Lust & Leben

Lust & Leben (252)

(15.02.2001 16:15)

Keine Frage: OTTO war der Comedy-Star der 80er, Vorreiter der Stand Up-Welle und heutiges Vorbild von Mittermeier und Co.




Doch aktuell scheint es weniger gut zu laufen. Sein Film "OTTO - der Katastrophenfilm" lief mit bescheidenem Erfolg und auch im Fernsehen ist er seit langem nicht mehr präsent. Nun möchte er es nocheinmal wissen.Ob er mit seinem Motto "Back to the Roots - Zurück zu den Rüsseln" ganz ohne Band und Gäste überzeugt, kann man sich am 23.3.2001, 20.07 Uhr, in der Stadthalle Kassel anschauen.
Karten, wie immer, beim HNA-Kartenservice und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Samstag, 04 Juni 2011 18:32

Rock gegen Rechts

(18.02.2001 13:52)

Nachdem seit einigen Wochen und Monaten wieder neonazistische Horden durch die deutsche Landschaft brandschatzten, melden sie sich wieder: Die Festivals "Gegen rechte Gewalt".
Was am 24.Oktober 2000 noch auf der Expo als einmaliger Akt der Solidarität und Fremdenakzeptanz stattfand, dass ging vom 4. bis zum 10. Februar diesen Jahres auf große Deutschlandtour.
Deutschlands scheinbarer "Vorzeige-Rebell" Udo Lindeberg organisierte die Tour, lud namhafte Künstler ein, wie z.B. die Söhne Mannheims, Reamonn, Ingo Appelt, Herbert Grönemeyer, Westernhagen & Band und viele mehr. Darüber hinaus entwickelte er ein "Manifest gegen Rechte Gewalt" auf seiner Homepage.
Die Konzerte waren allesamt ein großer Erfolg. Mehrere tausend Menschen konnten sich ihre Lieblingsstars aus dem Bereich Comedy & Popmusik live ansehen.
Alle Einnahmen wurden der "Stern"-Aktion "Exit" gespendet. Diese Aktion hilft ausgestiegenen Nazis und jenen, die aus der Szene aussteigen möchten, um ein geregeltes Leben in der Gesellschaft führen zu können.
Wie kaum ein anderer schafft es der deutsche Altrocker Udo Lindenberg immer wieder, die Massen an sich zu ziehen: War es in den achtziger Jahren, wo er einen großen Erfolg mit seinem Lied "Ein Sonderzug nach Pankow!" und dem darauf folgenden DDR-Besuch, mit einem Erich Honecker-Gespräch, oder Anfang der neunziger Jahre, wo es schon einmal einen Anstieg der rechten Gewalt gab und sich Deutschlands Jugend mit Lichterketten für Opfer der rechten Gewalt einsetzte.
Zu den Einnahmen der Konzerte kommen auch noch Spenden von namhaften und großen Sponsoren, wie z.B. der Deutschen Telekom oder der Volkswagen AG.
Ganz am Rande hat Udo Lindenberg auch seine CD "Das erste Vermächtnis, 50 Songs aus 30 Jahren" veröffentlicht, was im Jubel über die Festivals völlig unterging.
Die Konzerte sind vorbei, aber die Aktion "Rock gegen Rechts" noch lange nicht. So soll langfristig ein Fond für die Opfer der rechten Gewalt gegründet werden. Aber Udo Lindenbergs größter Wunsch bleibt: Er möchte das Desinteresse an Überfällen und Schlägereien auf offener Straße aus den Köpfen der deutschen Bevölkerung verschwinden lassen. Für ihn gilt das Manifest, dass er bei einer Pressekonferenz vortrug: "Zielsetzung aller Maßnahmen ist eine Bewusstseinsbildung für ein friedliches Miteinander aller Rassen und Religionen auf der Grundlage gegenseitigen Verständnisses in Toleranz und Achtung der Menschenwürde."

(27.02.2001 16:53)

Schlechte Zeiten für die Akteure der Realitysoaps im deutschen Fernsehen. Am TV-Himmel ziehen dunkle Wolken auf. Alles, was Zlatko, Jürgen, Sabrina, Alex und wie sie alle hießen, unter der Hingabe ihrer Würde, ihrer Selbstachtung für die Produzenten erkämpften, all das ist umsonst gewesen. Reality-TV hat den großen Fehler begangen, den eine Fernsehsendung nie begehen darf: Langweilig werden!



