Lust & Leben

Lust & Leben (252)

Samstag, 04 Juni 2011 23:58

Twitter - Netzwerksegen?

von unserer Redakteurin Mabelle Franke (31.08.2009)

Hunderttausende Menschen nutzen mittlerweile die Internetplattform Twitter. Doch was ist Twitter überhaupt? Und verdirbt es nicht die übliche Formdes Journalismus?

 

Twitter ist eine Art Kurzmitteilungs-Abo im Internet. Wenn man sich bei Twitter anmeldet und ein so genannter „Follower“, also ein Abonnent eines anderen Twitter-Nutzers wird, bekommt man regelmäßige kurze Nachrichten von diesem die maximal 140 Zeichen lang sind. Diese Botschaften können Inhalte von „ich koche gerade" bis „schau dir mal diesen Link an" haben.


Twitter hat bereits hunderttausende Mitglieder, die die Plattform größtenteils nur Nutzen um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Sie können mit Bekannten kommunizieren oder interessante Internet-Links mitgeteilt bekommen. Die meisten Jugendlichen sind nicht aktiv bei Twitter, sondern eher Erwachsene.

 

„Ich kenne Twitter, nutze es aber nicht, weil ich ohnehin nicht viel Zeit am PC verbinge. Der ganze Aufmerksamkeitstrubel ist für mich unwichtig.", sagt Tanita Schmidt, Schülerin der Jahrgangsstufe 10.

 

Die typische Twitter-Newsseite.

Sogar die Wahlkampfteams des US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama kommunizierten per Twitter.
Doch ist Twitter wirklich so gut wie es klingt?

 

Einerseits ist es ein einfaches und schnelles Kommunikationsnetzwerk. Jeder kann Nachrichten posten oder einfach nur mitlesen was andere schreiben. Da es keinerlei Revision oder Zensur gibt, können z.B. Nachrichten aus dem Iran zu uns dringen, die wir sonst nie gehört hätten.

 

Der Teufel steckt aber im Detail: Niemand weiss genau, wer der Verfasser einer Nachricht ist. So ist beispielsweise die Berichterstattung über die Proteste im Iran nicht verifiziert. Bloss weil Viele die erste Meldung weiterleiten, heißt das noch nicht, dass sie auch wahr war.

 

Andererseits wird auch kritisiert, dass Nachrichtendienste zunehmend die Berichterstattung via Twitter beeinflussen wollen. Die offene Kommunikationsplattform hat also auch ihre Tücken.

 

Journalisten lesen auch Mitteilungen bei Twitter. So können sie direkt zum Ort eines Geschehens fahren, wenn eine interessante und wichtige Mitteilung gesendet wurde. So wurde zum Beispiel die Nachricht um den Amoklauf von Winnenden verbreitet und Reporter konnten innerhalb kurzer Zeit vor Ort sein.


Nachrichtenagenturen wie die BBC haben ebenfalls begonnen, Twitter zu benutzen. Durch ihren Kurznachrichten-Charakter sind Hinweise auf aktuelle Ereignisse bei Twitter oft sogar schneller zu finden, als redaktionell bearbeitete Medien dies leisten könnten.
Doch geht dabei nicht die nicht die wirkliche Form eines guten Artikels verloren?


„Wichtige Nachrichten können sehr schnell verbreitet werden und in Umlauf geraten, allerdings gefällt es mir auch einen guten Artikel zu lesen. Wenn es schnell gehen muss, bevorzuge ich Twitter", sagt Nicole Anders aus Klasse 12.
Wer also gerne einen gut recherchierten und aufbereiteten Artikel liest, für den ist Twitter wohl nichts. Um wichtige Informationen schnell zu verbreiten, ist Twitter jedoch eine gute Lösung.

Samstag, 04 Juni 2011 23:58

Dein Goethe-Sommer 2009

von unserer Redakteurin Kristina Batzel (10.07.2009)

Die Sommerferien stehen vor der Tür! Hast du eine coole Aktion geplant oder verreist du in ein fernes Land, dann greif zur Kamera und schick uns dein ultimatives Ferienfoto! Egal ob am Strand, oder doch lieber zu Hause im Planschbecken, sei kreativ und halte dein bestes Ferienerlebnis fest.

 

Wie kreativ du bist, welchen Ort du wählst oder welche Aktion ein Foto wert ist, ist dir selbst überlassen. Die einzige Vorraussetzung: Goethe darf nich fehlen! Also rein ins Goethe-Shirt und knips was das Zeug hält! Bist du jedoch Meister der Fotomontage,

dann rann ans Werk, auch damit kannst du am Wettbewerb teilnehmen.

Unter allen Einsendungen werden die drei besten Ferienbilder von unseren

Umlaufjuroren gekürt.

 

 

 

Der Gewinner erhält einen Goethe-Pullover und eine Veröffentlichung seines Bildes in der nächsten Printausgabe! Ein weiterer Goethepulli geht an Platz 2 und der dritte Sieger bekommt ein Goethe-Shirt seiner Wahl. Wenn du deinen ultimativen Goethe-Sommer erlebst, halt ihn fest und gewinn tolle Preise!

 

Schicke Deine Aufnahme an reitinger @ umlauf.de oder gib sie einem Redakteur Deines Vertrauens in der Woche nach den Ferien. Einsendeschluss ist Montag, der 31.8.09.

Samstag, 04 Juni 2011 23:57

7 Tage ohne Musik

Von unserer Redakteurin Marcia Weber (07.06.2009)

Erstmals wage ich mich an den Selbstversuch "7 Tage ohne Musik". Zunächst hört sich das nicht sonderlich schwer an, doch wenn man bedenkt, auf wie viele Arten wir von der Musik im Alltag bewusst oder unbewusst begleitet werden, sieht man den Schwierigkeitsgrat dieser Aufgabe mit ganz anderen Augen.

