Lust & Leben

Lust & Leben (252)

Samstag, 04 Juni 2011 23:50

Runterladen ohne Reinfall

Von unserer Redakteurin Isabell Jung (20.05.2008)

Grundsätzlich ist es erlaubt, Lieder für den privaten Gebrauch herunter zu laden. Stammen diese Lieder jedoch aus „offensichtlich rechtswidrigen Quellen“ gilt dies nicht. Musik darf weder zum Download angeboten, noch selbst heruntergeladen werden, wenn diese urheberrechtlich geschützt ist.

 

CDs-eine schöne Erinnerung aber doch zu teuer?

 

Die meisten Lieder, die in Tauschbörsen gehandelt werden, sind allerdings nicht vom Urheber frei gegeben, wodurch das Downloaden strafbar wird. Schüler Hans* lädt z.B. bei „Rapidshare“, verschiedenen Torrents oder russischen Online-Servern illegal und kostenlos herunter. Er sagt: „Ich habe damit vor 3-4 Jahren angefangen, da mir die CDs zu teuer wurden.“ Selbst wenn eine Band einzelne Titel umsonst bereitstellt, ist die Tauschbörse trotzdem nicht erlaubt. Wer sich nicht an die Richtlinien hält, hat mit strafrechtlichen Folgen zu rechnen. Wann und wie jemand über einen Online-Anschluss eine Tauschbörse genutzt hat, lässt sich über die IP-Adresse des Rechners feststellen. Normalerweise haften die Eltern für die rechtswidrigen Handlungen ihrer Kinder, denn die Eltern sind meist Inhaber des Online-Anschlusses.

 

Somit sind sie auch verpflichtet die Nutzung durch die Kinder zu kontrollieren. Entsprechend dem eigenen Lebensalter und der Menge, die illegal angeboten oder heruntergeladen wurde, haftet man selbst für Verstöße. Dabei ist mit Geldstrafen von mehreren 100 Euro zu rechnen. Eine gute Alternative zum Downloaden ist, dass man bei verschiedenen Anbietern schon für knapp 1 Euro einzelne Musikstücke für den privaten Gebrauch aus dem Internet bezieht. Darüber hinaus gibt es eine Monatspauschale von etwa 10 Euro, womit man eine unbegrenzte Anzahl von Liedern legal herunter laden kann. Herr Eichner, Lehrer des Goethe-Gymnasiums, lädt bei dem Anbieter “Lapster“ 2-3 mal jährlich Lieder für seinen Unterricht herunter. Doch er fügt hinzu: „Trotzdem kaufe ich fast jeden Monat auch noch eine Original CD.“

 

Teilweise werden Musikstücke auch kostenlos ins Internet gestellt, was viele Newcomer-Bands für eigene Werbezwecke nutzen. Beim Downloaden muss man jedoch darauf achten, dass man nicht ungewollt ein Abonnement eingeht, welches nach geraumer Zeit kostenpflichtig wird. Immer bei der Herausgabe von persönlichen Daten sollte man sich bewusst machen, wem man diee Daten anvertraut und ob man damit einverstanden ist, dass die Daten für die Nutzung von gewerblichen Zwecken verwendet werden. Imme, wenn man für ein "kostenloses" Angebot Daten (Name, Adresse etc.) angeben muss, sollte man misstrauisch werden!

 

*Name geändert

Samstag, 04 Juni 2011 23:50

Gute Freunde = gute Noten?

Von unserer Redakteurin Christine Phieler (27.04.2008)

Freunde sind nicht nur gut für die Seele, sondern auch gut für die Schule. Wichtig ist nur, dass es die richtigen Freunde sind.

 

Seit 2005 gibt es eine Längsschnittstudie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, in der unter der Leitung von Prof. Dr. Heinz-Hermann Krüher untersucht wird, wie sich Freundschaften auf schulische Leistungen auswirken. Hierzu befragten sie Schüler aus unterschiedlichen Schulformen. Außerdem begleiteten sie sie in ihrer Freizeit und bei gemeinsamen Aktivitäten mit der Clique. Bisher wurde herausgefunden, dass die schulischen Leitsungen unter anderem stark davon abhängen, ob zwischen den Freunden viel, wenig oder gar nicht über die Schule geredet wird, beziehungsweise was über die Schule geredet wird.

