ZeitPunkte

ZeitPunkte (307)

von unseren Redakteurinnen Nelly Frank und Ramona Pormetter ()

In einer Zeit, in der Rassismus noch groß geschrieben wurde, versuchen das Trio „Dreamettes“ , bestehend aus Deena, Effie und Lorell, ihr Glück in einer Talentshow. Doch mit dem poppigen R´n´B- Song „Move“ erreichen sie leider nicht den erhofften ersten Platz. Als sie mit dem Gedanken spielen ihre Karriere als Band zu beenden, spricht sie der Autohändler und Manager Curtis (Jamie Foxx) an, ob sie für den berühmten Soul-Sänger Jimmy Early (Eddie Murphy) backround singen wollen. Nachdem Curtis ihnen ihren bevorstehenden Durchbruch prophezeit hat, willigen die drei Dreamettes ein.

Dreamgirls: Stimmen, Träume und Geld

Zeit feiern sie so ihren Erfolg an Jimmys Seite, doch Jimmys Popularität nimmt stark ab und seine eintönigen Songs lassen zu wünschen übrig. Somit beschließt Curtis die drei Ladies unter Vertrag zu nehmen und setzt Jimmy buchstäblich vor die Tür. Mit Deena (Beyoncé Knowles) als Leadsängerin kommt der lang ersehnte Erfolg und sie schaffen den Durchbruch in die Radios der „Weißen“. Zerfressen von Eifersucht auf Deena, vernachlässigt Effie (Jennifer Hudson) ihren Job als Sängerin und verlässt die neu benannte Band „Dreams“. Schnell finden sie Ersatz für Effie, werden nicht nur erfolgreicher denn je, sondern begraben auch den Rassismus unter ihren bombastischen Stimmen.

 
Deena (Beyoncé Knowles), Lorell (Anika Noni Rose) und Effie (Jennifer Hudson) verdingen sich als Backup- Sängerinnen für den etablierten R&B-Star James Early (Eddie Murphy)  

 

Sieben Jahre später verlässt der Songwriter CC (Keith Robinson) die Band und schreibt einen Song für Effie, die aus der vorausgehenden Beziehung mit Curtis Mutter geworden ist. Mit der einfühlsamen Ballade scheint Effie dem Durchbruch als Solokünstlerin nahe, doch Curtis macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Indem er eine Coverversion mit schnellerem Tempo unter dem Namen der Dreams herausbringt, verbaut er ihr jede Chance auf Erfolg. Als Deena dies erfährt, setzt sie sich mit Ex-Busenfreundin Effie in Verbindung und verklagt Curtis. Die Dreams geben ein Abschlusskonzert und integrieren einen Solopart für Effie in den Song „Dreamgirls“ ein. An dieser Stelle endet das mitreisende Drama und hinterlässt einen zufriedenmachenden Eindruck beim Zuschauer.

 
Für den Erfolg der einen...  

 

Effie alias Jennifer Hudson spielt eine korpulente Frau mit einer gewaltigen Stimme. Die Figur Effie ist egoistisch, mittelpunktsgeil und wahnsinnig temperamentvoll. Ihres Neids wegen wird sie als Spielverderberin dargestellt, um den Zuschauer in ihr zu täuschen. Lorell alias Anika Noni Rose spielt eine naive, leicht zu manipulierende und zurückhaltende Angeberin, die sich etwas auf ihre Affäre mit Jimmy Early einbildet.

Deena alias Beyoncé Knowles spielt zu Beginn des Films ein Mauernblümchen mit mangelndem Selbstbewusstsein. Im Laufe des Films entwickelt sie sich zu einer aufblühenden, erfolgreichen Sängerin, die zugleich eine leichtgläubige Sklavin von Curtis ist. Zum Ende des Films beweist sie mit einem äußerst emotionalen Song, dass sie sehr wohl im Stande ist Widerstand zu leisten. Jimmy Early alias Eddie Murphy spielt einen typischen Musiker: notenfixiert, Drogen abhängig und auf seine Musik fixiert. Der vom Manager gepushte Sänger entwickelt sich in diesem Drama zu einem Egoisten ersten Grades, der schließlich ohne Frau, ohne Plattenvertrag und ohne Geld in den Abgrund stürzt.

 

 
...müssen die anderen bezahlen  

Curtis alias Jamie Foxx spielt eine vertrauensvolle Persönlichkeit, die sich jedoch als Fassade entpuppt. Der hilfsbereite Manager betrügt, wo er nur kann, um an sein Ziel zu gelangen. Die Eigenschaft des Frauenausnutzer teilt er mit Set-Kollegen Jimmy. Doch im Gegensatz zu Jimmy wird Curtis sein fehlerhaftes Verhalten zum Verhängnis. CC alias Keith Robinson spielt den Bruder von Effie, der mit seinen Songs den Dreams die Tür zum Erfolg öffnet.

 


Unserer Meinung nach ist das Ergebnis aus Film-Musical „Dreamgirls“ eine gelungene Darstellung, angefangen von den ersten Schritten einer Band bis hin zum Durchbruch. Unterstützt von vielen emotionalen Songs, tollen Kostümen und einem Gefühlschaos bekommt der Film eine zu Tränen rührende Note. Geprägt wird das Spektakel auch durch den anhaltenden Kampf gegen Rassismus. Darüber hinaus sind die Rollen der Schauspieler gut besetzt, denn auch Beyoncé absolviert die Hauptrolle in ihrem ersten Film bestens. Der Name „Dreamgirls“ basiert auf dem gleichnamigen Song, der die Message des Films repräsentiert. Zum Abschluss ist noch zu vermerken, dass die Aussage sich auf unsterblichen Optimismus und wahre Freunde bezieht. Auf einer Skala von eins bis zehn würden wir dem Film eine gerechtfertigte acht zusprechen.

Die Geschichte von drei jungen Sängerinnen, die eine steile Karriere mit jener Musik machen, die als Motown Sound weltberühmt wurde. Wer ist denn da gemeint?
Mittwoch, 24 August 2011 19:46

Eine Frage der Disziplin

Von unserem Redakteur Michael Brehme (07.03.2007)

Es ist eines dieser Themen, das eigentlich immer als aktuell durchgeht - in fast allen Gesellschaftsbereichen. Es geht um die Frage nach der Disziplin. In der Schule, im Job, in der Erziehung und Familie. Wo ist eine straffe Hand angebracht, wo eine entspanntere Atmosphäre von Vorteil? Eine Frage, an der sich die Geister scheiden.

