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Specials (390)

Montag, 18 April 2011 12:27

Meine Daten im Internet

von unserer Redakteurin Julia Müller (06.02.2010)

Wir alle hinterlassen im Internet Spuren; das ist jedem bekannt. Doch wie viel Privates geben wir wirklich von uns Preis? Was kann man alles in den Weiten des Internets herausfinden? Welche persönlichen Daten werden unbemerkt gespeichert?

 

 Selbstversuch:

Was findet man, wenn man

sich selbst googlet?

 

Im Internet werden Millionen von Daten gespeichert. Persönliche Informationen, auf die jeder zugreifen kann. Suchmaschinen wie Google liefern in Sekundenschnelle sämtliche Links. Profile zu Internet-Communities (SchülerVZ, Wer kennt wen?, Facebook) können sofort angeklickt werden. In der Bildergalerie sind verlinkte Fotos zu finden.

Spezielle Seiten, die zum Teil sogar kostenlos sind, speichern sämtliche jemals eingegeben Daten. Ein Beispiel hierfür ist die Seite www.123people.de. Durch die Eingabe des Namens werden alle möglichen findbaren Informationen angegeben. Angefangen von Fotos über die Email-Adresse bis hin zur Adresse, Telefon- und Handynummern ist alles zu finden.

Belinda Hähner, Klasse 10, war in der Grundschule in einem Sportverein. Sie erzählt: „Noch heute finde ich seitenweise Artikel über Ergebnisse von Wettkämpfen.“

Niklas Kirchhoff, Mitglied des Rudervereins am Goethe-Gymnasium, berichtet über ähnliche Artikel: „Außerdem habe ich Fotos von Regatten von mir gefunden!“

Viktoria Finis, Klasse 10: „Als Mitglied eines Orchesters sind über mich viele Texte und Bilder darüber im Internet zu finden.“

„Dass ich so viel über mich finde, hätte ich nie gedacht!", meint Lukas Fröhlich (Name von der Red. geändert), der bei 123people.de sogar seine Email-Adresse entdeckt hat.

 

 Datensuche bei 123people.de

 

Aber wie kann man sich davor schützen? Gibt es Möglichkeiten, weniger Daten über sich Preis zugeben? Wahrscheinlich wird das schwierig. Allerdings gibt es natürlich immer die Alternative, falsche Daten anzugeben. Beim Erstellen einer Email-Adresse könnte beispielsweise eine falsche Adresse angeben werden. Eine Wegwerf-Emailadresse wie Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ist schnell eingerichtet und kann auf Internetseiten verwendet werden, auf denen nicht der echte Name erscheinen soll und Spam vermieden werden soll.

Außerdem kann man sich überlegen, ob man Bilder über sich besser nicht ins Internet stellt und eventuell Verlinkungen von anderen unterbindet. Gerade bei sozialen Netzwerken sollte man die Rechte, welcher Benutzer was sehen darf genau einstellen. So kann man zum Beispiel bei Facebook neuerdings seine Bilder auch nur für bestimmte Freunde sichtbar machen.

Die Wahrscheinlichkeit in Communities gefunden zu werden kann verringert werden, wenn man auch hier einen falschen Namen angibt, nur den Vornamen oder vom Nachnamen nur den ersten Buchstaben angibt. Echte Freunde finden einen auch so.

Auch mögliche Arbeitgeber suchen im Internet nach Informationen über Bewerber. Angesichts dieser Tatsache wäre es sicherlich eine Überlegung, peinliche Partyfotos lieber nicht ins Internet zu stellen, um seinen Job oder Ausbildungsplatz nicht zu gefährden. Von wem schon Daten im Internet vorhanden sind, die er besser nicht veröffentlicht hätte, kann diese auf dafür ausgerichteten Seiten kostenpflichtig löschen lassen. Selbst zu löschen funktioniert meist nicht, denn das Internet vergisst auch einfach gelöschte Daten nicht.

Montag, 18 April 2011 12:26

Avatar- Aufbruch nach Pandora

von unserem Redakteur Schahin Saket (17.01.2010)

Noch nie gab es im Vorfeld eines Filmes solch einen medialen Hype: wild spekulierende Fans in zahlreichen Internetforen, lauter kleine Film-Teaser auf Videoplattformen und ein enormes Marketing. Seit dem 17. Dezember 2009 läuft der lang ersehnte Science-Fiktion-Blockbuster „Avatar- Aufbruch nach Pandora“ in den Kinos.