 

7 Tage ohne meinen Ipod, eine schwere Zeit.

Auch ich habe anfangs nicht mit Komplikationen gerechnet und mich gleich im Anschluss an die letzte Redaktionssitzung an die musikfreie Woche gewagt. Erste Probleme traten jedoch schon am zweiten Tag auf: Laute Ghettoblaster auf dem Basketballplatz. Nun gut, damit hatte ich weder gerechnet, noch war ich auf einen solchen Fall vorbereitet und brach folglich meinen ersten Versuch dort ab.


Nun wußte ich, dass ich mich vorher besser darauf vorbereiten musste. Ich versuchte es einige  Tage später also erneut.  Mein geliebter Ipod war bereits sicher im Schrank verstaut, meine Familie und Freunde waren vorbereitet. Ich selbst war völlig motiviert und vom Ehrgeiz gepackt. Eigentlich dürfte nichts schief gehen...

 


Der erste Tag begann verspätet. Da ich mich nicht von meinem musikspielenden Handy wecken lassen konnte, hatte ich am Abend zuvor meinen alten Wecker rausgekramt. Nur hat dieser leider nicht ganz so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt habe, will sagen: Ich habe prompt verschlafen! Als ich mich dann endlich aus dem Bett gequält hatte, musste ich auch noch ohne Musik in die Gänge kommen. Alles dauerte viel länger und selbst das Frühstück schmeckte ohne Radio irgendwie schlechter als sonst. Doch noch seltsamer wurde mein Weg zur Schule. Alles um mich herum kam mir viel stiller und verschlafener vor, und ich achtete plötzlich viel mehr auf die Menschen um mich herum.


Das nächste Hindernis stellte mir dann der Englisch-Unterricht in den Weg. Ausgerechnet in meiner Woche ohne Musik mussten wir zwei Songs hören und analysieren. Schade, schade, doch nachdem ich den Lehrer über meine Testphase informierte, musste ich leider den Klassenraum verlassen ;) Die Chor-Proben am Nachmittag fielen für mich dadurch für den heutigen Tag ebenfalls ins Wasser - na, das konnte ja noch was werden.


Für den zweiten Tag hatte ich mir nichts Großes vorgenommen, denn ich hatte bereits festgestellt, dass es nur von Vorteil war, nicht allzu viel zu planen, da ohne Musik vieles viel weniger Spaß macht! Im Kunstunterricht wurde mir bewusst, dass ich ohne Musik viel unmotivierter und unkreativer war. Bei meinem Kunstbild fiel es mir total schwer, einen Drachen zu zeichnen. Auch in der anschließenden Religionsarbeit konnte ich mich einfach nicht richtig konzentrieren. Während dieser Arbeit fiel mir zu jedem Wort was ich schrieb ein Lied ein. Ständig spielten sich irgendwelche Melodien in meinem Kopf ab. Als ich am Abend auch noch den Ton meiner Lieblingssendung im Fernsehen ausstellen musste, bereute ich es, mich für diesen Selbstversuch zur Verfügung gestellt zu haben.

 

Auch der dritte Tag brachte kaum Freude mit sich. Es war ein  Donnerstag und die Sonne schien. Alle waren gut gelaunt. Alle außer mir. Ich wollte einfach nur noch zu meinen Ipod, ihn einschalten und die Musik genießen und auf mich einwirken lassen. War ja klar, dass meine Nachbarin und Klassenkameradin, mit der ich täglich in die Schule und wieder zurück fahre, ausgerechnet diese Woche krank sein musste. Ich musste somit fast alle Wege allein bewältigen, ohne Unterhaltung und ohne Musik. Auch von dem Unterricht des Tages bekam ich kaum etwas mit. In Gedanken war ich vielmehr bei meinem Ipod und stellte mir die Frage, wie er sich wohl in meinem Schrank fühlt.

 

Musik, für viele einfach unverzichtbar

Am vierten Tag glaubte ich, mich mit meinem Schicksal abgefunden zu haben und redete mir ein, dass alles super sei.  Auch meine Laune besserte sich ein wenig, denn ich versuchte, mich auf die Vorteile meines Lebens ohne Musik zu konzentrieren und sie herauszufiltern. Ich beobachtete die Menschen intensiver als sonst, bekam mehr vom Geschehen um mich herum mit, belauschte andere Gespräche und stellte fest, dass es diese lächerliche: "Wir begrüßen sie in der Linie 3" -Computerstimmen-Begrüßung in der Bahn noch immer gab.

Am Nachmittag sollte mein Vater mich zu Freunden fahren. Nachdem wir die Fahrt-Formalitäten über das An- oder Ausbleiben des Autoradios ja bereits im Vorfeld abgesprochen hatten, kam ich schließlich ohne Musikberieselung dort an. Da sich jedoch der größte Teil unseres Gesprächesstoffes an diesem Nachmittag auf meine musikfreie Woche bezog, wurde mir plötzlich bewusst, dass ich fast schon vier Tage gemeistert hatte und ich  freute mich auf den Tag, an dem ich meinen Ipod wieder aus dem Schrank hervorholen konnte.