 

Gemeinsam lernen: Spaß oder Ablenkung?

"Wenn ich mit meinen Freunden über die Schule rede, zum Beispiel über die nächste Klassenarbeit, dann kriege ich eigentlich immer Mut und es ist eine Motivation für mich noch viel mehr dafür zu lernen. Vor allem wenn sie dann erzählen, was sie schon alles gelernt haben und ich gerade erst angefangen hab zu lernen", sagt Alina, eine Schülerin der neunten Klasse eines Gymnasiums. "Außerdem macht es mir viel mehr Spaß mit meinen Freunden zusammen für eine Arbeit zu lernen. Wenn dann Fragen oder Probleme auftauchen, kann man sie gleich zusammen lösen, und wenn wir dann mal eine Pause machen, ist es auch immer richtig lustig", erzählt sie weiter. In diesem Fall könnte man wohl sagen, dass die Freunde wirklich zu besseren Noten verhelfen; doch kommt es nicht manchmal auch vor, dass dann lieber andere Themen besprochen werden als zum Beispiel der Aufbau einer Biomembran?

 

Für eins muss man sich entscheiden: pauken oder Spaß haben.

"Also ich lerne lieber alleine. Klar wäre es manchmal lustiger und unterhaltsamer mit Freunden zu lernen, doch das klappt bei mir nicht. Meine Kumpels und ich lassen uns da viel zu schnell ablenken und dann wird aus dem geplanten gemeinsamen Lernen eher ein Tohuwabohu, und am Ende des Tages bin ich immer noch nicht schlauer als vorher", sagt ein Schüler der elften Klasse des Goethe- Gymnasiums.


Zwei unterschiedliche Meinungen, doch die Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg geht weiter. Mal sehen, was noch für Ergebnisse herauskommen und was für Freunde man sich suchen sollte.

Samstag, 04 Juni 2011 23:50

Die Welle - Der Kinofilm

Luisa und Isabell Jung (20.04.2008)

Eine psychologisch spannende Verfilmung des Jugendklassikers von Morton Rhues.
Deutschland. Heute. Der Gymnasiallehrer Rainer Wenger startet während einer Projektwoche zum Thema „Staatsformen“ einen Versuch, ...

 

Der Gruß der "Welle"

... um den Schülern die Entstehung einer Diktatur greifbar zu machen. "Die Handlung war sehr gut aufgebaut und die Schauspieler haben die Situation sehr realistisch dargestellt."meinte Katrin S. Und auch Janis R. fügt hinzu: "Der Verlauf der Geschichte hat mir sehr gut gefallen."

 

Rainer Wenger, ehemaliger Hausbesetzer in Kreuzberg,  unterrichtet normalerweise Politik und Sport und ist bei den Schülern sehr beliebt. Jedoch langweilt das Thema Diktatur jeden Schülerjahrgang und beim Begriff Faschismus stöhnen die Schüler „nicht schon wieder“. Sie sind der Meinung, eine Diktatur sei in Deutschland überhaupt nicht mehr möglich. "Mich hat der Film zum Nachdenken angeregt, da die Schüler es zuerst für unmöglich gehalten haben, dass sich heut zu Tage noch eine Art Diktatur entwickeln könne. Über die Zeit hat sich dann doch eine entwickelt, innerhalb der Schule",erzählt Janis R. weiter. Doch das Experiment, das der Lehrer vorschlägt, findet bei den teilnehmenden Schülern sofort Anklang, obwohl sie sich nun im Unterricht völlig gerade setzen und bei Antworten aufstehen müssen. Begriffe wie Gemeinschaft, Disziplin und das Tragen einer Uniform, Jeans und weißes Hemd, werden plötzlich hoch geschätzt. Wer nicht mit macht, wird ausnahmslos ausgegrenzt.

 

Das muss auch Karo schmerzhaft erfahren, die bewusst in knallroter Bluse erscheint. Ausgerechnet Marco, Karos Freund, schlägt schließlich den Namen „Die Welle“ für die neue Bewegung vor. Kurz darauf kriselt es deshalb auch in ihrer Beziehung.

