ZeitPunkte

ZeitPunkte (307)

Mittwoch, 24 August 2011 20:34

Deutschland schafft sich ab?

von unserer Redakteurin Mabelle Franke (21.09.2010)

Für vielen politischen Aufruhr sorgt zurzeit Thilo Sarrazins neu erschienenes Buch „Deutschland schafft sich ab“. Sarrazin beschreibt die Folgen, die sich aus Zuwanderung und der wachsenden Unterschicht für Deutschland ergeben. Demnach wird Deutschland dümmer und abhängiger von staatlichen Zahlungen. Nach Sarrazin läuft Deutschland Gefahr, in einen Alptraum zu schlittern. Sind das nur heftige Unterstellungen oder Tatsachen?

 

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 Integration - Zur Zeit ein sehr stark diskutiertes Thema.

 

 

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es in Deutschland viele Einwohner mit Migrationshintergrund gibt, so auch an unserer Schule. Grund genug für unsere Redaktion, einmal genauer hinzuschauen.

 

 

Einer der heftigsten Vorwürfe Sarrazins ist, dass Ausländer, im Besonderen muslimischer Abstammung, sich nicht integrieren. Bahar Korkmaz aus der Jahrgangsstufe 12 besitzt die deutsche und die türkische Staatsbürgerschaft. Sie findet, dass der Vorwurf von fehlender Integration nicht zutrifft: „Ich denke, es gibt besonders in Kassel bestimmte Stadtteile, die einen hohen Ausländeranteil haben. Deswegen fällt den Anwohner dort die Integration auch schwerer. Aber die Meisten geben sich Mühe."

 

Gemeint ist zum Beispiel die Nordstadt, dort findet eine Integration nicht zwingend statt: Die Anwohner sind dort unter sich und diejenigen, die keinen Beruf ausüben, sind nicht gezwungen, die deutsche Sprache zu erlernen.

 

 

Ein besonders gutes Beispiel für Integration ist aber unsere Schule, an der 22% der Schüler einen Mitgrationshintergrund haben, wobei ca 10% im Ausland und ca. 12% in Deutschland geboren sind. Damit haben wir von allen Schulen in Kassel den höchsten Anteil an SchülerInnen mit Migrationshintergrund. Gibt es dadurch Probleme? Im Zusammenleben sicher nicht, wie jeder Schultag zeigt. Und gibt es Unterschiede in der Leistungsfähigkeit? „Schüler aus Verhältnissen mit Migrationshintergründen sind schulisch nicht benachteiligt. Sie haben keine Defizite im Vergleich zu deutschen Schülern und schließen genauso gut ihr Abitur ab", so unser Schulleiter Herr Becklas.

 

 

Das muslimische Bürger aufgrund ihrer Gene minderbemittelt seien, ist wohl der größte Vorwurf, den Sarrazin hervorbrachte. Frau Pauli, Biologielehrerin an unserer Schule, erklärt, dass diese These falsch ist: „Gene verschiedener Mentalitäten unterscheiden sich nur in äußerlichen Merkmalen wie Haar - oder Augenfarbe." Ob Intelligenz vererbbar sei, ist bislang noch nicht vollkommen erforscht. Somit beruht Sarrazins These auf bloßer Vermutung, was einer rassistischen Verleumdung gleich kommt.

Mittwoch, 24 August 2011 20:34

Schulhomepage reloaded

von unserer Redakteurin Jessy Franke (30.08.2010)

Die Chemie- und Physiklehrerin Frau Dr. Susanne Gerlach hat die Aufgabe der Neugestaltung unserer alten Schulhomepage in die Hand genommen und sie nun verbessert.

 

 

Das Banner

unserer

Schulhomepage.

 

"Die Homepage ist im Internet das "Aushängeschild" unserer Schule", so Frau Dr. Gerlach, "somit soll sie schnell, umfassend und aktuell die jeweilige Zielgruppe über das wichtigste Informieren."