 Der aktuelle Filmhit von Starregisseur James Cameron

Ganze 15 Jahre lang dauerte es für den weltberühmten Regisseur  James Cameron einen neuen Film zu produzieren - einen Film, der die Filmgemeinschaft revolutionieren sollte. Nach Titanic, der bis heute noch  Platz eins der erfolgreichsten Filme aller Zeiten besetzt, wartete die Filmgemeinschaft geduldig auf einen neuen Nummer-Eins-Welthit von Cameron. Avatar ist auf gutem Wege dahin. Schon jetzt liegt „Avatar" auf Platz zwei und hat noch alle Chancen Titanic zu schlagen.

Mit neuen, innovativen Techniken wie beispielsweise einer extra für den Film entwickelten 3D-Kamera gelang es Cameron einen einzigartigen, vielfältigen und atemberaubenden Film zu erschaffen.

Die Story: Ignorante Menschen versuchen auf dem Planet Pandora, der von den Ureinwohner Na'vi bewohnt wird, Profite durch die Ausbeutung der Rohstoffe zu machen - koste es, was es wolle. Hierfür nutzen die Menschen sogenannte Avatare, die einem Menschen erlauben, in der Gestalt der Ureinwohner sich unter deren Volk zu mischen.

Jake Gully, ein eigentlicher Laie, wird darauf angesetzt alles Mögliche über die Na'vi heraus zu finden, um einen Angriff auf den sehr rohstoffreichen Baum der Seelen zu starten, der zugleich das heilige Heim der Na'vi bildet.

Auf seiner Reise durch Pandora und beim Aneignen der Kultur und Verhaltensweise des Urvolkes trifft Jake auf einen weiblichen Na'vi - seine Ausbilderin, die den Verlauf der Geschichte verändern wird, da Jake mit der Zeit Pandora durch andere Augen sieht.

Der Film ist einzigartig in seiner Umsetzung. Nach einer Stunde vergisst der Zuschauer, dass er in mitten in einem 3D-Film sitzt. Durch die neuartige 3D-Technik ist er mittendrin statt nur dabei. Die Handlung ist zwar Geschmackssache, aber gibt so einiges her - von Romantischem über Actionreiches bis zum Abenteuerlichen.

Einzigartig ist der Film auch, weil er die Zuschauer in einer solchen Weise berührt, dass sie sich dabei erwischen, wie sie am Anfang des Films selbst  über dieses Urvolk und deren Rituale lachen und sie nicht ernst zu nehmen vermögen, um dann gegen Ende hin eine starke Sympathie für dieses Urvolk entwickeln,  dass sich beim Anblick dessen, was diesem Urvolk zustößt, bei manch einem Tränen in den Augen bilden. 

Ob dieser Film - wie die Presse gern orakelt - die große Zeit des 3D-Kinos einläutet, bleibt abzuwarten. Einen fulminanten Auftakt in das neue Kino-Jahrzehnt ist James Cameron auf jeden Fall gelungen.

Montag, 18 April 2011 12:26

Die Stars vom Herd

von unserer Redakteurin Gianna Dalfuß (12.01.2010)

Ob jung und kreativ wie Tim Mälzer und Jamie Oliver oder klassisch charmant wie Horst Lichter und Johann Lafer, sie alle sind zu Stars geworden. Der Trend geht zur unterhaltenden Kochshow, aber nicht nur die Profis dürfen an den Herd, auch Hobbyköche bekommen die Möglichkeit ihr Können bei Sendungen wie "Das Perfekte Dinner" oder der "Kocharena" unter Beweis zu stellen. Fast 40 Stunden pro Woche wird im deutschen Fernsehen gekocht und der Hype um das kulinarische Nachmittagsprogramm wird immer größer.

 Tim Mälzer heizt seinem Publikum ein. ( www.blogspan.net )

 Selbst eine fürsorgliche Hausfrau verbringt wohl kaum so viele Stunden in der Küche wie unsere Kochstars am Fernsehherd. Fotoshootings, Pressetermine, der Job eines Fernsehkochs geht weit übers Kochen und Rezepte Kreieren hinaus. Alfred Biolek machte die Kochshow erst zum Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie und ließ das Hausfrauenimage im Kochtopf verdampfen. Seine Sendung „Alfredissimo“ begeisterte in den 90er Jahren nicht nur Kochinteressierte, und seine Liebe zum Wein war legendär. Heute ist alles jünger, frischer, augefallener: Da wird nicht einfach nur gekocht. Feuerfontänen und Prominenz peppen das ganze Geschehen auf und so wird die einfache Kochsendung zum Erlebnisfernsehen.