Das Symbol

Bald gibt es in der Klasse den Welle-Gruß, Welle-Logos in der ganzen Stadt, eine eigene Homepage und ein Blog bei MySpace. Partys nur für Mitglieder. Andersdenkende werden gemobbt, was nicht selten zu Auseinandersetzungen führt. Immer mehr Youngsters werden von der Bewegung infiziert. Doch als ein Schüler sich Rainer als Leibwächter anbietet und dann noch beim Wasserballturnier die Situation eskaliert, ahnt der Lehrer, dass die ganze Sache außer Kontrolle gerät. Wer kann jetzt noch die Welle aufhalten?

 

Das Experiment greift einen wahren tragischen Vorfall aus den 1960er Jahren an einer kalifornischen Highschool auf. Auf die Frage, ob sie sich vorstellen könnten, dass solch eine Diktatur in ihrer Klasse zustande kommen könnte antwortete Janis R..:"Nein, eigentlich nicht. Nur unter bestimmten Umständen." Auch Katrin S. meint: "Ich glaube es wären zu viele dagegen. In meiner Klasse zum Beispiel gibt es zu viele Schüler, die auch mal ihre Meinung sagen und nicht mit dem Strom schwimmen. Es gab schon mehrere Fälle, in denen sich einige Schüler gegen die Autorität des Lehrers gestellt haben. Sie haben keine Rücksicht darauf genommen, dass sie dadurch Nachteile erleiden könnten. Außerdem würde es nie eine kritiklose Mehrheit geben."

Samstag, 04 Juni 2011 23:49

Cheerleader suchen Nachwuchs

Aus unserer Redaktion (06.04.2008)

Cheerleading ist einer der populärsten Sportarten in den USA und wird dort schon seit über 100 Jahren betrieben. Auch hierzulande findet der Sport, der aus Tanz, Bodenturnen, Akrobatik, Pyramiden, Jumps (Sprüngen), Cheers und Chants (Anfeurungsrufen) besteht, immer mehr an Beliebtheit.

 

In Kassel übernehmen die Angels Cheerleader die Aufgabe des Anfeuerns. Gegründet wurde das Team 1992 unter Anja Westermann, damals cheerten die Angels noch für das Footballteam „Kassel Guardians". Einige Jahre später und in einer völlig neuen Konstellation machten sich die Angels selbstständig. Seit dem startet die Truppe, die aus ca. 35 Mädels und Jungs besteht, mit einem neuen Namen und neuen Teamfarben (hellblau, weiß, schwarz), durch. „Während des Jahres kann man uns bei etlichen Auftritten in Kassel und Umgebung finden, doch das Highlight jeden Jahres sind die Landesmeisterschaften", so die Trainerinnen der Juniors Meike Machunsky und Lydia Niedens.

 


Die Angles Cheerleader aus Kassel

Die zwei Teams Juniors (Mädchen im Alter von ca. 12-15 Jahren) und Seniors (männliche und weibliche Cheerleader ab 16 Jahren) konnten schon einige Erfolge verzeichnen und sich bei etlichen Auftritten unter Beweis stellen: 2. Platz bei der Hessischen Landesmeisterschaft 2003, 2. Platz bei der Hessischen Landesmeisterschaft 2004, 3. Platz bei der Hessischen Landesmeisterschaft 2006. Auch bei Großveranstaltungen, wie dem Kassel Marathon 2007, dem Mercedes Azubi Cup im letzten Jahr, dem Sportlerball oder einigen Handballspielen des MT Melsungen, zeigten die Angels, wie hart sie trainieren.

 

In der jetzigen Konstellation trainieren die Juniors seit etwa sechs Monaten, die Seniors haben sich komplett neu formiert und trainieren seit etwa drei Monaten. „Daher suchen wir immer nach neuen Leuten, die Lust auf einen neuen und außergewöhnlichen Sport haben. Es gibt keine Voraussetzungen, willkommen ist jeder, der Interesse an einem Teamsport hat", sagen die Trainerinnen. Auch in der Altersgruppe der Peewees, den Kleinsten im Alter von 6 bis 11 Jahren, wird nach motivierten Sportlerinnen und Sportlern gesucht, da diese Gruppe neu aufgebaut wird. Zweimal in der Woche trainieren die Teams, dann wird an Kraft und Kondition gearbeitet, die man für die Pyramiden, die bis zu drei Körperlängen reichen können, braucht. Fragt man das Team nach ihrem Sport so kommt darauf die Antwort: „Unser Sport ist eben ein ganz Besonderer!"

