Lust & Leben

Lust & Leben (252)

Sonntag, 05 Juni 2011 00:02

Fasten - 7 Tage ohne Essen

von unserer Redakteurin Mabelle Franke (14.03.2010)

Die derzeitige Fastenzeit im Christentum war für mich der Anlass einen Selbstversuch zu starten - 7 Tage ohne Essen.

 

Als Fastenzeit wird im Christentum der Zeitraum der sieben Wochen vor Ostern bezeichnet. Sie erinnert an das vierzigtägige Fasten Jesu Christi zur Vorbereitung seines öffentlichen Wirkens. Ihr Beginn, der Aschermittwoch, stellt zugleich das Ende des Karnevals bzw. Faschings dar.

 

Fasten ist eine Form menschlicher Kultur entweder mit verminderter Nahrungsaufnahme oder vollständigem Nahrungsverzicht, d. h. als Leben aus körpereigenen Reserven. Letzteres habe ich eine Woche lang ausprobiert.

 


Nichts wünschte ich mir am Ende meines Selbstversuches mehr.

Erster Tag: Der erste Tag meiner neu entdeckten Idee zu fasten war kein großes Problem für mich. Da ich zum Frühstücke nie etwas esse, blieb diese Mahlzeit aus. In der Schule konnte ich mich gut ablenken und die kleinen Mahlzeiten zwischendurch ließ ich auch einfach weg. Am Abend bekam ich ein leichtes Hungergefühl, aber auch das konnte ich gut durch Sport unterdrücken.


Zweiter Tag: Morgens wachte ich mit einem leichten Hungergefühl auf. Obwohl ich sonst nichts zum Frühstück esse wünschte ich mir etwas zu frühstücken. In der Schule konnte ich mich dann zum Missfallen meiner Lehrer nicht gut konzentrieren weil ich so hungrig war. Die Mittagspause war dann das Schlimmste: Alle meine Freunde aßen lecker aussehendes Mittagessen und ich musste daneben sitzen ohne etwas zu essen, was meine Freunde sehr amüsant fanden. Immer wieder musste ich mir anhören, wie lecker etwas war oder wie schade sie es für mich fanden, dass ich nichts essen durfte.


Dritter Tag
: Wochenende - und natürlich ohne Essen. Zum Glück konnte ich lange schlafen, wodurch ich erstmal nicht an Essen denken musste. Den restlichen Tag über sah das allerdings schlechter aus. Überall sah ich nur noch Essen. Jeglichem Anderen schenkte ich kaum meine Aufmerksamkeit und egal wo ich gerade lang lief oder saß blendete ich alles außer dem Essen aus. Ich versuchte mich jedoch immer wieder selbst aufzuheitern, indem ich an die Grundsätze des Fastens dachte. Im religiösen Kontext dient das Fasten unter Anderem der Reinigung der Seele, der Buße im Christentum, der Abwehr des Bösen und dem Streben nach Konzentration, Erleuchtung oder Erlösung. Vergebens hoffte ich darauf, dass vielleicht eins von alledem auf mich zutreffen könnte.

 


Auch dieser Apfel konnte mich nicht verführen.

Vierter Tag: Sonntag war ein sehr düsterer und deprimierender Tag für mich. Ich hatte nichts zu tun und versuchte mich ein wenig mit Hausaufgaben abzulenken, aber zu meiner Enttäuschung funktionierte das auch nicht, obwohl ich dachte, dass Fasten mehr Konzentration bringt. Ich ging schon sehr früh zu Bett und zu meiner Überraschung spürte ich mein Hungergefühl gar nicht mehr. Allerdings war es jetzt die Müdigkeit, die mich übermannte, und die Lustlosigkeit noch irgendetwas zu tun.

 

Fünfter Tag: Das ich mich auf die Schule freue, ist mir wohl noch nie passiert. Und trotzdem tat ich es, weil ich dachte, dass ich mich so gut ablenken könnte. Allerdings steckte ich meine Erwartungen ein wenig zu hoch, denn wie bereits erwähnt spürte ich meinen Hunger nicht mehr, aber ich merkte, dass mir viele Nährstoffe fehlten und ich mich dadurch nicht konzentrieren konnte. Langsam merkte ich, dass das Fasten für mich nur Nachteile brachte.


