Lust & Leben

Lust & Leben (252)

Mittwoch, 04 April 2012 10:45

Zumba - feel the beat!

von unserer Redakteurin Luisa Appel (13.11.2011)

Es ist Zeit für etwas Neues!
 Hip-Hop, Salsa, Samba, Merengue, Mambo, das alles sind coole Tanzarten - aber mit Zumba hat man die Möglichkeit, sie alle und noch viele mehr in Form eines effektiven Workoutprogrammes, welches sowohl für Frauen als auch für Männer geeignet ist, zu erforschen und zu erleben.

  Redakteurin Luisa Appel (Mitte) mit Zumba-Partnerin Larissa Heß

und Trainer Julio Merz

Ich habe mir vorgenommen, mehr über Zumba-Fitness herauszufinden, und um mir eine eigene Meinung bilden zu können, nahm ich selbst an einem der Workouts teil. In Kassel und Umgebung gibt es dafür zahlreiche Möglichkeiten.Mein erster Eindruck ist sehr überraschend, denn so ziemlich jede Altersklasse ist bei Zumba vertreten. Der Kurs, den ich besuche, wird von dem gebürtigen Kolumbianer Julio Merz geleitet, der eine sehr sympathische Ausstrahlung hat. Als Latino liegt ihm der Rhythmus im Blut, was es noch reizvoller macht, das Training so gut wie möglich zu verfolgen. Eine Stunde lang geht das Workout. „Lang genug", so die 16-jährige Larissa Heß, die zweimal wöchentlich mit einer Freundin den Zumbakurs besucht und sich dort so richtig auspowern kann. Ich kann ihr nur zustimmen, bin aber trotzdem sehr positiv überrascht, wie viel Spaß ein solch effektives Training machen kann. Der Meinung ist auch die 42-jährige Michaela Heß. Sie verrät, sie fühle sich nach jedem Workout pudelwohl und freue sich schon auf den nächsten Kurs.

 Feel the beat!

Durch die eingängige südamerikanische und internationale Musik und die vielen verschiedenen Tanzstile herrscht die ganze Zeit über ausgelassene Partystimmung, so dass man gar nicht merkt, was man durch Zumba alles bewirkt. Es entsteht ein dynamisches Training, bei dem man seinen Muskelaufbau, das Intervalltraining, die Gewichtsabnahme, die Formung des Körpers und noch vieles mehr fördert - einige Nebeneffekte, gegen die wohl niemand etwas einzuwenden hat! 

Zumba hat seinen Ursprung Mitte der 90-er Jahre in Kolumbien, wo es von dem damaligen Fitnesstrainer Alberto Perez durch Glück im Unglück erfunden wurde. Dieser hatte zu einem Aerobic-Kurs seine Musikkasette vergessen und kreierte notgedrungen einen Musikmix mit den Bändern seines Rucksacks. Somit erweckte er eine neue Art von Tanzfitness zum Leben, bei der man sich nur von der Musik leiten lässt. Sein Kurs war davon so begeistert, dass Perez sich dazu entschloss, Zumba weiterzuentwickeln. 

Schließlich fand Zumba seinen Weg nach Amerika, und nun nehmen weltweit über 12 Millionen Menschen begeistert an Zumba-Workouts teil. 



Auch ich kann Zumba nur weiterempfehlen. Natürlich entstehen viele Gerüchte, die vor

 Kalorien verbrennen und Spaß dabei!

allem im Fernsehen verbreitet werden, wenn es zum Beispiel um den Kalorienverbrauch geht. Bei Zumba verbrennt man zwar viel, allerdings nicht so viel, wie dort oft berichtet wird. Das bestätigt auch Julio Merz. Trotzdem bin ich der Meinung, dass es sich lohnt, einmal mitzumachen und dieses vom Latino-Lebensgefühl inspirierte Workoutprogramm einfach auszuprobieren.

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Sonntag, 05 Juni 2011 00:05

Das verlockende Kärtchen

von unserer Redakteurin Jessy Franke (27.05.2011)

Ob in Kaffeehäusern, im Blumenladen oder in der Lieblingsbar - überall ist sie mittlerweile zu erhalten und jeder kennt sie: die Stempelkarte. Doch lohnt sie sich für Kunden wirklich oder ist sie nur ein gängiger Trick, um diese an Geschäfte zu binden?

 

Ein mit Stempelkärtchen vollgestopftes Portemonnaie

Das Prinzip der Stempelkarten ist recht simpel. Ersteht ein Kunde ein Produkt in einem Geschäft, bekommt er immer häufiger gleich eine Stempelkarte mit in die Hand gedrückt. Zeigt er diese beim nächsten Besuch und Kauf wieder vor, sammeln sich weitere Stempel auf dem Kärtchen an. Hat er eine bestimmt Anzahl erreicht, erhält der Kunde ein kostenloses Produkt oder eine Dienstleistung.

