Lust & Leben

Lust & Leben (252)

Samstag, 04 Juni 2011 20:56

Nie wieder!

Von unserer Redakteurin Anna Scharf (01.09.2006 23:08)

Am Dienstag vor den Sommerferien präsentierte die Schreibwerkstatt-AG unter der Leitung von Herrn Gleim ihre neuste selbstverfasste Kurzgeschichte "Nie wieder". Zuschauer - oder vielmehr Zuhörer - waren nicht nur Herr Gries, sondern vor allem die damaligen Klassen 5. Während des Vortrags lasen fünf aufgeregte AG-Teilnehmer in der Cafeteria des Nebengebäudes die Geschichte von Lena, der Hauptperson des Werkes, vor.



Die Schreib-AG bereitet sich vor: Johanna Teclemariam, Seda Öztürk, Ebru Er, Lisa Nölle und Berit Wenzel (v.r.)


Lena gerät mit 13 Jahren in die Finger eines Cliquenchefs. Er droht, ihrer geliebten Schwester etwas anzutun, falls Lena die kriminelle Jugendbande verpfeifen sollte. Aus der selbstsicheren und aktiven Lena wird ein hilfloses und verunsichertes Opfer. Ihren Eltern kann sie sich nicht anvertrauen, da diese kaum Zeit für ihre Tochter haben. Als dann auch noch die Schule von Lenas Machensschaffen als Mitläuferin erfährt, droht ihr nach einem Verhör der Schulverweis. In ihrer Verzweiflung rennt Lena von zu Hause weg, jedoch nicht ohne sich vorher von ihrer geliebten Schwester zu verabschieden. Sie flüchtet zur Clique, die ihr allerdings nur so lange Unterschlupf gewährt, wie Lena bezahlen kann. Als ihr dann aber das Geld ausgeht, wird von dem Mädchen erwartet, dass sie Drogen verkauft.

Berit Wenzel, Anna-Lena Siemon, Martha Eder und Yannick Brodatzki (v.r.)

Lenas Situation scheint sich in einen unaufhaltsamen Teufelskreis zu verstricken, als ihre besorgten Eltern sie durch einen raffinierten Trick ausfindig machen können. Somit geht auch dieses Buch mit einem Happy End glimpflich aus.

Carsten Lehmann mit unserem Schulleiter








Diese fiktive Geschichte haben sich die Sechsklässler allein ausgedacht. Zuerst sind sie durch ein Brainstorming auf den ungefähren Inhalt ihres Werkes gekommen, der dann in vier Kleingruppen weiter ausgearbeitet wurde. "Und da liegt die Schwierigkeit", erklärt Herr Gleim, "denn nur durch eine gute Kommunikation zwischen den Gruppen kann man die vier Teilhandlungen zu der fortlaufenden Geschichte von Lena zusammenfassen. " Jedoch gibt es in der dieser AG nicht nur talentierte Autoren, sondern auch Illustratoren, die ebenfalls selbstständig passende Bilder zu dem Buch skizziert haben.

Als Endergebnis ist eine spannende und individuelle Jugendkurzgeschichte herausgekommen, die von jedem Teilnehmer handschriftlich in ein eigenes Büchlein verewigt worden ist. Ganz uneigennützig war diese Buchvorstellung natürlich nicht, wie Herr Gleim selbst zugibt. "Denn ich möchte, dass ihr vielleicht auch so viel Spaß bekommt, dass der eine oder andere von euch sich nächstes Jahr bei der Schreibwerkstatt AG anmeldet.", meinte der Deutsch- und PoWi-Lehrer zu den Fünfklässlern. Und auch Herr Gries bestätigt, dass "das eine spannende Sache ist, die nicht einschlafen sollte, wenn am Ende ein so tolles Ergebnis heruaskommt." Außerdem fügte er noch hinzu: "Geschichten ausdenken, Texte schreiben und sein Deutsch verbessern ist wirklich eine reizvolle Aufgabe."