Von unserer Redakteurin Christine Phieler (13.03.2008)

Egal ob in den Weihnachtsferien, Osterferien, Sommerferien oder Herbstferien, jedes Jahr finden Ferienspiele statt, bei denen auch Jugendliche als Betreuer arbeiten können.

 

"Die Arbeit als Betreuer bei den Ferienspielen macht nicht nur riesigen Spaß sondern man verdient auch noch Geld dabei", sagt Annika, eine Jugendbetreuerin, die in den letzten Sommerferien, zusammen mit ihrer Freundin, eine Gruppe von 9- 12 Jährigen betreut hat. "Es ist eigentlich keine wirkliche Arbeit. Man spielt mit den Kindern Fußball oder bastelt mit ihnen. Es kommt natürlich auch ganz auf das Wetter an, aber eigentlich kann man sich jeden Tag ein neues Spiel ausdenken, das man mit den Kindern spielt."

 

So sieht eine Jugendleite/in Card aus...

Das hört sich erstmal alles ganz nett an, jedoch gibt es auch Voraussetzungen. Um als Betreuer bei den Ferienspielen arbeiten zu können, muss man mindestens 16 Jahre alt sein, um eine eigene Gruppe zu leiten ist ein Mindestalter von 18 Jahren erforderlich. Ebenfalls erforderlich ist ein Erste- Hilfe- Schein und natürlich muss eine Bewerbung geschrieben werden.


Es gibt auch die Möglichkeit eine Jugendleiter/ in-Card (Juleica) zu machen, für die an jeweils sechs Wochenenden, die sich meistens in einem Zeitraum zwischen September und Juni abspielen, Lehrgänge absolviert werden müssen. Auf den Lehrgängen werden Themen wie Spielpädagogik, Gruppenpädagogik/ -dynamik oder auch Kanufahren behandelt und durchgeführt.


"Besonders lustig fand ich auch die Weihnachtsfeier, zu der viele "Altbetreuer" und Juleica Teilnehmer der letzten Jahre gekommen sind. Wir als Teilnehmer mussten alles selbst planen. Wir mussten uns um das Essen, die Dekoration und um den Verlauf des Abends kümmern", meint Sarah, die schon eine Jugendleiter Card besitzt und auch schon bei einigen Freizeiten als Betreuerin teilgenommen hat.

 

Kanufahren gehört auch zu einem der Lehrgänge

Die Jugendleiter-Card ist auch nicht nur für die Betreuung bei Ferienspielen praktisch, wie Sarah erklärt: "Es ist auch möglich, sich die Teilnhame an den Lehrgängen ins Abiturzeugnis eintragen zu lassen, das macht einen guten Eindruck bei Bewerbungen."

 

Um an der Ausbildung als Jugendleiter/ in teilzunehmen, muss man auch keine 16 Jahre alt sein, wie Sarah erläutert: "Ich glaube die Jugendleiter Card kann man schon mit 14 machen. Als ich damit engefangen habe, war ich jedenfalls erst 15."

Von unseren Redakteurinnen Luisa Jung und Isabell Jung (03.03.2008)

Der Begriff kommt aus dem Englischen und wird aus den Wörtern „to jump“- springen und „style“- Stil zusammengesetzt. In Chicago hat der Jumpstyle seinen Ursprung.

 

Gab's das nicht schon mal in Griechenland?

Der Jumpstyle entstand als langsamer und schlichter Stil in den 90er Jahren. Er bezog sich eher auf Melodie und Sound. Bei dem Sound werden 140-150 Beats pro Minute, gemischt mit Offbeats, gespielt. Der Jumpstyle ist verwandt mit dem amerikanischen Hard House, dem Newstyle.

 

Richtig populär wurde der Jumpstyle durch verschiedene DJs wie DJ Duo mit „Dance Works". Jedoch verschwand Ende der 90er Jahre die Szene durch den Tod von DJ Attack wieder recht schnell; erst vor einigen Jahren entwickelte sich zur Musik des Jumpstyle auch eine Tanzrichtung.