 

Doch an jeder schönen Sache gibt es schließlich auch einen Haken.

Allein an Stempelkarten von Kaffeehäusern habe ich bestimmt vier bis fünf in meinem Portemonnaie. Aber so wirklich regelmäßig gehe ich nur zu einem. Die anderen Karten vegetieren meist in meiner Tasche herum, bis ich sie irgendwann einmal wegschmeiße", sagt Luca Rudolph, Schülerin der Jahrgangsstufe 12.

Verbraucher sehen oft nur das verlockende Angebot in den Karten. Sie denken sich meist, dass sie ja bestimmt irgendwann einmal wieder in dem Geschäft vorbeischauen werden und dann nach ein paar Malen Vorteile daraus ziehen können. Doch was nützt es einem Kunden, unzählige verschiedene Karten mancher Geschäfte zu haben, die sich im selben Gewerbe aufhalten?

Also ich habe mir die anderen Karten der Kaffeehäuser nur aus reinem Prinzip mitgenommen. Ich dachte mir, wenn mein Lieblingsladen so welche hat, könnten sich die anderen auch irgendwann einmal lohnen", erläutert Luca Rudolph ihr Vorgehen.

 

Allerdings bergen die begehrten Kärtchen für die Vertreiber auch einige Vorteile. So sagt auch Anika Lehnhart, Angestellte in einem Kaffeehaus in Kassel: "Durch unsere Karten bekommen wir mehr und mehr Stammkunden. Unsere Gäste sehen, dass es sich lohnt, wenn sie immer wieder bei uns einen Kaffee trinken."

Letztendlich profitieren somit beide Seiten von der Stempelkärtchen-Offensive, aber das ultimative Mittel für die Kundenbindung bleibt schlussendlich immer noch die Qualität!

Sonntag, 05 Juni 2011 00:05

Ich bin dann mal weg - vielleicht ...

von unserem Redakteur Henning Engelbrecht (03.05.2011)

Egal ob nach Finnland, Schweden oder Amerika: Viele Schülerinnen und Schüler zieht es ins Ausland. Eine neue Sprache zu lernen ist dabei nur einer von vielen Aspekten, die bei einem Aufenthalt in einem anderen Land attraktiv sind. Doch trotzdem kommen schon beim zweiten Gedanken die ersten quälenden Fragen: Was ist mit der Familie und den Freunden? Was passiert, wenn es mir dann doch nicht gefällt?

 

„Man ist doch sehr angespannt und hofft, dass die Koffer im richtigen Flugzeug sind und alles glatt geht. Als ich dann aber erst einmal in der Luft war, wollte ich nur noch schlafen - immerhin dauert der Flug elf Stunden", beschreibt Melik Eker aus der E02 seine Abreise aus dem vertrauten Deutschland und den Aufbruch ins Ungewisse: die USA. Einige Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase verbringen derzeit einen Aufenthalt von einem Monat größtenteils entlang der Westküste. Ein ganz besonderes Erlebnis, das weit über die Grenzen einer einfachen Sprachreise hinaus geht.

Im Goethe-Gymnasium die

Welt erkunden

Ein Monat erscheint zunächst keine besonders lange Zeit, trotzdem ist es eine ganz besondere Erfahrung. Besonders Jugendliche zieht es immer mehr in die Ferne. Mit der Entfernung wachsen aber meist auch die Zweifel: Was passiert, wenn alles nicht so ist, wie man sich das vorgestellt hat? Solchen Fragen widmete sich die Jugendbildungsmesse, die vor einigen Wochen am Goethe-Gymnasium stattfand. Die Organisation „weltweiser" war der Veranstalter und über dreißig Austauschorganisationen waren vertreten, um auf die Fragen und Sorgen der Besucher zu antworten.

Herr Eichner, der während seiner Schulzeit auch an einem Austausch teilgenommen hat, war als Organisator ebenfalls vor Ort und konnte durch seine persönliche Erfahrung und viel Fachwissen den Unentschlossenen eine große Hilfe und ein guter Ansprechpartner sein. „Ich habe ein Jahr in Seattle verbracht und denke, dass ein Austausch enorm wichtig und charakterbildend sein kann. Die Eigenständigkeit ist zum Beispiel ein Faktor, der eine wichtige Rolle spielt." So verwies er auf die Einzigartigkeit genau solcher Erfahrungswerte und sagte, dass das Lernen einer fremden Sprache sowie das Überwinden der Verständigungsbarrieren zwar anstrengend, aber sehr förderlich für die eigene Persönlichkeit sein können. „Das Sprachvermögen verbessert sich und der Wortschatz wächst. Zwar hinkt das Schriftliche dem weit hinterher, trotzdem sind große Fortschritte zu erkennen", kommentiert das Herr Eichner.