Nach 6 Tagen gab ich endgültig auf. Zwar nicht weil ich so hungrig war, aber weil ich die Nebenwirkungen des Fastens nicht mehr ertragen konnte. An meiner Entscheidung konnte selbst Hippokrates von Kós nicht mehr ändern: „Sei mäßig in allem, atme reine Luft, treibe täglich Hautpflege und Körperübung [...] und heile ein kleines Weh eher durch Fasten als durch Arznei."


Alles in allem war die Woche ohne Essen zwar interessant, aber garantiert kein Grund es noch einmal zu wiederholen.

Sonntag, 05 Juni 2011 00:02

Grundschulliebe

von unserem Redakteur Steffen Engelbrecht (12.03.2010)

Trotz seiner kastigen Schultern und dem temperamentvollen Auftreten, macht auch das Alter vor ihm nicht halt. Es wird Zeit Abschied zu nehmen. Ein Mann der erfolgreich die Euroumstellung mitmachte, hängt nur noch so herum. Von der Grundschulliebe zum rostigen roten Ritter: Der Kaugummiautomat gerät in Vergessenheit. Dieser Nachruf lädt zum Schwelgen ein.

 

Kaugummiautomaten passen sich ihren Wänden an.

 


Einfach, ...

Gewisse Eindrücke prägen Menschen ein Leben lang und es gibt auch Dinge, die ganze Generationen oder zumindest beieinander liegende Jahrgänge miteinander verbinden. Beim Schwelgen in der eigenen frühen Kindheit kommt es dann zum kollektive „Ach-ja“-Effekt: Der rote Kaugummiautomat, der auch noch mehr auf Lager hatte, als E150-reiche Kaugummis, ist eines dieser „Weißt du noch...“- und „Ich hab früher immer...“-Themen.

 

Strategisch günstig auf dem Schulweg und auf Kopfhöhe des gemeinen Grundschülers, säumten früher die kleinen roten Kästchen zu Hauf die Straßen. Für einen Groschen (10 Pfennig) und ab 2002 für 10 Cent gab es die runden und meist knüppelharten Kaugummis. Doch mit etwas mehr Geld von der Oma und einer einfachen Drehung gab die Klappe des


alt, ...

Ausgabefachs noch viel mehr frei. Flummis und sehr beliebt auch glibberige Gummischnüre zum Kleben an der Decke, waren das Muss für jeden anständigen Grundschüler; neben dem Einmaleins.

 

Die Finanzierung des Glibbers, der, wenn er staubig war unbrauchbar wurde, und der Konsum der zahlreichen Kaugummis gestaltet sich aber bei einer raffgierigen Oma manchmal etwas schwierig. So wurde gekokelt und gepult, um die Made-in-China-Produkte zu bekommen.


altmodisch.

Doch so schnell wie sich die potentielle kriminelle Energie von so manchem zeigte, so schnell verflog auch das Interesse an dem roten Freund, der vier Jahre ein treuer Begleiter auf dem Schulweg gewesen war. Mit jedem neuen Jahrgang Fünftklässler verlor der Kaugummiautomat seine Anhänger und geriet langsam in rostige Vergessenheit.

 

Heute hängt er nur noch vereinzelt in der Gegend herum. Kinder haben Handys, erfreuen sich an der virtuellen Welt oder geben ihr kleines


Vermögen für asiatische Monsterspielkarten aus. Kaugummis, Flummis und Glibber verstauben hinter verdreckten gelben Fensterchen. Es scheint so, als wäre die Zeit für den Kaugummiautomaten gekommen abgehangen zu werden. Nichtsdestotrotz erinnern sich wohl mehrere Generationen an ihren treuen Begleiter. Ach ja.

Sonntag, 05 Juni 2011 00:01

Winterzauber oder Stimmungskiller?

von unserer Redakteurin Mabelle Franke (16.02.2010)

Mit der dunklen Jahreszeit sinkt bei den meisten auch die Stimmung auf den Nullpunkt. Für diese sogenannten Wetterdepressionen, in diesem Fall Winterdepressionen, gibt es einen speziellen Fachbegriff. Die sogenannte Saisonale Affektive Störung (SAD, Seasonal Affective Disorder) ist ein psychisches Leiden mit jahreszeitlicher Abhängigkeit.

 

„Mich belastet das ständige Grau des Himmels im Winter sehr. Im Winter habe ich automatisch keine Lust etwas zu unternehmen und bin den ganzen Tag nur zu Hause", so Sarah Hugo aus der 11. Klasse.