Am späten Abend war ich wieder zu Hause. Meine Familie war im Garten und ich somit allein in der Wohnung. Ständig quälte mich der Gedanke, zum Ipod zu greifen. In meinem Kopf schwirrten Engelchen und Teufelchen. Das Engelchen wollte mir einreden, selbstdiszipliniert zu bleiben und das Teufelchen wollte mich zum Abbruch bringen.
Nach etlichem Zögern habe ich aber auf das Teufelchen gehört, denn es hatte die durchaus besseren Argumente. Traurig, den Versuch abgebrochen zu haben und froh, meinen Ipod wieder in den Händen zu halten, endete mein Tag. Ich schlief mit gemischten Gefühlen ein, einerseits war ich enttäuscht von mir selbst und andererseits dachte ich mir: „Was soll's?"


Meiner Meinung nach ist es sehr schwer, ja nahezu unmöglich, in unserer Zeit ein bewußt  musikfreies Leben zu führen. Auch wenn man nicht ständig mit Stöpseln in den Ohren herumrennt, begegnet man der Musik doch fast zu jeder Zeit und an vielen Orten:  In der Wohnung, in der Kirche, im Kaufhaus, auf der Straße und schließlich auch in der Schule.
Musik vertieft, verbindet und macht lebendig. Sie vertieft die Sinne, indem sie sensibiliisiert, sie verbindet die Menschen, indem sie harmonisiert, und sie macht lebendig indem sie beruhigt.

Für mich, und das habe ich bereits in den wenigen Tagen eindeutig erkannt, ist  Musik ein Lebenselixier, ohne das mein und dein und unser aller Dasein sehr viel ärmer, wenn nicht sogar nahezu jämmerlich wäre.

Samstag, 04 Juni 2011 23:57

TV makes the Superstar

von unserer Redakteurin Alisa Schmitz (07.06.2009)

Nicht nur Modern-Talking-Superstar Dieter Bohlen beweist, dass er jedes Jahr aufs Neue aus einem unbekannten Talent einen mehr oder weniger erfolgreichen Sänger zaubert, auch andere Berühmtheiten entwickeln Strategien um die Welt mit Deutschlands Besten zu begeistern.

 

Die Jury von GNTM: immer glücklich und spontan

(Quelle: www.friseurbedarf.at)

 

Auch Heidi Klum und ihre Handlanger haben nun schon zum vierten Mal ein „Topmodel“ kreiert und ausgebildet, was nun los gelassen wird auf die Laufstege dieser Welt. Doch was passiert mit denen, die es nicht schaffen, die eher „unbekannt" bleiben und schon in den ersten Runden die Show verlassen müssen?

 

Margarita Ruhl: Nicht nur Schönheit, sondern auch Köpfchen

Margarita Ruhl ist eine von diesen. Die Zwanzigjährige war unter den 30 Besten Mädchen der Sendung „Germany's Next Topmodel". „Bei GNT habe ich nicht mit der Intention mitgemacht, das nächste Topmodel zu werden, denn realistisch bin ich schon: Dafür bin ich viel zu klein. Aber ich glaubte, dass es mir in Sachen Schauspielerei behilflich sein könnte, und deshalb hab ich die Chance einfach genutzt", berichtet die ehemalige Goethe-Schülerin.

 

Nach ihrem Abitur im Jahr 2006 hatte sie ein Jahr lang in Göttingen Berufswirtschaftslehre studiert, dies aber abgebrochen und reiste für zwei Monate nach London. Sie wolle sich Geld verdienen um eine Ausbildung als Schauspielerin zu beginnen. "Es stärkt natürlich ungemein das Selbstbewusstsein, sich vor tausenden zu präsentieren und von einer Jury begutachtet zu werden", erklärt sie weiter. Viele Freunde hat sie dort gefunden, zu denen sie heute noch Kontakt pflegt. „Ich fand die Zeit bei GNTM sehr anstrengend, aber auch toll!"

 

Doch nicht nur Heidi Klum durfte sie kennenlernen. Sie nutze weiter das Fernsehen als Startportal in eine glorreiche Zukunft. „Nach GNTM habe ich mich über Schauspielschulen informiert, bin auf die Casting - Anzeige "Mission Hollywood" gestoßen und hab lange mit mir gerungen, mich da zu bewerben."

 

Der neue Held von Hollywood

(Quelle: www.moviemagazine.ch)

Die Show, die ab 8. Juni auf RTL ausgestrahlt wird, bietet zwölf Mädchen die einmalige Chance die Hauptrolle in dem neuen Film „Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen" zu ergattern. Der Moderator und Juror der Sendung ist der deutsche Hollywood-Star Till Schweiger. „Über den Inhalt der Sendung darf ich leider noch keinerlei Auskunft geben, erst wenn es ausgestrahlt worden ist. Aber die Zeit in L.A. war super, eine der schönsten Zeiten in meinem Leben, weil ich so viel dazu gelernt habe und einfach großartige Dinge erleben durfte", berichtet Margarita. Sie hatte zuerst Angst, sich zu bewerben, da die Castings für die Show nur in Schauspielschulen aushingen und sie dachte, die Konkurrenz sei zu groß.

 

Viele Menschen glauben, durch das Fernsehen berühmt zu werden und oft ist die Enttäuschung durch ein Ausbleiben des Erfolges groß. Doch ein hübsches Mädchen wie Margarita ist nun der Beweis, dass auch manche auf dem Boden bleiben können und die Chancen, die sich in ihren Leben bieten, nutzen: „Ich plane zur Zeit nach Berlin zu ziehen und die Schauspielerei in Angriff zu nehmen. Andere Optionen halte ich mir natürlich weiterhin offen: Wenn es die Zeit irgendwann zulässt, würde ich nebenbei gerne noch etwas studieren. Man muss ja nicht nur ein Interessengebiet haben, für das man meint berufen zu sein. Aber erst einmal folgen Workshops, Gesangsstunden, Sprecherziehung und und und ....".