Samstag, 04 Juni 2011 20:56

Punk-Musik, Jugendkultur und Lebensart

Von unserem Mitarbeiter David Fröhlich (08.09.2006 01:39)

England, 1977, der Siegeszug des Punks beginnt. Die Sex Pistols veröffentlichen ihr erstes und einziges echte Studio-Album "NEVER MIND THE BOLLOCKS", und die bisherige Untergrundbewegung Punk erhält ihre berüchtigte Leck-mich-am-Arsch-Attitüde und die ,,No Future"-Mentalität. Zwar war der Klang der Musik gegenüber den amerikanischen Vorbilden wie den Drei-Akkord-Helden der Ramones nicht wirklich neu, aber die Sex Pistols und The Damned, die andere große Punkband der ersten Stunde, machten den Punk zur bestimmenden Musik- und Jugendkulturszene dieser Zeit.



David Fröhlich, nicht unbedingt ein Vertreter des Mainstreams


Anfang der Achtziger rückte dann die zweite Welle von Bands in den Mittelpunkt der Szene. Gruppen wie die Dead Kennedys, Agnostic Front und The Exploited brachten ein radikales politisches Bewusstsein in die Bewegung und machten den Punk zu dem, was er heute ist.
Gewisse Grundideen aus den Anfängen mögen heute wegfallen, der politische Gedanke ist aber häufig noch erhalten, und das macht diese Musik zu etwas besonderem. Wer singt heute noch über politische Themen, die uns doch eigentlich alle betreffen? Es ist - mir zumindest - doch relativ wichtig, dass die Musik, die ich höre, wenigstens etwas Tiefgang hat. Gerade in unserem modernen Medienzeitalter sollte eigentlich die Öffentlichkeit über alles Bescheid wissen. Doch wer geht heute noch auf die Straße um gegen den Irakkrieg oder gegen Hartz IV zu demonstrieren, obwohl es unsere Zukunft ist!!! Aber dem Großteil der Jugend in Deutschland ist das egal. Politik, kein Bock! Alles ignorieren und einfach wegsehen ist der größte Fehler unserer Generation.

Die Punks am Goethe-Gymnasium...

1998 bekam ich mein erstes Punkalbum geschenkt: REFUSED - The Shape Of Punk To Come. Es kamen weitere Platten hinzu, zum Beispiel von den Deftons oder Pennywise. Musik wurde immer wichtiger, um die eigene Persönlichkeit darzustellen. Die Ablehnung gegenüber dem Mainstream führte dann fast zwangsläufig zum Punk, denn wer nicht zeigt, dass er anders ist, schwimmt auch nur mit dem Strom, zu dem ich auf keinen Fall gehören möchte. Denn die Allgemeinheit verkommt zu einem Haufen von Wegschauern und Ignoranten. Punk heißt Widerstand gegen die Missstände der modernen Gesellschaft.
Punk verbindet Jugend, Musik und Gesellschaft auf eine Art und Weise, wie sie einmalig ist. Er ist einfach anders und macht dich anders, hebt dich von der langweiligen Masse ab, in der viele zu versinken drohen. Punk gibt dem Leben eine gewisse Richtung, die einige als schlecht ansehen. Dies zeugt aber nur von der Ahnungslosigkeit, wenn nicht sogar Dummheit dieser. Punk soll wachrütteln und Probleme aufzeigen oder einfach nur Spaß machen. Die Meinung anderer ist hier egal, denn es geht nicht ums ,,Cool-Sein" wie in der Scheinwelt des Mainstream. Ich kann selbst sein und tun und lassen, was ich selbst für richtig halte. Punk gibt mir die Freiheit, die man in der modernen Pop-Kultur nicht mehr hat.

... sind das Salz in der Suppe.


Das häufig negative Bild über Punks versucht ein Leserbrief in der HNA zur Situation in der Innenstadt zu entkräften.

Ihr Artikel über die Kasseler Szene und deren Auswirkungen aus die (Innen-) Stadt ist voller Fehlinformationen. Allein schon, dass Sie Punker, Fixer und Alkoholiker in einen Topf werfen, ist ungeheuerlich. Kein Punk gehört der Szene der Fixer oder der Szene der Alkoholiker an. Ich selbst bin in der Kasseler Punkszene und weiß, dass keiner von uns Kirchen, geschweige denn Altäre verunreinigt. Die Szene ist sowieso schon mit tausenden von negativen Vorurteilen behaftet und Ihr Artikel macht nichts besser. Er vermittelt den Eindruck, dass Punks immer schlechte Menschen sind.