Die alte Schulhomepage wirkte auf manche Besucher bereits ein wenig veraltet und unübersichtlich, darum ist es ihr wichtig, dass nun mit der Neugestaltung die Homepage übersichtlicher und die verschiedenen Zielgruppen ansprechend gestaltet wird. Bei der Neugestaltung galt es vor allem drei verschiedene Zielgruppen anzusprechen. Das sind einmal die Eltern von Grundschulkindern, die sich für eine weiterführende Schule entscheiden müssen. Auch Eltern von Goethe-Gymnasiasten müssen schnell und umfassend informiert werden, genauso wie die am Goethe-Gymnasium unterrichtenden Lehrer.

 

"Ich habe als Zielgruppenanalyse eine Umfrage gemacht, und die Zielgruppen Lehrer, Schüler (vertreten durch die SV-Schüler) und Eltern mittels Fragebogen befragt. So konnte jede Zielgruppe genaue Wünsche äußern, was sie gerne auf der Homepage vorfinden würde", erklärt Fr. Dr. Gerlach.

 

Die Homepage unserer Schule ist weiterhin unter der alten Internetadresse zu erreichen. Beim Durchstöbern der Homepage fällt auf, dass noch ein paar Bereiche der Homepage unfertig sind. Diese sind aber aktuell in ständiger Bearbeitung.

 

"Ich habe mir die neue Schulhomepage online angeschaut, und finde sie um einiges übersichtlicher und besser strukturiert als die alte Website. Ein paar Bilder könnten sie jedoch noch um einiges interessanter und realer gestalten", so Daniela Schäfer, Schülerin der Jahrgangsstufe 11. Dieses Ziel verfolgt auch Frau Gerlach. Mit Hilfe von aktuellen Fotos möchte sie im Laufe des Jahres auf der Homepage einen "Online-Rundgang" durch die Schule ermöglichen. Damit kann sich der Besucher der Website dann einen optischen ersten Eindruck vom Goethe-Gymnasium machen.

 

"Fertig wird die Homepage nie sein, denn sie soll stetig verbessert werden und wird sich daher immer weiter verändern und den Bedürfnissen der Benutzer anpassen", erläutert Frau Dr. Gerlach ihre Pläne.

Mit Hilfe von Feedbacks der Schüler, aber auch Eltern und Außenstehenden soll die Homepage stetig verbessert werden. Verbesserungsvorschläge sind bei Fr. Dr. Gerlach also ständig willkommen, denn ihr "hat das Projekt Homepage bis jetzt sehr viel Spaß gemacht, obwohl es enorm viel Arbeit ist."

 

 Die wichtigesten Ansprechpartner unserer Schule

auf der Homepage zusammengefasst.

 

Mittwoch, 24 August 2011 20:34

Street View - Nützlich oder gefährlich?

von unserem Redakteur Philipp Dittmar (24.08.2010)

Nichts spaltet die Nation zurzeit so wie die neueste Applikation der Internetsuchmaschine Google. "Street View" wird kontrovers diskutiert: Ist es ein nützliches Gimmick zur Urlaubsplanung oder eine pervide Spionage-Attacke?

 

 Street View versetzt momentan jedermann in helle Aufregung

 

Politiker gehen auf die Barrikaden, Tausende wollen ihr Haus unkenntlich machen lassen, die Front gegen Street View wird größer und größer. Die Angst vor "Spionage" und das Gefühl der ganzen Welt auf dem Silbertablett präsentiert zu werden, ist enorm. Die Frage ist jedoch, ob diese Diskussion Sinn macht, oder ob der ganze Ärger nur der berüchtigte Tropfen auf den heißen Stein ist. Wie viel weiß Google schon über uns? Durch Google Mail, Dokumente&Tabellen, die Suchanfragen und Google Maps kennt der Internetriese unsere Post, unsere Interessen sowie unseren Standort.

 

Doch die Beschwerden der Meisten hören bei der neusten Erfindung der Suchmaschine auf. Dabei ist sie und Google nur die Spitze des Eisbergs: Telefonanbieter, E-Mail Provider, Versandhäuser, Versicherungen; Alle haben Millionen von Daten über ihre Kunden, und niemand weiß was damit passiert! Und diese Daten sind weitaus "interessanter" für Kriminelle als eine einfache Hausfassade.

