ZeitPunkte

ZeitPunkte (307)

Mittwoch, 24 August 2011 20:21

Börsencrash

 

von unserem Redakeur Johannes Schmoll (03.10.2008)

700 Milliarden Dollar will die US-Regierung in den amerikanischen Finanzmarkt pumpen. Doch warum dieses enorme, für den normalen Verbraucher kaum fassbare Aufgebot? Was ist passiert? Die jüngste Bankenpleite in den USA hat an den internationalen Börsen eine Panikwelle ausgelöst. Milliarden von Dollar gehen den Banken verloren, die ZInsen steigen und sowohl große Firmen, als auch der einfach Steuerzahler fallen in ein finanzielles Loch. "So etwas passiert nur einmal in 50 Jahren, vielleicht auch nur einmal in 100 Jahren." sagte Henry Paulson, Finanzminister der USA.

 

Lehman Brothers verlor in den letzten drei Monaten 2,77 Milliarden US-Dollar

 

In den USA ist ein eigenes Haus ein Statussymbol. Doch um sich dies leisten zu können, fehlt vielen Amerikanern das Geld. Nun kommen die Investment- und Finanzbanken ins Spiel:

Man leiht sich Geld, baut sein Haus und zahlt es dann wieder zurück. Dabei verdienen die Banken an den Zinsen, die auf das geliehene Geld geschlagen werden. Jahrelang wurden Kredite vergeben, ohne die Rückzahlungsfähigkeit der Schuldner genauer zu untersuchen. Zu groß war der mögliche Gewinn. Dass dies nicht ewig weiter gehen konnte, war Beobachtern schon lange klar.

 

Doch seit Anfang des Jahres sinkt der Dollarkurs rapide ab, wodurch die Zinsen stiegen. Zudem mussten dutzende Firmen im Zuge von Sparmassnahmen Mitarbeiter entlassen. Und ohne Job lässt sich geliehenes Geld, auf das nun auch noch die gestiegenen Zinsen kommen, schwer zurückzahlen. Schließlich zieht sich die Schlinge zu. Den Investmentbanken fehlt es durch die ausbleibenden Ratenzahlungen der Schuldner an Einnahmen. Dadurch ist es den Banken nicht mehr möglich Geld an große Kunden, in- und ausländische Firmen, zu verleihen. Die Einnahmen sinken weiter, die Banken gehen pleite, wie es jüngst Lehman Brothers, einer der größten Investmentbanken der USA passierte, und der Aktienkurs der großen Firmen fählt ab, weil viele Anleger durch die Finanznot unsicher sind und sich zurückziehen.

 

Nun will US-Regierung 700 Milliarden Dollar in den amerikanischen Finanzmarkt pumpen, um so weiter Kursstürze und Pleiten zu vermeiden. Auch in der EU müssen die Staaten massiv in den Geldmarkt eingreifen und angeschlagene Banken stützen; Irland zum Beispiel hat eine Bürgschaft über 400 Milliarden Euro für seine Banken übernommen.

 

Ob diese Summen aber ausreichen, den angeschlagenen Finanzmarkt vor größeren Schäden zu bewahren, ist umstritten.

Mittwoch, 24 August 2011 20:21

Melamin statt Protein

von unserem Redakteur Steffen Engelbrecht (28.09.2008)

Milchpulver, welches zum Herstellen von Babynahrung benutzt wird, mit einer Chemikalie zu strecken die zur Herstellung von Kleber und Kunststoff dient, nur um den Proteingehalt zu erhöhen, hört sich unvorstellbar an. Doch die Gier nach dem Profit scheint manch einem chinesischem Geschäftsmann einen Dämon eingetrieben zu haben.

 

 Ca. 1.300 Kleinkinder liegen mit Nierenproblemen in Krankenhäusern

 

Vier tote Babies und über 6.000 Kleinkinder, die an Nierensteinen erkrankt sind, sind die Bilanz des Milchskandals der gerade in China ans Tageslicht getreten ist. Wie lange schon Geschäfte mit der verseuchten Milch gemacht werden ist unklar. Die giftige Chemikalie wurde nicht nur im billigen Milchpulver gefunden, sondern auch in Frischmilch. Der offizielle Lieferant der Olympischen Spiele in Peking Yili muss sich ebenfalls für melaminverseuchte Produkte verantworten.Besonders hart trifft es den Großteil des bevölkerungsreichsten Staates der Welt. Menschen die auf das billige Milchpulver nicht verzichten konnten und können. Wie korrupte Milchbauern und Firmen, wie Yili, Mengniu und  Guangming, mit dem Wissen um die Gefährlichkeit ihrer Produkte diese trotzdem in den Umlauf bringen konnten, bleibt unbegreiflich. Das der Skandal sich nun auch auf Frischmilch ausweitet ist unfassbar.

