Lust & Leben

Lust & Leben (252)

Von unserer Redakteurin Mara Liebehenz (14.12.2009)

Mit Aufruhr und Widerstand reagierten Journalisten, Politiker und Kirchenvorsteher, als Tom Cruise bekannt gab, über das Stauffenbergattentat einen Film drehen zu wollen. Mit Verboten und Sanktionen versuchte man dem bekennenden Schientology-Sekten-Anhänger sein Vorhaben zu untersagen. Man erwartete ein "Hollywood-Kitsch-Epos", indem Tom Cruise letztendlich als "Held der Nation" dargestellt würde, um das sich oftmals noch hartnäckig haltenden NS-Image von Deutschland im Ausland aufzupolieren.

 

1943: Schwer verwundet kehrt der Offizier Claus Schenk Graf von Stauffenberg nach Deutschland zurück, mit der Erkenntnis Deutschland vor dem Ruin im Zweiten Weltkrieg bewahren und dem Nazi-Regime ein Ende setzen zu müssen. Mit weiterer Unterstützung plant der einstige Symphatisant des Nationalsozialismus ein Attentat und erklärt sich bereit Hitler zu töten. Der Anschlag misslingt und alle Verschwörer werden hingerichtet.

 

Und wie war der Film nun? Um es nett auszudrücken, wohl eher trocken und fad. Die Produzenten halten sich zwar brav an die geschichtlichen Ereignisse und arbeiten diese im Film ab, jedoch lässt dies den Film relativ einseitig wirken.

Ungeklärt bleibt zum Beispiel, welche Beweggründe Stauffenberg zu seinem Entschluss führten ein Attentat gegen Hitler zu planen.

 

bekennender Scientologe, Tom Cruise
Quelle: blog.mlive.com

Doch was soll man schon von einem Film erwarten, der ein im Ausland und selbst in Deutschland für Jugendliche oftmals nie gehörtes Ereignis anspricht? Aufklärung und moderner Geschichtsunterricht im Kino oder wohl doch eher eine Filmproduktion von irgendwelchen Hollywood-Produzenten, die sich mit einem Tom Cruise in der Hauptrolle eine möglichst hohe Einspielquote erhoffen? Wohl eher letzteres, was durch die Lieblosigkeit im Film, wenn auch ungewollt, deutlich wird.

 

Viel Dramatik und viel Kampf um "ein besseres Deutschland", und leider doch kein Happy End. Auch wenn noch vor Drehbeginn den Produzenten eindringlich eingebläut wurde, auf keinen Fall zu viel Kitsch in die ganze Sachen hineinzubringen, was auch durchaus gelungen ist, ließen sie es sich am Schluss dann wohl doch nicht nehmen, Tom Cruise als Stauffenberg "Es lebe das heilige Deutschland" dramatisch brüllen zu lassen.

 

"Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat" findet in der heutigen Zeit bei vielen Zuschauern Anklang, doch wohl eher als Unterhaltungsfilm, mit dem man einen stressigen Tag im Büro ausklingen lässt. Ein wirklich guter Film über das wohl dunkelste Kapitel in der deutschen Geschichte ist er jedoch nicht.

Samstag, 04 Juni 2011 23:53

Das Leben mit Schlafproblemen

von unserer Redakteurin Jessy Franke (08.02.2009)

Während sich die Kinder darüber ärgern ihrer Meinung nach viel zu früh schlafen gehen zu müssen, ärgern sich ihre Eltern umso mehr über das Unverständniss ihrer Kinder. Die Eltern können es einfach nicht verstehen warum ihre Kinder um jeden Preis so lange wie möglich wach bleiben wollen.

 

Erwiesen ist, dass nicht das Bestreben nach langen Nächten mit den Freunden oder Parties an dem Schlafverhalten Schuld sind, sondern es sind ganz einfach die Hormone.

Während es bei Erwachsenen normal ist, abends immer früher müde und morgens früher wach zu werden, ist das bei Jugendlichen genau umgekehrt. Sie mutieren praktisch zu Nachtmenschen, doch dies gehört inzwischen schon zur normalen Entwicklung jedes Kindes in der Phase von der Pubertät zum Erwachsensein.