 

 
 Ein Umblick von Paris  

Nach der harschen Kritik scheint Google nun jedoch etwas eingelenkt zu haben: Es besteht für circa zwei Monate die Möglichkeit, das eigene Haus unkenntlich zu machen, danach ist es jedoch uneingeschränkt sichtbar. Allerdings stellt sich dabei die Frage, ob dies nicht eher Schadensbegrenzung ist, um die erhitzten Gemüter etwas abzukühlen.

 

Bei Street View stehen sich die Frage nach dem Nutzen und der Gefahr gegenüber. Es ist wohl Ansichtssache, ob die Welt diese Applikation wirklich braucht. Die "Pro-Street View"- Fraktion beharrt darauf, dass man damit sehr gut den nächsten Urlaub oder Ausflug planen kann. Bei einem Urlaub am Meer scheidet das aber aus: Street View bildet (noch) nur größere Städte ab.

 

Auf der anderen Seite scheint die Angst, dass potenziellen Einbrechern ein neues Spionage-Instrument geschenkt wird, fast schon ridikül. Wer ernsthaft solche Pläne schmiedet, wird sich kaum zu bequem sein, das Objekt der Begierde "live" in Augenschein zu nehmen. 

 

 
 Will Google nur unsere Daten?  

Letztendlich scheint die Diskussion um Street View nichtig. Keiner braucht es, keiner hat ernsthaft etwas zu befürchten. Aber eines lässt sich diesem Konflikt doch entnehmen: Deutschland ist das einzige Land, in dem Google so viel Gegenwind verspürt hat. Heißt das, wir sind übersensibel oder einfach nur in vernünftigem Maße vorsichtig, wenn es um das "World Wide Web" und unsere Daten geht?

Mittwoch, 24 August 2011 20:34

Schland im Fußballfieber

von unserem Redakteur Philipp Dittmar (27.06.2010)

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika fasziniert in diesen Tagen die Bevölkerung. Kaum ein Gespräch wird geführt, ohne auf den nächsten Gegner der deutschen Kicker zu sprechen zu kommen, und ein Jeder scheint sich durch kompetente Ratschläge als neuer Bundestrainer zu empfehlen.

 

 Die öffentliche Liveübertragung in Kassel fand sehr großen Anklang

 

Die Fußball-WM ist in vollem Gange und bestimmt wie schon vor vier Jahren den Alltag eines Jeden.

Allein bei der Fahrt mit der Straßenbahn bekommt man Dutzende Autos zu Gesicht, die über und über in Schwarz, Rot und Gold getaucht sind. Von Fensterfähnchen bis Spiegel-Stulpen: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und während deren Hersteller sich ihres großen Absatzes erfreuen, hat sich auch ein original südafrikanischer Export zum Must-Have auf der Fanmeile entwickelt: Die Vuvuzelas sind weder aus den Stadien, noch vor den großen Leinwänden wegzudenken. Und zumindest am Fernseher hat man sich nach der einen oder anderen Partie schon an das komische Bienen-Gebrumme aus den Lautsprechern gewöhnt und hält sie für keine Störung des Signals aus dem schwarzen Kontinent.

Beim "Rudelgucken" bringen die Safari-Tröten auch einige Vorzüge mit. Bei einem eher mäßigen Spiel heben sie die Stimmung und lenken den interessierten Zuschauer von dem Grauen auf dem Rasen ab, sodass der einen anderen Grund hat, missmutig dreinzuschauen.

 

 

 Jannis Klute genoss die 

Stimmung sehr 


Auch die Stadt Kassel hat für das Eröffnungsspiel eine Möglichkeit zum Public Viewing geboten: Am 13.06.2010 pilgerten Hunderte in Trikots und Fahnen gehüllte Fans zum Königsplatz, um dort gemeinsam die Mannschaft zu unterstützen.

 

Außerdem wurden auf der Hessenkampfbahn später Leinwände aufgestellt und auch das Kneipenviertel um die Friedrich-Ebert-Straße, die auch dieses Mal wie prädestiniert für einen Auto-Korso sein wird, bot vielfältige Möglichkeiten, das Spiel zu sehen. Jannis Klute aus dem Jahrgang 9 freut sich über dieses Angebot: „Es ist absolut toll, dass es auch in Kassel diese Möglichkeiten gibt! Alleine zu schauen hat zwar auch seine Vorteile, doch die Stimmung auf dem Königsplatz war einfach unglaublich“. Diese Auffassung teilen viele Bürger und deshalb dürfen wir gespannt sein, ob dieses Event sich wiederholen wird.