 


Wo soll's hingehen? (academics.de)

Letztendlich ist es immer eine Frage der Persönlichkeit, ob man sich zu einem Austausch entschließt. Eine gesunde Portion Mut gehört zweifellos dazu. Spätestens wenn die Schüler, die zurzeit in den USA sind, zwei Wochen nach den Osterferien zurückkehren, zwingt sich einem der Gedanke daran wieder auf. Der nächste Bestseller könnte dann heißen: „Ich bin dann mal weg - vielleicht..."

Alle Unentschlossenen können zur weiteren Orientierung auf der Homepage www.weltweiser.de nützliche Informationen finden.

 

 

Sonntag, 05 Juni 2011 00:05

Sieben Tage ohne Internet

von unserer Redakteurin Mabelle Franke (11.03.2011)

Heutzutage gilt das Internet bei vielen Experten als eine der größten Veränderungen des Informationswesens seit der Erfindung des Buchdruckes. Im alltäglichen Gebrauch benutzt man das Internet, ohne darüber nachzudenken, sei es um Informationen für Schule oder Arbeit herauszufinden, die eigenen E-Mails abzurufen oder um mit Freunden zu kommunizieren. So lässt sich also kaum noch ein Tag ohne das Internet überstehen – eigentlich. Auf genau dieses Experiment habe ich mich eine Woche lang eingelassen.


7 Tage ohne Internet - mein neues Motto für die folgende Woche.

 

Tag 1:

 

Mein erster Tag ohne das World Wide Web"  startet genauso wie alle üblichen Tage. Bis jetzt stelle ich noch keinen Unterschied zu einem Tag mit Internet fest, aber das soll sich bald ändern. Angekommen in der Schule, beginnt der Schulalltag. Bis zur fünften Stunde schaffe ich es auch, nicht mit dem Internet in Kontakt zu kommen, doch dann beginnt das Fach Geschichte.

Nur unvorteilhaft, dass wir gerade heute am neuen Smartboard die Aufteilung des Deutschen Reiches auf einer Homepage betrachten müssen. Mir stellt sich die Frage, ob es in einer Woche ohne Internet erlaubt ist, bei dessen Nutzung zwar dabei zu sein, es aber selbst nicht zu benutzen. Verunsichert versuche ich, das Problem meinem Geschichtslehrer zu erklären, und habe Glück: Ich bekomme die Karte aus dem Internet auf einer Kopie ausgedruckt. Mit so viel Unterstützung schon am ersten Tag meines Experimentes hätte ich allerdings nicht gerechnet.

 

 

Tag 2:

 

Nach dem Schock von Tag 1, dass jeder heutzutage, auch ohne es zu wollen, mit dem Internet in Berührung kommen kann, gehe ich selbstbewusst auf Tag 2 zu. Mein bewusster Optimismus soll sich auch bezahlt machen, denn heute ist Samstag - also keine Schule und somit auch keine Internetfallen, in die ich tappen könnte.

Soweit so gut, hinterher ist man immer schlauer. Dass Samstag ist, macht es nämlich auch nicht leichter, ohne unsere Datenautobahn auszukommen. Ich hatte völlig vergessen, dass ich per E-Mail ein Arbeitsblatt in Physik bekommen sollte. Allerdings ist es somit schwer, dieses zu downloaden - und ohne Hausaufgaben in den Unterricht zu gehen, ist nicht gerade die beste Idee. In purer Verzweiflung rufe ich also eine Freundin an und bekomme die Aufgaben telefonisch mitgeteilt. Glück also, dass ich während dem Experiment nicht auch noch auf mein Telefon verzichten muss.

 

 

Tag 3:

 

Sonntag. Der Tag der Ruhe, und so soll es bei mir an diesem Sonntag auch sein. Ich habe mir nichts vorgenommen, alle Hausaufgaben sind erledigt und mein Laptop liegt ausgeschaltet im Regal. Ziemlich langweilig. Noch nicht einmal das Wetter für die nächste Woche kann ich mir anschauen, denn das mobile Netz über mein Handy darf ich schließlich auch nicht benutzen.