Ich denke nicht, dass einer von Ihnen jemals einen Punk persönlich kennen gelernt hat, sonst wüssten Sie, dass wir offene, ehrliche und solidarische Menschen mit einem etwas anderem Lebensstil sind. Wir tragen unser Lebensgefühl lediglich nach außen und zeigen, was wir denken und fühlen. Was soll daran schlecht sein? Ich bin lieber ein Punk, als ein Mensch mit negativer Lebenseinstellung, der auch noch voller Vorurteile ist.

Marlene Löher, Kassel


Samstag, 04 Juni 2011 20:52

United 93

Von unserem Mitarbeiter Yannick Rudolph (02.07.2006 14:05)

Im Film "Flug 93" geht es um die Entführung des United Airline Flugs am 11. September 2001. Dieses Flugzeug wurde nach Kämpfen zwischen Passagieren und Entführern in der Nähe von Pittsburgh, Pennsylvania zum Absturz gebracht. Sicherlich werden hier Wunden wieder aufgerissen, doch ist es meiner Meinung nach dringend nötig, diesen Vorgang öffentlich zu verarbeiten, aber unter der Voraussetzung einer distanzierten Verarbeitung des Themas. Ist das gelungen?




Im Film gibt es keine Hauptdarsteller, keine bekannten Gesichter, es gibt nur Schauspieler, die vom Regisseur ihrem Original entsprechend ausgewählt wurden; außerhalb der Maschine spielen auch echte Zeitzeugen sich selbst. Warum hat dieser Regisseur nur dieses Schema und diese Art einer Filmproduktion gewählt? Ganz einfach: ein großes Staraufgebot hätte den Film zu einem Blockbuster gemacht. Man würde diesen Film mit Blick auf die Darsteller sehen wollen, weniger auf das Thema bezogen. Dieser Film dient aber weniger zur Unterhaltung, er dient zur Aufklärung über das, was wir zu wissen glauben, aber nie so deutlich vor Augen geführt bekamen.

Das Filmplakat zu "Flug 93" und...

An Bord des Flugzeugs befinden sich vier Terroristen, die kurzerhand das Cockpit übernehmen und einen Passagier, die zwei Piloten und eine Stewardess erstechen. Dieser Flug ist der letzte der vier Terrorflüge vom 11. September. Einige Passagiere sind über die Situation aufgeklärt, da sie mit Verwandten telefonieren. Doch als sie anfangen sich zur Wehr zu setzen, ist es bereits zu spät. Das Flugzeug verfehlt zwar sein Ziel, doch alle Insassen des United Airline Flugzeugs kommen bei dem Absturz ums Leben.

Den Kinogängern ist klar, dass dieser Film sich auf etwas bezieht, was man nicht genau beweisen kann. Doch Regisseur Greengras hat genügend recherchiert. Er wies mit diesem Film eine Möglichkeit auf, welche Vorgänge sich im Flugzeug abgespielt haben könnten, nachweisen kann er es nicht. Dennoch kann man das nicht als Kritikpunkt nehmen. Es geht nicht um die detaillierten Geschehnisse im Flugzeug, sondern um den Tatbestand, was am 11. September geschah, also ein möglicher Ablauf aus der Perspektive einer Flugzeugbesatzung, die per Funk erfährt, dass sie ihr Ziel nicht erreichen wird.

...das World Trade Center aus der Ferne und...

Diese Geschehnisse wurden hier in diesem Film so realistisch wie möglich verarbeitet. Die Dramatik wurde nicht so hochgeschraubt, dass sie einem Trauerspiel glich. Der Film weist hohe Authentität durch Aufnahmen des World Trade Centers auf, die aus einer Entfernung von einigen Kilometern gemacht wurden. Nichts wurde idealisiert, nichts wurde übertrieben, nichts wurde ausgelassen. Die US-Regierung hat es nicht geschafft, an diesem Tag initiativ zu werden, denn George Bush hat versagt. Greengras berichtet hier nichts, was völlig aus den Wolken gegriffen ist. Viele kennen Michael Moore mit "Fahrenheit 9/11". Alle sahen dort, wie George Bush während eines Besuches in einer Grundschulklasse teilnahmslos dasaß und nicht wusste, was er angesichts eines Terroranschlags auf die Vereinigten Staaten von Amerika tun sollte. Die Hilflosigkeit vor dem Terror wird hier nochmal deutlich.

...der Nähe.