 

Prof. Dr. Martin Konermann, Chefarzt des Schlaflabors

Aber warum klagen viele Jugendliche über Schlafstörungen ? "Jeder Mensch hat mal Schlafprobleme. Das ist normal", sagt dazu Prof. Dr. Martin Konermann. Er ist Chefarzt des Schlaflabors im Marienkrankenhaus Kassel und weiß nur zu gut, dass sich viele Eltern über den wenigen Schlaf  ihrer Kinder beklagen und denken, sie hätten Schlafprobleme.

 

Ins Schlaflabor aber werden Patienten eingewiesen, die unter akuten Schlafproblemen leiden und deren Ursache nicht als geklärt gilt. Jeder Patient bekommt ein eigenes Zimmer und wird vor allem nachts, d.h. wenn der Patient schläft, überwacht um die Ursache seines Problems heraus zu finden. Durchschnittlich verbringt ein Patient 3-10 Nächte im Labor.

 

"Schlafstörungen können genetisch bedingt sein, in vielen Fällen, vor allem bei Jugendlichen, sind sie jedoch antrainiert worden", erzählt Doktor Konermann.

Vor allem Jugendliche treiben oft keinen Sport und sitzen stattdessen vor dem Fernseher und essen Chips. So ist es logisch, dass diese vermehrt unter Schlafproblemen leiden, da sie schon den ganzen Tag ausgeruht haben,  keinen weiteren dringenden Schlaf benötigen und somit Proleme haben einzuschlafen.

 

"Drei Dinge sind zum Leben notwendig. Das Atmen, die Nahrungsaufnahme und das Schlafen.", so Dr. Konermann, "denn ohne Schlaf würde ein gesunder Mensch spätestens nach 4 Wochen sterben!"

 

Wie kommt es eigentlich, dass Teenager eine Nacht mit den Freunden ohne Schlaf auskommen, am morgen aber topfit sind? Prof. Dr. Konermann erklärt: "Jeder Mensch hat einen Schlafzyklus. Durchbricht man ihn, d.h. verbringt man eine Nacht ohne Schlaf so ist man am nächsten morgen höchstwahrscheinlich nicht müde, da der Körper es gewohnt ist morgens wach zu sein."

 

Die typische Raumausstattung im
Marienkrankenhaus in Kassel

Es empfiehlt sich jedoch dies nicht ständig zu tun, denn sonst stellt sich der Zyklus um und man ist nach der langen Nacht todmüde.

"Es ist nicht schwer seine Gewohnheiten umzustellen, doch sie wieder auf den alten Stand zurückzubringen kann bis zu einem halben Jahr dauern!"

 

Samstag, 04 Juni 2011 23:53

Moderne Piraterie

von unserer Redakteurin Mabelle Franke (21.01.2009)

Piraten sind „böse, haben schiefe Zähne und sind gemein zu anderen Leuten“, sagt Sarah aus der Jahrgangsstufe 7. Die meisten Kinder stellen sich Piraten heutzutage immer noch so vor, wie sie sie aus früheren Filmen kennen. Nach ihren Angaben kentern sie Schiffe, stehlen Schmuck und Diamanten und rauben hilflose Schiffe und Reisende nach wertvollen Gegenständen aus. Doch ist das wirklich noch so?

 


Die Straße von Malacca, wo die Piraten verstärkt zu finden sind.

 

Stefan Schäfer aus der Jahrgangsstufe 5 sagt: „Piraten tragen normale Kleidung, die jedoch dreckig ist" , und auch Tanita Schmidt aus dem Jahrgang 10 ist seiner Meinung:„Piraten sind normal wie wir auch, denn sie dürfen nicht auffallen. Außerdem sind sie nicht mehr wie früher."

 

„Die moderne Piraterie ist gewalttätiger, blutiger und brutaler geworden. Besonders schrecklich ist, dass die Opfer wissen, dass sie allein und wehrlos sind." Das sagt der Internationale Reeder-Verband in London. Diese Erkenntnis ist besonders erschreckend, denn wer kann so noch sicher auf den Meeren reisen?

 

Die Seeräuber nehmen sich nicht die großen Schiffe vor, weil ihre Maschinengewehrschüsse den starken Rümpfen der großen Schiffe nichts ausmachen. Außerdem sind die Bordwände zu steil um daran hochzuklettern.

Zumindest in diesem Punkt sind die modernen Piraten benachteiligt, doch sie wissen sich auch da zu helfen. Sie erobern nur kleine Schiffe, da es ihnen leichter fällt und sie sind heutzutage mit Kalaschnikows, Handgranaten und Panzerfäusten ausgestattet.