Samstag, 04 Juni 2011 23:57

Hocke-fertig-Schuss

Isabell Jung und Luisa Jung (31.05.2009)

Auf Brettern übers Wasser gleiten, den Fahrtwind im Gesicht und pures Adrenalin im Blut, so kann man sich die Trendsportart Wasserski vorstellen. Wasserski ist eine sommerliche Alternative zum winterlichen Snowboarden und Skifahren. Doch im Gegensatz zu anderen Trendsportarten wie Mountainbiking und Inline-Skating ist es weniger alltäglich und die Sportler bekommen viel mehr Aufmerksamkeit und verursachen Interesse.

 

Bereits 1992 startete Palph Samuelson die ersten Versuche, als er sich auf selbstgebastelten und viel zu langen Skiern von einem Motorboot über einen See in Minnesota, USA ziehen lies. Mittlerweile hat sich die Sportart weiterentwickelt und an Stelle von Motorbooten kommen immer häufiger nahezu lautlose und umweltfreundliche Seilbahnen zum Einsatz.

 

Mit Adrenalin im Blut den Fahrtwind genießen

Bei der Erfindung des Wakeboards hatten die Amerikaner wieder einmal die Nase vorn, denn die ursprüngliche Idee entstand beim Surfen. War der Wellengang im Meer einmal zu gering, so ließen sich die Surfer mit einem Mootorboot übers Wasser ziehen. Allerdings waren die Surfbretter zu lang, weshalb ein kürzeres Brett entworfen wurde. Auf jeden Fall werden bei diesem Sport alle Muskelpartien des Körpers beansprucht und Muskelkater am nächsten Tag ist garantiert. Außerdem ist die volle Konzentration des Sportlers nötig um das Brett zu beherrschen.

 

Wasserskifahren ist schnell und leicht erlernbar. Das findet auch Nicole D. aus dem Jahrgang 10, die, nachdem es mit dem Wasserskifahren gut klappte, mal etwas anderes ausprobieren wollte. "Ich habe die Wakeboardfahrer beobachtet und fand es so interessant, dass ich es lernen wollte," sagt sie. Wakeboarden ist in etwa wie ein Snowboard auf dem Wasser, wo man mit beiden Füßen auf einem Brett steht. "Man kann beim Wakeboarden mehr Tricks und Figuren machen," erklärt Nicole, "das ist abwechslungsreicher und macht einfach mehr Spaß."

 

Mit dem Motorboot begann alles

Das einzige, das man braucht um z.B. am Twistesee Wasserski fahren zu können, ist eine Badehose (oder ein Bikini!), Schwimmweste und Wasserski werden vor Ort kostenlos gestellt. Und falls es etwas kühler ist, kann man sogar noch einen Kälteschutzanzug leihen. Anfänger können an Kursen teilnehmen, bei denen die Geschwindigkeit der Seilbahn auf 25-29 km/h heruntergeschaltet wird. Könner gleiten dagegen mit 58 km/h übers Wasser, was für viel Spaß und Anstrengung sorgt. Für Nicole, die den Spaß daran noch lange nicht verloren hat, war jeder Versuch ein Ereignis. "Ich musste viel schwimmen, bis ich endlich auf dem Brett stand und eine ganze Runde fahren konnte."

 

Seit kurzem gibt es am Twistesee sogar einen "Kicker", eine Schanze, über die man springen kann.

 

"Für mich gibt es im Sommer an heißen Tagen nichts Schöneres, als mit dem Brett auf's Wasser zu gehen," findet Nicole.

Samstag, 04 Juni 2011 23:56

7 Tage ohne Zucker

von unserer Redakteurin Lea Techen (24.05.2009)

Lange habe ich es vor mir hergeschoben: eine Woche ohne Zucker. Ich, die sich niemals auch nur einen Tag gesund ernährt, die immer Hunger hat und ohne Süßes nicht überleben kann. Können wir uns das überhaupt noch vorstellen? Für fast 7 Millionen Diabetiker in Deutschland ist es Alltag. Aber wie schwierig ist es wirklich von einem auf den anderen Tag ganz auf den Süßstoff zu verzichten?

 

Meiner Meinung nach ein guter Grund um aufzugeben: das süße Paradies

 

Der erste Morgen beginnt schlecht: kein Müsli, kein Toast mit Nutella - ich esse Haferschleim. Die Bissen gehen schwer runter, der Brei klebt mir im Hals, ich schmecke nichts und in meinem Hinterkopf formt sich schon jetzt das Wort „aufgeben“.

In der Schule fällt mir auf, dass ich eine Flasche Apfelschorle mitgenommen habe, laut Etikett beinhaltet diese aber 32,5 g Zucker. Allein mit 90g Zucker kommt ein Erwachsener am Tag zurecht und diesen nimmt er nur in Form von Lebensmitteln auf. Während mein Freund nachmittags zum Berliner greift, muss ich an einem Apfel knabbern.

 

Schon am zweiten Tag schlafe ich in den letzten beiden Stunden Unterricht fast ein, obwohl ich nachts genügend Schlaf hatte. Energie bekommt unser Körper durch Zucker, kein Wunder also, dass ich Chemie nur zur Hälfte mitbekomme.
Statt zu meinen Schokoriegeln zwischendurch greife ich jetzt zum Apfel oder der Banane. Die haben zwar auch Zucker, aber in Form des „gesunden“ Fruchtzuckers. Morgens bin ich mittlerweile auf Naturjoghurt mit Banane umgestiegen.