Nichts ist vorhersehbar, doch dieser Tag macht uns klar, dass die Weltpolitik eine Wendung genommen hat. Diesen Tag verpackte Greengras hier in einem der besten Filme aller Zeiten. Distanziert, geschickt und unglaublich real werden hier Zuschauer sicherlich zu Tränen gerührt, vor allem aber aufgeklärt. Dieser FIlm ist kein Blockbuster, das wird er nie sein. Er ist ein Kunstwerk, doch auf eine Weise, die erschreckend und gigantisch ist. Schlicht, aber im Sinne einer griechischen Tragödie. Besser geht es nicht...

Samstag, 04 Juni 2011 20:51

Sportfest-Plakate

Klasse 10A unter Leitung von Herrn Schön (07.07.2006 22:56)

Ziel des Kunstunterrichts in der 10a war die Erstellung eines Veranstaltungsplakates zu einem fiktiven Sportfest des Goethe-Gymnasiums am 26. Juni 2006 im Auebad, das übrigens vor einigen Jahren tatsächlich stattgefunden hat.
Die Schüler mussten zu diesem Thema zuerst eine analoge bzw. digitale Fotoserie mit mindestens 8 Bildern im Format DIN A 6 anfertigen. Aus dieser Serie wurden dann zwei Bilder ausgewählt, die dann als Vorlage für ein Plakat dienen sollten.




Die Plakate wurden für diese Homepage wie üblich fotografiert. Dabei treten aber oft perspektivische Verzerrung auf, die eine digitale Nachbearbeitung erfordern. So wird an diesen Einzelbeispielen aber auch deutlich, wie in Grafikbüros oft gearbeitet wird: Kunst wird mit digitaler Technik kombiniert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Samstag, 04 Juni 2011 20:51

Lachen ist gesund

Von unserer Redakteurin Janina Plettenberg (07.05.2006 23:37)

Wenn sie sich wundern, dass Menschen in kleinen Gruppen oder auch alleine im Park oder auf der Straße stehen und plötzlich anfangen zu lachen, hat es wahrscheinlich einen Grund - Am ersten Sonntag im Mai jedes Jahres, also diesmal am 7. Mai 2006, treffen sich Menschen auf der ganzen Welt, um den Weltlachtag zu feiern - kein Witz!

Die Minimalisten lachen nur während der Faschingszeit, andere...

Dieser Tag beginnt am 7. Mai mit einem fünfminütigen Lachen um 7.55 Uhr und endet mit einem genauso langen Lachen um 19.55 Uhr. Die Idee dieses Kalendertages stammt von dem indischen Arzt Dr. Madan Kataria, der Anfang der 90er-Jahre das "Lachen ohne Grund" erforschte und daraufhin im Jahr 1995 den 1. Lachclub in Bombay gründete. Drei Jahre später entwickelte sich daraus der erste Weltlachtag.

...wiederum bei jeder Gelegenheit und...

Mittlerweile sind diese Lachclubs so begehrt, dass es schon ca. 300.000 Anhänger dieser gibt. Auch in Deutschland gibt es inzwischen über 35 Lachclubs, in denen die Menschen sich treffen, um miteinander zu lachen. Dies tun sie neben dem Lachen nach Melodien bekannter Volkslieder auch nach den sogenannten Lachübungen, wie z.B. dem "Löwen-Lachen". Bei dieser Übung sollen die Teilnehmer während des Lachens die Zunge so weit wie möglich herausstrecken und die Hände zu Löwenpfoten formen. Das Ziel dieser Lachübungen ist, das "Lachen ohne Grund" der Kindheit wiederzuentdecken. Da muss wirklich jedermann lachen, denn Lachen ist wirklich ansteckend! Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben sogar, dass sich das "grundlose Lachen" intensiver ausbreiten kann, als das über einen Witz.

...diese beiden jungen Frauen, weil sie endlich die Schule hinter sich gebracht haben, oder?

Während Kinder und Jugendliche täglich 400 Mal herzhaft lachen, bringen Erwachsene hingegen nur durchschnittlich 15 Mal am Tag ein Schmunzeln übers Gesicht. Lachen ist aber nicht nur ansteckend, sondern auch noch gesund, was Lachforscher der Universität Standford herausfanden. Es stimuliert u.a. das Immunsystem, regt den Stoffwechsel an, trainiert ca. 80 Muskeln und trägt dazu bei, das Stresshormon Cortisol abzubauen. Zudem setzt es Glückhormone, so genannte Endorphine, frei.