 

 

 Das ca. 88.000 Zuschauer 

fassende Stadion "Soccer

City" in Johannesburg

(google earth) 

 

Natürlich hat sich auch unsere Schule nicht lumpen lassen und das Freitag-Mittags-Spiel der deutschen Kicker in der Aula übertragen. Und weil da es unverhofft Hitzefrei gab, wurde die Möglichkeit von vielen Schülern und Lehrern wahrgenommen. Mit guter Stimmung trotz von Hr. Eichner stark verteidigten Vuvuzela-Verbots (auch hierfür ein großes Dankeschön), wurde das Spiel gegen Serbien verfolgt, und trotz der knappen Niederlage konnte man diesem Nachmittag doch Einiges abgewinnen.

 

Letztendlich bleibt nur zu hoffen, dass die Euphorie erhalten bleibt und die Mannschaft um Bundestrainer Jogi Löw trotz der Entfernung von rund 8.700 km noch weit tragen kann. Denn es wäre doch sehr schade, diese Stimmung in der Kasseler Innenstadt nicht bis zum Finale zu erleben. Das sollte Motivation genug für jeden sein, noch einmal tief Luft zu holen und kräftig in die Vuvuzela zu blasen!

Mittwoch, 24 August 2011 20:33

Die Regierung auf Sparkurs

von unserer Redakteurin Gianna Dalfuß (26.06.2010)

Die Schuldenuhr in Berlin tickt und die Regierung muss laut dem Grundgesetz die Schuldenbremse anziehen. Es wird höchste Zeit die Neuverschuldung in Deutschland zu reduzieren, doch das ist kein leichtes Unterfangen. Mit der Veröffentlichung des Sparpakets sorgt die Regierung für Aufruhr in der Bevölkerung.

 

 So sieht das größte Sparpaket der Bundesrepublik Deutschland aus.

 

Bis zum Jahr 2014 sollen 80 Milliarden Euro eingespart werden, das sind allein 11,2 Milliarden für das Jahr 2011. Es ist das größte Sparpaket in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Besonders Arbeitslose und Familien sollen der Regierung bei der Verwirklichung ihrer Pläne helfen. Sie müssen zurückstecken, doch was ist mit den Wohlhabenden? Spitzenverdiener werden kaum zur Kasse gebeten und der im letzten Jahr schwer subventionierte Bankensektor wird fast völlig verschont.

 

Nicht nur die Opposition kritisiert die Herangehensweise der Schwarz-Gelben Koalition. "Mir gefällt nicht, dass Reiche nicht genauso wie die kleinen Leute belangt werden", sagt Tobias Schmidt (Jahrgang 12) und vertritt damit die Meinung einer Vielzahl von Bürgern. Auch Ludolf Dührsen aus dem Jahrgang 12 sieht die Bereiche, an denen gespart wird, nicht optimal gewählt. Allerdings finden die Schüler ein Sparpaket notwendig und auch, dass nicht an der Bildung gespart wird, sei gut. Herr Scheer, der ebenfalls die Verteilung der Sparmaßnahmen in der Bevölkerung kritisiert, rechnet der Regierung aber an, dass diese trotz weniger Schulden als erwartet das Schuldenpaket beibehält.

 

Es solle gerecht zugehen bei dem Sparpaket, das hat unsere Kanzlerin Angela Merkel immer wieder beteuert, doch davon ist wenig zu spüren. Es herrscht die gleiche Klientelpolitik wie seit Beginn der amtierenden Koalition. Die Opposition ist für eine höhere Steuerbelastung der Spitzenverdiener und vielleicht könnte die große Kritik an dem Sparpaket der Regierung noch zum Verhängnis werden. Denn die Situation in Nordrhein-Westfalen ist noch nicht eindeutig geklärt. Falls es zu einer rot-grünen Minderheitsregierung kommt, könnte dies die Sitze im Bundesrat entscheidend verändern, sodass das Sparpaket keine Mehrheit bekommt. Doch auch dafür hat die Regierung eine trickreiche Lösung, bei der ein Teil des Sparpakets keine Zustimmung des Bundesrats benötigt.