Um aus der Langweile herauszukommen, beschließe ich, etwas mit meiner Familie zu unternehmen. Wir gehen Bowlen. Am Abend greife ich nach langer Zeit mal wieder zu einem guten Buch. Erst jetzt fällt mir auf, dass ich schon lange nicht mehr gelesen habe, denn abends hat man schließlich auch das Laptop, um vor dem Zubettgehen noch ein wenig auszuspannen.

 

 

Tag 4:

 

Es ist Montag und schon geht die Schule wieder los.

Allein bei dem Gedanken an zehn Stunden Schule und danach direkt zur  Fahrschule zu müssen bin ich schon jetzt total überanstrengt. Aber gut - vielleicht komme ich durch genügend Ablenkung nicht auf die Idee, ins Internet zu gehen, denn schließlich habe ich noch nicht einmal Zeit dafür.

Erstaunlicherweise gehen die zehn Schulstunden heute schnell um und ich hatte noch mehr Glück: Ich bin nirgends in der Schule dem Netz begegnet. Trotzdem stört mich das Experiment schon am vierten Tag sehr. Es ist überdurchschnittlich langweilig, wenn ich abends zu Hause bin und nichts mehr zu erledigen habe. Da chattet man doch gerne noch einmal mit den Freunden, aber das ist für mich zurzeit unmöglich.

Deswegen bin ich auch froh, heute genügend Zeitvertreib gehabt zu haben. Nach der Fahrschule komme ich totmüde nach Hause und freue mich ausnahmsweise darauf, ins Bett zu gehen.

 

 

 


Meine neu errungene Abendlektüre. Auf jeden Fall kulturell.

 

 

 

 

Tag 5:

 

Je länger das Experiment andauert, desto weniger Lust und Kampfgeist habe ich mitlerweile, dieses überhaupt noch fortzuführen.

In der Schule habe ich seit neuestem keine Probleme mehr, dem Internet aus dem Weg zu gehen, aber gerade auf dem Handy fehlt es mir schon. Normalerweise bin ich nicht die Person, die stundenlang vor dem Rechner sitzt und darauf wartet, etwas Neues zu erfahren. Genau deswegen dachte ich auch, dass ich keine Schwierigkeiten mit einer Woche ohne Internet hätte. Tja, falsch gedacht.

 

 

Tag 6 und 7:

 

Die Tage 6 und 7 gehen im Vergleich zu Tag 1 bis 5 richtig schnell herum, denn seit heute bin ich voller Optimismus, die letzten beiden Tage auch noch zu überstehen.

Mittlerweile denke ich gar nicht mehr daran, ob es wichtig ist, ins Internet zu gehen oder nicht. Und auch problematisch ist es  nicht mehr für mich - abends greife ich eher zu einem guten Buch als zu meinem Laptop, und auch die Hausaufgaben erledigen sich fast von selbst ohne Internet.

Vielmehr denke ich darüber nach, wie wichtig das "World Wide Web"  für unser heutiges Zeitalter doch geworden ist. Mittlerweile lässt sich z.B. auch durch das Internet Kontakt zu Personen in allen möglichen Ländern aufnehmen. Doch die Frage hierbei ist, in welchem Maße das in Ordnung ist. Besonders Jugendliche sind durch soziale Netzwerke gefährdet, leicht in eine Abhängigkeit zu rutschen, ohne es eigentlich zu merken. Erst durch meine einwöchige Abstinenz ist mir das richtig bewusst geworden.

Sonntag, 05 Juni 2011 00:04

Black Swan

von unserer Redakteurin Alisar Dahere (05.03.2011)

Ein Film über das Ballett der anderen Art: Der Psychothriller „Black Swan" erschien am 20.01.2011 in unseren Kinos und ließ viele Zuschauer aufschrecken. Die Primaballerina Nina, gespielt von Natalie Portman, zeigt die andere Seite des Balletts, von der die meisten vermutlich keine Vorstellung haben.

 

Der schwarze Schwan

New York, Neuaufführung von Schwanensee. Nina Sayers bekommt die Hauptrolle: Sie soll die Schwanenkönigin tanzen. Diese Rolle macht Nina paranoid und Selbstzweifel zerfressen sie. Sie hat zwar die Hauptrolle, doch sie muss nicht nur den weißen Schwan verkörpern, sondern auch den schwarzen. Nina ist jedoch eine zerbrechliche, niedliche junge Frau, die wie für die Rolle des weißen Schwanes geschaffen ist, doch nicht für die Verkörperung des Schwarzen. Außerdem herrscht in dem New Yorker Ballettensemble ein höllischer Konkurrenzkampf, sodass Nina noch mehr unter Druck steht. Sie hat Angst, ihre Rolle zu verlieren, weshalb sie alles tut, um den schwarzen Schwan überzeugend umzusetzen. Sie trainiert noch härter und isst noch weniger. Bulimie, Drogenkonsum und Paranoia übernehmen eine immer größere Rolle in Ninas Leben. So wird sie mehr und mehr zu einer dunklen Gestalt und die Rolle wächst ihr über den Kopf. Letztendlich versetzt sie sich so weit in die Rolle des dunklen Schwanes, dass sie Halluzinationen hat und denkt, sie verwandele sich tatsächlich in ihn, sodass am Ende nichts mehr von der einst süßen, mädchenhaften Nina Sayers bleibt.