 

Am Nachmittag des dritten Tages muss ich meinen Milchkaffee mit dem meiner Freundin tauschen - wie immer hatte ich zwei Tütchen Zucker hinein geschüttet. Auf Eis, Kuchen oder Kekse muss ich ganz verzichten. Meine Laune ist auf dem Tiefpunkt.
Die ganze Zeit muss ich ans Essen denken, beachten was ich zu mir nehmen darf und was nicht, lese mir immer wieder die Zutaten der einzelnen Lebensmittel durch. Nie hätte ich gedacht, dass meine Gedanken sich so intensiv mit dem Thema Süßigkeiten beschäftigen könnten. Der Schmerz geht vom Kopf in den Bauch, der mich um wenigstens ein kleines Bonbon anfleht. Allerdings denke ich kaum ans Aufgeben, jetzt, wo ich doch schon drei Tage dabei bin, will ich auch den Rest der Zeit schaffen.

 

Vierter Tag. Meine beste Freundin feiert Geburtstag. Ich stelle mich darauf ein mit einem Mineralwasser den Abend auf der Couch zu verbringen, während die anderen sich mit Chips, Gummibärchen und Schokolade den Bauch vollschlagen und Alkohol trinken.
Bier mit Cola oder Limonade, Fruchtbowle, Likör - alles hat Zucker.
Im Partygeschehen angekommen, sehe ich nur noch den Tisch mit tausend Leckereien, rieche die Pizza und sehe die Cola vor mir. Mein Kopf verbietet es mir, doch mein Bauch befiehlt meinen Händen zuzugreifen.Ich überlege einen Moment und beschließe aufzugeben. Schnell mache ich noch ein Foto, als Beweis des unüberwindbaren, süßen Hindernisses.

 

Schon stürze ich mich auf alles - wild durcheinander genieße ich die leckersten Süßigkeiten. Eine Hand voll Chips macht mich plötzlich unbeschreiblich glücklich. Schokoladenriegel, Gummibärchen, Fruchtbonbons, nochmal Chips, Schokopudding, Cola, Eistee. Nach fünf Minuten muss ich allerdings eine Pause einlegen, da mir ein bisschen schlecht wird.

 

Am nächsten Morgen begreife ich erst richtig, dass mein Selbstversuch gescheitert ist und ich nicht erreichen konnte, was ich mir vorgenommen hatte. Ein bisschen enttäuscht bin ich schon von mir, nicht einmal 7 Tage ohne meinen geliebten Süßkram ausgekommen zu sein. Aber es waren ja nicht nur die Süßigkeiten - Cola, Saft, Toast, Marmelade - sogar in Nudeln, Soßen und fast allen Fertigprodukten ist Zucker.
Ernährungsberater meinen zwar, dass eine Ernährung mit wenig Zucker durchaus gesund sein kann, und das ein Großteil der Deutschen unbewusst abhängig nach dem Süßstoff ist, doch ich möchte mir meine Wunschernährung nicht nehmen lassen.

Samstag, 04 Juni 2011 23:56

Spielteilnahme ab 18

von unserer Redakteurin Alisa Schmitz (24.05.2009)

Gerade in Zeiten der Finanzkrise ist Geld das Einzige, was zählt. Doch wie kommt man nur dran ans bunte Papier?

 

Der Job ist schon lange nicht mehr sicher und generell sind Sparmaßnahmen auch nicht immer leicht durchzuführen. Wenn man nun keine Lust mehr hat putzen zu gehen, warum spielt man nicht einfach um seinen Lohn? Glückspiel nennt sich der ganze „Spaß“ und ist scheinbar der neue beste Freund des Menschen, besonders der Frau. Glückspiel ist ein neuer Job. Der einzige Unterschied: Man bezahlt ohne möglicherweise selbst bezahlt zu werden.

 

Man hofft mit Kartenspiel und co.

das große Geld zu gewinnen

Etwas zu übertrieben? Möglich, aber ungefähr so wirken die Massen vor der Spielbank Kassel Kurfürstengalerie. „Ladies Night" ist die Attraktion des Spielkasinos und die Frauen lassen sich nicht zweimal bitten. Seit ca. einem Jahr existiert diese Veranstaltung und es stellen sich jeden Donnerstag ab 17.30 Uhr die Damen an, zu sehen ist jede Altersklasse. Ab 18 Uhr dreht sich dann das große Rad, welches Freud und Leid mit sich bringen kann. Hat man einmal an dem Rad gedreht, wirbeln die Zahlen von eins bis sechs im Kreis herum. Die Zahl, die man dreht, multipliziert man mit den sechs Euro Freispiel, die man mindestens erhalten kann. Ein Euro kostet der ganze Spaß am Donnerstag, für „Ladies only", versteht sich. Männer dürfen zwar an der Schlange vorbeigehen, zahlen aber fünf Euro und bekommen nur die Möglichkeit mit sechs Euro Freispiel das Kasino zu betreten.

 

Der Wettlauf beginnt. Wer zu erst kommt, mahlt zu erst. „Es ist schon heftig, wie die Menschen dort miteinander umgehen. Sie drängen sich in der Schlange und können es kaum erwarten endlich an der Reihe zu sein. Anschubsen und desgleichen ist da nicht selten", berichtet Niagara Rassuli, Schülerin der Jahrgansstufe 12. Wenn man es dann doch endlich geschafft hat hineinzukommen, muss man sich noch rechtzeitig einen Platz vor den blinkenden Automaten ergattern. Nicht selten ist eine Reihe komplett besetzt von einzelnen Menschen, die so wirken, als wären sie nicht nur donnerstags hier. Betrachtet man dann die „Einsatz"-Anzeige, sieht man oft genug den 50-Euro-Betrag, und das an fünf Automaten gleichzeitig. „Viele Menschen sehen etwas heruntergekommen aus. Und dabei setzen sie so viel Geld. Die haben bestimmt schon viele Schulden gemacht", erzählt die Zwölftklässlerin  Julia Heußner. Drei Mal hat sie das Kasino nun schon besucht und einmal 28 € gewonnen.