Mit "Ablegern" von Big Brother hat RTL dank der Übersättigung der Zuschauer das Ende der Reality Soaps eingeläutet

Vor über einem Jahr entbrannten die ersten Diskussionen um das Verbot von BigBrother, die Gefährdung der Moral im Fernsehen, die Sensationsgier der Fernsehkonsumenten. Politiker, Ärzte, Psychologen, Journalisten und selbst ernannte Experten, sie alle machten Sturm auf den kleinen, hilflosen Produzenten aus dem Land des Käses und der Tulpen. Aber keiner von ihnen konnte verhindern, dass das "Experiment Container" begann und seinen Lauf nahm, und die Fernseh-Nation Deutschland war fasziniert von dem, was sie aus dem Container sah. Ganze Familien lauschten erregt Zlatkos Ausführungen über Shakespeare, Teenies kreischten für John, Jürgen und Alex, Männer beobachteten den Einzug Sabrinas in den Container. Das Experiment war gelungen.
Jetzt schossen die Reality-Shows wie Pilze aus dem Boden. Dem großen Vorbild BigBrother folgten das Inselduell, Expedition Robinson, House of Love und Girlscamp. Jedoch keine dieser Shows reichte auch nur im geringsten an BigBrother heran, und die Produzenten legten nach.

Girlscamp, nur eines der unzähligen Formate, die vom unglaublichen Erfolg von Big Brother profitieren wollen

Ein halbes Jahr später startete die zweite Staffel mit Großfamilienvater Harry, dem Küken Ebru und Jörg, der nicht weiß, auf wen oder auf was er nun endgültig steht. Bereits jetzt zeigten sich die ersten Verschleißerscheinungen einer Fernsehshow: Die Einschaltquoten sanken. Die Sendung hielt dennoch durch. Millionen verfolgten die Beleidigungen von Christian, dem Nominator, fieberten mit Ebru um die Gunst Walters und beobachteten das Wechselbad der Gefühle zwischen Karim und Daniela, der Container-Barbie.
Längst ist die Luft raus, Realty-TV hat den Reiz des Neuen, des Aufregenden, des Anderen verloren. Kaum noch jemand kann die Namen der Container-Bewohner der dritten BigBrother-Staffel nennen, Girlscamp und House of Love waren von Anfang an ein großer Flop. Die Produzenten müssen die Konsequenzen ziehen. Girlscamp wird in das Nachtprogramm abgeschoben, von dem Liebeshaus auf RTL hört man kaum noch etwas. Selbst BigBrother, der Vorturner im deutschen Reality-Fernsehen landet vorläufig in der Mottenkammer. Nach Ende der aktuellen Staffel soll mindestens ein Jahr vergehen, bis ein neuer Versuch gestartet wird. Aber wer weiß, vielleicht hat sich bis dahin Reality-TV auf das Niveau der "Truman Show" weiterentwickelt.

Samstag, 04 Juni 2011 18:28

Dancer in the Dark

(17.11.2000 17:23)