Die Schülerin Kirsten Albrecht ist bekennender Fan: „Ich gucke total gerne Kochshows. Sie sind unterhaltsam und ich bekomme dabei immer Hunger. Am liebsten schaue ich 'Das perfekte Dinner' oder Ähnliches.“ Oft haben die Amateure höhere Einschaltquoten als die Profis, denn es geht schon lange nicht mehr nur ums Kochen. 1994 wird durch das „Kochduell“ aus den gediegenen Koch-Talkshows ein Wettstreit. In der Sendung treten Team „Paprika“ und Team „Tomate“, die jeweils aus einem Profi und einem Kandidaten bestehen, gegeneinander an und am Ende wird das Ergebnis von einer Jury bewertet. Heute kochen Sternekoch und Amateur gegen- statt miteinander und die „Kocharena“ sorgt damit für Überaschungen, denn nicht immer steht der Profi als Sieger da.

Die Meinungen zu der neuen Generatin von Kochshows sind trotzdem geteilt. Manch einer schaltet den Fernseher beim Blick auf das Nachmittagsprogramm gar nicht erst ein, und Jonas Radtke aus dem Jahrgang 12 gesteht: „Ich glaube, ich habe in meinem ganzen Leben noch keine Kochsendung gesehen.“

Kochshows sind geliebt und gehasst aber gäbe es Geruchsfernsehen würden wir wahrscheinlich alle vor dem Fernseher sitzen, denn was lockt mehr als der Duft von einem frisch zubereitetem Festmahl, dass einem das Wasser im Mund zusammen laufen lässt.

Montag, 18 April 2011 12:26

Jetzt wird entarnt!

Von unserer Redakteurin Gianna Dalfuß (07.12.2009)

Günter Wallraff ist ein Enthüllungsjournalist, der sich in der Vergangenheit immer wieder in große Unternehmen eingeschlichen hat, um Missstände aufzudecken. Er arbeitete schon als Hans Esser bei der BILD, als Türke Ali unter anderem bei McDonalds und Thyssen und als Agent im Callcenter. Nun präsentiert er uns seinen neuen Film „Schwarz auf Weiß - Eine Reise durch Deutschland“. Seine neue Rolle: Kwami Ogonno, Afrikaner aus Sumalia.

 „Die lebende Überwachungskamera der Nation“

(Süddeutsche Zeitung)

Mit viel Schminke, einer Perücke und anderer Kleidung verwandelt Günter Wallraff sich in einen Afrikaner und reist mit seinem Kamerateam 14 Monate quer durch Deutschland. Es wird an 120 Drehorten recherchiert und das Team hat am Ende 600 Stunden Material.

Im Oktober wurde enttarnt: Der Film erschien in den deutschen Kinos. Auf seiner Reise bekommt Wallraff immer wieder Fremdenfeindlichkeit zu spüren und scheitert schon an der Wohnungssuche. Er trifft sich als Kwami Ogonno mit einer Vermieterin, die ihn zunächst freundlich begrüßt und auch die weitere Besichtigung verläuft scheinbar problemlos. Kwami Ogonno verabschiedet sich und direkt danach geben sich zwei weiße Kollegen als potenzielle Mieter aus. Die Vermieterin berichtet ihnen entsetzt von ihrer Begegnung mit dem schwarzen Herrn Ogonno und meint, dass „so einer“ nicht in die Hausgemeinschaft passen würde, aber man könne ja am Telefon nicht sehen, was das für eine Person auf der anderen Seite der Leitung sei.

Erschreckende Szenen, die einem kaum aus dem Kopf gehen aber leider keine Seltenheit sind. Doch es scheint als wären sich viele gar nicht im klaren darüber, dass Diskriminierung von Schwarzen in Deutschland existiert. Die meisten Schüler denken, es gäbe diese Fremdenfeindlichkeit nur wenig oder auch gar nicht und keiner der von uns Befragten hat bisher eine Situation erlebt, in der ein Schwarzer bewusst diskriminiert wurde. "Es sind meist nur scherzhafte Bemerkungen" , sagt Babak Aghahassani aus der Jahrgangstufe 12, der selbst Ausländer ist.

Günter Wallraff erlebte auf seiner Reise jedoch nicht nur negative Situationen. Als er mit einem afrikanischen Freund eine Straßenbaufirma im Osten besucht, treten ihnen sowohl Mitarbeiter als auch Chef freundlich und offen entgegen. Eine Situation, die die beiden Ermittler so überrascht, dass sie freudestrahlend und hoffnungsvoll die Firma verlassen.