Wenn das nicht genug Gründe zum Lachen sind?

Samstag, 04 Juni 2011 20:50

Zwischen Wahrheit und Zweifel

Von unseren Redakteuren Julia Pfannkuch und Sina Muhammed-Ali (11.06.2006 00:28)

Sakrileg oder auch Tempelraub, wie es von dem lateinischen Wort sacrilegium übersetzt wird, bezeichnet die Entweihung heiligen Bodens oder heiliger Gegenstände durch Raub, Schändung oder Missbrauch, aber auch ein Angriff auf geweihte Personen.



Das letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci, ein Schlüsselbild im Film


Doch weltweit verbinden Millionen von Menschen das Wort Sakrileg mit einem Bestseller von Dan Brown. Seit vorletzten Donnerstag ist die Verfilmung des Buches nun auch in den deutschen Kinos zu sehen und bereits in den ersten Tagen wurde der Film von knapp 3,3 Millionen Zuschauern gesehen. Doch ist diese Hollywoodverfilmung lediglich ein weiterer Kassenschlager oder wird das größte Rätsel, das die Menschheit je gesehen hat, offenbart?
Für die Verfilmung holte Erfolgsregisseur Ron Howard seinen "Apollo 13"-Star Tom Hanks, Frankreichs Top-Exporte Audrey Tautou und Jean Reno sowie Ian McKellen, den "Ring"-Zauberer Gandalf, an Bord.

Der Besteller hat eine Flut weiterer Bücher ausgelöst

Und trotzdem erntete der Film haufenweise schlechte Kritiken. "Die dem Medium geschuldete Straffung und Verknappung erweckt den Eindruck, Hanks und Tatou seien in einem für Kinder entworfenen Rätselparcours unterwegs und nicht auf der Spur einer jahrhundertealten Verschwörung" berichtet www.critic.de. Und auf www.filmkritik.de wird kritisiert: "Überraschenderweise ist es jedoch ausgerechnet Audrey Tautou, die sich als große Schwäche des Films entpuppt. Ihr Charakter bleibt lange Zeit viel zu blass, sie ist nur das Anhängsel an Robert Langdons Rockzipfel. Und als sich dann die große Schlusswendung offenbart, verrichtet sie nicht mehr als Dienst nach Vorschrift."

Der Mord im Louvre, Ausgangsort einer verwirrenden Verkettung von Vorgängen

Doch was viele Kritiker stört, stößt bei zahlreichen Zuschauern auf große Begeisterung. Lediglich für die Leser des Buches hält der Film keine Überraschungen parat, da er sich streng am Buch orientiert. Dennoch, viele Zuschauer verstehen die schlechten Kritiken nicht und loben den Film in den höchsten Tönen. Insbesondere die Verbindungen mit geschichtlichen Abläufen und die Rätsel führen wie eine Leitlinie durch den Film und erhalten die Spannung bis zum Schluss, der letztlich als Höhepunkt des Filmes alle noch offenen Fragen klärt. Somit ist der Film nicht als bloßer Thriller zu sehen, sondern eher als Krimi mit geschichtlichem Hintergrund, der die Zuschauer immer wieder zum Nachdenken und Miträtseln auffordert.

Eine überraschende Wendung

Der einzige unumfochtene Kritikpunkt ist die Länge des Filmes. Mit rund 150 Minuten ist der Film ein wahrer Überlängenfilm! Doch am Ende des Films, wenn man dankbar aufstehen darf, stellt sich die Frage, wie viel Wahrheit in dem Film steckt. Mal abgesehen davon, dass Maria Magdalenas sterbliche Überreste sehr wahrscheinlich nicht unter dem Neubau des Louvres liegen, kann es doch durchaus sein, dass Jesus seine Gene auch weiter verbreitet hat. Wieso sollte die Person, die am meisten von der Nächstenliebe sprach, nicht auch in der Lage gewesen sein zu lieben - also Liebe zu machen?