 

Beeindurckende Schneelandschaft

oher eher ein Winteralptraum?

In den nördlichen Gegenden beginnen die saisonalen Depressionen im Allgemein im Oktober/November und enden im März/April.

Die meisten Betroffenen entwickeln atypische, depressive Symptome wie gesteigerten Appetit auf Süßes sowie Gewichtszunahme.

Andere Symptome  sind anhaltende Müdigkeit, Isolationsneigung, Interesselosigkeit und Reizbarkeit.

Auch für Tanita Schmidt, Jahrgangsstufe 11,  ist dies nachvollziehbar: „Wenn draußen immer nur Schnee liegt und es kalt und grau ist, hat man keine Lust vor die Tür zu gehen. Dadurch ist man immer nur zu Hause und das macht depressiv."

 

Rund 13% der Bevölkerung in Mitteleuropa leiden unter einer leichten, 4% unter einer schweren SAD, so eine Studie der Universität Wien. Als Ursache der Störung wir eine gestörte Produktion bestimmter Hormone im Gehirn vermutet, bedingt durch den winterlichen Lichtmangel. Doch kein Grund zur Sorge - Eine SAD tritt unabhängig von psychosozialen Problemen auf und verschwindet vollständig wieder.

 

In der Zwischenzeit, in der wohl jeder auf den Sommer wartet, kann man sich genügend ablenken: „Versuchen, das Beste aus dem Winter herauszuholen und viel unternehmen, wie z.B. Freunde einladen funktioniert auch zu Hause und hebt die Laune", rät Aleksandra Oljaca, Schülerin der 11. Klasse.

 

Außerdem: Bereits ein mindestens einstündiger Marsch bei Tageslicht kann die Symptome der saisonalen Depression mildern und die ersehnte Gemütsstabilität zurück bringen. Selbst ein bedeckter Himmel bietet mehr Helligkeit als eine Lichttherapie mit künstlicher Bestrahlung.

Sonntag, 05 Juni 2011 00:01

Das Internet-Testament

von unserer Redakteurin Christine Phieler (31.01.2010)

Nahezu jeder von uns ist heute in einem oder auch mehreren Internetportalen angemeldet. Sei es SchülerVZ, YouTube, Twitter oder auch MSN. Doch wer hat sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, was mit diesen Accounts nach dem Tod passiert?

 


"Legacy Locker" heißt übersetzt so viel wie "Erbschließfach"

 

Zugegeben, das ist eine ziemlich doofe Frage für Leute, deren Leben eigentlich gerade erst so richtig begonnen hat. Doch die junge Schwedin Sunniva Geertinger musste sich diese Frage nach dem frühen Tod ihres Freundes stellen. Sie wollte sein Facebook-Profil löschen lassen, da sie es für oberflächlich und eher störend für ihre eigene Trauer empfand, dass ständig irgendwelche Leute kurze Abschiedsworte auf die virtuelle Pinnwand ihres verstorbenen Freundes schrieben. Sie wendete sich also an Facebook und bat darum, den Account zu löschen. Facebook jedoch weigerte sich, mit der Begründung, es sei doch eine schöne Erinnerung an den Verstorbenen. Erst als sich Sunniva Geertinger mit ihrem Anliegen an die Presse wendete und das ganze öffentlich wurde, tat sich etwas und Facebook löschte den Account.

 

Dem Problem, was mit E-Mail-Konten und anderen Accounts nach dem Tod passieren soll, nahm sich die schwedische Designerin Lisa Granberg an und entwickelte den Internetdienst „Webwill“. Hier kann jeder, der möchte eine Art Internet-Testament erstellen, in dem er Webwill dazu ermächtigt, beispielsweise eine letzte „Abschieds-Mail“ oder die Zugangsdaten zu den Accounts an die verbliebenen Freunde oder Verwandten zu schicken oder eben die Accounts einfach zu löschen.

 


Um Missbrauch zu verhindern ist Webwill an das amtliche Melderegister angeschlossen. Dadurch werden sie sofort informiert, sobald der Tod eines Kunden eingetragen wurde und können direkt denn letzten „Webwill“ des Kunden erfüllen. Neben Webwill gibt es auch noch wenige weitere Seiten, die diesen Dienst anbieten. Zum Beispiel gibt es den schweizer Dienst „Finalpopup“ oder die amerikanische Seite „Legacy Locker“.