Sich selbst maskieren, um andere zu demaskieren, das ist es, was Günter Wallraff seit Jahren macht. Und es scheint zu funktionieren. Zwar erkannten einige Schüler seine Maskerade, als sie das Bild von Wallraff in seiner Rolle als Kwami Ogonno sahen, doch viele hielten ihn auch für einen echten Afrikaner. Ludolf Dührsen (Jahrgangstufe 12) meint: „Die Methoden von Günter Wallraff sind zwar krass aber gut und notwendig“. Leider bieten seine damit verbundenen Enthüllungen meist eine bittere Erkenntnis für die Öffentlichkeit.

Montag, 18 April 2011 12:25

Hirndoping

Von unserer Redakteurin Janina Schmidt (03.12.2009)

Die Vision von stressfreiem, schnellem und konzentriertem Lernen rund um die Uhr- wen reizt das nicht. Besonders unter den vielen Studenten, denen in den Unis die Köpfe rauchen und die dem Druck dort nicht standhalten können, träumen viele von einer Möglichkeit, ihre Leistungsfähigkeit zu steigern. Genau dieser Traum stürzt sie dann in die Welt der so genannten Gedanken-Beschleuniger.

Wird Modafinil durch verschiedene Formen, Größen und Farben attrativer? 

Die Wundermittel heißen hier ganz klar Modafinil und Mythlphenidat. Diese Pillen, die die Studenten schlucken, sind eigentlich Medikamente, die zur Behandlung psychischer Krankheiten wie z.B. Narkolepsie, also Schlafstörungen, oder ADHS entwickelt wurden. Sie sollten deshalb bei gesunden Menschen nicht verwendet werden.

Obwohl wahrscheinlich alle Studenten den ursprünglichen Verwendungszweck der Medikamente kennen, scheinen sie trotzdem nicht vor den eventuellen Nebenwirkungen zurückzuschrecken. Im Sport gilt Modafinil übrigens als verbotene Dopingsubstanz, doch an den Unis scheint es heute gang und gebe zu sein, mal eben auf den Gedanken-Beschleuniger zurückzugreifen.

Bisher ist der Einsatz von Modafinil nur in Studentenkreisen bekannt, doch wie weit würden eigentlich unsere Schüler gehen? Bleiben sie beim Espresso oder lassen sie ihr Gehirn auch von Wachmachern und Konzentrationssteigerern lenken?   

Michel Polej, Schüler der Jahrgangsstufe 13, findet leistungssteigernde Mittel an sich nicht schlimm, er verdeutlicht aber: „Ich würde solche Mittel nur auf natürlicher und nicht auf synthetischer Basis nehmen." Doch die Möglichkeit, die Konzentration zu steigern, damit die Gedanken nicht auf einmal in irgendeine andere Richtung verschwunden sind, reizt auch ihn. „Ich würde erst einmal schauen, was das Präparat für gesundheitliche Folgen haben könnte, also Nebenwirkungen oder Ähnliches. Wenn es aber keine Nebenwirkungen hätte, also auch nicht auf lange Zeit gesehen, dann würde ich es zumindest mal probieren", erklärt Isabell Jung, Klasse 13.

 
 Ritalin als Leistungssteigerer?  

Dem entgegen spricht Christian Kaufhold, der solche Präparate auf keinen Fall nehmen würde: „Wenn man das einmal nimmt, muss man es ja ständig nehmen, um auf dem gleichen Niveau zu bleiben. Dann wird man bestimmt abhängig und sehr gesund ist das sicherlich auch nicht."

Es sieht also so aus, dass einige Schüler auch zu Mitteln greifen würden, die die Leistungsfähigkeit steigern können. Allerdings hat keiner angegeben, dass er Modafinil oder Ähnliches nehmen würde, sondern eher „harmlose" Mittel. Um es auch noch einmal zu verdeutlichen, die Rede ist hier nicht von Dextroenergy oder Kaffee, sondern eben von Medikamenten, die eigentlich für psychische Notfälle gedacht sind, und nicht für „Notfälle“ im täglichen Lernalltag.

Da bleibt doch eigentlich nur noch zu fragen, ab wann dann die ersten Urintests an Unis und Schulen eingeführt werden müssen, um „Dopingsünder" zu überführen und die Chancengleichheit aller immer noch aufrecht erhalten zu können.

Montag, 18 April 2011 12:25

150. Todestag Louis Spohr

von unserer Redakteurin Jessy Franke (09.11.2009)

Louis Spohr ist seit dem 22. Oktober 150 Jahre tot. Seinem Namen zu Ehre gibt es eine gut besuchte und sehr interessante Ausstellung in Kassel.