 

Für deutsche Verbraucher besteht keine Gefahr, da dieses Milchpulver nicht importiert wird. Das Kriminelle mit dem Leben von Kindern spielen, lässt die Frage offen, wie weit Menschen ihrer bösartigen Interessen wegen gehen. Bereits 2006 starben etliche amerikanische Haustiere, weil ihr Futter mit Melamin gestreckt worden war. Und Deutschland wurde jüngst vom sogenannten "Gammelfleisch-Skandal" heimgesucht, bei dem bereits verdorbenes Flaisch mit neuen Haltbarkeitsdaten umettikettiert wurde.

 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wünscht eine möglichst schnelle Klärung des Skandals und setzt dabei auf die chinesische Regierung. Die wird sich ärgern, dass der Skandal solche Ausmaße annimmt. China ist ein Staat der es schafft erfolgreiche Olympische Spiele zu initiieren, der aber auch rücksichtslos mit dem Leben seiner Bevölkerung spielt.

Mittwoch, 24 August 2011 20:20

Back again- Die Rückkehr der Stars

von unserer Redakteurin Mara Liebehenz (14.09.2008)

Irgendwann ist für jeden Künstler die Zeit gekommen zu gehen - und auchwiederzukehren. Dies bewiesen auch im Jahr 2008 verschiedene Band-Reunions, wie zum Beispiel das der Alt-Rockband "AC/DC". Doch braucht die Welt so etwas?

 

Sänger Brian Johnson und Gitarrist Angus Young von AC/DC bei einem Konzert im Dezember 2007 in Offenbach (Bild: Welt.de)

 

„Früher war alles besser." Ja, ja, diesen Satz kennen wir schon. Das Leben war besser, unterstrichen von guter Musik. Die Zeit lässt sich leider nicht zurück drehen, der Sound schon. Die Generation "Eltern" scheint davon begeistert zu sein. Doch ist das wirklich der Grund für etliche Oldiebands ihr Revival lautstark zu verkünden?

 

Anscheinend schon - aus Alt mach Neu, so könnte das Motto lauten. Was einmal funktioniert hat, funktioniert auch ein zweites Mal, wenn auch mit deutlich mehr Falten im Gesicht. Ob die Originalbesetzung noch so original ist, interessiert da kaum jemanden. Schnell wird für den einst drogenabhängigen und erst kürzlich nach dem Motto "Sex, Drugs and Rock 'n' Roll" verstorbenen Gitarristen ein Ersatz gefunden.

Doch das was sich so einfach anhört, ist in der Realität harte Arbeit, die, wie die Vergangenheit bewies, oft mäßigen Erfolg hat oder in einem Superflopp endet. Man denke nur an Revivals, wie das von dem sich 1997 mit einer Skandal-Pressekonferenz getrennten Rap-Trio "Tic Tac Toe": Der zweite Anlauf folgte knapp acht Jahre später, im Jahr 2005. Ein Flopp, wie sich heraus stellte, und kaum zwei Jahre später löste sich die Band erneut auf.

 

 

Ein "Best of"-Album bringt pleite gegangenen Stars und Sternchen wieder ein bisschen extra Geld

 

Tja, so wirklich erfolgreich wie in den alten Zeiten war kaum eine Band-Reunion. Vielleicht liegt dies auch daran, dass die alten Songs oftmals nur auf ein neues Album gepackt werden und Titel wie "The Best of" oder "Greatest Hits" das Cover zieren. Der ein oder andere neue unveröffentlichte Song kann den bisherigen Erfolg dann auch nicht mehr toppen.

 

Bleibt nur noch zu hoffen, dass wir in der nächsten Zeit von solchen Flopp-Comebacks verschont bleiben. Die erfolgreiche Musik von Newcomern hat schließlich auch das Recht, nicht von den immer gleichen Songs der Oldies übertönt zu werden. 

Mittwoch, 24 August 2011 20:20

Kleiner Kaukasus - Große Probleme

von unserer Redakteurin Kathrin Schüßler (28.08.2008)

Am 08.08.2008 beherrschte das Schicksal Südossetiens , einer kleinen, kaum bekannten Region im Kaukasus, die Schlagzeilen der Weltpolitik.
Durch einen Blitzkrieg versuchte Georgien Südossetien zurück zu erobern. Als Reaktion auf den Angriff griff die russische Armee nicht nur in die Konfliktregion sondern auch ins Kernland ein.
Wer und was steht hinter dem Konflikt in der Provinz? Welche Hintergründe gibt es?