Dunkelheit... Geschlagene fünf Minuten starre ich auf die schwarze Leinwand vor mir. Hatte ich nicht eben noch das Gefühl, der Film würde jede Sekunde anfangen? Missmutig stopfe ich mir noch eine handvoll Popkorn in den Mund. Und was ist das überhaupt für eine Musik? Naja, klingt irgendwie gut... Hmmm... schön diese Musik... Ein grelles Licht reißt mich aus meinem Dämmerzustand, die Musik verstummt, der Film beginnt. Und schon nach den ersten zehn Minuten wird deutlich, dass dieser Film etwas besonderes ist; dass er einen Zauber entfalten wird, der den üblichen Hollywood-Großproduktionen irgendwie fehlt: Diese so ganz unheldenhaften Charaktere, die bis in die letzte Nebenrolle wunderbar besetzt, ihrem Schicksal nicht entkommen können.
Diese Musik... Diese Björk! Ja, wer diesen Film gesehen hat, mag er ihm nun gefallen haben oder nicht, sei er nun schon ohnehin ein Fan von ihr oder kann er mit ihrer Musik ungefähr soviel anfangen, wie ein Hund mit einer Katze (ich persönlich habe für mich immer letzteres in Anspruch genommen..), der wird denken: diese Björk!
Ungeachtet der Handlung des Filmes, welche jedoch ebenfalls sehr bewegend und tiefgreifend ist, spielt sie in diesen 139 Minuten Catherine Deneuve glatt an die Wand: Sie singt, tanzt und gewinnt sämtliche Herzen für sich.
Die Story: Die fast blinde Selma (hinreißend: Björks kindlicher Charme!) lebt mit ihrem kleinen Sohn in einer Wohnung im Washington der 60er Jahre, die ihr ein nettes reiches Ehepaar vermietet. Jeden Morgen fährt sie mit dem Fahrrad zur Arbeit in eine Fabrik, um sich dort an einer Stanzmaschine abzurackern. Sie weiß, dass sie am Erblinden ist und dass diese Krankheit in ihrer Familie liegt. Und so spart sie all ihr Geld, um ihrem Sohn zu seinem 13. Geburtstag die notwendige Operation bezahlen zu können, die ihm sein Augenlicht retten würde.
Die Zeit wird knapp und die Arbeit ist hart, doch in all den Widerständen, die sie bis an den Rand der Verzweiflung treiben, bleibt ihr noch eine Hoffnung: die Musik!
Sie hört sie überall: im rhythmischen Stampfen der Maschinen, in einer vorbeiratternden Eisenbahn, ja selbst im hektischen Kratzen eines Bleistifts über ein Stück Papier... Und dann träumt sie wunderschöne Träume, von Musik und Tanz, von Harmonie und Sorglosigkeit.
Und auch wenn von diesen Träumen am Ende nichts mehr übrigbleibt, so bleibt doch die Musik. Und gern möchte man dieser Selma glauben, wenn sie singt: "I´ve seen...", denn sie sieht mit dem Herzen.
"Dancer in the Dark" ist ein modernes Filmmusical, das erst durch die grandiose Björk zu leben beginnt und das sich die goldene Palme und den Preis für die beste Darstellerin beim Filmfestival von Cannes redlich verdient hat. Lars von Trier ("Breaking the Waves", "Idioten") hat hier ein Goldstück des Kinofilms geschaffen.
Absolut sehenswert!

Samstag, 04 Juni 2011 18:28

HAIR ist Kult!

(17.11.2000 18:47)

HAIR ist Protest, ein Aufschrei gegen Krieg und Gewalt. HAIR ist ein Bekenntnis für das Leben, für Liebe, für Sex und Freude.



HAIR - Das weltweit erfolgreichste Kult-Musical

Das bekannteste aller Love-Rock-Musicals ist heute dreiunddreißig Jahre alt und hat sich zum weltweit beliebtesten Musical entwickelt. Musik, Spaß, Leben und Lust werden in diesem Jahr in einer aufwendigen Neu-Inszenierung von Christian Götz zwar anders als vor dreißig Jahren dargeboten, werden aber nicht nur die heutige Generation, sondern auch die ansprechen, die damals schon dabei waren.
Am 3. Dezember 2000 kommt das Musical HAIR in die Stadthalle Kassel. Karten für dieses Ereignis gibt es bei folgenden Vorverkaufsstellen: HNA-Kartenservice in Kassel am Königsplatz 55, alle HNA-Geschäftsstellen im Umland, Geschäftsstellen der Waldeckischen Landeszeitung und der Frankenberger Zeitung, Grammophon in Ziegenhain und Treysa, Extra Tip-Kartenservice im Reisebüro Uhlendorff in Göttingen und in allen anderen bekannten Vorverkaufsstellen.
Telefonisch sind die Karten unter 0561/71717 und per Internet unter www.hna.de/hna-karten zu erhalten.
UMLAUF Online wünscht Ihnen viel Vergnügen!