 

 Eine Büste des

berühmten Louis Spohr

 

Während seiner Lebzeiten spielte Louis Spohr eine wichtige Rolle für Kassel. Geboren wurde Louis Spohr am 5. April 1784 in Braunschweig.  Er war ein hervorragender Geiger, aber auch ein bekannter Dirigent. Neben dem Italiener Niccoló Paganini war er der größte Geiger seiner Zeit. Später zog er nach Kassel und bekam große Anerkennung von den Kasseler Bewohnern durch seine Werke und seinen Einsatz als Hofkapellmeister um die Musikkultur in Kassel: Das Kasseler Orchester wurde unter ihm weithin berühmt. Er wurde sogar Ehrenbürger der Stadt Kassel.

Da er 1859 in Kassel starb, gibt es in Kassel ihm zu ehren schon seit mehreren Jahrzehnten ein Louis Spohr Museum, dass jetzt aber passenderweise zum 150. Todestag des berühmten Geigers in den Südflügel des Kasseler Hauptbahnhofs umzog.

„Früher waren wir mehr ein historisches Museum, jetzt kann in unserer Ausstellung aber viel mehr aktiv miterlebt werden und man kann sich in die Rolle des Louis Spohrs hereinversetzen“, sagt Herr Goldmann vom Louis Spohr Museum dazu.

 

 Hier kann man Erfahrung als Dirigent sammeln.

 

 In der Tat gibt es zwar einige historische Ausstellungsstücke und Informationen zu dem berühmten Geiger. Vor allem aber für die jüngeren Besucher ist das Museum viel interessanter geworden, da man jetzt aktiv im Museum handeln kann. So kann man zum Beispiel in die Rolle eines Dirigenten schlüpfen und ein Orchester  dirigieren. Oder aber man lässt die Musik näher an sich heran und kann sie hautnah an einer Wand spüren.

Montag, 18 April 2011 12:24

Deine Mudda!

Von unserer Redakteurin Mara Liebehenz (05.11.2009)

Blondinen- und Ostfriesenwitze sind out. Heute wird über die sogenannten "Mutter-Witze" gelacht.

 "Deine Mudda hackt Holz auf DSF"
(www.schlagermafia.de)

"Ich finde "Mutter-Witze" eigentlich ganz lustig; natürlich sind sie wirklich primitiv und haben kein hohes intellektuelles Niveau", erklärt eine Schülerin des Jahrgangs 12. 

Ob man bei den "Mutter-Witzen" noch über ein intellektuelles Niveau diskutieren muss ist fraglich. Fakt ist jedoch, dass Sprüche wie: "Deine Mutter hackt Holz auf DSF" flutartig Einzug in den jugendlichen Jargon gefunden haben. Gibt man beispielsweise den Begriff "Mutter-Witze" bei diversen Suchmaschinen im Internet ein, so erhält man zahlreiche Internetadressen und Homepages, auf denen sich munter über diese Sprüche ausgelassen wird und diese auch ausgetauscht werden. Selbst die Video-Plattform YouTube scheint dem "Deine-Mudda-Wahn" verfallen zu sein; unzählige Videos illustrieren sie und Rücken die Sprüche in ein recht positives Licht.

Dabei ist es völlig unerheblich, wie viel Wahrheitsgehalt solch ein Spruch aufweist. Es wird einfach mit den Sprüchen um sich geworfen, ohne auf den Gegenüber in irgendeiner Weise Rücksicht zu nehmen. Doch genau in diesem Punkt sieht Theresa Zeh , Schülerin der Jahrgangsstufe 12, ein Problem: "Die Witze greifen ungewollt in die Privatsphäre ein und sind wirklich niveaulos, da sie sich über Dinge lustig machen, die grundsätzlich nicht zum Lachen sind!"

Dem stimmt auch Luisa Wagenschwanz, ebenfalls Schülerin der Jahrgangsstufe 12, zu: "Ich halte überhaupt nichts von derartigen Witzen. Es ist einfach respektlos und unter der Gürtellinie, sich über eine Mutter oder generell über jemandes Eltern so lustig zu machen, schließlich sind sie diejenigen, die dafür verantwortlich sind, dass wir auf der Welt sind. Sie sind sozusagen der Ursprung eines jeden, somit ist es ziemlich blöd sich darüber zu belustigen; im Endeffekt beleidigt man sich doch selbst damit!"

von unserer Redakteurin Gianna Dalfuß und unserem Redakteur Steffen Engelbrecht (08.10.2009)

Zahlreiche weiße Kleintransporter, kleinere Lkws, ein roter Kastenwagen mit der Aufschrift „Maske“, weitere unterschiedliche Fahrzeuge und ein schicker schwarzer Geländewagen prägten am Dienstag, den 6. Oktober das Bild auf dem Schulhof der Ysenburgstraße. Ottfried Fischer war in seiner Rolle als Pfarrer Braun in Kassel und am Goethe-Gymnasium zu Gast und der UMLAUF hatte die einmalige Gelegenheit mit ihm zu über seinen Aufenthalt zu reden.