 

 

 

Um den Konflikt besser zu verstehen und zu begreifen, wollen wir die Aufmerksamkeit auf die Ursprünge des Krieges richten. Südossetien befindet sich in einem Bergland zwischen Kaspischem- und Schwarzem Meer. Es wurde durch Stalin Georgien zugeordnet. Bis zum Zerfall der Sowjetunion 1989 war Südossetien, wie auch Abchasien und Andere, eine eigenständige Autonomie innerhalb der Georgischen Republik.

Da die Osseten eine eigene Sprache und Kultur haben, erklärten sie sich nach dem Krieg 1992 gegen Georgien für staatlich unabhängig. Diese wird jedoch von keinem Völkerrecht anerkannt.

 

In 2003 wurde der enger Verbündete Amerikas Saakaschwili als Präsident in Georgien gewählt. Dieser strebt seitdem die Mitgliedschaft in der NATO an. Dadurch wurde die Konfrontation zwischen Georgien und Russland vorprogrammiert. Einen Partner der NATO nahe der eigenen Grenze zu haben sieht Russland als eine Gefahr an.

 

Das Ziel von Saakaschwili ist die autonomen Gebiete wieder fester an Georgien zu binden. Der politische Kurs des Präsidenten kommt Amerika sehr gelegen, weil durch dieses Gebiet wichtige Ölpipelines vom Kaspischen Meer nach Europa und USA führen. Außerdem liegt Georgien strategisch günstig, auf Grund der nahen Grenze zum Iran. Außerdem stellt Georgien ein Soldatenkontingent im Irak.

Den Konflikt mit Georgien verschärft Russland um seine verlorene Herrschaft im Kaukasus zu stärken. Moskau stellt sich als Helfer der Schwachen und Unterdrückten Osseten dar.

 

Die einfachen Menschen leiden unter den Machtansprüchen der USA und Russland. Ca 4.000 Einwohner Südossetiens wurden getötet. Die Infrastruktur von Georgien wurde zerstört. Städte wie Zchinwali und Gori liegen in Trümmern.

Internationale Diplomatie führte zu einem brüchigen Waffenstillstand. Die Außenminister der Militärallianz hatten am 19.08.2008 den sofortigen Abzug der russischen Truppen aus Georgien verlangt. Doch die russische Armee befindet sich bis jetzt in Georgien.

 

Der Konflikt in Georgien führte zu einem schnelleren Abkommen zum Aufbau eines Raketenschildes der USA mit Polen. Russland betrachtet die Stationierung von Elementen der US Raketenabwehr vor seinen Grenzen als eine Bedrohung für die nationale Sicherheit des Landes. Moskau will jetzt die militärische Zusammenarbeit mit der NATO beenden. Außerdem sollen die russischen Truppen auf unbestimmte Zeit im Kaukasus stationiert werden.

Nach der Meinung von US- Außenministerin Rice sei Russland dabei, sich vom Rest der Welt abzuschneiden. Damit werden die Einbindung in internationale Institutionen auf Spiel gesetzt. „Der Verlierer in dieser Angelegenheit ist Russland," sagte sie. Aus eigener Sicht will Russland vergangene Stärke beweisen und sich wieder als Weltmacht etablieren.

 

Der Konflikt ist zwar noch nicht vorbei, aber man hofft, dass er mit gesundem Menschenverstand beendet werden kann.

Mittwoch, 24 August 2011 20:18

Gefahr im Netz

Von unserem Redakteur Schahin Saket (17.08.2008)

Jugendliche haben regelmäßigen Kontakt zu Gewalttätigen und Pornodarstellern.
Sie treffen sich egal wo und wann mit ihnen, ob zu hause, vor der Nase ihrer Eltern oder in der Schule direkt vor dem Lehrer! Ihre neuen Freunde sind nämlich mobil.

 

 Mobile Datenträger ermöglichen die Verbreitung von obszönem Bildmaterial



Mp3-Player mit Videofunktion, Handys und PSPs bieten ein gutes Zuhause für Pornographie und Gewaltvideos. Das Internet, ihre Geburtsstätte, macht es möglich, dass immer häufiger Jugendliche in der Fünf-Minuten-Pause sich gegenseitig die neusten Pornos zeigen oder die coolsten Schlägereien zuschicken lassen. Das Internet spielt hierbei eine sehr große Rolle, denn es bietet die besagten obszönen Videos in abertausenden Variationen frei zugänglich für jedermann an, so dass es sowohl Mädchen als auch Jungen ermöglicht wird, schon im Alter von 11 Jahren Videos, die entweder ihr Sexualbild negativ verändern oder ihre Hemmschwelle auf ein Minimum reduzieren, anzuschauen.