 

Das Sparpaket ist notwendig, und auch wenn die Lastenverteilung zu kritisieren ist, so muss klar sein, dass sich in Zeiten der Wirtschaftskrise und dem drohenden Staatsbankrott von Griechenland jeder zusammenreißen muss.

Mittwoch, 24 August 2011 20:33

Wer wird der neue Bundespräsident?

Von unserer Redakteurin Mara Liebehenz (23.06.2010)

Am 30. Juni 2010 findet die Wahl zum neuen Bundespräsidenten statt. Doch wer sind die Kandidaten, die Horst Köhlers Nachfolge bereit sind anzutreten? UMLAUF online stellt sie vor.

 

 
Quelle: data.stadtleben.de  

Der parteilose Joachim Gauck tritt als Kandidat von SPD und Bündnis 90/Die Grünen an. Dennoch bekommt er auch viel Zuspruch von Union und FDP. Der eigentlich studierte Theologe kommt aus Rostock, wo er wöchentlich Gottesdienste hielt und Mitglied im "Neuen Forum", einer Prostestbewegung in der damaligen DDR für demokratische Reformen, war. Als späterer Sprecher des "Neuen Forum" nahm er auch regelmäßig an Großdemonstrationen teil und kämpfte für die Öffnung der Stasi-Akten. Am 3. Oktober 1990 wurde er schließlich für sein Engagement vom damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker zum "Sonderbeauftragten der Bundesregierung für die personenbezogenen Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes" berufen.

 

 
 Quelle: d.yimg.com  

Der Gegenkandidat von Joachim Gauck ist der von CDU/CSU und FDP aufgestellte konservative Christian Wulff. Er studierte zunächst Jura, war aber auch nebenbei in jungen Jahren und während seines Studiums politisch aktiv. Von 1979-1983 war er Mitglied des Bundesvorstandes der Jungen Union und stieg später zum Landesvorstandsmitglied der CDU in Niedersachsen auf. Nachdem er von 1994-2003 den Posten des Vorsitzenden der niedersächsischen Landesfraktion inne hatte, kam für ihn am 4. März 2003 der große Tag, als er die Wahl zum Ministerpräsidenten Niedersachsens gewann. Ende Juni stellt sich schließlich heraus, ob es auch für das Amt des Bundespräsidenten reicht.

 

 
 Quelle: sueddeutsche.de  

Die dritte Kandidatin stellt die LINKE mit der Soziologin und Fernsehjournalistin Luc Jochimsen. Sie arbeitete für den NDR und war von 1991-1993 Leiterin des ARD-Fernsehstudios in London, bis sie anschließend die Chefredaktion Fernsehen des hessischen Rundfunks übernahm. Ihre Chancen auf Horst Köhlers Nachfolge sind jedoch eher gering.

 

 

„Für mich ist Joachim Gauck der klare Favorit“, erklärt Larissa zu Höne aus dem PoWikurs des Jahrgangs 12 zuversichtlich. „Er stößt sogar bei Teilen der Union und FDP auf große Zustimmung. Es ist also noch gar nicht sicher, ob Christian Wulff von den Delegierten der Union und FDP gewählt wird. Bessere Chancen auf Köhlers Nachfolge könnte Gauck deshalb eigentlich nicht haben.“

Christian Wulff hingegen hat eigentlich die Regierungsmehrheit im Rücken, weswegen der Kandidat der Kanzlerin - wenn ihre Parteigenossen und Koalitionspartner auf Linie bleiben - rechnerisch klar gewinnen würde.

 

Wer von den drei Kandidaten aber nun tatsächlich für fünf Jahre ins Schloss Bellevue einziehen darf, entscheidet die Bundesversammlung am 30. Juni. Bis dahin heißt es also noch Geduld. 

Mittwoch, 24 August 2011 20:31

Goethes Talent 2010 - Die Vorbereitung

von unserer Redakteurin Jessy Franke (20.05.2010)

Dieses Jahr nehmen am Talentwettbewerb 18 verschiedene Schülerinnen uns Schüler teil, und jeder von ihnen hofft auf den Sieg. Wie sieht es also mit der Vorbereitung auf den anstehenden Wettbewerb aus?

 

 Merle Marx wird Singen und dazu

Klavier spielen.