 Ottfried Fischer: "Wie auf dem Oktoberfest"

Ziemlich bald stellte sich für die meisten heraus, was das Tohuwabohu auf dem Schulhof und der dicke Mann mit dem Hut hier zu bedeuten hatten. Ottfried Fischer war in seiner Rolle als Pfarrer Braun in Kassel zu Gast und ein Teil des Krimis wurde auch an unserer Schule gedreht. Die HNA hatte zwar berichtet, dass der neue Pfarrer Braun Krimi in Kassel gedreht wird, aber wann die Dreharbeiten am Goethe-Gymnasium stattfinden würden war der Schülerschaft nicht bekannt gewesen.

 
 Schülerinnen des DS-Kurs 9  

So rollte am Dienstag das etwa 30 Mann und Frau starke Team an und verwandelte den Flur in eine Filmkulisse. Immer wieder wollten Schüler zu ihrem Unterricht und mussten dann aber verdutzt am gläsernen Eingangsfoyer stoppen, weil Pfarrer Braun gerade ermittelte. Herr Becklas war derweil mitten im Geschehen und verfolgte gespannt die Dreharbeiten, bei den auch Schüler aus dem Darstellenden-Spiel Kurses aus der 9 in Massenszenen mitwirkten. „Es wurde wohl bei der Stadt Kassel angefragt, ob auch in den Schulen gedreht werden darf, und das Goethe-Gymnasium wurde zufällig direkt von der Produktionsfirma Polyphon angesprochen", erklärt er. „Wir wollten eigentlich das Wimmelgebäude vorschlagen, doch das Hauptgebäude hatte wohl genau den alten aber positiven „Schulmief" der für die Dreharbeiten von Nöten war," erzählt er stolz weiter und wendet sich wieder den Dreharbeiten zu.

 
 Dreharbeiten am Set (Erdgeschoss)  

Wolfgang F. Henschel, Regisseur, erzählt, dass der Chef der Produktionsfirma ebenfalls Kasseler war und das dies mit ein Grund für die Wahl unserer Stadt war. Außerdem sagt er: „Kassel hat viele schöne Ecken, zum Beispiel den Schlosspark, wozu auch der märchenhafte Charme des Goethe-Gymnasiums gut passt." Tolga Baader hingegen ist Praktikantin und meinte: „Das ist wie auf dem Bahnhof hier", und prompt macht sie mit dem spitzen Zeigefinger vor dem Mund deutlich, dass alle ruhig sein sollen.

Der Einzige, der den Eindruck machte, als wäre der Tumult nur halb so schlimm war Ottfried Fischer alias Pfarrer Braun. In seinem grünen Campingstuhl saß er draußen auf dem Schulhof und telefonierte. Auf die Frage, wie ihm Kassel gefalle antwortet er: „Ich konnte leider noch keinen umfassenden Eindruck bekommen, doch denkt man sich die 50er und 60er Jahre Bauten weg, gibt es in Kassel viel schöne Ecken." Auch privat sei er schon einmal am Herkules gewesen berichtet er.

 
 Der Stuhl des Stars  

Der ganze Trubel schien den bewundernswerten Schauspieler ziemlich kalt zu lassen: „Ich fühle mich in meine eigene Schulzeit zurück versetzt. Wenn was los war, waren alle aufgeregt und es ging zu wie auf dem Oktoberfest." Er bedauert zudem, dass er immer kurz angebunden sein muss, weil der Drehplan sehr straff ist. Und schon steht er wieder im Flur und dreht die Szene im Gespräch mit der Schuldirektorin Frau Seelmann (Cornelia Schmaus), des Brüder Grimm-Gymnasiums Kassel. Die Namensänderung im Film ist natürlich tiefst bedauerlich, doch  angesichts des Titels „Grimms Mördchen" verständlich.

 
 Großer Aufruhr auf dem Schulhof  

Die Schule wurde zum Schauplatz, da sich der Mordfall rund um eine Gruppe ehemaliger Schüler dreht, die einst bei einer Aufführung von Schneewittchen mitgewirkt hatten und jetzt einer nach dem anderen ermordet werden. Grimms Märchen, die Löwenburg und allerhand kriminelle Energie umranken also den Fall, den Pfarrer Braun in Kassel lösen soll. Somit heißt es eigentlich für alle Kasseler und Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums einschalten, wenn der Mordfall irgendwann um Ostern 2010 im Ersten geklärt werden wird.