 

Maximilian (Name von der Redaktion geändert), 8. Klasse: „Ja, ich hatte einige Pornos auf dem Handy. Freunde, die die Videos zuvor aus dem Internet runtergeladen haben, schicken die einem zu. Wir lachen dann meistens über das Gesehene, denken uns aber nichts Weiter dabei."

 

 

 

Die allgegenwärtigen Videos motivieren Schülerinnen und Schüler dazu, die als cool empfundenen Aktionen nachzumachen und sich dabei zusätzlich selbst zu filmen. Hierbei ist es ohne Bedeutung, ob es sich bei der Schlägerei um einen ernst zun ehmenden Fall von Brutalität oder eine Mobbing -Attacke eines Mitschülers handelt.

 

Marvin L., 9. Klasse: „Einmal haben meine Freunde einen City-Scooter von einem nicht so beliebten Mitschüler zertreten und demoliert. Ich selber stand daneben und filmte die ganze Aktion mit meinem Handy! " Auf die Frage hin welcher Sinn hinter so einer Aktion stecke: „ Ich weiß gar nicht so recht. Aber auf jeden Fall fand der Junge, Besitzer des City-Scooters, das bestimmt nicht so schlimm. Wir haben auch wirklich alle darüber gelacht."

 

 

Erschreckend ist hierbei, dass Jugendliche sich über derartige Gewaltvideos keine Gedanken machen, sondern sie als Nebenbeschäftigung sehen, um ihre Zeit gut zu vertreiben. Fraglich ist jedoch ob eine solche Art von Nebenbeschäftigung keine negativen Auswirkungen auf die Psyche eines heranwachsenden Jugendlichen hat.

 

 

   

 Internetplattformen sind die Lieferanten von Gewalt- und Pornovideos

 

 

Unsere Schul-Sozialarbeiterin Fr. Hofman-Günzig: „Jugendliche im frühen Alter sind nicht in der Lage das Gesehene, in diesem Fall Pornographie oder Gewalt, emotional zu verarbeiten, hierfür fehlt ihnen die nötige Distanz zu dem was sie sehen. Dies kann zur Folge haben, dass diese Jugendlichen die Verarbeitung der gewalttätigen und pornografischen Bilder erst im späteren Erwachsenenalter durch zum Beispiel Zwangshandlungen ausführen.

 

Hinzu kommt, dass das Realitätsbild der Kinder stark verzerrt wird. Beispiele hierfür sind unrealistische Vorstellung des Ersten Males oder ein falschen Sexualbild. Jugendliche sind somit nicht mehr in der Lage ihre eigenen Gefühle aus zu leben, sondern streben das von den Medien verfälschte Sexualbild an. Depressionen oder Aggression sind nur zwei von wenigen Folgeproblemen durch die hohen, nicht erfüllbaren Erwartungen. [Der Konsum solcher Videos] senkt somit nicht nur die Hemmschwelle der Jugendlichen auf fataler Weise, sondern prägt ihr zukünftiges Sozialleben."

 

 

 

Jugendliche werden immer öfter mit solchen psychisch manipulierenden Videos konfrontiert, so dass die Frage aufkommt, wie und wann Lehrer, Eltern und Politik den regelmäßigen Kontakt der Jugendlichen mit Pornographie und Gewalt stoppen können.

Der verantwortungsbewusste Umgang mit Medien gehört heute mehr denn ja zur Erziehung von Jugendlichen und Kindern. Schließlich kann man die Inhalte des Internet kaum kontrollieren. Gerade die Eltern stehen in der Verantwortung, denn wer lässt schon sein eigenes Kind mit Pornodarstellern und Schlägern spielen?

Mittwoch, 24 August 2011 20:18

Die Qual der Wahl

von unserem Redakteur Steffen Engelbrecht (17.05.2008)

Die knallrote Ziegelmauern des russischen Kremls sind jetzt neben der Flaniermeile für die Leibwächter des russischen Ex-Präsidenten Wladimir Putin auch der hübsche Gartenzaun des neuen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew. Ob der sein Amt und die Stimmen für Putins Partei „Einiges Russland“ nur durch überzeugenden Wahlkampf gewonnen hat, ist mehr als fragwürdig. Ein Kampf um Macht war es allemal; aber auch im Jahr 2008 scheinen Wahlen immer noch nicht überall auf der Welt demokratische und frei zu sein.