Von Zeit zu Zeit werden die schulischen Erziehungsmethoden infragegestellt, kritisiert, diskutiert. Letztendlich bleibt im Normalfall meist alles beim Alten, denn echte Änderungen scheitern schon im Vorfeld. Auch, weil die Bedeutung der Disziplinfrage immer umfassender und die Umsetzung damit schwieriger wird. Und hat der Staat überhaupt Möglichkeiten, sinnvolle weitgehende Änderungen einzuleiten, wenn die eigentlichen Probleme schon im Elternhaus anfangen?



Da, wo die häusliche Erziehung versagt, soll die Schule entgegensteuern, obwohl diese selbst schon genug eigene Probleme hat, ihren Schülern Werte und Normen zu vermitteln. Und die häusliche Erziehung versagt immer öfter. Der Begriff Disziplin steht daher nicht mehr losgelöst für sich, sondern ist eine echte Gesellschaftsfrage geworden. Eine, die mehr und mehr in Verruf gerät.

So ist es keine Überraschung, dass in diesen Zeiten vor allem Disziplinverfechter die Öffentlichkeit suchen. Bernhard Bueb ist so einer. Dreißig Jahre lang war er Leiter der berühmt-berüchtigten Internatsschule Schloss Salem, bekannt geworden durch ihre harten Strafen und deren straffe Handhabung. Drogentests, Frühsport und Alkoholkontrollen - was in öffentlichen Schulen schon allein aus finanziellen Gründen nicht möglich erscheint - wird hier mehrmals wöchentlich umgesetzt.

Erst jüngst untermauerte Bueb seine Thesen, genau ausgeführt auf exakt 160 Seiten. Gegen Ende letzten Jahres brachte er sein Buch „Lob der Disziplin“ auf den Markt. Ein kollektiver Erlösungsseufer unter den ratlosen Erziehern war die Folge. Kaum eine Zeitung, kaum ein Sender, in denen „Deutschlands strengster Lehrer“ seine vermeintlichen Erfolgsmethoden nicht immer wieder aufs Neue zum Besten geben durfte. „Strenge, Härte und Disziplin“ seien Grundvoraussetzungen im Umgang mit jungen Menschen, schreibt Bueb. Die „vorbehaltlose Anerkennung“ von Autoritätspersonen müsse sichergestellt werden, zumal „Erziehung immer Führung“ bedeute.

„Ich muss Kindern Vorbild sein“, sagt er. Das könne man allerdings nur dann erreichen, „wenn sie mich als Autorität anerkennen.“ Autorität bringt immer Unterordnung mit sich - ein Punkt, der vor allem den Verfechtern der oft zitierten 68er-Generation aufstößt. Man könne den Kindern nicht nur die harten Sitten in Form von Befehl und Gehorsam beibringen, sagen Buebs Kritiker.

Daniel Cohn-Bendit, Europaabgeordneter für die Grünen in Brüssel, sieht die Autoritätspersonen junger Menschen als ihre Begleiter an, nicht als ihre Vorgesetzten: „Erzieher oder Eltern dürfen keine Gummiwand sein, sondern müssen ihren Kindern Angebote machen.“ Buebs Vorschläge seien nicht im Sinne demokratischer Strukturen. Denn Demokratie beinhaltet Mitbestimmung, die Bueb vernachlässige. „Letztendlich müssen die Jugendlichen selber mit ihrem Leben fertig werden“, sagt Cohn-Bendit.

Und dennoch: In Zeiten, in denen die Jugendarbeitslosigkeit weiterhin große Sorgen macht, sind die Ansätze Buebs in der Öffentlichkeit durchaus gefragt. Die Perspektivlosigkeit der jungen Generationen wird aber erst dann richtig wahrgenommen, wenn sich die Medien dem Thema annehmen. Wenn Eltern keinen anderen Rat mehr wissen, als sich die RTL-Supernanny zu rufen und sich als Preis dafür von einem Millionenpublikum ins Gekröse schauen zu lassen. Oder wenn wie auf Berlins Rütli-Schule SOS gefunkt wird, wenn Gewalt auf der Tagesordnung steht, wenn Schüler zu Unterdrückern und Lehrer zu Unterdrückten werden. Ein Spiegelbild von dem also, was sich Bueb vorstellt. Ein erschreckendes - in jeder Hinsicht.

Mittwoch, 24 August 2011 19:46

Rund ist das Leder

von unserem Sportlehrer Herrn Müller (27.02.2007)

Zum ersten Mal seit dem Jahr 1995 konnte das Oberstufengymnasium Jacob-Grimm-Schule wieder den begehrten Sieg bei dieser traditionellen Veranstaltung für sich verbuchen. Es war der 3. Titel für die Kasseler in diesen 30 Jahren, in denen es dieses Turnier nunmehr gibt!

 

Wie in jedem Jahr ging es rund auf dem Feld und...

 

 

Es war das alljährlich bekannte und erlesene Feld von Oberstufenmannschaften, welches sich am 13. Februar 2007 in der Emil-Junghenn-Halle vorstellte. Aktive Oberliga- und Landesligaspieler sowie A-Jugend-Oberligaspieler gaben dem Turnier ein technisch gehobenes Niveau.

 

 

 
...von der Ersatzbank wurde angefeuert...  

In zwei Fünfergruppen wurden zunächst die Gruppenspiele bestritten. Hier gab es für den Gastgeber Goethe-Gymnasium gleich zu Beginn eine sehr unglückliche Niederlage mit 1:2 gegen die Albert-Schweitzer-Schule, von der sich das Team während des weiteren Turnierverlaufes nie recht erholte. Die Goethe-Jungs konnten zwar mit einem Sieg gegen Herzberg (1:0), einem Unentschieden gegen die starke Herderschule (1:1) und einer weiteren Niederlage gegen Hessisch-Lichtenau (1:2) das Viertelfinale buchen, hier war jedoch nach einem klaren 0:3 gegen den späteren Titelträger Endstation.