Samstag, 04 Juni 2011 18:28

Das Fernsehen - Ein modernes Märchen

Ein Kommentar von unserem Redakteur Niklas Siegner (01.12.2000 17:02)

Immer wird darauf hingewiesen, welche tollen Aspekte doch die Television hat. All die Nachrichten- und Informationssendungen, die Dokumentationen, Diskussionsrunden und moralisch völlig unbedenklichen Spielfilme. Sicher, Sendungen wie "Tagesschau", "heute" oder "SternTV" fördern das Wissen und die Allgemeinbildung der Zuschauers und informieren ihn über das Geschehen in der Welt. Doch wer sieht denn solche Sendungen? Das sind doch die Spießer und Senioren, die gegen das verschwinden der Moral und der Sittlichkeit im deutschen Fernsehen wettern. Und damit haben sie auch recht. Schaut man heutzutage in die Programmzeitschrift, so kann einem schon mal ein gequältes Stöhnen entweichen. Das Leiden des Fernsehkonsumenten beginnt schon vormittags mit "Sonja", "Vera" und "Birte", die die Themen ihrer Talkshows wöchentlich untereinander austauschen. Dicht auf den Fersen folgen ihnen die Game-Shows "Jeopardy", "Jeder gegen Jeden" und Co. Hier kann man sich wenigstens vor lauter Verzweiflung über die Dummheit der Kandidaten amüsieren. Später am Abend folgen die US-amerikanischen Comedyserien, deren Darsteller einen IQ unter der Zimmertemperatur zu haben scheinen.
Besonders am Wochenende stellt sich manch einer die Frage, warum er seinen Fernseher angeschaltet hat. Sämtliche "Deutschland-" oder sogar "Weltpremieren" folgen demselben Plot, nach einer Viertelstunde weiß der geschulte Fernsehzuschauer bereits wer an Aids stirbt und wer wen heiratet. Später kommen die Actionfilme, deren Drehbuchautoren die Bedeutung des Wortes Kreativität noch nicht einmal erahnen können. Dadurch entstehen Filme wie "Operation Broken Arrow" oder "Top Gun", die man eher als Werbefilme für die US-Airforce werten kann. Eine Besonderheit ist "Rambo", der Vietnam-Veteran, der aus lauter Langeweile in einer Kleinstadt seinen privaten Krieg beginnt.
Ein Witz sind jawohl auch die Warnungen "Der folgende Film ist für Zuschauer unter 18 Jahre nicht geeignet.". Wer, bitte schön, nimmt denn solche Anordnungen wahr? Sie animieren doch erst zum Zusehen. Und außerdem erscheinen sie vor den falschen Sendungen. "Wa(h)re Liebe", "Liebe Sünde" und "Peep" sind geradezu harmlos gegenüber "SZ-Special" und "exclusiv-die reportage". Während halbwegs ernsthafte Nachrichtenmagazine wie "SpiegelTV" und "Planetopia" sich mit den neusten Fällen von Rechtsextremismus und BSE beschäftigen, ermittelt "SZ-Special" die besten Swingerclubs in Deutschland.
Überhaupt benötigt man für die Suche nach der Moral inzwischen eine Lupe. Reichte früher "Sonne, Sylt und kesse Krabben" um 00.30 Uhr Samstagnacht, müssen es heute die "Sexreichen Sieben" am Freitag um 22.30 Uhr mit Vorschau um halb acht sein. Sexualkunde ist überflüssig geworden, alles nötige erfährt man täglich im Fernsehen.
Und dann erst die Sache mit der Privatsphäre? Gibt es die überhaupt noch? Man nehme nur den Fall "Maschendrahtzaun". Der Leidensweg Regina Zindlers beginnt bei "Richterin Barbara Salesch" (Sat1), führt über "TvTotal" (Pro7) nach mehreren Abstechern in verschiedenen Nachrichtensendungen zur Flucht nach Paris (finanziert von RTL). Zwei Wörter genügten um einen Hit zu schreiben, Frau Zindler bundesweit bekannt zu machen, mehrere Millionen zu verdienen und einen Nervenzusammenbruch zu bekommen. Ja, das Fernsehen bemüht sich um seine Zuschauer!
Auch für die lieben Kleinen ist gesorgt. Bis um 19 Uhr können sie auf dem Kinderkanal die "Teletubbies", "Sesamstraße" und all die anderen psychologisch völlig unbedenklichen Sendungen genießen. Aber eben nur bis 19 Uhr. Und welches Kind geht heutzutage um sieben ins Bett? Also wird weitergemacht mit "Die Motorrad-Cops" und den "Straßen von Berlin", damit das Kind schon frühzeitig lernt, wie man sich im Straßenverkehr durchsetzt. Und reicht das noch nicht, folgen "The Crow" und "Poltergeist". Es ist genug für jeden da.
Überhaupt, diese modernen Serien sind doch völlig am Leben vorbeigeschrieben. Mit futuristischen Hilfsmitteln lösen die Ermittler von "V.I.P." und "Viper" Fälle, für die Kojak nur einen Lolli brauchte. Und die tägliche Seifenspülung, gemeint sind die Sendung "GZSZ" und ihre Verwandten , ist unrealistisch ohne Ende. Sicher, Teenies nehmen Drogen, bekommen Aids, werden schwanger oder kriminell, sind schwul und manchmal sterben sie auch. Aber doch nicht täglich!
Ich persönliche habe meinen Fernseher in Frührente geschickt und bin im interplantaren Web unterwegs. Da ist zwar auch nicht gerade unschuldig, aber doch nicht so verdorben wie der deutsche Fernsehäther.
In diesem Sinne - Bleiben Sie dran!