 

 

Ein Schlachtschiff gegen die Piraten
Ein Schlachtschiff gegen die Piraten.

Es kommt jede Nach zu Überfällen - derzeit besonders in der Straße von Malacca, die die Insel Sumatra vom südostasischen Festland trennt und eine Abkürzung auf dem Seeweg von und nach Singapur ist.

 

 

Die derzeitige Situation in Somalia führt auch zur weiteren Ausbreitung der modernen Piraterie. Somalia verfügt nur über eine Teilregierung, die sich längere Zeit nicht um die Fischgewässer gekümmert hat. Internationale Konzerne fischten die Küstengebiete leer. Somalische Fischer, die dort arbeiteten, hatten mit der Zeit Angst um ihre Fischbestände und somit auch ihr Überleben. So wurden sie zu „Piraten", die ihr Fischereigebiet beschützen und somit ihr Überleben sichern wollten. Heute wie damals werden Menschen also aus Not zur Piraterie getrieben. Und wie damals sind es Regierungen, die Ihre Kriegsschiffe zur Sicherung der Handelsrouten aussenden. Auch deutsche Kriegsschiffe sind unterwegs.

 

Allerdings wäre es sinnvoll darüber nachzudenken, ob politische Hilfe in Somalia nicht eher von Nutzen wäre.

Samstag, 04 Juni 2011 23:53

Giftige Vitamine

von unserer Redakteurin Christine Phieler (12.01.2009)

Alle sagen immer:„Obst und Gemüse ist gesund!“- Doch stimmt das wirklich? Mittlerweile können wir uns gar nicht mehr so sicher sein, ob alles Obst und Gemüse wirklich so Gesund ist, wie es eigentlich sein sollte. Klar, Vitamine und andere wichtige Nährstoffe sind immer noch genügend enthalten, doch eben auch Stoffe, die gar nicht gesund sind.

 


Manche Weintrauben sollten besser nicht verzehrt werden

 

 

 

Immer häufiger hört man, dass zum Beispiel Weintrauben so mit Pestiziden vergiftet sind, dass diese sogar unsere Gesundheit gefährden können. Laut Greenpeace können schon geringe Mengen von nur zehn Weintrauben einem zwölf Kilogramm schweren Kind gesundheitliche Schäden zufügen, wenn die Trauben mit Pestiziden verseucht sind. Doch woher kommen diese Pestizide überhaupt, die das eigentlich so gesunde Obst und Gemüse zu einer richtigen Gefahr machen?

 

Dass Obst und Gemüse mit Giften gegen Insekten und Infektionen geschützt werden, weiß wohl jeder. In geringen Mengen ist das auch gar kein Problem, erst wenn zu viel gespritzt wird, kann es gefährlich werden. Leider kommt das heute viel zu oft vor, wie eine Studie von Greenpeace zeigt (siehe rechts). Zwei Prozent der Proben von Obst und Gemüse aus den Supermärkten in Deutschland und Österreich übersteigen die so genannte Akute Referenzdosis (festgelegte Menge, die von einer bestimmten Substanz an einem Tag zu sich genommen werden darf, ohne gesundheitliche Schäden zu verursachen). Besonders betroffen sind Weintrauben und Salat.

 


Wirklich Bio?

Herr Waldrich, Biologie- und Chemielehrer des Goethe-Gymnasiums, sieht die ganze Sache nicht gar so eng: „Weintrauben zum Beispiel kann man doch wunderbar abwaschen. Wenn man die mit warmem Wasser abwäscht, ist das schon nicht mehr so dramatisch." Das sehen andere Experten auch anders. Abwaschen, ob nun mit kaltem oder warmem Wasser, helfe nichts. Man solle lieber auf Bioprodukte zurückgreifen, denen eine Behandlung mit Pestiziden erspart bleibt.

 

Doch hier erscheint schon wieder das nächste Problem: „Mit den Bioprodukten ist das so eine Sache. Es lässt sich eben gut Geld machen, wenn man behauptet, eine Ware sei aus biologischem Anbau oder aus biologischer Haltung. Da wird auch gerne mal geschummelt", sagt Herr Waldrich. Und da können wir ihm wohl zustimmen. Erst vor kurzem ging eine Nachricht durch die Medien, die wieder einmal zeigte, dass mit dem Wort „Bio" gerne und erfolgreich geschummelt wird. Viele Eier, die angeblich "Bio" sind und von frei laufenden Hühnern stammen, seien eigentlich von Hühnern aus Legebatterien und somit auch nicht "Bio". Es ist scheinbar eben nicht immer Bio drin, wo Bio drauf steht.