 

 

 
...und auch die SportlehrerInnen drücken die Daumen  

Überraschend kam auch bereits im Viertelfinale das Aus für den Favoriten, die Herderschule aus Kassel, nach einem 2:3 (0:0) gegen den Titelträger des Vorjahres, die Edertalschule aus Frankenberg. Somit standen im Halbfinale mit Hessisch Lichtenau, Bad Wildungen, Frankenberg und der Jacob-Grimm-Schule auch die besten Teams des Tages in der Vorschluss-Runde. Und wer weiß, wie das Turnier ausgegangen wäre, wenn die Truppe aus HeLi mit mehr als 4 Feldspielern plus Torwart angereist wäre und nicht durch die Verletzung eines Mitspielers die beiden letzten Spiele in Unterzahl hätte spielen müssen.

 

 

 
Genau wie alle anderen  

Damit ging der Vize-Titel an die Edertalschule aus Frankenberg, Dritter wurde Bad Wildungen vor Hessisch Lichtenau.

 

Für das Team des Goethe-Gymnasiums waren im Einsatz:

 

TW Ibrahim Tasdemir, Adrian Schäfer, Jean Pierre Claßen, Alexander Kunick, Volkan Demirel, Usman Mobarak, Jan Werner, Florian Hennemuth und Yunus Malli.

 

 


 

 

 

 

 

Mittwoch, 24 August 2011 19:46

30 Jahre Emmanzipation

von unserer Redakteurin Kim Kraft (27.02.07)

Am 26. Januar dieses Jahres war ein großer Tag für alle Emma-Leserinnen und natürlich auch für ihre Redakteurinnen, denn Emma wurde 30! Nun werden sich sicher viele fragen, wer oder was ist bitte ist Emma? Emma ist ein politisches Magazin von Frauen für Frauen. Seit ihrem ersten Erscheinen am 26. Januar 1977 ist Emma mehr als nur eine Zeitschrift: Sie ist die beste Freundin ihrer Leserinnen, nationales Frauen-Auskunftsbüro und Synonym für die Emanzipation der Frau. Als Feministinnen zu schreiben begannen, taten sie das zunächst einmal auf Flugblättern. Daraus wurden dann Broschüren. Und daraus die ersten Zeitungen.

 

Gar nicht so falsch, die Frage

 

 
Die Nr. 1
der EMMA
 

 

Im Frühjahr 1976 fing alles an, als Alice Schwarzer Rundschreiben an alle bis dahin bekannten und an ihrer Idee interessierten Journalistinnen schrieb. Die Tatsache, dass sie die Initiative ergriff, war kein Zufall. Erstens arbeitete sie bereits seit 1971 als feministische Autorin und hatte ein ausreichendes Maß an entsprechenden Erfahrungen. Zum Zweiten hatte sie durch ihr Buch, der "Kleine Unterschied" Geld verdient, das sie in ein solches Projekt wie EMMA investieren wollte. Außerdem hatte Alice Schwarzer zu der Zeit einen ausreichenden Bekanntheitsgrad, der sich für den Start einer solchen Zeitung als nützlich erwies. Von Anfang an war den Redakteurinnen der EMMA klar: „Wir brauchen unsere eigenen Zeitungen! Zeitungen, in denen wir unverzerrt schreiben können, was wir denken, tun und hoffen. Zeitungen, in denen wir unverblümt sagen können, was wir von der heutigen Lage der Frauen halten.“ Diese Mischung von Radikalität und Zärtlichkeit war ihnen wichtig.

 

 

 
Mit EMMA für die Frauen: Alice Schwarzer  

Die Gründerin und Chefredakteurin Alice Schwarzer ist bekannt dafür, dass sie für die Sache der Frauen einsteht, und das tut sie auch mit ihrer Zeitschrift. EMMA hat in ihrer Laufbahn viele Tabus gebrochen und nicht nur geredet, sondern auch gehandelt: 1977 nahmen ihre Redakteurinnen an den ersten Protesten gegen Klitorisverstümmelung teil, 1978 gründeten sie die allerersten Gruppen für Missbrauchsopfer und 1978 starteten sie mit der Stern-Klage die erste von vielen Aktionen gegen Pornografie. Außerdem fordern sie seit den 80ern Ganztagsschulen und Ganztagsbetreuung und gründeten 1984 mit dem Sonderband „Durch dick und dünn“ die erste Hilfe für Essgestörte. Den seit 1999 existierenden Girls-Day haben unsere Schülerinnen ebenfalls den Redakteurinnen der EMMA zu verdanken.

 

 

 

 
Noch immer im Kampf für Frauen: EMM  

Alle zwei Monate gibt es eine neue Auflage. Die rund 120.000 Leserinnen (und auch Leser!) verteilen sich weltweit. Auch hier in Deutschland ist die Anzahl der Leser gestiegen, ganz besonders in Ost-Deutschland. Die Zeitschrift wird seit jeher vor allem mit den Interessen der Frauen und der Gleichberechtigung verbunden, aber auch die Lust an der Provokation und Kontroverse, Der erfolgreiche Einsatz für die Rechte und Interessen der Frauen sind maßgeblicher Bestandteile von EMMA. Allerdings hat EMMA in all den Jahren nicht nur Erfolge zu verbuchen gehabt, sondern musste auch einiges an Kritik einstecken. Kritik, die nicht gerade selten und schonend war. So schreib die Bunte im Winter 1976: „Noch bevor Nummer 1 überhaupt erschien, wussten die ganz Schlauen: Von der großen Emanzipationswelle blieb nur der berühmte Sturm im Wasserglas übrig, und die darin rumrührt, ist wohl die einzige geblieben, die das nicht wahrhaben will... Es kann Alice Schwarzer passieren, dass (bis auf ganz treue Fans) ihr einziger Stammleser (für EMMA) nur Alice Schwarzer bleibt."