 

Die gecasteten Talente haben alle unterschiedliche Methoden sich auf den Wettbewerb vorzubereiten. Merle Marx aus der Klasse 6c wird singen und dazu Klavier spielen: „Mein Klavierlehrer bereitet mich auf den Wettbewerb vor und übt das Singen dazu mit mir“, sagt Merle. Auf die Frage, ob sie schon aufgeregt sei, antwortet sie: „Ja, ich bin schon ziemlich aufgeregt, aber ich habe nicht allzu große Hoffnung auf Gesamtsieg. Trotzdem ist es schön dabei zu sein, und vielleicht klappt es ja sogar mit einem kleinen Sieg.“

 

   

 Auch Aleyna Fison ist schon

aufgeregt und freut sich

auf den Wettbewerb.

 

In den unteren Jahrgangsstufen herrscht eine ziemlich große Aufregung unter den Teilnehmern. So bestätigt auch die zehnjährige Aleyna Fison: „Ich bin schon sehr aufgeregt, aber auch zuversichtlich, dass der Wettbewerb gut wird.“ Sie selbst hatte sich noch nicht einmal beworben, sondern ihre Freundin hatte sie singen gehört, und sie dann überredet zu dem Casting zu gehen. 

 

Viele verschiedene Talente werden erwartet, und es sind auch wieder einige außergewöhnliche dabei. Diesemal zum Beispiel Burak Kabatas und Enes Durokugh: Sie spielen das türkische Instrument Saz und dazu wird auf Türkisch gesungen. „Wir hoffen, dem Publikum mal etwas Neues zu bieten und nicht so wie die Meisten zu singen oder zu tanzen. Zu große Erwartungen haben wir nicht, aber es ist schön für uns, etwas von unserem außergewöhnlichen Talent zu zeigen“, sagt Enes Durokugh dazu.

 

Wir dürfen also auf den Talentwettbewerb gespannt sein; sicherlich wird es einige Überraschungen an Talenten geben.

Mittwoch, 24 August 2011 20:30

Kein Internet - Was dann?

von unserem Redakteur Paul Bröker (16.05.2010)

Die Angebote der sozialen Netzwerke und den E-Mail-Versand über das Internet nehmen die meisten als selbstverständlich wahr, doch viele vergessen, dass auch das Internet auf realen Begebenheiten aufbaut – riesigen Rechenzentren mit unzähligen Servern, die wie für Computer üblich auch Fehlermeldungen ausspucken könnten. Genau dies ist nun – wenn auch nicht so gravierend - eingetreten.

 

Kein Internet - für die meisten unvorstellbar

(successbeginstoday.org)

 

Viele Leute können sich ein Leben ohne Internet kaum mehr vorstellen. Soziale Netzwerke wie Facebook, SchülerVZ und Co. nehmen immer mehr Platz in unserem Leben ein, bieten sie doch die Möglichkeit, unabhängig vom realen Aufenthaltsort mit anderen in Kontakt zu treten - und das rund um die Uhr. Ebenso hat die E-Mail den Brief in seiner klassischen Form abgelöst und ist zur üblichen Korrespondenz in Unternehmen und Freundeskreisen geworden. Ein Zusammenbruch des Internets scheint unvorstellbar und für viele gar unmöglich.

Viele Internet-User erwischte es deshalb hart, als am Nachmittag des 12.05.2010 plötzlich sehr viele Adressen der Top-Level-Domain .de (Deutschland) aufgrund eines schwerwiegenden Problems für eine kurze Zeit nicht zu erreichen waren. Auch unsere Homepage war zeitweise von diesem Problem betroffen und wohl auch nicht wenige weitere der über 13 Millionen Internetadressen mit .de-Endung.

Der Fehler ging mit sehr großer Wahrscheinlichkeit von Servern des Domainnamen-Systems (DNS) aus (vergleichbar mit einem Telefonbuch für das Internet). So wurden z. B. im Falle unserer Homepage Anfragen nach www.umlauf.de nicht korrekt von den DNS-Servern beantwortet bzw. zu anderen Servern weitergeleitet und der Browser zeigte dem Benutzer schließlich an, dass die Seite nicht existiere.