 

Bei den Zuschauern weitgehend gefeiert, wird „Black Swan" in Fachkreisen stark kritisiert. John Neumeier, Ballettdirektor in Hamburg, ist der Ansicht, dass in diesem Film ein billiges Ballettklischee nach dem anderen benutzt wird (www.sueddeutsche.de). Auch Tobias Ehigner, Manager des Ballett Dortmund, äußert sich kritisch: „Schön, dass der Tanz auf diese Weise mehr Aufmerksamkeit bekommt, aber mit der Wirklichkeit hat der Film nichts zu tun, und das ist schon problematisch" (www.sueddeutsche.de).

 

Eine Schülerin der E-Phase sieht es ganz anders als die Ballettkenner. Für sie ist dieser Film keine Abschreckung, sondern ein Film über den Tanz mit einem anderen Schwerpunkt als gewöhnlich: Ich finde den Film sehenswert. Es ist ein Tanzfilm, den sich auch Menschen anschauen können, die nicht viel mit Tanz anzufangen wissen. Ich fand es auch interessant, hinter die Bühne blicken zu können. Der Film gibt einem die Vorstellung, was geschehen kann, wenn eben nicht alles gut" läuft und wenn es niemanden gibt, an den sich der Tänzer wenden kann, wenn er Probleme hat."

 

Die Klischees, die in „Black Swan" zu sehen sind, bergen sicherlich auch etwas Wahres, denn vom Himmel können sie nicht gefallen sein. Dieser Film macht nachdenklich und ist nicht so schnell zu vergessen, da er an keiner einzigen Stelle langweilig ist. In „Black Swan" versetzt sich der Zuschauer in die Rolle Nina Sayers' und erlebt, wie Konkurrenzkampf und Erfolgsdruck das Leben eines Menschen bestimmen und zerstören können. Black Swan" ist eine gute Mischung aus Tanzfilm und Psychothriller, und diese Verknüpfung der beiden Genres verleiht dem Film eine besondere Note und macht ihn sehenswert.

Sonntag, 05 Juni 2011 00:04

Kassel im Weihnachtszauber?

von unserer Redakteurin Jessy Franke (16.12.2010)

Abends, wenn es dunkel ist, gemütlich mit den Freunden oder dem Partner auf dem Weihnachtsmarkt einen Glühwein trinken. So stellen sich viele Besucher den idealen Abend vor. Doch immer häufiger haben viele ehemalige Weihnachtsmarktbegeisterte keine Lust mehr auf den Markt zu gehen. Wann und wieso hat der Weihnachtsmarkt an Anreiz verloren?

 

Nicht wenige Besucher warten darauf, dass sie endlich ihre Getränke bestellen dürfen.

Egal ob in Dresden, Hamburg, Berlin oder eben Kassel, Weihnachtsmärkte sind in jeder Stadt zu finden. Die Angebote sind weitreichend: von Käse über Wurst bis hin zum Woll- und Stoffstand sind alle Interessen der Kunden vertreten. Das Kultgetränk, was wohl aber die meisten Besucher auf den Weihnachtsmarkt zieht, ist und bleibt der Glühwein.

 

Auf ihn freuen sich die meistens der Besucher. Doch es ist und bleibt erstaunlich, wie es gerade der Glühwein geschafft hat, zu dem begehrten typischen Weihnachtsgetränk zu werden. Denn allzu oft wartet der Glühwein über Stunden in seinem Topf darauf ausgeschenkt zu werden, und er ist es immer wieder, der den Weihnachtsmarktbesuchern am nächsten Tag herrliche Kopfschmerzen oder - gemeinsam mit der allgegenwärtigen Bratwurst - Magenprobleme bereitet. Er ist vollkommen überzuckert und trotzdem wenden sich die Kunden nicht von ihm ab. An seinem Kultstatus ist jedes Jahr aufs Neue nichts zu rütteln, was Glühweinstandbesitzer wohl freuen dürfte.