 

 

 
Tradition am Goethe-Gymnasium: der Weltfrauentag z.B. mit Dagmar Jochheim  

Selbst heute noch gilt EMMA, ihrem gewünschten Image gemäß, als männerfeindlich, zu verbissen, als Blatt für Emanzen und radikale Frauen. Doch Alice Schwarzer gelang es, sich mit EMMA auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt durchzusetzen. Schließlich gefällt der Mehrheit der Leserinnen der freche Stil von EMMA immer noch. Einzig wunderlich ist, dass es bei der Generation unter 30 tatsächlich doch die Männer sind, denen EMMA so gut gefällt, mehr noch als den Frauen.

 

 

Doch egal, wie lange es EMMA schon gibt und noch geben wird, in ihrer Grundposition hat EMMA sich nie beirren lassen, selbst nicht durch den jeweiligen Zeitgeist. EMMAs Motto: Nie modisch, aber modern.

Mittwoch, 24 August 2011 19:45

Shall we dance?

von unserer Redakteurin Nelly Frank (11.02.2007)

Andreas Podlich, so heißt einer der talentiertesten Tänzer unserer Schule. Er ist seit sieben Jahren im Kasseler Rot-Weiss-Tanzclub und spezialisiert sich auf Standart- und Lateinamerikanische und Tänze. Andreas hat mit seinem "Übung macht den Meister "- Prinzip schon so einiges erreicht.

 

 
Der Orchideen-Ball hat...  

UMLAUF-ONLINE: Wie bist du zum Tanzen gekommen?
Andreas: Meine Eltern und ich waren auf einer Veranstaltung der Russisch-Deutschen Clubs in Helleböhn. Dort wurden verschiedene Sportarten vorgestellt und der Tanz-Club hat es mir dann besonders angetan, sodass ich dem Club beigetreten bin.

UO: Hast du Spaß beim Tanzen und wie oft pro Woche trainierst du??
Andreas: Ja, ich habe sehr viel Spaß und trainiere deshalb sechs Mal in der Woche.

 

 
...viele Gewinner  

UO: Auf welche Tänze spezialisiert sich dein Club?
Andreas: Hauptsächlich auf lateinamerikanische Tänze wie z.B. Samb, Cha-Cha-Ch, Rumba und Standarttänze wie Tang, langsamer Walzer, Slow Fox usw.
UO: Welche Tänze bevorzugst du?
Andreas: Ich mag die lateinamerikanischen Tänze lieber und mein persönlicher Lieblingstanz ist Samba.

 

 

 
So kennen wir Andreas nicht,...  

UO: Nimmt dein Hobby viel deiner Freizeit in Anspruch?
Andreas: Ich muss und kann zu Hause nicht üben, weil der Platz nicht ausreicht und sechs mal die Woche Training dort nicht möglich ist (lächelnd).
UO: Wie läuft das mit deinen Auftritten? Welche Preise habt ihr bekommen und welche Wettbewerbe habt ihr gewonnen?
Andreas: Jedes zweite Wochenende habe ich Auftritte. Meine Partnerin und ich haben den 14. Platz einer Weltmeisterschaft gemacht. Dann waren wir im Finale der Deutschen Meisterschaft und vier Mal haben wir die Hessenmeisterschaft sowie viele Ranglistenturniere gewonnen.

 

 
...auch seine Kollegen sind beeindruckt...  

UO: Bist du vor deinen Auftritten nervös?
Andreas: Ja, natürlich, aber die Nervosität legt sich, wenn ich mit dem Tanzen beginne.
UO: Siehst du dich selbst schon als Profi?
Andreas: Nein, dazu brauche ich noch mehr Erfahrung und Übung, denn nur Übung macht den Meister!
UO: Ist das Tanzen für dich nur ein Hobby oder auch ein Zukunftsziel?
Andreas:Es ist nicht unbedingt mein Ziel Profi zu werden, aber falls ich berufsmäßig nicht erfolgreich bin, habe ich eine Alternative. Ich könnte mir vorstellen als Tanzlehrer zu arbeiten.

 

 
...und mancher Junglehrer ist ein wenig neidisch.  

UO: Hörst du deine Tanzmusik auch privat und welche Hobbys hast du noch?
Andreas:Nein, ich bevorzuge R'n'B Hip Hop und alles mögliche, was das Radio so hergibt und außerdem spiele ich gerne Billiard, Fußball und Basketball.
UO: Nimmt deine Tanzschule auch Anfänger und was kostet das?
Andreas: Ja, es lohnt sich dort anzufangen. Monatlich wären das so um die 15 Euro.
UO: Welche Voraussetzungen braucht man um tanzen zu können?
Andreas: Außer Lust und Freude keine bestimmten, aber man sollte fleißig dabei bleiben.

 

Andreas Podlich


UO: Wir danken Dir für dieses Gespräch.

von unserer Redakteurin Julia Gunkel (20.01.2007)

Wer von uns Schülern kennt das nicht: Schon auf dem Weg von der Schule nach Hause weiß man schon, dass zu Hause noch ein Berg Hausaufgaben wartet und in der nächsten Woche auch noch drei Arbeiten anstehen. Klar, dass man darauf eigentlich überhaupt keine Lust hat und sich erst einmal entspannt vor den Fernseher oder Computer setzt. Denn es ist ein ganz natürliches Verhalten von Menschen, unangenehme Dinge auf die lange Bank zu schieben. Doch nun gibt es für diese "Krankheit" einen Namen - Prokrastination.

 

 

 

Prokrastination bedeutet, die Erledigung unangenehmer oder - nach Meinung der "Erkrankten" - unwichtigerer Angelegenheiten in die Zukunft zu verschieben. Diese "Kranken" sind sich des Nachteils bewusst, dass alles auf den "letzten Drücker" erledigt werden muss oder gar nicht mehr geschafft werden kann, was wiederum Angst und noch mehr Unlust auslöst. Ein Kreisprozess mit oft ernsten Folgen. Bei ernsthaft erkrankten "Aufschiebern" ist es nicht mehr so wie bei "gesunden Personen", die einfach keine Lust haben, sich aber doch noch zur Disziplin zwingen und die Ziele in Angriff nehmen. Wirklich erkrankten Prokrastinatoren hilft nur noch eine Verhaltenstherapie unter psychologischer Beratung oder sogar eine medikamentöse Behandlung, um die Selbstregulierung des Patienten anzukurbeln.