Montag, 18 April 2011 12:24

Gibt's die Pizza auch Gluten-frei?

von unserer Redakteurin Marie Thiede (08.10.2009)

Eine italienische Speisekarte enthält zu 95% Speisen, in denen Gluten vorkommt. Wahrscheinlich wissen auch ebenso 95% der Speisenden überhaupt nicht was Gluten ist. Doch wenn ein Mädchen im Alter von 16 Jahren plötzlich gesagt bekommt, dass es an einer Glutenunverträglichkeit leidet, auch Zöliakie genannt, fällt für sie die Menüauswahl wohl eher mager aus!

Brot, Nudeln, Kekse, Bier, Kuchen, Schokolade - alles enthält Gluten. Gluten ist ein Eiweiß, das eine Art Klebstofffunktion in vielen Getreidesorten und Nährstoffen erfüllt, z.B in Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Hafer und vielen anderen. Jemand, der an Zöliakie leidet, hat eine Erkrankung des Dünndarms, die durch Gluten ausgelöst wird. Die Krankheit wird auch als Gluteinunverträglichkeit bezeichnet. 

 

Dieses Symbol ist auf Lebensmittelverpackungen zu finden,

die kein Gluten enthalten

 

Jannika (Name der Redaktion bekannt) ist 16 und isst für ihr Leben gerne Pizza. Auch Nudeln, Kekse, Schokolade und andere Leckereien, die für sie jetzt erstmal tabu sind, stehen mit ganz oben auf ihrem Speiseplan. „Nie im Leben kann ich von heute auf morgen diese ganzen Produkte aus meinem Kopf streichen! Alles, was lecker ist, enthält dieses Gluten." Die 16-jährige hat noch keine hundertprozentige Sicherheit, dass sie wirklich an der Krankheit leidet. Allerdings besteht seit mehreren Wochen ein starker Verdacht, da sie an für Zöliakie typischen Symptomen leidet. Hierzu zählen z.B. Bauchschmerzen, Gewichtsverlust, Darmkrämpfe, Übelkeit, Appetitlosigkeit und chronische Diarrhö.

So lange keine Testergebnisse da sind, muss sie sich wie ein Zöliakie-Kranker ernähren. „Ich konnte mir am Anfang gar nicht vorstellen Nudeln und Brot nicht mehr essen zu können, das sind doch Grundnahrungsmittel. Dann habe ich erfahren, dass es alle Produkte auch Glutenfrei gibt. Da habe ich mich schon gefreut, allerdings zu früh: Lecker kann man das wirklich nicht nennen!"

Und auch wenn es Supermärkte gibt, die extra Produkte für Zöliakie-Kranke verkaufen - es wird sich wohl nicht als gerade einfach herausstellen, eine Pizzeria zu finden, die glutenfreie Pizzen, Nudeln und Ciabattabrote im Sortiment hat.

Auch Philipp R. (Name der Redaktion bekannt) hat vor einigen Jahren ein positives Testergebnis für Zöliakie erhalten. "Damals war es sehr, sehr schwer für mich. Ich war gerade 13 Jahre alt und wollte es einfach nicht akzeptieren, dass ich meine Ernährung um 180 Grad umstellen sollte. Ich war sauer auf meine Eltern, dass sie mir mein Lieblingsessen nicht mehr kochten und habe dann heimlich oft Pizza gegessen. Dadurch wurden die Schmerzen natürlich schlimm und die Symptome stärker." Mittlerweile hat der heute 20-jährige Philipp gelernt mit der Krankheit umzugehen: "Die ersten Jahre waren sehr schwer, besonders für meine Eltern. Die ganze Familie hat sich meiner Krankheit angepasst und meine Mutter hat nur noch Gluten-frei gekocht. So kam ich mir nicht mehr vor wie ein Kranker, sondern konnte alles essen, was auch meine Familie gegessen hat; es war also normal." 

Wenn man einmal die positive Diagnose für Zöliakie erhalten hat, gibt es auch erstmal keine Chance für eine Heilung. Die einzige Therapie gegen diese Krankheit ist eine strikte Diät, die lebenslänglich eingehalten werden muss. Wenn wirklich vollständig auf Gluten-haltige Lebensmittel verzichtet wird, bilden sich die Symptome nach einiger Zeit zurück.