 

Viel ärgerlicher als die zeitweise Störung des Internet-Surfens wiegt jedoch der Umstand, dass auch der E-Mail-Verkehr nur eingeschränkt funktionierte. Unzählige zu diesem Zeitpunkt versandte Nachrichten sind nicht angekommen und in den schlimmsten Fällen gar verloren bzw. verschwunden. Zur Sicherheit sollte daher bei wichtigen Mails noch einmal beim Adressaten telefonisch nachgefragt werden, ob dieser diese auch erhalten hat.

 

Glücklicherweise konnte das Problem schnell behoben werden und das Internetsurfen funktioniert somit auch wieder reibungslos, doch beim Mail-Verkehr gibt es nachwirkende Probleme. Verschwundene Abschlussarbeiten von hilflosen Studenten, die ihre Abgabefristen nicht eingehalten haben, sind nur ein erdenkliches Beispiel für die weitreichenden Konsequenzen, die der kurzzeitige Blackout nach sich gezogen hat.


Bedenkt man, dass das Problem nur für einen Zeitraum von gerade einmal (geschätzten) drei Stunden auftrat, sind die Ausmaße eines tagelangen Ausfalls kaum vorzustellen - zu selbstverständlich ist das Internet für uns geworden.

Mittwoch, 24 August 2011 20:30

Die Wolke

von unserem Redakteur Henning Engelbrecht (16.05.2010)

Am zwanzigsten März wurde die erste Eruption am isländischen Vulkan Eyjafjallajökull gemessen. Die bei den darauf folgenden Ausbrüchen entstandene Aschewolke brachte den Flugverkehr über Europa zum Stillstand. Tausende Menschen saßen fest. Auch drei Schüler des Goethe-Gymnasiums.

 

Einzigartiges Naturschauspiel (Quelle: Spiegel-Online.de)

 

In der Geschichte des Zungenbrechervulkans Eyjafjallajökull gab es bisher nur wenige Ausbrüche. Der Letzte scheint der Stärkste seit der Besiedelung Islands zu sein. Aus den Tiefen des 1666 Meter hohen Vulkans ergossen sich unglaubliche Mengen an Lava, doch gefährlich ist die Asche, die in die Luft geschleudert werde.

 

 

 

Tausende Tonnen dieser vulkanischen Asche schwirrten in den vergangenen Wochen über Westeuropa und erreichten vom Wind getragen sogar den Alpenrand. Diese Aschewolke ist für die Triebwerke der Flugzeuge äußerst gefährlich und deshalb wurde eine Flugsperre verhängt. Viele Menschen mussten in den Wartehallen übernachten und den Fluggesellschaften gingen Millionen durch die Lappen. Mittlerweile ist die Flugsperre wieder aufgehoben, doch werden noch immer europäische Flughäfen zeitweise gesperrt.

 

 

 

 

Keine Asche für die Triebwerke

  (Quelle: Spiegel-Online.de)

 

Einige Schüler des Goethe-Gymnasiums befanden sich zur Zeit der deutschen Flugsperre in den USA im Rahmen eines Schüleraustausches. Sie hatten schon von einer vermuteten Verspätung gehört, aber dass sie für weitere zehn Tage in Washington D.C. bleiben mussten, konnte zunächst keiner ahnen.

 

„Wir sind erst gar nicht zum Flughafen gefahren. Ein deutscher Lehrer hat uns Bescheid gesagt und per SMS haben wir uns auch ausgetauscht“, erzählt David Lind, der seinen gesamten Austausch in der Hauptstadt verbrachte. Nach ihrer Ankunft via Flugzeug wurden die anderen Schüler weiter zu neuen Gastfamilien gebracht, die ihnen von der Organisation „Friendship Connection" vermittelt worden waren. Vielen erging es nicht so gut wie David, denn die Fluggesellschaften können nicht allen die Verspätungen bezahlen. Und es verlief nicht alles reibungslos: Der Flug wurde mehrere Male nach hinten verschoben, und am Flughafen herrschte reger Betrieb; der Rückflug selbst gestaltete sich aber problemlos. 