An sich ist die ganze Sache gar keine schlechte Idee, auch wenn sie sicherlich nicht jeden anspricht, doch wäre da noch das eine Problem: Es müssen alle Zugangsdaten, also Benutzernamen und auch die Passwörter angegeben werden, was natürlich Vertrauen an die besagten Seiten voraussetzt. Die Seiten werben damit, dass ihre Systeme so sicher seien, wie die von Banken. So wirbt Legacy Locker mit dem Satz: „Ihre Sicherheit ist unsere oberste Priorität.“

 

„Ich weiß nicht so genau, ob ich da wirklich meine ganzen Passwörter angeben würde. Die können ja viel erzählen und stimmen muss es trotzdem nicht“, findet die 17-jährige Nele Läufer. „An sich finde ich die Idee aber nicht schlecht. Ich glaube ich würde es auch komisch finden wenn zum Beispiel meine beste Freundin plötzlich stirbt und trotzdem können noch alle ihre SchülerVZ-Seite anschauen und ihr auf die Pinnwand schreiben“, erzählt sie weiter. Eva Reichert, Schülerin der Klasse 13, sieht das ganze noch etwas kritischer: „Ich würde meine Daten da nicht angeben. Das wäre mir viel zu unsicher!“

 

Das fehlende Vertrauen lässt das große Geschäft für die besagten Anbieter bisher auch noch ausbleiben. Der Anbieter AssetLock nimmt beispielsweise eine Anmeldegebühr von umgerechnet 50 Euro und pro Jahr kostet das ganze zusätzlich noch 8 Euro. „Ich finde das eigentlich völligen Schwachsinn. Wieso soll ich Geld für etwas bezahlen, dem ich nicht mal wirklich vertrauen kann?“, sagt Dennis Merz, 20 Jahre alt. „Wenn ich möchte, dass meine Accounts nach meinem Tod gelöscht werden, dann gebe ich einem guten Freund die Zugangsdaten und bitte ihn darum. Das wird wohl kein Problem darstellen und ihm kann ich wenigstens zu 100 Prozent vertrauen“, erläutert Dennis.

Sonntag, 05 Juni 2011 00:01

Schüler-Vergünstigungen

von unserer Redakteurin Julia Heupel (31.01.2010)

Mit dem Schülerausweis zeigt ein Schüler nicht nur, von welcher Schule er kommt oder verrät damit seine Identität, sondern er kann mit der Plastikkarte auch einige kleine Vergünstigungen bekommen.

 

„Schülervergünstigungen sind eine gute Sache, um bei den verschiedensten Dingen Geld zu sparen. Allerdings sind mir nur vom Kino solche Rabatte bekannt.“, äußert sich Niklas Kirchhoff aus dem Jahrgang 10. Beim Cineplex im Capitol gibt es einen Rabatt von einem Euro, wenn der Schülerausweis vorgezeigt wird. Dies gilt allerdings nur von Montag bis Donnerstag bei Vorstellungen bis 20.00 Uhr und von Freitag bis Sonntag bei Vorstellungen bis 18.00 Uhr.

 

Unsere Schülerausweise vom

Goethe-Gymnasium

Außerdem gibt es beim Cineplex eine besondere Aktion speziell für Schüler, die immer am Tag der Zeugnisausgabe statt findet: Die Schüler zahlen für eine Eintrittskarte den Betrag einer Note in einem speziell ausgewählten Fach. Diesmal am 29.01.2010 war es die Note in dem Fach Deutsch. Das heißt, wenn der Schüler eine eins im Fach Deutsch hat, muss er auch nur einen Euro für die Karte bezahlen.

 

Jedoch ist dies nicht die einzige Möglichkeit um einen Rabatt als Schüler zu erhalten: In Museen wie zum Beispiel im Naturkundemuseum im Ottoneum erhält ein Schüler eine Ermäßigung von zwei Euro, wenn er sich eine Tageskarte kauft. Auch im Museum für Sepulkralkultur kann ein Schüler 1,50 Euro beim Eintritt sparen.


Selbst bei einer Monatskarte für die Stadt Kassel der Kassler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) bekommt ein Schüler bis zur 10. Klasse eine Vergünstigung. Er bezahlt statt 60 Euro nur 37,50 Euro.

 

Da manche Computerprogramme für Schüler und Studenten zu teuer sind, geben die meisten Hersteller Spezialversionen heraus, die günstiger sind, aber fast oder sogar die gleichen Leistungen erbringen. Selbst Computer kann man günstiger erhalten.