 

So stellen sich die meisten ein

Kasino vor

(Quelle: www.weltrekordreise.ch)

Laut Veranstalter besuchen 800 Frauen im Durchschnitt die Damenparty am Donnerstag und geben Geld aus, was sie vielleicht nicht immer übrig haben. Generell ist es schwer einzuschätzen, was für eine Geldmenge ausgegeben wird, denn Datenschutz ist das höchste Gebot. Nicht nur die Besucher müssen geschützt werden, auch die Servicekräfte und die Kassiererinnen tragen kein Namensschild.

Man möchte meinen, es trifft sich hier die obere Schicht um ein bisschen Poker zu spielen. Doch  das Las Vegas-Feeling fehlt ein wenig. „Als ich das erste Mal hingegen bin, dachte ich, das wäre alles viel schicker und so. Ich war auch nur noch zwei Mal da, weil es mir nicht so gefallen hat", begründet Julia weiter. Hauptsächlich normal verdienende Menschen besuchen den Geldtempel und scheinen auch ein Stück vom Kuchen abhaben zu wollen. Nicht selten wirken sie dabei eher verkrampft als entspannt.

 

Die Notwendigkeit von Geld war immer da, aber der Druck ist in diesen Räumen fast unerträglich. Der Kampf um den Gewinn, koste es, was es wolle, ist vielen ins Gesicht geschrieben. Es kommt so weit, dass man sich manchmal denkt, dass dieser „Kunde" es wohl wirklich nötig hat, jetzt mal 100 Euro zu gewinnen, da wohl zu viel auf dem Spiel steht. Denn mehr als das sind sie nicht: Kunden, die sich Geld kaufen, um Geld zu gewinnen.

Samstag, 04 Juni 2011 23:56

7 Tage ohne meine rechte Hand

von unserer Redakteurin Christine Phieler (13.05.2009)

Zuerst sollte ich wohl klarstellen, dass ich Rechtshänderin bin, und zwar eine von der Sorte, die sich mit Links nicht mal vernünftig ein Brot schmieren kann (dachte ich zumindest immer). Im Anschluss berichte ich über meine Zeit, die ich ohne meine rechte Hand verbracht habe. Eine Woche ist es nicht ganz geworden, sondern nur vier Tage, aber schon vier Tage mit nur einer Hand, und dann auch noch meiner Linken, haben mir wirklich gereicht. Ich habe bei meinem Selbstexperiment aber auch Positives erkannt, zum Beispiel, dass ich doch nicht ganz so ungeschickt mit meiner linken Hand bin, wie ich immer gedacht habe.

 


So sah es aus, wenn ich in Mathe mitgeschrieben habe...

 

 

Tag 1:

Meine morgendlichen Rituale habe ich erstaunlicherweise gut alleine und nur mit meiner linken Hand gemeistert. Zwar hat alles etwas länger gedauert (wie eigentlich alle anderen Aktivitäten auch) und der halbe Inhalt meiner Shampooflasche hat sich in der Dusche verteilt, aber für 6:30 Uhr am Morgen, und das an meinem ersten Tag ohne rechte Hand, hat es doch ganz gut funktioniert.

In der Schule stand ich dann vor meinem ersten wirklichen Problem: Mitschreiben im Unterricht! Grobmotorisch, wie ich mit meiner linken Hand bin, sollte ich im Unterricht Bilder von der Tafel abmalen und Texte schreiben. Viel erkennen kann man nicht, und zeitweise hatte ich den starken Drang einfach mit der rechten Hand weiterzuschreiben. Disziplin war also angesagt!

Weitere Erkenntnisse des ersten Tages: An der Supermarktkasse wird man schräg angeschaut, wenn man sich abmüht mit einer Hand das Geld aus dem Portemonnaie zu befördern, während die andere Hand in der Hosentasche verweilt; es ist durchaus von Vorteil eine nette Sitznachbarin zu haben, die einem ihre Aufzeichnungen in Mathe kopiert, wenn man seine eigenen nicht lesen kann und außerdem ist es fast unmöglich (zumindest für mich) eine Banane mit nur einer Hand zu schälen.

 

Tag 2:

Gestern war es noch lustig, aber heute nervt mich der Verzicht auf meine rechte Hand schon. Alles dauert länger, es ist ziemlich mühselig und viel zu oft bin ich auf fremde Hilfe angewiesen. Manchmal benutze ich die rechte Hand auch, ohne dass ich es in dem Moment merke. Vorhin habe ich mir zum Beispiel einen Zopf gemacht und erst danach ist mir aufgefallen, dass ich meine rechte Hand benutzt habe.

Manchmal schläft meine Hand auch ein. Mal sehen wie lange ich noch durchhalte.

 

Tag 3:

Heute habe ich geschummelt. Ich musste neues Shampoo kaufen, da meines ja am ersten Tag ohne meine rechte Hand in der Dusche gelandet ist, und an der Kasse hatte ich dann ehrlich gesagt keine Lust das Geld wieder nur mit der linken Hand aus dem Portemonnaie zu kramen, was wirklich nicht so einfach ist. Da habe ich ganz kurz mal meine rechte Hand zur Hilfe genommen. Aber noch gebe ich nicht komplett auf. Auch wenn ich eigentlich wirklich keine Lust mehr habe, sehe ich schon einen kleinen Erfolg: Ich habe das Gefühl, dass das Schreiben mit der linken Hand schon besser klappt als am Anfang. Zwar schreibe ich manchmal die Buchstaben immer noch falsch herum aber ich glaube, man kann mein Geschriebenes mittlerweile besser lesen als zu Beginn.