 

 

 Die Kremlchefs - Putin und Medwedew

 

Mit Pauken und Trompeten wurde der neue Staatspräsident Russlands Dmitri Medwedew am 7. Mai 2008 in sein Amt eingeführt. 2000 geladene Gäste verfolgten gespannt die Ernennungszeremonie und lauschten den Reden des neuen und des alten mächtigsten Russen. Gute 67 Prozent hatte Putins Partei bei den Bürgern Russlands erringen können. Die Oppositionellen Parteien wegen Förmlichkeiten nicht zur Wahl zugelassen, stand Medwedews Weg zum in Bordeaux-Leder gebundenen Ausweis des Russischen Präsidenten offen. Putin ist nun Premier und man munkelt, dass Medwedew mehr eine Marionette Putins als ein eigenständiger Präsident sei. Eins ist aber sicher: Medwedew weiß, dass er als Putins „Ziehkind“ vom Vorstandsvorsitzendem von Gasprom zum Präsidenten Russlands geworden ist.

 

 

 

Die Opposition spielt ein Spiel ohne Ball, denn bei den Wahlen ohne Schiedsrichter werden sie stark übervorteilt: Russische kremlkristische Journalisten werden verfolgt und müssen um ihr Leben bangen. Demonstranten werden auf offener Straße brutal zusammengeschlagen; und Kremlkritikern wie dem Schachweltmeister Kasparow wird teilweise eine Gefängnisstrafe auferlegt. Neben manipulierter „putinfreundlicher“ Presse sind dies nur ein paar der Mittel um den Wahlerfolg sicher zustellen. Ist das Demokratie? Die OSZE und der Europarat sind sich hinsichtlich dieser Frage einig: Es herrscht keine Demokratie in Mütterchen Russland und es bleibt nur abzuwarten, mit welcher gewohnten Bravur Putin die Anklagen der Opposition bezüglich eines Wahlbetrugs niederschmettert.

 

 

 

 
 Unruhen in Kenia  

Auch Afrika leidet unter der Qual der Wahl. In Kenia wird die Zahl der Opfer nach der Wahl auf 200 Menschen geschätzt, die ihr Leben beim Kampf mit der jeweiligen Opposition verloren. In Simbabwe wird die Anklage gegen den amtierenden Staatspräsident Mugabe erhoben, Menschen zur Wahl seiner Partei mit Gewalt gezwungen zu haben.

 

Die Welt ein demokratischer Globus? Nein! Man kann sich gut vorstellen, wie eine Milliarde Menschen in China im Zaum gehalten werden und Staatsmänner wie Georg W. Bush demnächst zum Präsident der Vereinten Nationen werden. Schon werden auch in Deutschland immer mehr Wahlcomputer eingesetzt, die es unmöglich machen festzustellen, ob eine Wahl manipuliert wurde oder nicht. Da hat jemand aus dem US-Wahldebakel in Florida vor ein paar Jahren gelernt: Holzauge sei wachsam!

Mittwoch, 24 August 2011 20:18

Tag der Erde 2008

Von unserem Redakteur Schahin Saket (04.05.2008)

Ein sonniges Wetter, lachende Kinder und leckerer Duft von Essen führten zu einer entspannten und netten Atmosphäre am Tag der Erde 2008.

 

Eine Tanzgruppe die zur Musik Geräusche mit Zollstöcken und dem Boden machte

 

Der diesjährige Tag der Erde fand zum 18. Mal in Kassel statt und zog um die 700 Menschen aus Kassel und Umgebung zum Wesertor. Es waren um die 180 Stände vorhanden, darunter waren zahlreiche verschiedene Firmen und Organisationen wie zum Beispiel der allgemeine Fahrradclub, Unicef und Greenpeace vertreten. Die Veranstaltung erstreckte sich über die gesamte Ysenburg- und Teile der Mönchebergstraße, begann um 11 und endete um 18 Uhr. Das Wesertor, das sich als Veranstaltungsort erfolgreich beworben hatte, konnte sich somit von seiner besten Seite präsentieren und zahlreiche Besucher in das sonst eher sozial schwächere Gebiet locken.