Tom Hanks im Film als Robert Langdon mit Frankreichs Top-Export Audrey Tautou im Film als Sophie Neveu

Tatsache ist, dass die Tempelritter damals etwas hatten, was ihnen von heute auf morgen zu uneinge- schränkter Macht seitens der Kirche verhalf. Was mag das gewesen sein? Wer glaubt schon an einen magischen Kelch? Heute gehen Geheimdienste über Leichen, damit die Wahrheit nicht herauskommt und früher wird es wohl kaum anders gewesen sein. Tatsächlich regen sich leichte Zweifel über die Rolle der Kirche. Das zeigt auch die Riesenauflage der Romanvorlage und das sieht auch der Vatikan, der entsprechende deutliche Warnungen vor dem Filmstart ausgesprochen hat.

Das Ende gibt zu denken: Tom Hanks neben der Louvre-Pyramide

 

Samstag, 04 Juni 2011 20:50

Ankündigung eines Fahrradfestes

Klasse 10e unter Leitung von Herrn Schön (12.06.2006 20:46)

Ziel des Kunstunterrichts in der 10e war die Erstellung eines Veranstaltungsplakates, mit dem das Goethe-Gymnasium ein Fahrradfest am 29. Juni 2006 in der Zweigstelle Schützenstraße ankündigt.




Die Schüler mussten zu diesem Thema zuerst eine analoge bzw. digitale Fotoserie mit mindestens 8 Bildern im Format DIN A 6 anfertigen. Aus dieser Serie wurden dann zwei Bilder ausgewählt, die dann als Vorlage für ein Plakat dienen sollten. Leider klappt es einfach nicht, dass Plakate konkret für eine aktuelle Vorhaben des Goethe-Gymnasiums wie z.B. Abiball oder Sportfest an eine Kunstklasse in Auftrag gegeben wird. Aber wir warten einfach ab!


 





Samstag, 04 Juni 2011 20:50

Mensch und Architektur

Vom LK Kunst 13.1 unter Leitung von Herrn Schön (17.03.2006 22:59)

Neben den Grundlagen der Architektursprache (Grundrisse, Isomerie, Modellbau) und der Architekturgeschichte wird die Beziehung der Menschen zur Architektur thematisiert. Die hier abgebildeten Schülerarbeiten zeigen Beispiele.




Die Schüler haben den Menschen zu den Architekturelementen

Tür, Fenster, Treppe, Säule, Raum, Wand

in Beziehung gesetzt und als Architekturplastik realisiert. Werkstoff ist Ton.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Samstag, 04 Juni 2011 20:49

Brokeback Mountain

Von unserem Mitarbeiter Yannick Rudolph (01.04.2006 15:25)

Dieser Film wurde dieses Jahr für acht Oscars nominiert. Gewonnen hat er drei davon. Dass dieser grandiose Film nicht den Oscar für den besten Film gewonnen hat, lag sicher nur daran, dass die Homosexualität für diese Auszeichnung doch etwas zu heikel ist. Aber die US-amerikanische Gesellschaft macht Fortschritte, denn dieser Film feierte einen riesigen Erfolg und übertraf damit finanziell alle Erwartungen.



Heath Ledger und Jake Gyllenhaal (v.l.)


Der Kinobesucher liest ausgezeichnete Kritiken, geht ins Kino und fragt sich die erste Viertelstunde, ob dies eine Naturdokumentation sei. Doch allmählich wird klar, dass Regisseur Ang Lee zuerst eine Einleitung für diesen Film finden will, und dazu eignet sich nichts besser als diese traumhafte Landschaft des Brokeback Mountain.

Jake Gyllenhaal und Heath Ledger (v.l.)

In diesem Film spielt Heath Ledger die Hauptrolle. Er verkörpert den Schafhirten Ennis del Mar, nominiert als bester Nebendarsteller bei den Acedemy Awards. Aber nicht bedeutend weniger präsent ist Jake Gyllenhaal als der zweite Cowboy Jack Twist. Noch viel mehr glänzt Michelle Williams als Ehefrau von Ennis del Mar durch ihre Schauspielerei, ebenfalls nominiert bei den Academy Awards, aber leer ausgegangen.

Jake Gyllenhaal und Anne Hathaway

Wyoming 1963: Die Rodeoreiter Jack Twist und Rancher Ennis del Mar suchen sich einen Job bei dem Schafzüchter Joe Aguirre. Dieser beauftragt beide, die Sommermonate über die Schafherde am Brokeback Mountain zu schützen. Mit Pferden und mehr als hundert Schafen schlagen sie ihre Zelte am Brokeback Moutain auf. Die Abende sitzen sie zusammen am Feuer und trinken Whiskey.