 

Samstag, 04 Juni 2011 23:53

Kalorienarme Weihnachten

von unserer Redakteurin Jessy Franke (27.12.2008)

Überall duftet es verführerisch nach frisch gebackenen Keksen, Spekulatius und Lebkucken. Ständig wird man auf ein gemütliches Treffen mit den Freunden oder der Famile, allerdings auch zahlreichen Leckereien und Kalorienbomben eingeladen. "Ausnahmsweise", so hören viele ihren inneren Schweinehund. Doch leider wird aus einem "Ausnahmsweise" viel zu häufig ein hemmungsloses Schlemmen.

 



ungesunde Lebkuchen und Stollen
die gesündere Variante

 

"An Weihnachten achte ich nicht auf mein Gewicht, dafür schmeckt es viel zu gut", bestätigte auch Atlanta Eckhardt, Schülerin der Jahrgangsstufe 10.

Sicher ist, dass viele Menschen unter Figurproblemen nach dem Fest leiden, da fast alle weihnachtlichen Leckereien zur Falle werden. Doch nur deswegen sollte man nicht weniger genießen, sondern eher auf kalorienarme Verwandte der Schlemmereien zurückgreifen.

 

Aufpassen kann man schon beim heimischen backen :

Reduziert man den Zuckeranteil des Rezepts einfach auf ein Drittel, kann man immer noch gleich genießen ohne auf den guten Geschmack zu verzichten. Wem es trotzdem noch an Geschmack fehlt, kann seine Plätzchen auch mit garantiert fettfreien Gewürzen wie Anis oder Trockenfrüchten eine süße Note verleihen. Außerdem beim nächsten Mal einfach einige Gramm der angegebenen Butter- oder Margarinemenge weglassen oder durch Buttermilch ersetzen. Weiteres Fett kann man sparen, indem man das Backblech mit Backpapier auslegt, anstatt es wie gewohnt einzufetten.

 

Findet man im ganzen Weihnachtstrubel dennoch keine Zeit zum Selbstbacken, sollte man trotzdem nicht auf ein gesundes Weihnachtsgebäck verzichten. Es gibt zahlreiche Anbieter, die sich darauf spezialisiert haben, den Fett- und Kalorienanteil ihrer Spezialitäten rapide zu senken. Einfach beim nächsten Weihnachtseinkauf mal darauf achten und beherzt zugreifen, denn schaden kann es nicht viel.

 

Und nun viel Spaß beim Schlemmen,und wer trotzdem die Finger nicht von den "richtigen" Süßigkeiten lassen kann, für den gibt es ja immer noch das Fitnessstudio nach Weihnachten.

Samstag, 04 Juni 2011 23:52

Fotografie - aber wie?

Von unserer Redakteurin Isabell Jung (08.12.1008)

Jeder von uns ist froh, wenn er besonders schöne Bilder zeigen kann, um sich selbst, seine Freunde, die Landschaft oder andere, besondere Gegenstände zu präsentieren. Aber worauf kommt es bei einem Foto an?

 

Im privaten Bereich ist die Erstellung von interessanten Fotos das wichtigste Ziel. Doch deren Aufnahme ist kein Zufall. Bei der Fotografie oder der Nachbearbeitung ist es wichtig, dass das Bild viele Kriterien erfüllt, um optisch nicht schlecht oder langweilig zu sein. Grundvoraussetzung ist die mittlere Helligkeit und ein ausreichender Kontrast. Weiterhin ist das Größenverhältnis zwischen Objekt und Hintergrund sehr wichtig. So soll der Anteil von Himmel und Erde auf einem Foto nicht überhand nehmen, manchmal ist auch ein Ausschnitt vorteilhafter.

 

Ein Herbsttag in der Aue: Gerader Blick oder mit schräger Perspektive

 

Es gibt viele Möglichkeiten ein Foto interessant, spannend, abwechslungsreich oder lustig zu machen.  Eine Möglichkeit ist der Einsatz von Farbeffekten bzw. leichten oder massiven Farbverfälschungen (partiell oder großflächig). So bewirken z.B. kältere Farben, dass Gebäude nobler aussehen. Der Einsatz von schiefen Ebenen wirkt erfrischend, der perspektivische Blick auf ein Objekt (z.B. Haus oder Person) macht das Foto interessanter.  Besonders in Mode gekommen sind HDR-Fotos (High Dynamic Range). Dabei wird das gleiche Objekt mit unterschiedlichen Belichtungen fotografiert. Mit Hilfe spezieller Programme wird anschließend das resultierende Bild berechnet. Dadurch erhält das Foto einen extrem hohen Kontrast (200000:1 anstelle 1000:1).