 

 

Auf unserem Schulhof informierte  Herr Prauß über den Sammeldrachen

 

Dieses Jahr wurde man als Besucher einer großen Auswahl an Angeboten ausgesetzt, sodass man nicht wusste, wo man anfangen sollte. Zur Auswahl standen zum Beispiel verführerische Bio-Bratwürste oder spannende, interessante Informationen bezüglich Solartechnik und Umweltschutz. Das Motto "Umweltbewusstsein" stand fast überall an erster Stelle und wurde mit Spiel und Spaß verbunden. An allen Ecken konnte man als Besucher Bio- Produkte oder Pflanzen kaufen und sogar Fahrräder wurden zum käuflichen Erwerb angeboten. Umso mehr Stände gab es jedoch für die Kleineren unter uns, sie konnten für die Umwelt würfeln gehen, viele unterschiedliche Spiele spielen oder sogar Schafe streicheln und Esel reiten. Ein mit Partikelfilter ausgerüsteter KVG-Bus vergnügte ebenfalls viele Kinder, die seinen Innenraum als Gelegenheit zum Klettern sahen.

 

Aber auch für die Großen gab es von Zeit zu Zeit kleinere Auftritte von Tanzschulen oder Aerobic-Kursen, welche die fröhliche Atmosphäre verstärkten. Denn neben Umweltbewusstsein waren auch Ernährung und Sport Themen, die angesprochen wurden. In diesem Sinne gab es weniger Essstände als in den vorherigen Jahren, aber dafür mehr Bewegungsspiele.

 

Dennoch war es verwunderlich, dass man als Besucher Glück haben musste einen Mülleimer zu finden und dass auf jeglichen Grünflächen Papierreste und Müll herumlagen. Dabei sollte eigentlich die angemessene Müllentsorgung gerade am Tag der Erde gewährleistet sein.

Hinzu kommt, dass es diverse Stände und Auftritte gab die wohl kaum was mit Umweltbewusstsein zu tun hatten. Stände wie die von verschiedenen politischen Parteien oder ein Model-Tanz-Auftritt, um Werbung für eine Sportmarke zu machen, waren völlig Fehl am Platz. Auf die Frage hin inwiefern die Modelshow etwas mit der Umwelt zu tun habe, antwortete eine Darstellerin dieser Show: „Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wir machen eigentlich Werbung für die Sportanzüge, aber irgendwie wollten wir auch einfach nur Stimmung machen!"

 

 

Die meisten Besucher kamen mit dem Fahrrad

 

Des Weiteren ergab sich aus Befragungen der Gäste, dass die Popularität der Veranstaltung „Tag der Erde" vor allem in den jüngeren Altersklassen schwach ist. Jasmin Hammermüller, eine Schülerin der 11. Klasse des Goethe-Gymnasiums, meinte: „Ich hab zum ersten Mal etwas über den Tag der Erde gehört und ich wurde erst durch die Plakate aufmerksam auf diese Veranstaltung." Und selbst der Zweitstellenleiter Herr Eberhardt gab zu, dass er nur durch den der Schule naheliegenden Veranstaltungsort auf den Tag der Erde aufmerksam wurde und zuvor nichts davon wusste. Dies ist sehr schade, und man sollte wohl zukünftig noch mehr Werbung machen, speziell an Schulen, da Besucher im Alter von 15-20 eher selten zu sehen waren.

 

Alles in Allem war der Tag der Erde 2008 ein großer Erfolg für die Besucher und das Wesertor. Er konnte mit seinem außerordentlich sportlichen, fröhlichen Programm überzeugen. In Zukunft sollte man dafür sorgen, dass mehr Jugendliche auf diese Veranstaltung aufmerksam gemacht werden, da gerade diese die Zukunft unserer Erde werden sichern müssen

von unserer Redakteurin Anja Anbarchian (27.04.2008)

Obwohl im August 2008 die Olympischen Spiele in Peking eröffnet werden, gibt es schon jetzt mehr Trubel um das Land, als um die eigentlichem Spiele. Dabei geht es vor allem um die Jahrzehnte lange Unterdrückung Tibets, die den Menschen auf der ganzen Welt zuschaffen macht. So zeigt sich die „Volksrepublik China“ nicht wirklich von ihrer glanzvollen Seite. Dabei war alles so schön geplant.

 

 China freut sich auf die Olympischen Spiele

 

Von Griechenland aus sollte die Olympische Fackel auf eine Reise durch die Welt gehen und dann am 4. Mai wieder China erreichen. Dann soll sie auch auf den Mount Everest in Tibet getragen werden, ein Vorhaben, das angesichts der jüngsten Ereignisse noch zusätzliche Kritik hervorgerufen hat. Es soll ein Fackellauf der Superlative werden, der längste der Geschichte mit insgesamt 135 Stationen in 19 Ländern. Die chinesische Regierung muss jetzt an jeder Station Proteste fürchten. Und außerhalb ihres Staatsgebietes wird sie noch nicht einmal die Möglichkeit haben, diese zu unterbinden oder die Medien daran zu hindern, über sie zu berichten, wie sie das beim Protest in

 
 Imke Duplitzer weiß, was sie will.  