Jake Gyllenhaal und Anne Hathaway

Jack Twist ist schon immer sehr aufgeschlossen gewesen, Ennis jedoch eher schweigsam. Doch allein dort oben auf dem Berg kommen sie sich näher und erzählen sich von ihrem Leben außerhalb des Brokeback Mountain. Ennis hatte vor seine Freundin zu heiraten und Jack vertrieb sich seine Zeit mit Rodeo. Eines Nachts sitzt Ennis noch bei Jack am Feuer und ihm fällt auf, dass es zu spät ist, zurück zu den Schafen zu reiten. Von der Kälte getrieben übernachtet er bei Jack im Zelt. Jack von Einsamkeit getrieben legt Ennis Arm im Schlaf um sich. Sie erkennen beide, dass viel mehr zwischen ihnen ist als nur eine Freundschaft zwischen zwei Cowboys.

Heath Ledger und Michelle Williams

Schon am nächsten Tag erinnert sich Ennis schnell wieder, dass er heiraten wollte. Mit der Zeit merken beide, dass für sie diese Arbeit ohne die Nähe zueinander und dieser verbotenen Liebe nicht machbar ist und sie nur miteinander leben können. Schon sehr bald ist die Arbeit am Brokeback Mountain vorbei und beide kehren in ihr ursprüngliches Leben zurück. Ennis heiratet seine Frau und bekommt zwei Kinder. Jack lernt eine hübsche Frau beim Rodeo kennen und heiratet ebenfalls. Vier Jahr lang sehen sich Ennis und Jack nicht mehr, doch dann bekommt Ennis plötzlich von Jack einen Brief. Kurz darauf Jack kommt zu ihm und die alte Liebe zwischen ihnen entfacht sich wieder. Dies bleibt Ennis? Frau nicht verborgen. Für sie bricht eine Welt zusammen. Wegen ihrer Liebe zu den Kindern behält sie dieses Geheimnis für sich, ließ sich jedoch acht Jahre später scheiden.

Michelle Williams

Jack träumte immer davon, mit Ennis zusammen eine Ranch zu kaufen und dort ein neues Leben zu beginnen, doch Ennis konnte Jacks Wunsch nicht nachkommen. Sie trafen sich weiterhin, bis Ennis einen Brief bekam, der eine sehr schlechte Nachricht enthielt...
Dieser Film stieß in konservativen US-Kreisen auf harte Kritik, zeigt er eigentlich eine Liebe, wie sie in westlichen Gesellschaften zwar überwiegend toleriert wird, aber in das verzerrte Idealbild der Eroberung des amerikanischen Kontinents nicht passt. Abgesehen von konservativen Gruppen bekam der Film beste Kritiken und was soll man da noch dazu sagen: Dieser Film ist absolut genial, denn niemals spielten Jake Gyllenhaal und Heath Ledger so intensiv und charakterstark wie in diesem Film.

Filmplakat

Das Thema der Homosexualität spielt im Film nur eine untergeordnete Rolle. Aber die Handlung reicht von den oberflächlichen amerikanischen Moralvorstellungen eines Familienlebens bis hin zu der Sehnsucht nach Liebe. In den Augen der Darsteller und ihrer verzweifelten Suche wird dem Wort Liebe wieder Leben eingehaucht. Jede Szene in diesem Film zeigt diese Liebe und wie sehr die Menschen nach ihr Suchen. Das ist grandios und mit dieser tollen Filmmusik hat Ang Lee eine fantastische Arbeit geleistet, die die Zuschauer anrührt. Die Frage ist nur, warum dieser Film bei diesen tollen Aufnahmen nicht auch noch den Oscar für die beste Kamera bekam.

BROKEBACK MOUNTAIN
USA 2005
Regie: Ang Lee
Darsteller: Heath Ledger, Jake Gyllenhaal, Michelle Williams
Länge: 134 Minuten
Ausgezeichnet mit 3 Oscars: beste Regie, beste Filmmusik, bestes adaptiertes Drehbuch

Samstag, 04 Juni 2011 20:49

Schluss mit lustig!

von unserer Redakteurin Anna Scharf (10.03.2006 22:58)

Wo sind sie, die alten, miesepetrigen Meckertypen, die uns jungen Spunden vorwerfen, in einer Spaßgesellschaft zu leben und nur an unser eigenes Vergnügen zu denken? Denn auch wenn wir es nicht wahr haben wollen, sie haben eindeutig Recht. Das ist das Resultat meiner letzten Fernsehabende, was ich hier einfach mal loswerden will.