 

 

 

Es ist sogar relativ wahrscheinlich, dass sich ein solches Szenario in naher Zukunft wiederholen wird, denn nicht weit von Eyjafjallajökull gibt es einen größeren Vulkan, der durch die Umtriebigkeit seines Nachbarn auch bald ausbrechen könnte. Ob die dabei entstehende Aschewolke auch als harmloses Staubwölkchen eingestuft wird, sobald die Umsätze der Flugunternehmen zusammenbrechen, wird sich dann zeigen.

Mittwoch, 24 August 2011 20:29

Das Kreuz mit dem Kreuz

von unserem Redakteur Philipp Dittmar (07.05.2010)

Mit Aygül Özkan wurde am 27.04.2010 die erste türkisch-stämmige Ministerin vereidigt. Sie bekleidet nun die Stelle der Sozialministerin in Niedersachsen, doch bevor sie überhaupt im Amt war, hat sie sich schon fast wieder hinaus katapultiert: Ihre Äußerungen gegen das Kruzifix in staatlichen Schulen versetzten viele Parteifreunde in Entsetzen.

 

 Die erste türkische Ministerin Deutschlands: Aygül Özkan sorgte für

mächtig Wind in ihrer Partei (spiegel.de)

 

Kaum ein Politiker hat es wohl bisher geschafft, so für Furore zu sorgen, wie Frau Özkan es nun „lehrbuchreif" vormachte. Ihre ablehnende Haltung gegenüber Kruzifixen in deutschen Klassenräumen, die sie unglücklicherweise kurz vor ihrer Vereidigung in einem Interview veröffentlichte, war wohl mehr als ungünstig, und gerade als Mitglied in der Christlich Demokratischen Union äußerst unpassend. Die 38-jährige macht aber auch nicht vor anderen religiösen Zeichen Halt: Sie ist der Meinung, dass die Schule ein neutraler Ort sein müsse, und dass daher auch Kopftücher für muslimische Lehrerinnen keinen Platz im Klassenraum finden sollten. 

 

 
Darf dies in einem Klassenraum hängen?  

Mit ihren Ansichten bewegt sie sich aber weder auf extremistischen Bahnen, noch ist sie gar verfassungswidrig. Sie nimmt das Grundgesetz sogar sehr ernst, und bezieht sich auf die Freiheiten der Religionen und die Neutralität der Schule, die beide fest im Grundgesetz verankert sind. Sie will lediglich die Verfassung beachten, und somit sind diese Äußerungen mehr als fundiert.

 

Nichtsdestotrotz war Aygül Özkans Interview sehr gesellschaftskritisch und rief sofort Parteifreunde zur Schadensbegrenzung auf den Plan, allen voran Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff, der Özkan im Zuge einer Umstrukturierung erst in das Kabinett berufen hatte. Er sagte, man begrüße in Niedersachsen christliche Symbole im Sinne einer toleranten, christlich geprägten Erziehung. 


Nachdem es schon in Bayern einen jahrelangen Rechtsstreit um die Kruzifixe gab, goss die CDU-Politikerin wohl noch mehr Benzin ins Feuer eines Konfliktes, der eigentlich gar nicht zustande kommen sollte. Das Grundgesetz besagt nämlich: "Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet" (Artikel 4, Absatz 2). Das bedeutet, jeder darf überall seinen Glauben frei ausleben. Außerdem soll die Schule ein neutraler Ort sein (z.B. §3, Absatz 1 und 3 Hessische Verfassung), und es sollte zwischen Christentum und Islam nicht differenziert werden. Entweder alle dürfen ihre religiösen Symbole im Klassenraum aufhängen oder gar keiner. Frau Özkan plädiert hierbei lediglich auf letzteres.

 

Obwohl die Kritik an Aygül Özkans Äußerungen parteipolitisch wohl berechtigt sein mag, sind manche Kritiker ein wenig über das Ziel hinaus geschossen: Klaus Wowereit (Bürgermeister von Berlin, SPD) schlug Özkan einen Wechsel zu den Sozialdemokraten vor, und beschrieb die CDU als „noch nicht reif" für eine türkischstämmige Ministerin. Diese Aussagen sind aber nichts im Vergleich zu dem, was Frau Özkan zur Zeit in Ihrem Briefkasten findet: Mehrere Morddrohungen von Rechtsradikalen hat sie schon erhalten, woraufhin sie Polizeischutz bekam.

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