 

Der Tanz kann allein oder mit mehreren Leuten getanzt werden. Tanzt man in einer Gruppe, so stehen die Tänzer nebeneinander und werfen synchron ihre Beine abwechselnd vor und zurück. Dies wird „Duo-Jump" genannt. Stehen sich die Tänzer

Synchronität ist wichtig.

gegenüber und stoßen absichtlich mit den Füßen aneinander, so nennt man das „Duo-Kick". Doch das viele „Jumpen" ist nicht jedermanns Sache. „Das ist nicht so mein Style", erklärt Sam, einer der besten Tänzer des Goethe-Gymnasiums. Er hat schon bei den deutschen Meisterschaften im Videoclip-Dancing mit seiner Gruppe von Body&Soul den 2. Platz belegt. „Ich könnte mir nur vorstellen Jumpstyle zu tanzen, wenn ich lustig sein will", meint er weiter. Für viele Jugendliche ist „Jumpstyle" eine relativ neue und ungewöhnliche Tanzart. Doch in den letzten Monaten verbreitete sich der „Jumpstyle" auch in Kassel sehr stark.

 

In einzelnen Diskotheken strömen die Besucher schon auf die Tanzfläche, sobald die ersten Töne des Liedes „And no matches" von Scooter ertönten und beginnen, wild durcheinander ihre Beine in die Höhe zu werfen. Wie auch bei jeder Sportart gibt es auch hier Wettkämpfe, bei denen die „Jumper" ihre Schnelligkeit, Kreativität und Synchronität unter Beweis stellen können.

 

Ob sich dieser Style hält, oder wie seine musikalische Wurzel schnell vergeht, das wird die nahe Zukunft zeigen. Lustig ist er allemal.

Samstag, 04 Juni 2011 23:46

Unsere Erde - Der Film

Von unseren Redakteurinnen Isabell und Luisa Jung (23.02.2008)

Der Dokumentarfilm zeigt die schönsten Landschaften und Orte unserer Erde, doch welche Gefahren bedrohen die Natur? Dies wird uns durch diesen Film gezeigt, der uns die atemberaubende, faszinierende und doch tatsächlich so empfindliche Natur unserer Mutter Erde präsentiert.

 

Sie sind eine Bedrohung für Elefanten.

 

Die jahreszeitliche Reise beginnt im Frühjahr am Nordpol, als nach wochenlanger Dunkelheit die Sonne wieder zu scheinen beginnt. Eisbärenmütter überqueren zusammen mit ihren tapsigen Jungtieren vorsichtig die riesigen Eisschollen der Arktis, um an Nahrung zu kommen. Doch durch die Erderwärmung erwärmten sich auch die Eisschollen immer früher im Jahr, schmelzen und den Eisbären bleibt immer weniger Zeit über die geschlossene Eisdecke weit hinaus aufs Meer zu gelangen, um auf Futtersuche zu gehen. Die Eisbärenweibchen haben z.B. große Schwierigkeiten, nach fünf Monaten, die sie bei ihren frisch geborenen Babys und ohne Futter verbracht haben, auf Nahrungssuche zu gehen, da sie in dieser Zeit die Hälfte ihres eigenen Körpergewichts verloren haben.

 

Ein Rudel von Rehen in Deutschland, wer ist hier der natürliche Feind?

Die nächste genauer betrachtete Spezies sind die Elefanten. Sie leben in der Kalahari- Wüste in Afrika. Um nicht zu verdursten wandern sie, angeführt von der Leitkuh, in der Trockenzeit mehrere Wochen lang in Richtung Fluss. Doch die Wüste ist nicht ganz ungefährlich, denn an den wenigen Wasserlöchern, die es noch gibt, lauern Löwen ihrer Beute auf. Für die riesigen Tiere sind die Löwen nachts sehr gefährlich, da die Löwen auch dann gut sehen können, die Elefanten aber kaum besser als wir. Besonders interessant für die Löwen sind die Elefantenkälber, die sie von der Herde abzudrängen versuchen. Eine weitere Gefahr sind Sandstürme, in denen einzelne Tiere von der Herde getrennt werden und allein keine Chance mehr haben zu überleben. So wird man Zeuge, wie ein Jungtier orientierungslos allein zurück in die Wüste trottet...