Olympia gemacht hat. Der wurde in der Berichterstattung des chinesischen Fernsehens einfach weg geschnitten. Nicht nur wollen Tibet-Aktivisten während des Fackellaufes auf die Unterdrückung der Tibeter in China aufmerksam machen. Andere Gruppen wollen die Einschränkungen der Presse und die Verletzungen von Menschenrechten in China zum Thema machen.

 

Und der Gedanke des Boykotts liegt nahe. So hat zum Beispiel Degenfechterin Imke Duplitzer ihren Boykott öffentlich gemacht. Sie spricht sogar davon, dass bei der Eröffnungsfeier nur der deutsche Flaggenträger einlaufen soll und kein einziger Sportler. Auch ist lang und breit ihre Kritik am IOC (INTERNATIONAL OLYMPIC COMMITTEE) zu lesen, weil dieses einfach zu wenig unternimmt. Nie würden die Sportler gefragt, was sie den denken, so Duplitzer.

Doch was denken die Chinesen darüber? Diese fühlen sich erniedrigt, gedemütigt, denn sie verstehen die Welt nicht, da für sie das Thema Tibet ein eher kleines Ärgernis ist.

 

Aber auch die von mir befragten Schüler sind sich nicht einig. So meint Anne, Klasse 12: „Ich bin für einen Boykott, da zwischen China und Tibet eine unmögliche Situation vorherrscht. So lange diese Unterdrückung weiter fortgeführt wird und immer mehr Menschenrechte verletzt werden, finde ich sollten wir China bestrafen, indem wir den Olympischen Spielen keine Beachtung schenken."

 

 

 Das Verhalten Chinas gegenüber Tibet

 

Dagegen meint Tobias, Klasse 11, aber: „Diese Spiele haben doch nichts mit der Politik Chinas zu tun. Sonst interessiert man sich nicht für die Politik eines Landes, aber jetzt wo sie in der Öffentlichkeit stehen, müssen wir alles schlechte auspacken. Darum geht es einfach nicht. Auch löst man so etwas nicht mit Protesten, die ein wunderbares Ereignis bloß kaputt machen."

 

 

Nun hat China seine Bereitschaft signalisiert, mit einem Vertreter des Dalai Lama Gespräche zu führen. Ob dies eine ernst gemeinte Änderung der politischen Linie ist oder nur eine öffentlichkeiswirksame Geste, muss abgewartet werden. Es bleibt zu hoffen, dass China seine Unruhen in den Griff bekommt und das die Olympischen Spiele so hoffentlich zu einem guten Ende führen, weil sich der sportliche Gedanke durchsetzt.

Mittwoch, 24 August 2011 20:18

Projekt sichere Schule

von unserem Redakteur Tim Schaale-Freyth (20.04.2008)

Die Schlagzeile des Tages: Lidl und andere Supermärkte überwachen Mitarbeiter. Lächerlich. Hier an meiner Schule kamen wir schon drei Jahren auf die Idee unsere Schüler UND Lehrer per Kameras zu überwachen. Nicht nur die wachsende Terrorgefahr und die steigende Zahl von Amokläufen an Schulen haben mich darauf gebracht ein High-Tech-Überwachungssystem hier am Goethe-Gymnasium zu installieren, sondern ich wollte auch endlich mal wissen, wieso die Lehrer immer öfter zu spät zum Unterricht kommen.

 

 

 Überwachungskamera auf dem Schulhof

 

 

Hier auf Monitor 2 kann man ein Paradebeispiel sehen: In der Pause fünf Minuten vor Ende eine Zigarette rauchen, dann in unser Lehrerzimmer Kaffee trinken und danach erst langsam Richtung Klassenraum marschieren um am besten noch ein Schwätzchen mit dem Kollegen zu halten. Eine Schande. Gott sei Dank hat das Kollegium sich schnell den neuen Regeln angepasst. Leider waren dafür einige „Rationalisierungs-Maßnahmen“ nötig; Tragisch, sehr tragisch.