 

Viel zu früh, dieses Jahr schon am 22. November, öffnete der Kasseler Weihnachtsmarkt seine Pforten. Der Weihnachtsmarkt an sich hat das Ziel, die Kasseler Bewohner auf das Weihnachtsfest vorzubereiten und weihnachtliche Stimmung zu verbreiten. Für viele Familien, vor allem mit kleinen Kindern im Gepäck, ist es Tradition geworden, mindestens einmal vor Weihnachten einen gemeinsamen Ausflug auf den Weihnachtsmarkt zu unternehmen. „Ich freue mich jedes Jahr wieder auf den Weihnachtsmarkt, da kann ich mit meinem Enkel einmal ungestört etwas unternehmen und sehe, dass es ihm Spaß macht“, sagt Ursel Albrecht, Oma des kleinen Lukas, dazu.

 

 


Das Getümmel vor dem Getränkestand.

Immer öfter jedoch artet das idyllische Weihnachtströdeln in einen Spießrutenlauf aus. Die unterschiedlichsten Menschen gehen auf den Weihnachtsmarkt, Freunde, Geschäftspartner oder auch Touristen. Sie besuchen den Markt zu genüge und nehmen es sich zum Ziel, ihn einmal komplett erobert zu haben.

 

Doch bereits nach den ersten Metern fällt immer wieder auf, dass das idyllische Schlendern von Remplern und Gedränge anderer Leute getrübt wird. Viel zu viele Besucher sind auf dem Markt und schon bald stecken Viele im Getümmel fest und es geht weder vorwärts noch rückwärts. Die Wartezeiten, um ein paar Meter in der Schlange vorm Glühweinstand oder der Bratwurstbude voran zu kommen, sind extrem, und machen so manchen vorher gut gelaunten Besucher wütend. „Ich meide den Weihnachtsmarkt inzwischen immer mehr, da mir das Gedränge viel zu groß ist. Einmal mittendrin kommt man nie wieder heraus, das macht mir keinen Spaß“, äußert sich Luca Rudolph, Schülerin der Jahrgangsstufe 12 dazu.

Da liegt es nahe sich am Wochenende die Frage zu stellen, ob man am Abend nicht vielleicht doch etwas Ruhigeres unternehmen sollte als sich den Stress auf dem Weihnachtsmarkt anzutun.

 

Auch verliert der Weihnachtsmarkt von Jahr zu Jahr immer mehr seinen ursprünglichen Zauber: „Generell wird er viel zu früh eröffnet und jedes Jahr finde ich dieselben Stände wieder. Glühweintrinken stelle ich mir inzwischen ruhiger und gemütlicher zu Hause vor, auch wenn vielleicht die richtige Atmosphäre fehlt“, so Luca Rudolph.

In der Tat treffen sich sehr viele Bürger und Gäste abends auf dem Markt um gemeinsam Glühwein oder Ähnliches zu trinken. Einzuwenden ist dagegen wenig, doch gerade deswegen sind viele Essens- und Getränkestände wortwörtlich verstopft. Das verdirbt anderen Besuchern daraufhin wieder die Laune am einst so gemütlichen und atmosphärischen Weihnachtsmarkt.

Sonntag, 05 Juni 2011 00:04

Abschied von Harry

von unserer Redakteurin Alisar Dahere (05.12.2010)

Im Jahr 2001 erwachte die Geschichte von Harry Potter auf der Leinwand zum Leben. Der Film über den jungen Zauberer Harry und seine beiden Freunde war ein riesiger Erfolg. Alle 18 Monate kam eine neue Verfilmung der Romane in die Kinos; jedoch hat dies bald ein Ende. Am 18. November 2010 erschien der vorletzte Teil dieser Geschichte.

 

Die Hauptdarsteller Früher und Heute (Quelle: www.rp-online.de)

 

Wir alle schlossen den jungen Zauberer und seine Freunde Hermine und Ron in unsere Herzen. Wir wurden erwachsen mit diesen Filmen und der Zauberclique. Wir sind daran gewöhnt, alle 18 Monate in die Kinos zu gehen und zu sehen, wie es Harry ergeht und wie sein Leben seinen Lauf nimmt. Wir sehen, dass er älter und erwachsener geworden ist und wir auch nicht mehr die Kinder von damals sind, die wir waren, als 2001 "Harry Potter und der Stein der Weisen" in unseren Kinos zu sehen war.

 

2011 werden wir Harry Potter zum letzten Mal auf unseren Leinwänden sehen. Ein Teil unseres Lebens wird sein Ende nehmen. Wie wird es für diejenigen, die die Bücher nicht kennen sein zu wissen, wie die Geschichte von Harry Potter endet? Wie wird es sein, sich nicht mehr auf die Fortsetzung des Films-Epos freuen zu können, nicht mehr für Harry zu bangen und an seinem Leben Teil zu haben? Diejenigen, die die Bücher über den ganz besonderen Zauberer gelesen haben, wissen, wie es sich anfühlt, nicht mehr diese Vorfreude auf den nächsten Teil zu haben. Keine andere Geschichte kann diese Lücke füllen.