 

Weiter Richtung Süden wird man, vorbei an den buntesten, artenreichsten und exotischen Tieren wie z.B. den Paradiesvögeln Neuseelands, zu den Buckelwalen geleitet. Durch höchst interessante Details über die Lebensweise der Buckelwale (auch während der Aufzucht der Kälber, bei der die Buckelwalmutter es schaffen muss, ihr Jungtier sicher vom Äquator bis zur Arktis zu bringen), möchte der Zuschauer sofort noch mehr über diese Spezies erfahren.

 

Dieser absolut sehenswerte Film wird sicher ein Kinohit und bewegt die Kinobesucher so sehr, dass sie am Ende des Films plötzlich völlig anders über den Klimawandel nachdenken. Alle Zuschauer bekommen ein schlechtes Gewissen. Der Dokumentarfilm soll eines deutlich machen: Dass all diese wundervollen Tierarten am Leben bleiben müssen und die herrlichen Landschaften sich nicht weiter so dramatisch verändern dürfen, da so die Lebensräume gefährdeter Arten bald schon völlig verschwunden sein werden. Viele Tiere müssen sich schnell umstellen und anpassen, weil wir durch unsere Klimapolitik ihre seit vielen Jahrhunderten bestehende Lebensweise unmöglich machen.

 

Es ist hart zu sehen, wie ein erwachsener Eisbär verhungern muss. Der letzte freilebende Eisbär wird 2030 ausgestorben sein, wenn in den nächsten Jahren keine Maßnahmen getroffen werden. Es ist höchste Zeit, etwas zu tun!

Von unserer Redakteurin Christine Phieler (17.02.2008)

Die meisten halten es für absurd und völlig sinnlos, doch ein virtuelles Leben auch nach dem realen Tod scheint für sieben Jugendliche aus England wert gewesen zu sein, ihr Leben aufzugeben.

 

Eine Selbstmordserie Jugendlicher in der britischen Stadt Bridgend lässt viele Menschen nachdenklich werden. Innerhalb von einem Jahr brachten sich dort sieben Jugendliche um. Alle sieben kannten sich und alle waren Mitglieder der Internetseite "Bebo". Nach ihren Selbstmorden bekam jeder von ihnen eine Gedenkseite, auf der Freunde Grüße hinterlassen konnten. Als Grund wird deswegen unter anderem vermutet, dass die sieben Jugendlichen sich wegen eben dieser "virtuellen Unsterblichkeit" umbrachten. Doch ist das wirklich ein Grund sich umzubringen?

 

Selbstmord, ein heikles Thema

Die erste Reaktion der meisten Jugendlichen, wenn man sie fragt, ob sie es sich vorstellen könnten, sich wegen so etwas umzubringen, ist ein Lachen. Zwar ist mit diesem Thema nicht zu scherzen, doch wirklich ernst nehmen es viele erstmal nicht. Denn welcher Jugendliche will schon einfach so sein Leben beenden, nur um eine Gedenkseite von Freunden zu bekommen?


"Also ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass das der Grund sein soll, warum die sich umgebracht haben. Wer macht denn so was schon?", antwortet eine Schülerin der 9. Klasse auf die Frage, ob sie die Jugendlichen verstehen könne, die sich vielleicht aus diesem Grund umgebracht haben. "Das ist doch Quatsch, man will doch was erleben! Wieso sollte ich mich also deswegen umbringen, wenn ich noch mein ganzes Leben vor mir habe", erzählt sie weiter.


Ein anderer Schüler gibt an: "Wenn sie meinen, aber ich finde das ziemlich unlogisch. Jeder zweite Jugendliche hat sowieso seine eigene Homepage im Internet. Da sieht man doch, dass man für eine eigene Seite im Internet nicht sterben muss."


Eigentlich kann sich keiner wirklich vorstellen, sich wegen einer Gedenkseite im Internet umzubringen, doch geklärt ist ja auch nicht, ob wirklich das der ausschlaggebende Grund für die Selbstmordserie war. Es gibt viel einfacherer Möglichkeiten, sich im Internet darzustellen und eine virtuelle Form der Unsterblichkeit zu erlangen. MySpace, SchülerVZ und andere lassen grüßen.