Samstag, 04 Juni 2011 18:27

Der Nussknacker

(08.12.2000 14:31)

Ballett-Freunde können sich schon jetzt auf das RUSSISCHE STAATSBALLETT freuen. Unter der Leitung von Wjatscheslaw Gordejew tanzt dieses hochkarätige Ensemble am So., den 27.12.2000 in der Kasseler Stadthalle das Ballett DER NUSSKNACKER.
Nach einer Märchenerzählung von E.T.A. Hoffmann und der Musik von P.I. Tschaikowsky wird man von erstklassigem Tanz, aufwendigen Kostümen und einem wunderschönen Bühnenbild verzaubert.

In dieser traditionellen Inszenierung erzählen die Tänzerinnen und Tänzer die Geschichte des Weihnachtsabends der kleinen Maria. Im Traum des Mädchens verwandelt sich das elterliche Wohnzimmer in einen Raum, in dem alles anfängt zu leben. Durch den Nussknacker, ein Geschenk ihres Onkels, wird Maria in einen Kampf mit einer Mäusearmee verwickelt, landet im Reich der Süßigkeiten und erlebt allerlei andere Abenteuer...

Konzertkarten - ein Festgeschenk

Vorverkaufsstellen: HNA-Kartenservice in Kassel am Königsplatz 55, alle HNA-Geschäftsstellen im Umland, in den Geschäftsstellen der Waldeckischen Landeszeitung und der Frankenberger Zeitung, Grammophon in Ziegenhain und Treysa, Extra Tip-Kartenservice im Reisebüro Uhlendorff in Göttingen, alle anderen bekannten Vorverkaufsstellen, Telefonischer Kartenservice 0561/7 17 17, Internet: www.hna.de/hna-karten

UMLAUF Online wird selbstverständlich über die Aufführung berichten.

Samstag, 04 Juni 2011 18:27

Die Fledermaus

(08.12.2000 14:34)

Am Sonntag, den 31.12.2000 präsentiert das Strauß-Operettentheater Posen-Lodz "DIE FLEDERMAUS" in der Kasseler Stadthalle.



Die Fledermaus

Johann Strauß, der umjubelte Walzerkönig, hat mit diesem Werk den einsamen Gipfelpunkt des Operettengenres geschaffen. Mit dieser wienerischsten aller Operetten erblickte im Jahr 1874 eines der ganz großen Meisterwerke des Musiktheaters das Bühnenlicht.Der Erfolg war überwältigend, und der Siegeszug des Werkes über alle Bühnen der Welt hielt bis auf den heutigen Tag an. Johann Strauß reiht in seiner Fledermaus einen Hit an den anderen, und das Strauß-Operettentheater Posen-Lodz interpretiert diese Musik mit Leidenschaft und feinem Gespür für die Feinheiten dieser hohen leichten Kunst. Die Gesangssolisten, der Chor und das Orchester kennen ihren Schani Strauß genau, schließlich tragen sie ihn in ihrem Namen. Sie wissen, worauf es ankommt.