 

 

Prokrastination kann entstehen, wenn die Betroffenen ihre Prioritäten zu ungenau setzen, wenig organisiert sind oder eine Abneigung gegen Aufgaben haben, die ihnen langweilig erscheinen. Es kann aber auch durch das Elternhaus ausgelöst werden, wenn zu hoher Perfektionismus gefordert wird. Die Erkrankten sehen als einzige Möglichkeit, um eine Beurteilung zu umgehen, einfach kein Ergebnis abzugeben mit der Ausrede, man hätte es ja gekonnt, aber nicht unter Zeitdruck.

 

 

Dieses Phänomen ist vor allem unter Schülern und Studenten weit verbreitet, denn gerade diese müssen immer wieder neue Abgabetermine einhalten, Hausaufgaben erledigen und für Arbeiten lernen. Wer kennt nicht auch Schüler an unserer Schule, die grundsätzlich nie Hausaufgaben zu Hause machen, sondern meist in der Pause oder kurz vor der Stunde? Es gibt auch Schüler, die die Lektion für die anstehende Klausur erst einen Tag vorher lesen. Und es gibt natürlich auch diejenigen, die überhaupt nicht lernen, weil es ihnen keinen Spaß macht und sie ihre Aufmerksamkeit lieber anderen Dingen widmen wollen. Aber dies sind eher Genies, wenn sie dennoch die Schulzeit überstehen.

 

 

Es muss nicht immer gleich ein ausgeprägtes Krankheitsbild vorhanden sein, doch Psychologen vemuten bei jeder fünften Person Symptome. Eine wirklich krankhafte Prokrastination erkennt man daran, dass diese Personen meisterlich im Erfinden von Ausreden sind und sich ständig selbst betrügen, indem sie sich einreden, andere Dinge hätten erst mal Vorrang. Sie erfinden Ersatztätigkeiten, nur um keine unangenehmen Aufgaben erledigen zu müssen. Zwei Gattungen von Prokrastinatoren sind psychologisch belegt. Zum Einen gibt es den "arousal procrastinator", der von sich selbst behauptet, sowieso erst im letzten Moment vor dem Abgabetermin kreativ sein und vorher keinen klaren Gedanken fassen zu könne. Zum Anderen gibt es noch den "avoidance procrastinator", der sich vor allen langweiligen und minderwertig erscheinenden Aufgaben drückt. Er entschuldigt sein Versagen damit, er hätte es ja besser machen können, aber nicht gewollt.

 

 

Jeder Mensch ist zum Prokrastinator geboren, denn man setzt sich lieber an kurzweilige Aufgaben mit baldigem Erfolg als an Projekte, die viel Zeit in Anspruch nehmen und bei denen die Belohnung auf sich warten lässt. Es ist uns scheinbar selten angeboren, lästige Aufgaben diszipliniert zu erledigen. Es kommt daher nur darauf an, wie hoch die Schmerzgrenze der Personen ist, ob sie also lieber die unangenehme Arbeit oder die unangenehmen Folgen verhindern will. Und interessanterweise kann Prokrastination auch eine positive Seite haben. Denn die Betroffenen planen nicht alles genau durch, sondern können sich von einen Moment zum anderen auf neue Herausforderungen konzentrieren. Sie sind also flexibler als andere. Daher solltet ihr euch also keine Gedanken machen, wenn einmal nicht sofort die Hausaufgaben erledigt sind, sondern lieber mal abschalten. Und Hand aufs Herz, sind wir nicht alle ein bisschen prokraszinär?

Mittwoch, 24 August 2011 19:45

Unterstützung von bedürftigen Kindern

Von Herrn Fricke, Förderverein Goethe-Gymnasium (08.12.2006 18:55)

Die Bilder der verheerenden Tsunami-Katastrophe nach dem Seebeben im Indischen Ozean im Dezember 2004 bleiben jedem in schrecklicher Erinnerung. Es gab hunderttausende Opfer und Schwerverletzte sowie weit über eine Million Menschen, die ihre Häuser und darin ihr ganzes Hab und Gut verloren haben. Eine darüber hinausgehende Betroffenheit kommt aber ganz besonders den Kindern zuteil, die Ihre Eltern, Ihr Zuhause und damit nicht zuletzt auch einen Teil Ihrer Kindheit verloren haben.



Frau Birgit Stöcker (r.) vom Förderverein unserer Schule überreicht Frau Martina Berndt (l.) zunächst einen Spendengruß der Schüler und Schülerinnen des Goethe Gymnasiums an die Kinder in Sri Lanka.


Bei den Schülerinnen und Schülern des Goethe-Gymnasiums entwickelte sich hieraus eine Spendenbereitschaft, wobei die Initiative von drei Schülerinnen des Goethe-Gymnasiums ausging. Marjan Akrami, Julia Pfannkuch und Pia Grunewald haben diese Spenden- aktion ins Leben gerufen und weitere Schülerinnen und Schüler aktivieren können, um innerhalb der Schule möglichst viel Geld zu Gunsten bedürftiger Kinder in Sri Lanka zu sammeln. Mit einem Erlös von 1045,- EUR dürfen die SchülerInnen des Goethe-Gymnasiums zu Recht stolz sein auf ihr Ergebnis.

Das Goethe-Gymnasiums schreibt an die Kinder in Sri Lanka

Damit das Geld tatsächlich und auch nachvollziehbar an den Brennpunkten ankommt, wurde durch den Förderverein ein Kontakt zu einer Privat-Hilfsorganisation aufgebaut, die selbst und direkt vor Ort in Matara, Sri Lanka, den Flutopfern beim Wiederaufbau hilft. Mit Frau Martina Berndt, die hauptberuflich beim ADAC beschäftigt ist und bereits mehrmals vor Ort Hilfsmaßnahmen - auch unter Einsatz eigener Finanzmittel - angeregt und begleitet hat, wurde eine engagierte und kompetente Konktaktperson gefunden, die es verstehen wird, die Spendengelder des Goethe-Gymnasiums im Sinne der SchülerInnen zielgerichtet einzusetzen. Ihr persönlicher Einsatz vor Ort begründet sich nicht zuletzt auch in ihrer eigenen Betroffenheit, da sie die Tsunami- katastrophe im Jahr 2004 vor Ort selbst miterlebt hat.