 

Tag 4:

Abbruch! Heute Morgen habe ich noch durchgehalten, aber in der Schule hatte ich dann einfach wirklich keine Lust mehr. Das Schreiben mit der linken Hand ging mir einfach zu sehr auf die Nerven. Jetzt bin ich froh meine rechte Hand wieder benutzen zu können. Aber eins fällt mir auf: Ich benutze immer noch bei vielen Dingen die linke Hand, bei denen ich vor meinem Selbstexperiment noch die rechte Hand benutzt habe. Mal sehen ob das so bleibt.

 

3 Tage danach: Ich habe mich größtenteils wieder auf meine rechte Hand umgestellt und benutze sie auch wieder bei den meisten Dingen. Aber manchmal denke ich immer noch: „Oh Mist, du benutzt gerade deine rechte Hand!", bis mir dann einfällt, das mein Selbstexperiment ja schon längst wieder zu Ende ist.

Samstag, 04 Juni 2011 23:56

Vertrauen ist gut, Kontrolle - unnötig?

von unserer Redakteurin Alisa Schmitz (11.05.2009)

"'Der Mann weiß selbst am besten, mit welcher Marke er sich am wohlsten fühlt und welche Größe gut sitzt", erklärt Sex-Experte Claus Mangold. Dieses Zitat stammt aus der Glamoursausgabe Mai 2009 und behandelt das Thema der Verhütung. Doch nicht nur die Verhütung ist immer mehr Teil eines blinden Vertrauens, auch viel gravierendere Themen nehmen wir einfach als selbstverständlich an.

 

 

Die Stars machen es uns vor. Nadja Benaissa, 26 Jahre alt und Mitglied der Girlband "No Angels", soll mit mehreren Männern ungeschützten Geschlechtsverkehr ausgeübt haben, obwohl sie wusste, dass sie HIV positiv ist. Drei davon sind nun mit HIV infiziert. Diese jungen Männer gingen einfach davon aus, dass die Sängerin gesund ist, wer würde auch nicht so denken? Die Frage nach Körperverletzung und Strafmaß bringt auch noch einen weiteren Aspekt mit sich. Wie weit darf man seinem Partner vertrauen?

 

In einem Artikel der Zeitschrift "Focus" im Jahre 2008 wurde veröffentlicht, dass rund  13.000 Mädchen unter 18 Jahren jährlich schwanger werden. Laut Wikipedia.de lebten Ende 2007 59.000 Menschen mit dem Humanes Immundefizienz-Virus.

"Ich denke nicht, dass ich meine Freundin fragen würde, ob sie HIV infiziert ist, bevor ich mit ihr Sex hätte", gesteht Niklas Lottes, Schüler der Jahrgangsstufe 12. Der 17jährige hat sich selbst noch nicht prüfen lassen, wie viele. Er geht einfach davon aus, mit ziemlicher Sicherheit, dass er nicht davon betroffen ist. "Es wäre schon unangenehm nachzufragen, aber irgendwann in einer Beziehung kommt das Thema bestimmt zur Sprache", erklärt die 12 Klässlerin Kristina Fischer, 18 Jahre alt. Sie hat sich ebenfalls nicht testen lassen, "aber ich will bald mal Blutspenden gehen, dabei stellt man das ja fest." Sie würde es ihm gestehen, auch wenn sie sagt, dass sie wohl in den ersten paar Wochen sowieso verhüten würde. "Das Vertrauen muss man doch erst aufbauen, bis man das Kondom weglassen sollte, oder?"

 

Wer hat zu verhüten?

Aber was ist, wenn selbst dieses Vertrauen nicht ausreicht, dass der Partner trotzdem lieber in Kauf nimmt, jemanden zu infizieren, aus Angst vor Zurückweisung? "Es ist auf jeden Fall ein Vertrauensmissbrauch dem Partner zu verschweigen, dass man HIV infiziert ist. Dennoch finde ich es schlimm, dass man immer davon ausgeht, dass die Frau verhüten muss, indem sie die Pille nimmt", äußert Kristina zusätzlich.

Die große Frage, wer nun wirklich für die Verhütung und den Schutz für sich und andere zuständig ist, liegt nahe bei der Vertrauensdiskussion. Wofür gibt es denn Kondome, wenn Mann davon ausgeht, das Frau die Pille nimmt? In der heutigen Zeit sollte man doch meinen, dass es genug Möglichkeiten gibt an diese Dinge heranzukommen und die Leute gebildet genug sind, diese auch zu nutzen.

 

"Ich denke, beide Partner sind für dieses Thema verantwortlich", sagt Franziska Rapior, eine 18jährige aus dem 12. Jahrgang. "Auch wenn ich diese ganze Geschichte als Vertrauensbruch sehe, finde ich, die Infizierten tragen eine Mitschuld."

Das ist genau der Punkt. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Man schützt nicht nur sich selbst, sondern auch andere vor einer möglichen Gefahr. Wer Kondome nutzt, ist klar im Vorteil. Heutzutage denkt die Jugend, aber anscheinend auch vermeintliche Erwachsene, immer nur an die Schwangerschaft, weniger an die unzähligen Krankheiten, die auch durch den Liebesakt übertragen werden.

 

Natürlich ist das Geständnis "Ich habe HIV" schwieriger als jemandem zu beichten, dass man schon mal etwas geklaut hat oder auf rosa Plüschhasen steht. In jedem Fall ist dennoch Vertrauen die Basis für Beziehungen jeglicher Art. Wenn man nicht ehrlich ist, ist nicht nur das Vertrauen, sondern möglicherweise auch die Gesundheit futsch.