Die inzwischen mehr als 200 Aufführungen dieser Produktion in Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich und Dänemark beweisen, wie sehr Johann Strauß heute lebt. Publikum und Kritik waren sich einig: diese Fledermaus ist absolut sehenswert!

Konzertkarten - ein Festgeschenk

Vorverkaufsstellen: HNA-Kartenservice in Kassel am Königsplatz 55, alle HNA-Geschäftsstellen im Umland, in den Geschäftsstellen der Waldeckischen Landeszeitung und der Frankenberger Zeitung, Grammophon in Ziegenhain und Treysa, Extra Tip-Kartenservice im Reisebüro Uhlendorff in Göttingen, alle anderen bekannten Vorverkaufsstellen, Telefonischer Kartenservice 0561/7 17 17, Internet: www.hna.de/hna-karten

UMLAUF Online wird selbstverständlich über die Aufführung berichten.

Samstag, 04 Juni 2011 18:27

A Christmas Carol

(15.12.2000 16:40)

Am Freitag, dem 8.12.2000 um 20 Uhr, wurde im Staatstheater Kassel das Stück "A Christmas Carol" von Charles Dickens in Originalsprache aufgeführt. Es geht in diesem Stück, das in der Vorweihnachtszeit spielt, um einen geizigen, kaltherzigen, alten Mann namens Ebenizer Scrooch. Mr. Scrooch ist so geizig, dass ihm die Kohle für den Ofen zu teuer ist und er lieber seinen Angestellten frieren lässt, als das Feuer zu entzünden. Er ist pedantisch und unfreundlich und vor allem hasst er Weihnachten. Scrooch ist, was man einen "alten Griesgram" nennt. Resignierend geht er an bettelnden Leuten auf der Straße vorbei und von weihnachtlichen Spenden für Bedürftige hält er gar nichts. Die Einladung seines Neffen zum Weihnachtsessen lehnt er ab, weil er vermutet, dass alle hinter seinem Vermögen her sind. Vom weihnachtlichen Flair seiner Umgebung bekommt der einsame Mann nichts mit.
Doch des Abends tritt sein verstorbener Geschäftspartner als Geist zu ihm, um ihn zu warnen. Er sollle sein Leben verändern, wenn er nicht dahin kommen will, "wo es wirklich heiß ist". Daraufhin treten drei weiter Geister zu ihm. Der Erste zeigt ihm Szenen aus seiner Vergangenheit; wie er sich mit seiner Schwester freut Weihnachten im Kreis der Familie zu feiern, wie er mit seinem Kommilitonen und Mädchen am Weihnachtsabend tanzt, aber auch wie ihn seine Freundin verlässt. Der zweite Geist zeigt ihm wie trostlos die Gegenwart ist; wie sein Angestellter mit seinem kranken Kind und seiner Familie am spürlich gedeckten Tisch feiern muss, wie sein Neffe sich mit seinen Freunden über ihn lustig macht und seine ehemalige Freundin mit ihrem Mann feiert. Scrooch erlebt die Szenen mit und sieht seine Fehler.
Dann erscheint der letzte Geist, der Sensenmann, der zeigt ihm wie grauenvoll die nahe Zukunft aussehen kann: wie sich Arme schadenfroh über seinen Hinterlass hermachen, wie sich Unbekannte und sein Neffe und dessen Frau recht unberührt über sein Ableben unterhalten und wie die Familie seines Angestellten über den Tod ihres kranken Sohnes trauert. Scrooch bekommt Angst, er fürchtet sich vor dem Tod. Doch am nächsten Tag bekommt er die Chance sein Verhalten zu verändern. Und die nutzt er auch. Er grüßt seine Mitmenschen auf der Straße, lässt seinem Angestellten anonym ein Weihnachtsmahl zukommen, schickt ihn Kohle kaufen und nimmt die Einladung seines Neffen an. Letztendlich tritt er mit einem Schmunzeln im Gesicht der weihnachtlichen Welt entgegen und wünscht: "Frohe Weihnachten!"
Dieser alte, griesgrämige Mann wurde von seinem Darsteller hervorragend gespielt. Nicht nur der Tonfall stimmte, auch die Körpersprache war eindrucksvoll. Eine große Leistung des Schauspielers, der als zunächst verbitterter, resignierter, dann verängstigter und schließlich lebensfroher Darsteller ein Repertoire an Gestik und Mimik zeigte, das selten zu sehen ist.
Ein großes Lob auch an die anderen Schauspieler, die unterschiedliche Rollen zu spielen hatten und an die Masekenbildner, Bühnen- und Musikgestalter, die dem Stück die weihnachtliche Atmosphäre einhauchten.
Ganz besonders bemerkenswert war auch, dass die Schauspieler Englisch nicht "herunter rasselten", um zu zeigen, wie gut sie es beherrschen, sondern deutlich und in einem angemessenem Tempo sprachen, so dass es leicht verständlich war, auch für die zahlreichen Schüler im Publikum.
Eine wirklich gelungene Darbietung des Staatstheaters Kassels. Also dann: "Frohe Weihnachten!"