Samstag, 04 Juni 2011 23:45

Skater im Schnee

Von unserer Redakteurin Luisa Jung (03.02.2008)

Erst gegen Ende des 19.Jahrhunderts tauchten die ersten Skifahrer in den Alpendörfern auf. Nur wenige Geschmeidige wagten sich mit Vollholzbrettern und einem langen Stock für Bremsmanöver die Hänge hinunter. Von den Zuschauenden wurden sie meist als Spinner bezeichnet.

 

Unbegrenzte Freiheit auf der Piste.

 

Das erste Snowboard wurde sogar erst vor rund 30 Jahren bekannt. Der amerikanische Firmengründer Jake Burton, auch „Lord of the board „ genannt, erfand das Snowboard, wie wir es heute kennen. Seit 1998 gehört Snowboarden auch mit zu den olympischen Disziplinen. Snowboarden bedeutet für die meisten Fahrer Freiheit, wie man es schon an den dazu passenden weiten Klamotten erahnen kann. Aber auch die Skifahrer haben sich von vielen Regeln befreit. Bis vor ein paar Jahren haben sich nur Snowboarder in riskantes, fast unmögliches Gelände gewagt, heute heizen auch die Skifahrer hinterher. Jake Burton sagt dazu: „Die Seele des Boardens ist das Freeriding, wenn du einen Hang ´runtersurfst, unberührter Schnee, das ist etwas unvergleichlich Schwereloses, es ist ein Verschmelzen mit der Natur."

 

Die Idee des Snowboardens ist, die Tricks der Skater und ihre Ausdrucksformen aus dem Beton der Großstädte ins unschuldige Weiß der Natur zu übertragen. Sie sehen einfach gut aus in ihren Klamotten, sie machen die coolsten Jumps und Moves in der Luft und wenn du sie in Aktion siehst, rauben sie dir den Atem. Du spürst den Winter, wenn die Snowboarder zurück sind. Der Schnee ist unberührt, es ist, als ob man auf den Dächern der Welt steht. Dann schießt man einfach die Berge hinunter.

 

No risk no fun?

Aber es ist nicht nur Fun! Es gibt auch Risiken: Die Snowboarder müssen auf Lawinen, Felsbrocken und Bäumen acht geben, es ereignen sich auch viele Unfälle bei dieser neuen Trendsportart. Auf das „magische Brett" steigen meist risikofreudige junge Leute. Durch die richtige Schutzausrüstung ließen sich viele Verletzungen vermeiden. Doch nur etwa zehn Prozent aller Snowboarder tragen einen Knie-, Schulter- oder Ellenbogenschutz. Die Zahl derjenigen, die einen Helm aufhaben, liegt sogar noch deutlich darunter! Empfehlenswert sind auch spezielle Snowboarder-Handschuhe, die mit einer integrierten Handgelenkstütze und speziellem Fingerschutz versehen sind. Statistisch sieht es wie folgt aus: 10 Prozent aller Sportunfälle ereignen sich beim alpinen Wintersport (zum Vergleich Fußball: 30 Prozent) und 10.000 stationäre Behandlungen pro Jahr gehen auf sein Konto.

 

Auf unserer Schule gibt es auch einige begeisterte Skifahrer- und Snowboarder/innen. Einer von ihnen, Philip Becker, 17 Jahre, fährt seit vier Jahren Snowboard. Er sprach mit seinem besten Freund, der schon seit sieben Jahren Snowboard fährt, über diesen Sport und bekam Lust, es selbst einmal zu probieren."Man fühlt sich so frei beim Snowboarden und wird kaum durch irgendwelche Begrenzungen behindert. Außerdem ist die verschneite Natur im Winter sehr schön und es macht einfach riesig Spaß", sagt er. Er fährt zum Snowboarden „nach Winterberg oder Süddeutschland und in den Winterferien auch mal nach Österreich ins Ötztal oder nach Ischgl." Eva Reichert, ebenfalls 17 Jahre, fährt Ski seit sie vier Jahre alt ist; Snowboarden lernte sie mit 13 Jahren. Sie fuhr zuerst mit ihren Eltern in den Skiurlaub. „Beim Skifahren kommt man einfach schneller voran und muss bei den Ziehwegen zwischen den Pisten nicht immer das Board abschnallen", erläutert sie. „Beim Snowboarden macht es dafür mehr Spaß durch Tiefschnee oder in Halfpipes zu fahren." Eva fährt am liebsten in der Schweiz Ski oder Snowboard.