 

Diese kleinen Rabatte oder Vergünstigungen sind nicht enorm, jedoch kann ein Schüler dadurch den einen oder anderen Euro in der Geldbörse behalten.

Sonntag, 05 Juni 2011 00:01

Gute Vorsätze, mit guter Umsetzung?

von unserer Redakteurin Jessy Franke (14.01.2009)

Jedes Jahr das gleiche Ritual: Viele Menschen fassen an Silvester neue Vorsätze um ihren Alltag im kommenden Jahr zu verbessern.

 

Die verschiedensten Bereiche an Vorsätzen.

 

Als beliebte Vorsätze gelten vor allem es endlich zu schaffen abzunehmen, mit dem Rauchen aufzuhören,  erfolgreicher in der Schule oder im Job zu werden. In den ersten Monaten des Jahres wird meist eifrig an den Vorsätzen gearbeitet, allerdings werden die Versprechungen häufig nach einiger Zeit fallen gelassen. Woran könnte das liegen?

 

 

„Ich hatte mir auch vorgenommen besser in der Schule zu werden, aber ich habe es nur bis zu den Sommerferien durchgehalten, weil ich danach keine Motivation mehr hatte“, gibt Andrea Pranjkovic, Schülerin des Jahrgangs 11 zu.

 

Wenn dann am nächsten Silvesterabend wieder neue Pläne ausgearbeitet werden, zählt für die meisten Leute die Tatsache nicht, dass sie es nicht geschafft haben ihre alten Vorsätze in die Tat umzusetzten. Das liegt in den meisten Fällen vor allem daran, dass zu viele und hohe Erwartungen und Vorsätze an das kommende Jahr gerichtet werden. So auch Schülerin Tanita Schmidt aus dem Jahrgang 11: „Ich hatte mir vorgenommen mehr Sport zu treiben, mich in der Schule zu verbessern und endlich ordentlicher zu werden, aber ich habe keine der Sachen wirklich geändert letztes Jahr.“ Das sind einige Vorsätze und alle perfekt umzusetzen wäre sicherlich nicht einfach. Es ist also kein Wunder, dass einige ihre guten Vorsätze nicht realisieren und so am Ende des Jahres wieder einmal nichts geändert haben. Besser ist es also sich ein eindeutiges und vor allem erreichbares Ziel zu setzen um sich beim nächsten Silvester nicht wieder die selben Vorsätze machen zu müssen.

 

Allerdings gibt es auch einige Schüler die es geschafft haben ihre Vorsätze im Laufe des Jahres zu realisieren. „Ich schwimme und wollte meine beste Schwimmzeit übertreffen. Das habe ich mit viel Training geschafft und jetzt bin ich schneller als einige andere Schwimmer aus meinem Verein“, sagt Alice Feustel, ebenfalls Schülerin der Klasse 11 dazu. Sie hat es also geschafft ihre Vorsätze umzusetzen. Erreichbare Vorsätze bringen in manchen Fällen also Erfolge, falls sie zu schwer erreichbar sind, werden Vorsätze aber nach kurzer Zeit nicht mehr umgesetzt.

 

Und im folgenden Jahr wird der ganze Vorsatz-Trubel wieder von vorne los gehen.

Von unserer Redakteurin Mara Liebehenz (05.12.2009)

Am Sonntag ist es wieder soweit. Besonders Kinder und die jüngeren Schüler warten schon sehnsüchtig darauf, am Morgen des 6. Dezember aufzustehen und nach ihren am Vorabend bereitgestellten Stiefeln zu schauen, ob "der Nikolaus denn auch was Schönes gebracht hat".

 

War der Nikolaus auch schon bei dir?

 

"Ich freue mich schon sehr auf den Nikolaustag. Da bekommt man schon gleich tolle Geschenke und es ist ein bisschen so wie an Weihnachten", erklärt die kleine Paulina aus der Jahrgangsstufe 5 mit leuchtenden Augen. Weihnachtliche Süßigkeiten, die den oder die Beschenkte auf Weihnachten einstimmen, seien dann in dem Stiefel zu finden.

 

Doch nicht nur die jüngeren Schüler und Schülerinnen unserer Schule erfreuen sich jedes Jahr erneut an der vorweihnachtlichen Atmosphäre am Nikolaustag. Auch die Schüler am Hauptgebäude scheinen noch immer von dieser begeistert zu sein. So auch Anna-Sophie aus der Jahrgangsstufe 12: "An Nikolaus bekomme selbst ich noch manchmal ein paar Süßigkeiten geschenkt. Das ist einfach der Brauch, den man ja schon als Kind kennen lernt und der jedem alljährlich aufs Neue Freude bereitet."