 

 

 Das GGS-Team (Goethe-Gymnasium Security)

Weniger belehrbar sind wie immer die Schüler. Immer noch wird während den Arbeiten gespickt, Toilettenpapier in die WCs gestopft, auf den Fluren gerannt und auf dem Schulgelände geraucht. Auch beschweren sich immer mehr Schülervertreter über mein Sicherheitssystem, obwohl der SV-Vorstand die Pläne genehmigt hat.

 

Erschreckend waren aber einige Kommentare meiner älteren Kollegen. Zuerst wurden Dinge geflüstert wie: „Der macht aus unserer Schule einen Überwachungsstaat“, oder „Hat er die Ideen von der Stasi?“ Gott sei Dank haben wir auch junge Lehrer, die nicht so quer denken. So habe ich mich auch erkenntlich gezeigt, wenn mir davon berichtet wurde, dass jemand solche kontraproduktiven Sprüche von sich gegeben hat.

 

Ach du liebe Güte, da auf Monitor 14, ein Schüler sitzt vor seinem Klassenzimmer auf einer Fensterbank! Während des Unterrichtes!!! Diese undisziplinierten Neuntklässler. Aber auch für solche Aufrührer habe ich eine Lösung: Mein Bruder betreibt eine private Sicherheitsfirma, und genau diese fachmännisch ausgebildeten Mitarbeiter sorgen dafür, dass solche Unruhestifter nicht in unseren Gängen herumlungern.

 

Auf meinem Weg zu einer Schulüberwachung gab es viele Hürden. Aber ein Argument hat alle Kritiker verstummen lassen: Das Land Hessen bezahlt die Installation und Wartung der Sicherheitsanlagen. Roland Koch höchstpersönlich hat meiner Schule dieses Angebot gemacht, und da konnte ich einfach nicht widerstehen.

 

Im Großen und Ganzen ist und bleibt mein Projekt „Sichere Schule“ ein Erfolg, anders als bei Lidl. Eine Tatsache stört mich aber immer noch, und zwar dass auch in meinem Büro Kameras angebracht wurden. Denn was in meinem Büro vor sich geht, geht wirklich niemanden was an...

Mittwoch, 24 August 2011 20:17

Schüler(15) schlägt Lehrer ko.

Von unserer Redakteurin Kim Kraft (21.03.2008)

Ein 15-jähriger Schüler der Joseph-von-Eichendorff-Schule in Kassel, der am 22. Februar ein vorläufiges Schulverbot bekommen hatte, kam am darauf folgenden Dienstag in der großen Pause doch auf das Schulgelände der Bettenhäuser Gesamtschule. Als der stellvertretende Schulleiter den Schüler auf sein Schulverbot hinweisen wollte, schlug der 8-Klässler den Lehrer der für ihre außergewöhnlichen pädagogischen Projekte bekannten Schule mit der Faust zu Boden und trat dann noch etliche Male auf den Lehrer ein.

 

Gewalt in der Schule: Zwischen Schülern was Normales?

 

Der Lehrer kam mit Prellungen davon, doch gegen den Schüler wird jetzt wegen Körperverletzung polizeilich ermittelt und ihm droht der Schulverweis.

 

Auf unserer Schule scheint so ein Vorfall kaum denkbar. „Hier an der Schule ist es ziemlich ruhig", so eine Schülerin der 11 Klasse, „meine alte Schule war schlimmer, da passierte so etwas öfters. Es gab einfach mehr Gewalt." Zur Strafe musste man dann die Schulordnung abschreiben und es tagte die Klassenkonferenz. Allerdings seien auch nur wenige dazwischen gegangen, denn „man wollte ja selber keine abbekommen." so die 17-jährige.

 

 

Ein Schüler Liegt auf dem Boden, ein anderer tritt zu. (Bilder gestellt)

 

Ein anderer Schüler der 11. Klasse meint: „Ich finde Gewalt gegenüber anderen zeugt von niedriger Intelligenz, schließlich gibt es andere Weisen, wie man seine Aggressionen rauslassen kann. Zur Strafe sollte man die Schüler von der Schule werfen, denn man muss auch Rücksicht auf die Opfer nehmen, die ihre Täter jeden Tag wieder sehen müssen und mit Angst zur Schule gehen."

 

Die Lehrer unserer Schule scheinen auch keine Angst vor Gewalt seitens der Schüler zu haben. So meint Herr Kirch beispielsweise: "Ich fühle mich nicht bedroht, und Angst geschlagen zu werden hat jeder. Aber wenn so ein Vin, wie heißt er noch gleich, aus dem Film xXx, vor einem steht, hat man schon Schiss!" (gemeint ist Vin Diesel!).

Seite 5 von 22