 

Jedoch kann man auch hier in der Nähe Ski und Snowboard fahren, zum Beispiel am hohen Gras oder am Meißner. Falls hier kein Schnee liegt, kann man auch in die Skihallen nach Neus oder Bottrop fahren.

Samstag, 04 Juni 2011 23:45

Teure Tinte

von unserem Redakteur Steffen Engelbrecht (27.01.2008)

„Die vielen Fehltage haben ganz schön viel Speicher eingenommen.“ Dies könnte durchaus ein Satz sein, den manch ein fauler Schüler bald bei der Zeugnisübergabe zu hören bekommt. Die Stadt Kassel, und damit der Schulträger des Goethe-Gymnasiums, ist nämlich nicht mehr bereit, fertig gedruckte Zeugnisse an die Schulen zu liefern. Im Klartext heißt das, dass jede Schule in ganz Kassel lediglich einen Stapel Papier bekommt, und dann damit eine möglichst billige Druckerei finden muss.

 


Könnten so bald die Zeugnisse aussehen?

 

Die Druckkosten können sich dabei pro Halbjahr schon mal auf fast 400 Euro belaufen. Gut, dass das Goethe-Gymnasium durch den UMLAUF bereits Verbindungen zu einer Druckerei hat, sonst würde ein noch höherer Betrag die ehe schon gebeutelte Schulkasse mit voller Härte treffen. Aber wird sich Schule bald noch viel grundlegender ändern.

 

Da scheint doch der Gedanke an ein Zeugnis vom USB-Stick zum Selberausdrucken gar nicht so abwegig. Dieser wäre auch sehr viel handlicher und würde nicht so schnell in der Tasche zerknicken. Aber auch andere Speichermedien wie CDs würden die enormen Druckkosten sparen. Eine andere - zeitgemäße - Möglichkeit wäre eine Gewerkschaft von verantwortlichen Lehrern der unterschiedlichen Schulen, die versuchen könnten das benötigte Geld zu erstreiten. Selbstverständliche ohne Waffengewalt, aber durchaus mit Streik; kein Schüler würde es ihnen verdenken.

 

U-Plus und eventuell bald ein Zeugnis auf CD. Wiesbaden und die örtlichen Schulämter verabschieden Beschlüsse, die wohl beim berühmten Ebbelwei in Wiesbaden entstanden sind. Sparen an der Bildung, auch wenn nur indirekt, ist ein Eigentor. Aber die „Zeugnisaffäre" ist lediglich der Pinguin auf dem Eisberg. Der UMLAUF-Redaktion liegen geheime Informationen vor, nach denen auch bald an ganz anderen Enden gespart werden soll - den Lehrern! Längst überflüssig, stehen sie immer noch vor völlig überfüllten Klassen und versuchen verzweifelt, ihr hart angeeignetes Wissen weiterzuvermitteln.

 

Lehrer von Morgen?

Diese Aufgabe kann bald von komplett selbstständigen Computern übernommen werden, die auch nicht unter fiesen Beamtenwitzen zu leiden haben. Extrem realistisch, intelligent und mit erstaunlichen pädagogischen Fähigkeiten, dank Grins- und Grimmigprogrammen, sollen sie bald Hessens Schüler zu interessierten und hinterfragenden Menschen erziehen. Am Ende des Jahres kann das Zeugnis dann sofort im hinteren Beckenbereich des Roboterlehrers gebrannt werden. Diese geniale Erneuerung würde sich nach höchstens zwei Jahren rentiert haben!

 

Welche Reformen werden die Schulen wohl noch alle zu spüren bekommen? Sei es die Unterrichtgarantie Plus oder die Kosten für die Zeugnisse, die jetzt vom Förderverein, und damit von den Eltern getragen werden: Das Geld, welches der Schule verloren geht, könnte wesentlich besser für schulinterne Probleme genutzt werden. Das Zeugnis auf dem USB-Stick jedenfalls scheint immer näher zu rücken und vielleicht gibt es bald auch die Lehrer mit passendem Anschluss.

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