Samstag, 04 Juni 2011 18:26

Märchenweihnachtscircus 2000 / 2001

(22.12.2000 15:14)

Am 21. Dezember 2000 um 19.30 Uhr fand auf der Kasseler Schwanenwiese die Premiere des Märchenweihnachtscircus' statt, der sein erstes Gastspiel in der Hauptstadt der Deutschen Märchenstraße hat und jedes Jahr ein anderes Grimmsches Märchen als Leitmotiv aufgreift.



Die Hochseilartisten aus Ecuador versetzten
das Publikum in Spannung.


Eine anfängliche Verzögerung wurde mit "Problemen, die außerhalb der Manege für große Aufregung sorgten" begründet. Das magisch angehauchte Programm, in dem das Grimmsche Märchen "Sterntaler" erzählt wurde, umfasst Artistik, Dressur von Pferden, Trapez-Artistik und Clownerie. Die Choreographie von Katharina Althoff verband die unterschiedlichen Akte durch Tanz und Schauspiel, sowie Erzählung und wirkte deshalb sowohl spannend, als auch beruhigend und war einfach schön anzusehen.

Spannend war vor allem der Auftritt der Hochseilartisten, bei dem einem Angst und Bange werden konnte, wenn einer der Artisten eine Grätsche über einen zweiten machte, bei zwei Versuchen am Ende am Seil hing und es dann dennoch über zwei andere Artisten versuchte - und schaffte. Besonders spannend war aber auch die Todesspirale, die ein Artist sogar mit verbundenen Augen überwand.

Für die zahlreichen Kinder im Publikum war der Auftritt des Clowns wohl der Höhepunkt. Er band sie in sein Spiel ein, verschenkte einen Luftballon, übte mit dem Publikum das Applaudieren und spritzte mit Wasser um sich. Keine große Show und trotzdem der lustigste Clown, den ich seit langem gesehen habe. Und als "Zorro" die Manege betrat hörte man aus allen Ecken ein begeistertes "Zorro!"-Gebrüll.

Den Kindern schien das Programm gut zu gefallen, aber auch die Erwachsenen waren beeindruckt. Trotzdem zwei kritische Anmerkungen: Zunächst hätte die Geschichte von "Sterntaler" noch etwas deutlicher erzählt werden können, außerdem gab es scheinbar noch technische Schwierigkeiten beim Umbau. Doch da es die Premiere war, kann man so etwas schon mal verzeihen.

Ein großes Lob und Hochachtung für alle Artisten und Mitarbeiter und besonders an Alberto Althoff, der die Gruppe der jungen Artisten unterschiedlicher Länder seit einigen Jahren trainiert. Also, der Märchenweihnachtscircus ist einen Besuch wert, vor allem wenn man kleinere Kinder in der Familie hat.

Der Circus gastiert in Kassel noch bis zum 14. Januar, Vorstellungen sind täglich um 15 und 19:30 Uhr (am 24.12.2000 und am 1.1.2001 findet nur die Vorstellung um 15 Uhr statt).

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