht zu beanstanden, da eine öffentliche Veranstaltung
Faschingsfest am 7. Februar 2005



"Bislang hat das Bundesverfassungsgericht liberaler als der Bundesgerichtshof entschieden - diesmal ist es umgekehrt", sagte der Justiziar der Verlagsgruppe, Georg Wallraf, in einem dpa-Gespräch in Düsseldorf. Dennoch hoffe der Verlag auf einen erneuten Sieg gegen den früheren Telekom-Chef Ron Sommer: "Karlsruhe hat keine abschließende Bewertung getroffen, sondern den Sachverhalt an den BGH zurückverwiesen."

Sommer war per Verfassungsbeschwerde gegen eine satirische Fotomontage in der zur Verlagsgruppe zählenden "Wirtschaftswoche" vorgegangen. Als Illustration zu einem kritischen Bericht über die Situation der Telekom war der Kopf Sommers im Jahr 2000 auf die Abbildung eines Mannes im Geschäftsanzug montiert worden, der auf einem bröckelnden, magentafarbenen großen "T" sitzt. Das Gesicht war dabei um fünf Prozent gestreckt worden.

"Die Entscheidung wäre für uns nachvollziehbar gewesen, wenn es sich um ein Nachrichten- Bild gehandelt hätte - und nicht um eine satirische Collage", sagte Wallraf. Da das oberste deutsche Gericht erkennbar überzeichnende Karikaturen weiterhin zulasse, könne der Effekt der Entscheidung darin bestehen, Gesichtszüge künftig stärker zu verzerren. Es sei fraglich, "ob Sommer zufrieden ist, wenn er noch verzerrter und unvorteilhafter dargestellt wird".

Nach den Worten der Karlsruher Richter suggerieren Fotos Authentizität. "Die Betrachter gehen davon aus, dass die abgebildete Person wirklich so aussieht." Ein manipuliertes Foto enthalte eine "unrichtige Information" und sei damit nicht vom Recht auf Meinungsfreiheit geschützt. (dpa)

Sonntag, 17 April 2011 17:43

Breitband durch die Steckdose

(09.04.2005 11:05)

Die Nutzung von Stromleitungen für die Bereitstellung billiger Breitband-Internetzugänge wird dank einer heute veröffentlichten Empfehlung der Kommission einfacher werden. Die Empfehlung richtet sich an die Mitgliedstaaten und soll die Regeln für die Übertragung elektronischer Kommunikationsdaten über elektrische Stromleitungen klarstellen. Durch die Marktöffnung für neue Betreiber, die schnelle Breitband-Internetverbindungen über das Stromnetz anbieten wollen, möchte die Kommission den Wettbewerb ankurbeln. Bisher konnte sich der Internetzugang über Stromleitungen erst in wenigen Ballungsgebieten etablieren. Aber das Potenzial ist erheblich, denn EU-weit gibt es mehr als 200 Millionen Stromleitungen, die direkt in Haushalten, Schulen und Unternehmen enden.

"Ein erschwinglicher und schneller Internetzugang ist wichtig für die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit vieler sowohl großer als auch kleiner Unternehmen in der EU. Ich möchte dafür sorgen, dass die Betreiber alle technischen Möglichkeiten ausnutzen können und dass wir in Europa unsere Kräfte vereinen, um den Breitbandausbau voranzutreiben", sagt Viviane Reding, Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien.

Vizepräsident Verheugen, Kommissar für Unternehmen und Industrie, erklärt: "Innovative Technologien sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Tragfähigkeit unter Beweis zu stellen und zum Wachstum in Europa beizutragen. Voraussetzung dafür sind aber klare und ausgewogene rechtliche Rahmenbedingungen zur Gewinnung neuer Unternehmen und neuer Investitionen für den Markt der Breitbandkommunikation über Stromleitungen. Diese Kommissionsempfehlung wird die nötige Klarheit schaffen. Es ist nun Aufgabe der Mitgliedstaaten und der Anbieter innovativer Breitbanddienste, das Beste aus dieser neuen Chance zu machen."

Durch die EU-weite Liberalisierung der Energiemärkte erhalten die Stromversorgungsunternehmen neue Möglichkeiten, um ihre vorhandenen Versorgungsnetze und Stromleitungen zum Aufbau alternativer Breitbandzugänge zu nutzen. In vielen Fällen stellte die Unsicherheit hinsichtlich der Regeln für diesen Markt eine Markteintrittschranke dar. Um für klare Regelungen zu sorgen, hat die Kommission diese Empfehlung und die entsprechenden Durchführungsbestimmungen zuvor ausführlich mit den EU-Mitgliedstaaten erörtert.

Brüssel/Berlin, 18.04.2005 um 15:22

Seite 11 von 28