 

Ein Blick auf die Orangerie: Normale Ansicht oder mit Farbverfälschung und aus schräger Perspektive

Rolf M., ein ambitionierter Hobbyfotograf aus Kassel meint, dass es viele geeignete PC-Programme zur nachträglichen Bearbeitung gibt, um ein Foto zu verbessern oder spannender zu machen. Teurere Programme haben in der Regel einen größeren Funktionsumfang, sind daher aber auch teilweise schwieriger zu bedienen. Wer auf die Kosten achten muss, sollte sich nach Freeware oder Shareware im Internet oder in Computerzeitschriften umsehen. Der einzige Nachteil der nachträglichen Bildbearbeitung ist der dazu notwendige zeitliche Aufwand. Aber es lohnt sich.

Samstag, 04 Juni 2011 23:52

Kondome für Alle!

von unserer Redakteurin Alisa Schmitz (23.11.2008)

Seid ca. 1970 befinden sich die kleinen weißen Kästen, die mit reichlich „Gummi“ gefüllt sind, auf dem Markt. Mittlerweile tummeln sie sich aber auch auf den Straßen und platzieren sich neben unseren bekannten „Kippen-Kisten“: Die Condomaten.

Die guten alten "Lümmeltüten"

Etwa 20.000 Innen- & Außenautomaten mit Kondomen gibt es Deutschland, ca. 70 Stück von den Außen-Condomaten sind in Kassel statuiert: Sie sind Teil einer Initiative um die Jugend besser zu schützen und auf den Schutz aufmerksam zu machen. „Die Jugend ist immer aufgeklärter und hat deshalb auch immer früher Sex", erklärte Frau Färderer am Telefon. Sie ist eine Mitarbeiterin der Firma „Alex-Automatenservice", die die Condomaten aus Kassel herstellen. Sie  wollen damit ihrer Zielgruppe den anonymen Kauf der Verhütungsmittel um jede Tageszeit ermöglichen.

 

Jeder Mensch kann und soll den Condomaten nutzen. Somit bietet er eine Alternative zum Kauf im Supermarkt oder einer Tankstelle, da diese nicht immer zur gewünschten Zeit geöffnet haben. Außerdem entgeht man so der Peinlichkeit, sich das neckische Schmunzeln der Kassiererin anzutun. "Obwohl ich selbst den Codomaten wahrscheinlich nicht nutzen würde, finde ich die Idee nicht schlecht. Als "Notfall-Automat eignet er sich bestimmt", äußerte sich Sabrina, Schülerin der 12. Klasse.

 

Benutzung des Condomaten

Rund 800 Euro kostet die Produktion eines einzelnen Automaten. Doch die Meinungen bezüglich dieser Investition sind gespalten. „Auf der einen Seite finde ich sie gut, da ich schon denke, dass sie die Zahl der Schwangerschaften reduzieren können. Auf der anderen Seite aber finde ich es merkwürdig, dass sie so öffentlich zugänglich sind wie Zigaretten", erklärte Johanna, ebenfalls aus der Jahrgangstufe 12. Einer ihrer Mitschüler, Markus, bemerkt: „Durch den 24Std-Service ist der Automat schon ganz gut, aber ich hätte Angst vor eventuellen Manipulationen an den Kondomen."

 

Doch die Zahlen sprechen für sich: der Condomat rentiert sich nach recht kurzer Zeit, abhängig vom Standort. Exakte Umsatzzahlen will Frau Färderer jedoch nicht nennen, da es schon öfter Einbrüche in die weiß-blauen Kisten gab. Die Täter hatten es immer auf die Einnahmen abgesehen.

 

Im Endeffekt ist der gute, alte Condomat schon seit den 1970ern eine Möglichkeit, die ungewollten Schwangerschaften in unserer Jugend zu reduzieren. Ebenso ist er ein weiterer Meilenstein in unserer Gesellschaft im Kampf gegen Aids.