 

"Ich finde, Harry Potter gehört zu unserer Generation dazu. Es gibt wahrscheinlich kaum eine Person, die den ganz besonderen Zauberer mit der Bliznarbe auf der Stirn nicht kennt. Es ist irgendwie traurig, dass das Ganze bald vorbei sein wird. Harry hat mich durch meine Kindheit begleitet und wurde dadurch ein Teil von mir", so Zenaida Marquis Carrington aus der E04.

Sonntag, 05 Juni 2011 00:04

Schals, Schäle und mehr

Von unserem Redakteur Henning Engelbrecht (01.12.2011)

Mit dem Ende des Jahres und den kalten Monaten kehrt er wieder zurück. Ein Verteidiger der Schutzlosen möchte man fast sagen: der Schal. Doch mittlerweile kann der Beschützer unserer anfälligen Hälse viel mehr. Er ist zum modischen Accessoire geworden und bleibt uns so auch noch weit länger erhalten.

 



 

Der Schal kehrt zurück. Um eine Sache gleich zu klären: Die Mehrzahl von Schal ist natürlich Schals. Und diese Schals scheinen eine wahre Invasion auf deutsche Kleiderschränke zu starten, in allen erdenklichen Farben, Formen, Längen, Breiten, gepunktet, gestreift, aus alle möglichen Stoffen. Für die echten Schals-Fans gibt es keine Beschränkungen. Nur eine Regel scheint wirklich wichtig zu sein: Ohne geht gar nicht.

 

Und so schmückt man sich nicht mehr mit dem von Oma gestrickten Kratzschal um keinen Gefrierbrand zu bekommen, sondern zunehmend mit modischen Highlights. Da kommt es schon eher Mal darauf an, ob der schicke Satinstreifen die Halsform optimal betont oder kaschiert, je nach Belieben. Dabei wird der Effekt des Wärmens schon mal vernachlässigt und die ein oder andere Frostbeule in Kauf genommen.

 


 

Neue Bindetrends kommen und gehen und dabei stellt sich die Frage, ob der Schal als Ein-Jahreszeit-Fliege Geschichte ist und nun seine majestätischen Flügel ausbreiten kann und uns in jeder Jahreszeit um den Hals flattert. Mit einem eindeutigen „ja" kann diese Frage beantwortet werden, denn mal abgesehen vom Hochsommer, in dem sich wohl nur sehr hart Gesottene noch einen Schal um den Hals schlingen, ist er zum ständigen Begleiter geworden und beansprucht den Status von Jeans und T-Shirt. Das Erfolgsrezept beruht besonders auf der Vielfältigkeit des Halsschmucks. Verwandte wie das Tuch und der Pali erreichen zusätzlich mehr Anhänger und helfen ihrem „Don Schalos". Und so wirft sich der Schal im Moment (unterstützt vom Wetter) mit seinem ganzen Gewicht in die modische Waagschale.

 

Für alle Noch-nicht-Schalbegeisterten und jene, denen der Schalhype bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst war, mag dieser ein wenig seltsam erscheinen. Doch wie bei allen modischen Erscheinungen kann es dann in dreißig Jahren heißen: „Oh mein Gott. Wie konnten wir so etwas nur anziehen?"

 

Sonntag, 05 Juni 2011 00:03

Nix Teuro - Nur ein Euro!

von unserer Redakteurin Gianna Dalfuß (08.11.2010)

Sie hat einen Durchmesser von 23,25 mm, ist 2,33 mm dick und ihr Inneres besteht aus einer schwach magnetischen Kupfer-Nickel-Mischung, die von einem Messingring umgeben ist. Es sind zwar nicht 52 Zähne, aber 3 mal 29 Riffel, die ihren Wert für jeden erkennbar machen. Seit dem 1. Januar 2002 erkundet sie 16 Länder der europäischen Union sowie Monaco, San Marino und den Vatikanstaat: die Ein-Euromünze.

 

Viele Produkte locken zu Dumpingpreisen.

 

Was bekommt man schon für einen Euro? Es scheint, als ginge die Anzahl der erwerblichen Gegenstände für einen Euro gegen null, doch die neuen 1-Euro-Shops belehren uns eines Besseren. Sie sprießen aus dem Boden wie sonst nur die Pilze zu dieser Jahreszeit und Wirtschaftskrise sowie die „Geiz ist geil“-Mentalität spielt den Betreibern in die Hände. „Nix Teuro - Nur ein Euro“ wirbt ein Internetanbieter (nur-ein-euro.de) und was alles für nur einen Euro erhältlich ist, ist wirklich erstaunlich.