Frau Martina Berndt (links) nimmt den Scheck über 1045 EUR aus den Händen von Frau Birgit Stöcker (Förderverein) und Schulleiter Waldemar Gries in Empfang.

Bei der am Dienstag, den 28.11.2006, im Zuge einer Sitzung des Fördervereins des Goethe- Gymnasiums durchgeführten Übergabe der Spende an Frau Martina Berndt konnte sich der Förderverein von ihren einzelnen Aktivitäten überzeugen. So berichtete Frau Berndt beispielsweise von der großen Problematik, dass ein Großteil der Kinder kine Möglichkeit hat, das Schwimmen zu erlernen. Ein Schwimmschulprojekt soll hier beispielsweise zu einer wesentlichen Verbesserung der Randbedingungen führen. Frau Berndt berichtete aber auch darüber hinaus noch über die notleitenden Zustände in weiten Bereichen der Küstenlandschaften, aber auch über sehr schlechte sanitäre Zustände in den Schulen.

Sie versicherte den Anwesenden, das Geld im Sinne des von den SchülerInnen des Goethe-Gymnasiums bestimmten Verwendungszwecks einzusetzen und anschließend auch darüber zu berichten. Sie wird noch im Dezember 2006, begleitet von ihrem Mann, nach Sri Lanka fliegen, um weiterhin aktiv Hilfsprojekte durchzuführen

Mittwoch, 24 August 2011 19:45

Grundregeln bei der Partnerwahl

Von unserer Mitarbeiterin Anja Anbarchian (26.12.2006 00:16)

Schnell bahne ich mir einen Weg durch die überfüllten Flure meiner Schule. Natürlich kommt es, wie es kommen muss. In meiner Hektik stoße ich mit jemanden zusammen. Sofort sehe ich in das Gesicht. Ein Junge, braune Augen, schwarze lange Haare, schwarzer Bart. Eine gegenseitige Entschuldigung und schon ist er vorbei. Oh, denke ich, der war aber wirklich unsympathisch. Hat er nicht auch noch eine genau so unansehnliche Freundin? Mit dem will ich hoffentlich nie wieder zusammen kommen, denke ich weiter...



Das westliche Schönheitsideal ist sportlich orientiert

Foto und folgende: dpa


Aber warum kann ich so schnell über diese Person urteilen, ohne ihn irgendwie näher kennen gelernt zu haben? Wieso reicht eine kurze Begegnung mit einem fremden Menschen aus, um in Sekunden ein Urteil zu fällen? Attraktives Aussehen hat immer Vorteile, so sagt man doch. Gerade gerecht habe ich mich gegenüber dem Jungen nicht verhalten, indem ich ihn sofort in die Schublade ,unattraktiv' gesteckt habe - doch was ist auffallend und anziehend?

Das bürgertliche Frau wurde vermittelt und...

Hätte ich ihn rasiert mit einem flotten Haarschnitt angetroffen, wäre er für mich um einiges ansehnlicher gewesen. Dass ich damit aber nicht falsch liege, zeigen zahlreiche Untersuchungen. Schöne Menschen halten wir für eher intelligent, kompetent, nett und ehrlich. Diese Menschen haben es einfacher im Berufsleben und werden in vielen Alltagssituationen bevorzugt. Dieser Selektion liegen evolutionäre, stammesgeschichtliche Merkmale zu Grunde. Wie Wissenschaftler erst kürzlich in einem umfangeichen Forschungsvorhaben herausgefunden haben, ist die Auswahl bei der Partnerfindung tief verwurzelt. Und dies geschieht schon, wenn wir uns ein Gesicht ansehen. Ein Gesicht signalisiert Aspekte der physische Verfassung des Gegenüber, die Gesichtszüge spiegeln körperliche Qualitäten. Ein attraktives Erscheinungsbild steht für Gesundheit und Widerstandskraft. Schönheit ist somit scheinbar ein Zeichen für herausragende körperliche Eigenschaften. Aber warum ist die physische Verfassung so wichtig? Jeder Mensch möchte für die Erfüllung eines Kinderwunsches den möglichst perfekten Partner, der seine optimalen Gene und Eigenschaften an das erzeugte Kind weitergeben kann. Ein zentrales Kriterium von Schönheit ist dabei die Symmetrie von Gesicht und Gestalt.

...benötigte nicht die moderne Anmache.

In jeder Frauenzeitschrift steht, welche Eigenschaften Frauen und Männer sich gegenseitig wünschen. Schwieriger ist dies jedoch an einem Gesicht abzulesen. Legt man einer Jury eines Schönheitswettbewerbs 10 Bilder vor, so werden diejenigen Bilder bevorzugt, die dem sogenannten Kindchen-Schema entsprechen: hohe Stirn, große, weit auseinander stehende Augen, eine kleinen Nase, ein schmales Kinn und volle Lippen. Nach der Theorie soll ein kindliches Aussehen der Frau diese besonders attraktiv für Männer machen. Doch so einfach machen es sich die Männer auch wieder nicht, wie eine Studie des Evolutionspsychologen David Buss der Universität Texas zeigt. So hatten Frauen viel bessere Chancen, wenn ihre Gesichtszüge zusätzlich Reife und Erwachsenenstatus anzeigten. Bevorzugt werden neben bestimmten kindlichen Merkmalen eher schmale, leicht einfallende Wangen und hohe, etwas breitere Wangenknochen. So sind Frauen für Männer besonders attraktiv, wenn sie gleichsam die Merkmale eines Kindes und einer erwachsen Frau in ihrem Gesicht vereinen.

Junge Männer heute, ...

Wie aber muss ein Mann aussehen? Ist er Mittelmaß, werden ihm nicht viele Herzen zufliegen, denn er sollte eher auffallen, aber keineswegs kindlich aussehen. Auch bei Männern ist zu allererst Symmetrie gefragt. Aber was man als männlich, markant maskuline Züge zu bezeichnen pflegt, also ein kräftiges Kinn oder eine kantige Gesichtsform, erwies sich bei einem Test mit dem anderen Geschlecht als zweischneidig. Frauen bevorzugen nämlich stark maskuline Gesichter nur an den empfängnisbereiten Tagen ihres Zyklus. Zu anderen Zeiten schätzen sie eher etwas weichere, schon femininere Gesichtszüge.