Samstag, 04 Juni 2011 23:52

Flash Mob

Von unserer Redakteurin Jessica Jaworski (16.11.2008)

Flash Mob wird zum Trend! Schon viele machen mit, wenn es um außergewöhnliche Treffen und Rekordversuche geht. Jedes Treffen wird immer verrückter.

 

Hunderte von Menschen wollen eine McDonald's-Filiale leer essen

 

So sieht es aus, wenn sich über 700 begeisterte Flashmobber in Berlin verabreden, um eine Berliner McDonald's-Filiale leer zu essen. Zuvor kauften sie sich eine oder mehrere Marken bei den Veranstaltern des Flash Mobs und bezahlten für einen oder mehrere Burger. Anschließend gingen sie in eine bestimmte McDonald's-Filiale, um dort ihre Burger zu bestellen. Insgesamt wurden 10.300 Burger an diesem Tag verkauft und gegessen. Der Rekordversuch hat zwar nicht geklappt, aber trotzdem hat es jedem Spaß gemacht.

 

Kissenschlacht in Leipzig

Aber auch Kissenschlachten werden gerne veranstaltet. In Leipzig wurde an einem Springbrunnen direkt vor der Oper eine Kissenschlacht veranstaltet. Viele Federn flogen durch die Luft und jeder hatte viel Spaß.

 

 

Flash Mobs werden auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen organisiert. Die so genannten Flashmobber müssen sich nicht einmal kennen, sondern treffen sich einfach, um etwas verrücktes zu machen. Sie organisieren ein solches Treffen im Internet, per SMS, durch Ketten E-mails oder auch telefonisch. Es scheint, als würde eine Menschenmenge ganz spontan zusammenkommen, dennoch ist dies organisiert und geplant worden.

 

 

Es gibt immer wieder neue Termine, die man sich unter  http://www.flash-mobbers.net/ ansehen kann. Dort erfährt man auch alle nächsten Termine, man kann sich über alle Flash Mobs unterhalten und abstimmen, wie gut bzw. schlecht jeder unterschiedliche Flash Mob war.

Samstag, 04 Juni 2011 23:52

Weihnachtstraum oder Stimmungskiller?

von unserer Redakteurin Christine Phieler (02.11.2008)

Oh du fröhliche, oh du selige, viel zu früh beginnende Weihnachtszeit...

 

Weihnachtliche Dominosteine und gruselige Halloweenmasken passen nicht sehr gut zusammen...

 

Ein schöner Tag Anfang September, draußen sind es noch angenehme 19°C, man betritt den Supermarkt und was entdeckt man? Schokoladenweihnachtsmänner, Lebkuchen und Spekulatius! Der Sommer ist noch nicht richtig vorbei, schon wird der Supermarkt umgestaltet: Alle Weihnachtsartikel direkt an den Eingang und alles, was an den Sommer erinnern könnte ab in die Ecke. Auch im Radio erklingen schon viel zu früh Weihnachtslieder wie „Last Christmas“.

Doch was ist der Sinn dabei, und wieso darf der Sommer nicht wenigstens vernünftig ausklingen und der Herbst zwischen all dem Weihnachtskram quasi gar nicht stattfinden?

 

Dass es für die Hersteller der Weihnachtsartikel Sinn ergibt, ist ja klar. Würden sie ihre Produkte erst ab November oder Dezember verkaufen können, würden sie viel weniger Umsatz machen, da sie so ja viel weniger Zeit hätten, ihre Produkte an den Mann/ die Frau zu bringen. Damit es sich für die Hersteller aber überhaupt lohnt, so früh mit dem Verkauf anzufangen, muss es auch genügend Leute geben, die die Weihnachtsartikel schon Anfang September kaufen, was für viele einfach unvorstellbar ist.

 


An Weihnachten darf er nicht fehlen, aber im September ist er bei den meisten noch unerwünscht!

Herr Peter, Geschichts- und PoWilehrer des Goethe-Gymnasiums, sagt zum Beispiel: „Ich versuche das alles einfach zu ignorieren. Der Advent fängt ja schließlich erst im Dezember an.“ Da hat er wohl Recht und auch Herr Waldrich, Chemie- und Biologielehrer am Goethe-Gymnasium ist da gleicher Meinung.