 

Haargummis für einen Euro.

Unterwäsche, ein ganzes Bündel Haargummis, Schmuck, Halstücher, Stifte, Dekoartikel, Schweißbänder und sogar Schuhe. Die Produktpalette der Shops ist für jeden nötigen oder unnötigen Artikel offen. Sie stapeln sich in den engen, aus hohen Regalen gestellten Gängen. Alles erscheint unübersichtlich und unaufgeräumt, doch der Reiz, ein Schnäppchen zu machen sorgt dafür, dass die Discounter-Riesen Tedi, EuroShop und Mäc-Geiz auch im nächsten Jahr fleißig weiter expandieren wollen. Aber wie rechnet sich ein Paar Schuhe, das für einen Euro über den Ladentisch gegangen ist?

 

Hier zeigt sich die Kehrseite der in Deutschland mit dem Adler verzierten Münze. Denn um Produkte zu einem so geringen Preis anzubieten, muss kräftig an Produktions- und Personalkosten gespart werden. „Made in China“ ist das Stichwort, doch da fangen die Sparmaßnahmen erst an. Immer günstiger muss es sein und da bleibt die Ausbeutung nicht bei den Arbeitern in China.

 

Ein Paar Schuhe für nur einen Euro?

Auch das Personal in den Filialen sollte für möglichst wenig Lohn besonders effektiv arbeiten, was unbezahlte Überstunden und „Einzelhaft“ in den Filialen bedeutet. KIK ist einer der ersten Konzerne, der durch die schlechten Arbeitsbedingungen auf sich aufmerksam machte. Eine Mitarbeiterin berichtet in einem Fernsehbeitrag der ARD, wie sie vormittags alleine in der Filiale sei und nicht mal auf die Toilette gehen könne, da sie unter keinen Umständen den Verkaufsraum alleine lassen dürfe. Falls es doch nötig sei, müsse sie die Tür weit offen stehen lassen, um so noch die Kontrolle über den Verkaufsbereich zu behalten. Auch die Qualität der Produkte leidet unter dem Immer-Billiger-Wahn, wie auch Babak Aghahassani aus dem Jahrgang 13 feststellt: „Das ist doch alles nur billigste chinesische Massenproduktion und die Artikel werden hier für einen Euro verramscht.“

 

So groß der Reiz auch ist, das ultimative Schnäppchen zu machen und die hohen Gänge nach einem kleinen Schatz zu durchsuchen: realistisch für gute Ware und ist solch ein Preis meist nicht.

Sonntag, 05 Juni 2011 00:03

Beilight - Bis(s) zum Abendbrot

von unseren Redakteurinnen Leah Böttger und Anne Streicher (09.10.2010)

Jeder kennt sie; nach Scary Movie (1-5), The Fantastic Movie und noch vielen anderen, bekommt nun auch Twilight sein Fett weg: Beilight, eine Parodie der erst letztlich erschienen Filme. In dieser dreht sich alles, genau wie in Twilight, um die Lovestory zwischen dem Menschenmädchen Bella (Becca) und dem Vampir Edward.

 


Beilight

 

Die groß angekündigte Parodie der Twilight-Saga machte viele Leute neugierig. Die Zuschauer gingen mit hohen Erwartungen ins Kino, viele hatten den Twilight-Wahnsinn satt und wollten endlich eine gelungene Parodie der kitschigen Lovestory genießen. Während des Films konnten sich die Zuschauer teilweise nicht mehr einkriegen vor Lachen, da der Angriff auf die Lachmuskeln im Minutentakt erfolgte. Andere, wenn auch nur wenige, fanden die Gags überhaupt nicht witzig sondern eher lahm und langweilig.

 


Edward

Viele der später befragten Zuschauer erzählten, dass dieser Film ihnen besser gefallen hätte als das Original : Er wäre lustiger und sie wären froh, die von allen so geliebten Vampire  endlich mal als Witzfiguren zu sehen. Nur wenige sagten, die richtige Story hätte ihnen besser gefallen; hauptsächlich Mädchen denen hier die Romantik fehlte.

 

In 82 Minuten leitet uns der Film durch einen lustigen Zusammenschnitt der ersten beiden Twilight-Stories und wird mit seinen Gags und Witzen nie langweilig. Für Fans des Originals, die auch den nötigen Humor besitzen, um ihre Idole schamlos parodiert zu sehen, auf jeden Fall eine Empfehlung!

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