 

Der Nikolaustag ist seit langer Zeit schon ein Tag der Kinder, an dem sie mit Süßigkeiten belohnt werden, wenn sie artig gewesen sind oder eben mit der Rute bestraft werden, wenn sie dies nicht waren. "Als Kind war man dann um die Zeit des 6. Dezember immer besonders brav, um bloß keine Rute zu bekommen", erinnert sich Anna-Sophie schmunzelnd. Doch zum Glück habe es die niemals gegeben.

 

Und wer nun doch am Sonntag eine böse Überraschung im Sinne einer Rute bekommen sollte, der kann schließlich immernoch auf Heilig Abend hoffen. Bis dahin bleibt noch einige Zeit brav und artig zu sein, um zumindest den Weihnachtsmann glücklich und zufrieden zu stellen.

von unserer Redakteurin Julia Heupel (02.12.2009)

Direkt am ersten Tag nach dem erholsamen Wochenende heißt es in der ersten Stunde Rückgabe von der Deutscharbeit. Nervös sitzen die Schüler auf ihren Plätzen und fragen sich, was sie für eine Note haben. Heimlich fragt sich ein Schüler, was für eine Zensur sein Nachbar hat und hoffentlich übertreffe er ihn diesmal. Eine andere will wissen, ob sie es geschafft hat ihre letzte Arbeit auszugleichen. Viele Gedanken schwirren durch die Klasse, doch sie drehen sich alle um eines.

 

Die geschwungenen Zahlen auf unseren Arbeiten und Tests sollen unsere Leistungsbeurteilung zum Ausdruck bringen. An ihnen können wir uns orientieren. Außerdem sollen sie unsere Leistungsbereitschaft fördern, damit wir uns verbessern oder unseren Leistungsstand beibehalten.

 

Natürlich hat jeder andere Prioritäten und orientiert sich nicht nur an der Zensur, die vor ihm auf dem Tisch liegt: Marc Eberling aus der Jahrgangsstufe 10 orientiert sich an dem Durchschnitt der Klasse: „Ich will sehen wie gut meine Note ist und auch wie meine Klasse abgeschnitten hat.“ Auch Jessica Apel aus der 12. Klasse sagt eindeutig: „Wenn ich über dem Durchschnitt liege, fühle ich mich besser, auch wenn es nichts an meiner eigenen Note ändert.“


Hingegen hat Sabrina Holzhauer, Jahrgang 13, eine andere Meinung: „Ich messe mich nicht an anderen, sondern an mir selbst.“ Aus ihrer Sicht zählt für sie nur ihre eigene Leistung.
„Jeder sollte sich an seiner eigenen Note orientieren“, sagt auch Frau Lange, Französisch- und Englischlehrerin. Jedoch könnte es ein Ansporn sein, wenn man besser als der Durchschnitt sei.

 


Ein Musterzeugins, in dem unsere

Leistungen benotet werden

Die Schüler orientieren sich aber nicht nur am Durchschnitt der Klasse, sondern auch an den Zensuren ihrer Klassenkameraden.

Denise Müller aus der 11. Klasse hält davon allerdings nicht viel: „Das bin nicht ich und jeder ist woanders gut.“ Sie versuche in den Fächern, in denen sie talentiert sei, so gut wie möglich abzuschneiden und lasse sich dabei nicht von den Zensuren anderer Schülern leiten.
Marc Eberling sieht das anders, denn er orientiert sich auch daran: „Mich interessiert es, was die anderen geschrieben haben, besonders da ich ihre Leistungen aus dem Unterricht kenne.“

 

Der Mathe- und Physiklehrer Herr Kilian meint hierzu, dass es absolut menschlich sei, wissen zu wollen, was der andere für eine Note hat.
„Dadurch entstehen Frust und Freude, jedoch kann sich das beim nächsten Mal schnell wieder ändern.“

 

Auch kann ein Schüler sich an seinen früheren Noten und Zeugnissen orientieren, um zu sehen, ob er besser oder schlechter geworden ist. „Ja, ich schaue schon wie meine früheren Noten waren. Ich versuche sie zu halten bzw. die schlechten Noten zu verbessern“, äußert sich Denise Müller dazu.