 

Nun, wer dieses Weihnachtsspektakel einfach ignorieren kann, der kann sich glücklich schätzen, denn manch einem nimmt dieser viel zu früh anfangende Wind um das Weihnachtsfest sogar die ganze Vorfreude: „Ich finde das Alles nicht so gut, weil die Vorfreude auf Weihnachten so schon viel zu früh anfängt und wenn es dann endlich soweit ist, kann man sich gar nicht mehr so richtig darüber freuen“, findet Eva Reichert, Schülerin der zwölften Klasse.

 

Doch drehen wir das Sprichwort einmal um und sagen: Des einen Leid ist des anderen Freud, so sieht Fabian Richter, Schüler der Klasse 12, die ganze Sache schon viel entspannter: „Ich finde die ganzen Sachen lecker und mir schmeckt es auch an Weihnachten noch.“

 

Dass Spekulatius & Co gut schmecken kann wohl jeder bestätigen, und so müssen wir es wohl einfach in Kauf nehmen, dass wir momentan zwischen all den Halloweenkostümen eben auch mal ein Päckchen Dominosteine finden.

Samstag, 04 Juni 2011 23:51

Der Dunkle Ritter

Von unseren Redakteurinnen Mabelle und Jessy Franke (05.09.2008)

Der neue Christopher Nolan Film "The Dark Knight" ist der neueste Teil der Batman Film-Reihe. In den vorhergehenden Filmen wird Batman als ein Held dargestellt, welcher sich nur für Gutes einsetzt und dessen ständiges Ziel es ist das Böse zu besiegen. Bis zum aktuellen Film wird er von allen Menschen als gut angesehen; er ist jedermanns Held. Doch tun sich im neuen Film Zweifel auf, was er wirklich beabsichtigt.

 

Der dunkle Ritter vor brennendem Hintergrund


Es wird schnell klar, dass Batman nicht mehr der selbe wie früher ist. Er will weiterhin jedermanns Held bleiben, überschätzt sich allerdings deutlich. Oft trägt er Wunden davon, welche er jedoch auf die leichte Schulter nimmt.
Wenn Batman seinen Anzug nicht trägt und sein "normales" Leben lebt, ist er sehr verletzlich. Deshalb steigt er umso häufiger in seinen Batman-Anzug, was ihm psychisch aber nicht gut tut: Er verprügelt eine Bande unschuldiger Männer, die sich als Batmen verkleidet hatten. Der frühere Batman hätte so etwas nie getan. Er wäre eher stolz darauf gewesen ein Vorbild für viele Leute zu sein. Doch der neue Batman ist sehr viel aggressiver und unkontrolliert.

Nicht umsonst wird er im Film von der Polizei gejagt, was letztendlich der Grund dafür ist, dass er all seine Unterlagen, Forschungslabore, also alles was an Batman erinnert vernichtet. Nur seinen Anzug behält er. Da stellt sich die Frage, ob er einfach nur vorsichtig sein will oder einen neuen, vielleicht sogar "bösen" Batman erschaffen will?

Nicht ohne Grund trägt der Film den Titel " The Dark Knight", was übersetzt "Der dunkle Ritter" heißt. Batman ist einfach nicht mehr der von Grund auf gute Held. Er besiegt zwar das Böse, erkennt aber nicht, dass er Grenzen überschreitet und Leute in Gefahr bringt, welche auf seiner Seite stehen. Als Folge davon steht auch zum ersten Mal im Filmtitel nicht der bekannte Name, sondern er trägt einen dem neuen Batman entsprechenden Titel. Denn Batman ist nicht mehr der, der er einmal war.

Doch wie kommt es nun, dass ein so untypisch amerikanischer Superheldenfilm so erfolgreich ist? Normalerweise sind in solchen Filmen strahlend weiße Helden vorhanden. Doch in "The Dark Knight" ist alles anders. Ein typischer Superheld würde nicht in diesen Film passen. Batman zieht sein Ding durch, nach dem Motto "Der Zweck heiligt die Mittel". Wahrscheinlich macht es den Film gerade deshalb so erfolgreich, weil dieser Zwiespalt der amerikanischen Bevölkerung nicht fremd ist: Die Politik von Präsident Bush hat die Kontroverse um genau dieses Motto angeheizt. Heiligt der Zweck die Mittel? Welche Menschenrechte darf man im Namen der Terrorbekämpfung beschneiden? Auf dem Filmplakat steht Batman vor einem brennenden Wolkenkratzer, noch ein sicherer Verweis auf den politischen Hintergrund von 9/11.


Welche Stellung nimmt dazu "The Dark Knight"? Es lohnt sich den neuen Batman-Film anzuschauen.

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