Meine Kritik richtet sich gegen einen bestimmten Privatsender, dessen Experten es sich seit einigen Jahren zur selbstlosen Aufgabe gemacht haben, seine werbeverwöhnten Zuschauer zu unterhalten, aber natürlich immer so, dass anscheinend genügend Informationen über aktuelle "News" und allgemein wichtige Schlagzeilen in Form von "Taff", "Avenzio" und "Sam" übermittelt werden. Natürlich dürfen auch informationsgeballte Berichte aus den "weiterbildenden Wissenschaftssendungen" wie Galileo und Wunderwelt-Wissen nicht fehlen.

Auch für die Kleinen wird gesorgt.

Seien wir doch mal ehrlich: Diese Sendungen-mit-der-Maus-für-Erwachsene-Shows haben in den letzten Jahren genauso zusehends an Niveau verloren wie Britney Spears. Seit wann erweitert es das Wissen, wenn man sich zweimal pro Woche Berichte über immense Sprengversuche oder die ach so gesunde Industrie-Lebensmittelproduktionen anschaut? Aber solange es unserem Zeitvertreib dient, konsumieren wir einfach mal. Nicht, dass wir von Experten entwickeltes Sendeverhalten hinterfragen müssten!

Was nützen die schönsten Ansagerinnen, die...

Als Ausgleich steht dann die neu anlaufende Telenovela "Lotta in Love", die offensichtlich die Einschaltquoten nur noch weiter nach oben treiben soll. Okay, in Ordnung, nichts gegen eine seichte Love-Story mit viel Romantik, in die wir uns selbst so richtig hinein leben können. Nur hinterfragt offensichtlich kein Zuschauer die Tatsache, warum die Produzenten selbst für diese angeblich so lebensnahen Geschichten immer nur OP-Schönheiten wählen?
Denn so ist doch die unterschwellige Moral von der Geschichte: Ihr könnt nur Erfolg haben, wenn ihr hübsch seid! Entsprechen die Mädchen nicht dem angesagten Schönheitsideal, sind sie es nicht wert, vor die Kamera zu kommen. Ist das nicht der Grund, warum Minimalansätze von Emanzipation nur noch ein Fremdwort im Bewusstsein der Menschen - genauer der Frauen - sind? Auch wenn diese Schlussfolgerung auf den ersten Blick sehr weit hergeholt erscheint, so können wir es nicht mehr leugnen, dass die Medien die Macht über uns übernommen haben, indem sie so tun, als ob sie uns einen großen Gefallen tun, wenn sie uns anbieten, durch Entertainment unsere ach so schweren Alltagssorgen zu vergessen. Wie gütig!

...beste Technik, wenn...

Aber glauben wir einfach mal an das falsche Versprechen. Reflektierende Rückblicke sind in einer Konsum- und Spaßgesellschaft mit "Entlassungsproduktivität" und "Workaholic-Club-Atmosphäre", in welcher wir nun mal leben, nicht erwünscht! Solange wenigstens noch so getan wird, dass wir von diesem populären TV-Sender noch Informationen bekommen und wir anscheinend etwas für unser Allgemeinwissen tun, ist doch alles in Ordnung! Gehören Selbstlügen, Gleichgültigkeit und Verleugnung nicht auch automatisch in unsere Spaßgesellschaft, in der wir nun mal leben, in der wir in Bildschirme glotzen, die uns vom analogen bis zum digitalen HDTV-Format rücksichtslos zu konsumierenden Robotern verdummen, nur weil dieser populäre Sender uns tägliche auf dringlichste auffordert?

...das Ergebnis einfach nur seicht ist.

Wenn sich unsere Gesellschaft also auf diese Weise "outen" will, stellt sich für mich nur eine Frage: Wie werde ich zu einem alten, miesepetrigen Meckertypen, der so etwas nicht mit sich machen lässt? Oder anders: Schluss mit lustig, wo ist der Ausschaltknopf!

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