...junge Frauen immer häufiger...

Wie kommt es aber dazu, dass ein Mann mehr oder weniger maskulin aussieht? Zu diesem Aussehen trägt entscheidend das Hormon Testosteron bei. Hat ein Mann hohe Testosteron- werte, sieht er demnach maskuliner aus, was aber nicht immer Vorteile hat. Je höher der Wert, desto geschwächter ist sein Immunsystem. Somit muss sich der Mann verstärkt mit Krankheiten auseinandersetzen.

...wollen zwar Freundschaft und Liebe, ...

Weiten wir das mal auf die sexuelle Selektion aus, sehen Frauen also ein markantes männliches Kinn, so signalisiert dies Immunkompetenz durch gute Gene und obendrein Maskulinität und alles was damit zusammenhängt. Weiterhin zeigt ein attraktives Männergesicht auch mentale Fähigkeiten, die sich in Konkurrenzsituationen nützlich machen. Durchsetzungsfähigkeit und eine Tendenz zur Dominanz kann in Kombination einen hohen sozialen Status einbringen. Die Evolutionsbiologie erklärt dies so: Männer müssen zum einen um Frauen stärker kämpfen als umgekehrt. Aus der Sicht der Frau muss ein Mann den Nachwuchs beschützen und Nahrung beschaffen. Somit sind für Frauen solche Männer attraktiv, deren Gesichtszüge eben diese Eigenschaften versprechen. Natürlich ist auch klar, dass Frauen keine hormonprotzenden Männerbestien haben wollen, sondern einfach verträgliche, wirkliche Partner.

...sehen aber weniger die gesellschaftlichen Dringlichkeiten.

Einen weltumspannenden Maßstab für Attraktivität gibt es (noch) nicht, auch wenn die Modebranche es uns suggerieren will. Ein Fazit dieser Forschungsrichtung steht noch aus, dafür existieren aber einige tiefverwurzelte Regungen im Unterbewusstsein. In unserer modernen, anonymen Welt hilft uns also bei der Partnerwahl ab und zu unser Urinstinkt vor einer Fehlentscheidungen, aber bei der rasanten Zunahme von Schönheitschirugie, Kosmetik und anderen Hilfsmitteln ist der Volltreffer eher seltener. Ob das aber mit der hohen Scheidungsquote in der westlichen Zivilisation zusammenhängt, wäre ein weiterer interessanter Forschungsansatz

Mittwoch, 24 August 2011 19:44

Hakenkreuz und Massenmord

 

(14.11.2006 21:15)


Das Hakenkreuz - Trauma der Deutschen
Das Hakenkreuz. Die ersten Gedanken die uns kommt wenn wir dieses Wort hören sind Nationalsozialismus, Massenmord und der Zweite Weltkrieg. In Indien verbindet man mit dem von uns verschmähten Symbol Glück und Göttlichkeit. In China steht das Zeichen für Sonne, Unendlichkeit, Fruchtbarkeit und die Zahl 10.000. Selbst Coca-Cola warb in den 20er Jahren, wohl wissend dessen Bedeutung in den Fernöstlichen Ländern, mit Schlüsselanhänger in Hakenkreuzform. Noch heute befinden sich, z.B. in Indonesien Hakenkreuze auf Taxen. Im Buddhismus hat das Hakenkreuz viel Beutungen, so auch die der Himmelsrichtungen, Norden, Osten, Süden, Westen, Nordosten, Südosten, Südwesten, Nordwesten, und da im buddhistischen Glauben keine geraden Zahlen existieren verkörpert der Mittelpunkt den neunten Punkt, das Universum.
Durch Funde in Skandinavien und Ägypten wird das alter des Hakenkreuzes auf 14.000 Jahre geschätzt.
Auf Grund unserer Geschichte ist es Verständlich, dass wir Deutschen das Hakenkreuz auch nicht zulassen oder gar öffentlich zur Schau stellen. Doch ist die öffentliche Verleumdung dieses Zeichens auch ein Verbrechen?
Das Mannheimer Landesgericht verurteilte einen Student zur Ableisten von Sozialstunden in einer gemeinnützigen Einrichtung und zur Zahlung einer Geldstrafe von 200 Euro, weil er einen Anstecker trug, auf welchem ein durchgestrichenes Hakenkreuz zu sehen war. Im Revisionsverfahren wurde dieses Urteil aufgehoben.
Einige Zeit später wurde ein Versandhaus von der Polizei durchsucht. Dort beschlagnahmten sie Waren, auf den zerschlagene oder auch durchgestrichene Hakenkreuze abgebildet waren. Gegen den Geschäftsführer wurde eine Geldstrafe von 3600 Euro verhängt, wegen Verbreitung von verfassungswidrigen Symbolen.
Am 16. März dieses Jahres beschloss das Tübinger Landesgericht, dass das tragen Antifaschistischer Symbolen nicht strafbar sei, wenn für einen neutralen Beobachter zu erkennen sei das es sich um eine Verleumdung handelt.
In Deutschland konnte man nach 60 Jahren denn Schock des Nationalsozialismus immer noch nicht verarbeiten. Dadurch gehen wichtige Punkte der Aufklärung verloren, wie zum Beispiel die über die Herkunft des Hakenkreuzes. Viele Menschen glauben es sei ein Produkt des NS-Regimes, andere verfälschen Informationen die sie durch „Hörn-Sagen“ mitbekommen. So bleibt das Hakenkreuz für die meisten Menschen in Deutschland ein Schreckgespenst, über welches man erst gar nicht spricht damit es endgültig verschwindet. Jedoch wäre genau für uns Deutschen wichtig zu verstehen warum ausgerechnet unter diesem Symbol gemordet wurde. Ein Symbol was Kelten, Chinesen, Inkas, ja beinahe jede Hochkultur auf unserm Planeten benutzte. Deswegen ist es wichtig, zu verstehen, dass das Hakenkreuz nicht nur ein Zeichen von Hass, Vernichtung und Gewalt ist sondern auch ein angesehnes Zeichen für Glück und Hoffnung ist.
Aber dieser Punkt der Aufklärung und Einsicht kann erst erreicht werden wenn die Sicht auf den Nationalsozialismus flexibler wird. Aus diesem Grund war es nur richtig und wichtig, die Symbole, auf den Hakenkreuzverleumdungen zusehen sind nicht zu verbieten. Wäre das geschehen, würde das Hakenkreuz komplett aus dem Blickfeld geraten. So ist es möglich mit Symbolen und Zeichen, weiterhin auf die Verbrechen in der NS-Zeit hinzuweisen. Allerdings ist es wichtig, dass dies immer mit Gewissen und Vernunft geschieht, da die NS-Verbrechen sonst verharmlost werden könnten, was sicher nicht das Ziel von Anti-Nazionalsozialistischen Zeichen und Symbolen ist.