Sabrina Holzhauer. lässt sich von ihren früheren Zensuren anspornen: „Ich versuche mein Bestes zu geben, damit ich mir keine Vorwürfe zu machen brauche, besonders da ich in meinem Abschlussjahr bin.“ „Zum Teil orientiere ich mich schon an meinen früheren Noten. Ich will wissen, ob ich besser oder schlechter geworden bin, gerade in den Zeugnissen“, stimmt auch Marc Eberling zu.

 

Mit Schule verbindet man automatisch Begriffe wie Lernen, Arbeiten und Lehrer und einer darf auch nicht fehlen: Noten. Egal, was ein Schüler im Unterricht tut, er wird benotet. „Ich könnte mir Schule ohne das Notensystem gar nicht vorstellen“, meint Rebecca Fischer aus dem Jahrgang 10. Herr Kilian stimmt dem zu und macht deutlich: „Noten bzw. Punkte brauchen wir, denn die Leistung muss gemessen werden.“ „Zensuren sind ein Massstab für Schüler und Lehrer, um die Bewertung möglichst simpel einzuschätzen“, erklärt auch Frau Lange kurz.

 

Jeder orientiert sich woanders, manche am Durchschnitt der Klasse, an früheren Noten oder an den Klassenkameraden. Die Meinungen sind sehr gespalten und niemand kann sagen, dass die eine oder andere Methode der Orientierung falsch ist. Jedoch sollte jeder bedenken, dass Noten nicht alles erschließen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil in unserem Schulleben, aber auch nicht alles, denn Schule ist auch ein sozialer Bereich, in dem Lehrer nicht alles bewerten können oder sollen. Die Note drückt nicht die Persönlichkeit aus.

Samstag, 04 Juni 2011 23:59

Kasseler Weihnachtsmarkt

von unserer Redakteurin Lisa Finis (30.11.2009)

Wie jedes Jahr hat der Märchen-Weihnachtsmarkt in Kassel am 23. November wieder seine Tür(ch)en geöffnet. Doch auf diesem Weihnachtsmarkt gibt es weit mehr als 24 Überraschungen! Kulinarisch lässt er nichts zu wünschen übrig und auch in den kalten Abendstunden mangelt es nicht an reichlichen Warmgetränken, die in großer Auswahl vertreten sind.

 

Die berühmte Weihnachtspyramide

 

Wenn auch Weihnachten noch in großer Ferne zu sein scheint, ist man nach einem Besuch auf dem Märchenmarkt in totaler Weihnachtsstimmung. Die Märchenpyramide strahlt wieder auf dem Königsplatz und die gesamte Königsstraße erleuchtet ab vier Uhr nachmittags jedes Weihnachtsherz. Das Motto des diesjährigen Weihnachtsmarkts ist wieder eines der Grimmschen Märchen; König Drosselbart, soll dieses Jahr die entscheidenden Impulse für diesen Markt gegeben haben.

 

Allerdings wird natürlich nicht nur an die großen, sondern besonders auch an die keinen Besucher gedacht und für diese bietet die Himmelswerkstatt jede Menge Abwechslung. Täglich wird ein abwechslungsreiches Programm geboten, bei dem Weihnachtsschmuck und kleine Geschenke gebastelt werden können. „Meine Tochter ist total davon begeistert und hat mir vorhin erst mal ganz stolz ihren Baumschmuck gezeigt. Ich finde das echt klasse, das so was angeboten wird“, sagt  Frau Scholte, Mutter einer Achtjährigen.

 

Die ersten Weihnachtsgefühle kamen zwar schon am Tag der Eröffnung auf, als zum ersten Mal in diesem Jahr wieder gemütlich über den Königs- und Friedrichsplatz geschlendert werden konnte, doch den eigentlichen Ansturm wird wahrscheinlich erst das Wochenende bringen. „Ich will am Freitag mit meinen Freunden abends mal vorbeigehen“, sagt Elise Theppasy, eine Schülerin der elften Klasse unserer Schule.

Ab dem ersten Dezember wird, wie jedes Jahr, täglich ein Türchen des Adventskalenders auf dem Friedrichsplatz geöffnet, welches wieder mit viel Liebe dekoriert worden ist.