"Vielleicht können sich das viele Leute nicht vorstellen, aber meiner Meinung nach gewöhnt man sich mit der Zeit an alles. Nach diesen ganzen Jahren kann ich fast sagen, dass ich keine Probleme mehr mit der Krankheit habe. Eine Ausnahme ist immernoch das öffentliche Essengehen, da ich als Zöliakie-Kranker doch noch sehr eingeschränkt bin und kaum eine Auswahl habe, oder sogar gar keine. Erst da werde ich immer daran erinnert, dass es doch nicht so normal ist, an dieser Krankheit zu leiden", sagt Philipp R.

von unseren Redakteuren Polina Schneider und Berit Wenzel (05.05.2009)

Von morgens bis abends werden wir beim Zappen durch die Kanäle mit den unterschiedlichsten Soaps und Serien belohnt. Auf den ersten Blick können wir uns für keine entscheiden, doch die winzigen Unterschiede zwischen amerikanischen und deutschen Serien nehmen uns die Qual der Wahl ab.

Was interessiert uns nun mehr: Sendungen wie „K11“, „Unter Uns“ und „Rach der Restautanttester“ oder doch CSI NY, O.C. California und America‘s Best Dance Crew? Zum Vergleich haben wir für euch zwei Serien gegenübergestellt, die neue US-Sensation „Gossip Girl" und das mittlerweile 3000 Episoden schwere „Unter Uns".

 

 Die neue amerikanische Serie

"Gossip Girl"

 

Während „Gossip Girl" schon nach der ersten Ausstrahlung Einschaltquoten von ganzen 13% erlangte, lassen bei „Unter Uns" die Zuschauer auf sich warten. Denn dessen 3000. Episodengeburtstag wurde lediglich von 11% der Bevölkerung gefeiert.

Auch die deutschen Krimiserien sind unbeliebt und gehen neben den zahlreichen amerikanischen unter.  Solange in K11 der Hauptkommissar noch seinen Morgenkaffee trinkt, erwartet uns bei Criminal Intent schon das dritte Mordopfer in der Leichenhalle. Und wie Laura S. (Name der Redaktion bekannt) in einem Forum der Seite www.gutefrage.net treffend formulierte: „In deutschen Krimis hört man das Parkett knarzen vor lauter Langsamkeit in der Handlung. Gähn..." Warum? „Eventuell, weil die amerikanischen Filme mehr Tempo, mehr Biss und Witz besitzen und für Europäer immer noch eine gewisse Exotik verströmen. Sie wirken lebendiger, weil man dort schneller agiert."

 

 Die deutsche Serie "Unter Uns"

 

Ausführlich stellt es Bernd S. (Name der Redaktion bekannt) dar: „Warum sind amerikanischen Serien besser als deutsche? Weil erstens amerikanische Serien eine um Längen bessere Qualität haben - darstellerisch, drehbuchmässig und ausstattungsmässig. Zweitens sind amerikanische Serien nicht so sehr psychologisiert wie die deutschen Serien, außerdem versuchen die Drehbuchschreiber nicht, zu viele Probleme und Aspekte hineinzupacken: In deutschen Produktionen haben die Hauptdarsteller mindestens die doppelte Zeit, um Ihren privaten Psychozustand darzustellen und damit die Handlung aufzuhalten. Drittens sind in amerikanischen Serien auch die Nebenrollen mit authentisch spielenden Schauspielern besetzt. Viertens klingt da auch der gesamte Ton besser  - man hört sofort ohne hinzuschauen, was eine deutsche und was eine amerikanische Serie ist. Und fünftens wollen amerikanische Serien primär unterhalten, deutsche Serien versuchen zu belehren."

Auch unsere Mitschüler schauen sich lieber die US-Serien an.  Louisa Metz, 9. Klasse, findet, dass solche Serien eine attraktivere und spannendere Handlung haben, ebenfalls sind sie für Jugendliche interessanter, da diese genauso sein wollen wie die Personen im Film. „Möglicherweise sind amerikanische Sendungen besser, da sie dort in Hollywood andere Möglichkeiten zur Gestaltung haben und die Serien dadurch spektakulärer werden."  

Yannik Schubert, ebenfalls 9. Klasse, interessiert sich hauptsächlich für Krimiserien: „Navi CIS zum Beispiel ist besser aufgebaut und hat deutlich mehr Spannung als „Lenzen und Partner“. Die Story ist auch reeller und sie haben bessere Schauspieler. Ich denke, dass die Amerikaner jedoch keine Vorteile haben, die Deutschen haben dieselben technischen Mittel. Trotzdem schaffen es die Amerikaner, dass ihre Serien mehr Spezialeffekte und Action haben."

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