Samstag, 04 Juni 2011 23:55

7 Tage ohne Handy

von unserer Redakteurin Jessy Franke (11.05.2009)

7 Tage darf ich nun keinen Kontakt zu und mit jeglichen Mobiltelefonen haben. So lautet die Aufgabe meines Selbstversuches und ich habe mir fest vorgenommen die bevorstehende Aufgabe zu bewältigen, obwohl ich mir mein Leben ohne Handy schon gar nicht mehr vorstellen kann. Ich bin gespannt auf das Experiment und freue mich auf die neuen Erfahrungen.

 


Diese Beschäftigung gibt es

im Experiment nicht.

Tag 1:

Montag, 7.00 Uhr. Ich schalte mein Handy aus und verstaue es sicher in meinem Zimmer. Auf geht es, ohne Handy ins Alltagsleben. Schon nach wenigen Schritten habe ich ein seltsam leeres Gefühl in meiner Hosentasche, was auf dem gesamten Schulweg auch nicht besser wird. So richtig bewusst, was es bedeutet ohne sein Handy auszukommen, war ich mir vor Beginn des Experiments gar nicht.

Schließlich, nach einem langen Tag ohne mein Handy, wird mir klar, dass ich mein Handy lange nicht nur zum Telefonieren oder SMS schreiben gebraucht habe. So begebe ich mich auf die Suche nach meinem längst verloren geglaubten Wecker und gehe so ohne den üblichen Kontrollblick auf mein Handy ins Bett.

 

Tag 2:

Am nächsten Morgen werde ich vom schrilen Klingeln meines alten Weckers geweckt. In der Schule fällt mir zum ersten Mal auf, dass in jeder Klasse eine Uhr angebracht ist, was für mich nun sehr zum Vorteil ist. Doch almählich fange ich an mein Handy wirklich zu vermissen. Ständig habe ich das Gefühl als würde ich etwas verpassen, obwohl ich weis, dass ich meinen Freunden und meiner Familie erzählt habe, dass ich für eine Woche ohne mein Handy auskommen werde.

 

Tag 3:

Mir wird schmerzlich bewusst, wie oft ich normalerweise mein Handy zu Rate ziehe. Sei es um nur einmal schnell die Uhrzeit abzufragen, wichtige Termine in den Kalender einzutragen, oder schnell per Anruf wichtige Mitteilungen weiterzugeben. Überall, egal ob in der Schule, beim Sport oder in der Stadt, sieht man Menschen mit ihrem Handy herumlaufen. So als seien sie allzeit beschäftigt und müssten ständig in Kontakt mit ihren Freunden stehen.

 

Tag 4:

Mittlerweile habe ich mich jetzt schon an meinen handylosen Alltag gewöhnt. In der Schule konzentriere ich mich nun mehr, da ich vor meinem Experiment während des Unterrichts ständig auf mein Handy geschaut habe. Die neuesten Ereignisse erfahre ich nun nicht mehr per Handy, stattdessen bin ich jetzt auf das Internet und mein Festnetztelefon umgestiegen. So kommuniziere ich nun mit Freunden und ich erkenne, dass auch diese Arten gute und vor allem nicht so teure Möglichkeiten zum unterhalten sind.

 

Tag 5:

Freitag, es ist Wochenende. Nun beginnt der wirklich schwere Teil des Experiments.

Ich gehe mit meinen Freunden abends in eine Disko und zum ersten Mal ist Zu-Spät-Kommen nicht mehr erlaubt, denn anrufen kann ich nicht einfach so. Seit Montag plane ich nun schon bei jedem Treffen genügend Zeit ein und schaue bei jeder Gelegenheit auf öffentliche Uhren.

Im Trubel der Disko verlorene Freunde lassen sich auch nicht mit einer schnellen SMS einfach wiederfinden. Nun kommt es auf Absprachen und Pünktlichkeit an.

 

Tag 6:

Ein Treffen mit ein paar Freundinnen in der Stadt steht an. Wir haben extra eine genaue Uhrzeit und einen Treffpunkt ausgemacht. Zu meiner großen Überraschung habe ich gemerkt, dass ich eigentlich gar nicht mehr auf mein Handy angewiesen bin. Inzwischen habe ich genügend andere Wege zur Kommunikation und Organisation erprobt und komme super mit diesen klar. Sticheleien von meinen Freunden können mir jetzt auch nichts mehr anhaben. Zwar denke ich ab und zu noch an mein Handy, aber vermissen tue ich es nicht mehr.

 

Tag 7:

Der letzte Tag meines Experiments ist angebrochen und ich stelle mir vor eine weitere Woche ohne mein Handy auszukommen und bemerke, dass es mir nicht im Geringsten etwas ausmachen würde. Meine Kommunikation mit Freunden ist viel besser geworden, so weis ich jetzt zum Beispiel schon vorher, wann und wo genau ich mich mit jemandem treffe, aber auch mein Zeitempfinden hat sich enorm verbessert.

Zum ersten Mal kann ich mir vorstellen, wie es gewesen sein muss, bevor die ersten mobilen Telefone erfunden wurden.

 

Am nächsten Morgen schalte ich mit Zögern mein Handy wieder ein. Zuerst ist es ein komisches Gefühl mein Handy nun wieder in der Hand zu halten, aber als die ersten verpassten Nachrichten und Anrufe angezeigt werden, verfliegt dieses Gefühl rasch und ich muss erst einmal alle Nachrichten beantworten...

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