 

Leckere Nüsse und Lebkuchen, wie jedes Jahr

Es gibt nicht viele Neuerungen dieses Jahr, alles scheint sehr vertraut wenn man sich umsieht, und das sind die Argumente jener, die den Weihnachtsmarkt als nicht besonders sehen. Doch sind es genau diese vertrauten und wunderschönen Dinge, die jedes Jahr Massen von Menschen aus anderen Städte nach Kassel kommen lassen, um einmal über unseren Weihnachtsmarkt zu spazieren und sich von dieser wärme, die in der Luft liegt und dieser Weihnachtsstimmung anstecken zu lassen.

 

Jedes Jahr wird die Kasseler Innenstadt in eine Märchen-Weihnachtwelt verwandelt und entflieht dem tristen Grau, das sonst vorherrscht, in eine Traumwelt von Märchen, guten Gerüchen und diesem Hauch von Weihnachten, der überall versteckt ist.

von unserem Redakteur Schahin Saket (20.11.2009)

Wer kennt das nicht: Hast du mal ein Kaugummi? Ich habe meinen Block vergessen, würdest du mir ein Blatt geben oder hast du mal 20 Cent? Wie viel Geld kann man sparen, wenn man sich durch einen Tag schnorrt? Ich starte meinen Selbstversuch für einen Tag.

 

Hundeblick und Schmolllippen- der Weg zum cleveren Sparen

Es ist Freitag Morgen, die Woche geht endlich zu Ende. Da erweist es sich doch als sehr praktisch ein wenig Geld zu sparen, um für das Wochenende mehr zur Verfügung zu haben. Und wie spart man am besten? Dreistes Schnorren ist angesagt!

 

Noch vor der ersten Stunde begegne ich Mitschülern aus dem Abi-Komitee mit herrlich duftenden Muffins, die später verkauft werden sollen. Die Muffins zwinkern mir verführerisch zu. Aber 50 Cent für einen Muffin? Ich versuche mich an meinem ersten strategischen Mittel: Imponieren. Ich hätte ja solch einen Hunger und mein Portmonaie wäre ja soweit tief versteckt in der Tasche, aber selbstverständlich würde ich die so lecker aussehenden Muffins so liebend gern probieren, denn sie müssen überragend gut schmecken, nach ihrem Aussehen zu urteilen. Und schon hat die Bäckerin der doch eigentlich sehr gewöhnlichen Muffins ein Lächeln auf dem Gesicht mit leuchtenden Augen. Den Muffin bekomme ich guten Gewissens geschenkt - ich solle es jedoch für mich behalten.

 

Erste große Pause, Cafeteria. Ich versuche mich an einer neuen Taktik: Mitleid. Mit Kulleraugen und Schmollmund errege ich das erste Aufsehen. Sorgsam und überaus freundlich wollen mir alle helfen. Nur was wäre denn mein Problem? Nun ja, nach zwei Stunden Deutschunterricht hat man einen ganz schön knurrenden Magen. Im Nu bekomme ich ganze zwei Pausenbrötchen, belegt mit Käse und Gurken oder eben einfacher Salami. Damit nicht genug, spendet mir das liebe Cafetaria-Team einen schmackhaften Duplo-Riegel. Zieht man das geschnorrte Gemüse und ein Kaugummi dazu, ergibt das einen Profit von ca. 1,75€.

 

Schon bald kommt die zweite große Pause; ich sitze erneut in der Cafetaria. Jetzt muss ich radikaler, direkter werden. Neue Methode: Dreistigkeit.

Schamlos und unverfroren gehe ich von Mitschüler zu Mitschüler und fordere nach Spenden; mindestens 20 Cent sollten ja drin sein. Auf die Frage hin wofür, fiel mir nichts ein außer: "Sei kein Geier, 20 Cent bringen dich nicht um!".

Überraschenderweise spendete mir fast jeder ein kleines Sümmchen - außer den Geizigen unter uns. Schon nach 20 Minuten schnorrte ich somit sage und schreibe 2,57€, was dann in der Mittagspause mein Mensaessen abdeckte.

 

Rechnet man noch die Stifte und Blätter im ungefähren Gesamtwert von 1,04€ und die gesparten Handykosten von 48 Cent hinzu, ergibt sich dann eine Gesamtersparnis von: 5,14€ pro Tag = 35,98€ pro Woche = 155,91€ pro Monat und 1879,96€ im Jahr.

 

Ein ertragreicher Tag mit einmaligen Erfahrungen, wiederholen würde ich es aber doch nicht, denn gut fühlte ich mich dabei wirklich nicht.

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