Mittwoch, 24 August 2011 19:44

Du bist der lebende Tod auf Erden

 

Von unserer Redakteurin Kim Kraft (23.11.2006 23:48)

"Magersucht - oh, wie sehr liebe ich dich!
Du lässt mich niemals allein.
Magersucht - oh, wie sehr brauche ich dich!
So schlank könnte ich ohne dich nicht sein.
Magersucht - oh, wie sehr hasse ich dich!
Du bist der lebende Tod auf Erden.
Magersucht - oh, wie sehr verabscheue ich dich!
Mit dir kann ich niemals glücklich werden."




Das sind die Worte eines Mädchens, die an Anorexie - medizinischer Begriff für Magersucht - litt. Innerhalb eines Jahres geriet sie in den Teufelskreis der Magersucht. Das Mädchen, nennen wir sie Sarah, fing mit 16 Jahren an zu hungern. Mit einem Anfangsgewicht von 54 kg war sie ein normal gewichtiges Mädchen, das eines Tages in den Spiegel blickte und nur Fett an ihrem Körper sah. Sie setzte sich ein Ziel: 4 kg müssten runter.

Sie merkte, dass mit den Kilos, die fielen, ihre Noten in der Schule besser wurden. Mit der Zeit stieß sie ihre Freunde und die Familie immer weiter von sich weg und die anfangs noch verhasste Waage wurde schnell zu ihrer besten Freundin. Das Hungern unterstützte sie mit exzessivem Sporttreiben. Bei 44 kg angelangt traten die ersten Symptome auf. Sie bekam Haarausfall, ihr Kälteempfinden war gestört und sie sackte oft zu Boden und hatte Angst zugenommen zu haben, wenn sie es nicht tat. Sie trank weder, noch aß sie etwas anderes außer Kaugummis. Sie bekam trockene Augen und den trockenen Mund spülte sie mit Wasser aus, welches sie aber anschließend wieder ausspuckt, denn "Wasser hat auch sein Eigengewicht"! Für Sarah bedeutete essen und trinken Schwäche.

Als sie nur noch 41 kg wog, fand sie zufällig ihre Symptome im Internet und musste sich eingestehen, dass sie magersüchtig war. Ihr wurde schnell bewusste, dass Magersüchtige nicht gleich geheilt sind, wenn sie an Gewicht zunehmen. Sie ging zu einem Arzt, der sich aber mit dieser Krankheit wenig auskannte und sie zutiefst verunsicherte. Sie müsse aufpassen, dass sie nicht zu viel essen solle, ansonsten bekäme sie vielleicht noch Fettsucht. Sie versuchte gegen die Krankheit alleine anzukämpfen, doch bei einem einzigen Brot, dass sie am Tag aß, tat ihr Bauch schon weh.

Der Psychiater, den sie aufsuchte, konnte ihr ebenfalls nicht helfen. So beschloss sie, da ihre Mutter ihr misstrauisch gegenüber stand und die Menschen in ihrer Umgebung unter ihrer Krankheit litten, in ein Krankenhaus zu gehen und sich dort behandeln zu lassen. Ein "normaler Mensch" braucht für eine Suppe ca. 10 Minuten, doch Sarah brauchte anfangs zwei Stunden, bis sie die Suppe aufgegessen hatte. Sie litt sehr unter dem Misstrauen, das ihre Eltern ihr entgegenbrachten. So wurde sie von ihrem Vater beschuldigte, vor dem Wiegen einen Liter Wasser getrunken zu haben, um ein höheres Gewicht vorzutäuschen. Nach großen Schwierigkeiten schaffte sie es dennoch, die Krankheit zu besiegen und hat heute ein normales Verhältnis zu ihrem Körper. Sie wird zwar das Essen immer etwas anders sehen, aber sie gehört nicht zu den Drittel, das an der Krankheit stirbt.

Die Krankheit, die sich erst in der Nachkriegszeit, den 50er Jahren, so rasant verbreitete, betrifft überwiegend die 13 bis 25-jährigen Mädchen der oberen Mittelschicht. 90 bis 95% der Magersüchtigen sind überdurchschnittlich begabt. In den Ländern, wo Hunger und Not herrscht, gibt es kaum Essstörung. Auch wenig schwarze Frauen in den USA leiden unter Anorexie. Es gibt zwei Untergruppen der Anorexie, die so genannten "dieters and restricters" (Diätiker und Einschränkende), die ihr Gewicht durch Reduktion der Kalorienaufnahme verringern und die "vomiters and purgers" (Erbrecher und Abführer), die ihr Gewicht durch selbst herbeigeführtes Erbrechen oder Missbrauch von Abführmittels reduzieren. In der heutigen Gesellschaft steht Schlankheit für Attraktivität, Dynamik und Erfolg. "Das Körpergefühl einer Frau spiegelt unweigerlich ihre Verinnerlichung von vorherrschenden gesellschaftlichen Normen wieder. Und je nachdem, wie ihr eigenes Urteil fällt, wie in oder out ihr Körper ist, gemessen an den zurzeit vorherrschenden Normen weiblicher Attraktivität, steigt oder fällt ihre Selbstachtung".

Als Abschluss möchte ich persönlich noch sagen, dass ich alle, die es geschafft haben, diese Krankheit zu bekämpfen, wirklich bewundere und diejenigen, die noch immer mit ihr kämpfen, nicht aufgeben sollen!

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