Montag, 29 August 2011 15:10

Die Schlafstadt

Von unserer Redakteurin Kim Kraft (28.09.2008)

Am 23.09. fand in unserer Aula ein weiteres Mal eine Veranstaltung statt, die dem 12. Jahrgang die Pflicht gab, ihren Regelunterricht in der 7. und 8. Stunde ausfallen zu lassen statt dessen dem türkischen Karikaturisten, Kinderbuch- und Drehbuchautoren Behiç Ak bei der Lesung seines Buches "Die Schlafstadt" zu lauschen.

 

 Schulleiter Waldemar Gries mit Dolmetscherin Asli Kermen

 

In diesem Jahr steht die Frankfurter Buchmesse unter dem Motto “Türkei”. Der Ehrengast Behiç Ak besucht derzeit einige Schulen Nordhessens, um den Jugendlichen Lust an türkischer Literatur zu machen. Neben unserer Schule (als Schule mit Sekundarstufe II) besuchte er die Losse Schule (als Grundschule) und die Karl-Schomburg-Schule (als eine Schule mit Sekundarstufe I).

 

„Ihr seid selbst ein gutes Beispiel dafür.“ sagt Schulleiter Gries auf die Frage, warum ausgerechnet das Goethe-Gymnasium für diese türkische Lesung ausgewählt wurde. Unser Gymnasium hat mit 11% Ausländeranteil und weiteren 10% Schülern mit nicht deutscher Herkunft die größte Ausländeranzahl an Kassels Schulen, erfahren wir weiter in Herrn Gries' Rede. Als Beispiel stellt er den Zuhörern stolz Frau Üstün vor, die am  Goethe-Gymnasium ihr Abi gemacht, später in Kassel studiert hat und nun seit dem 01.08. Lehrerin für Englisch und PoWi an unserer Schule ist.

 

 

 Ehrengast der Franfurter Buchmesse: Behiç Ak.

 

Aks Buch besteht aus drei Teilen, einer dieser Teile heißt „Die Schlafstadt“ und aus diesem wird vorgelesen; auf Türkisch. Die Übersetzerin Asli Kermen, die zuvor bereits Herrn Gries Rede ins Türkische übersetzt hat, liest anschließend knapp fünf Seiten der deutschen Übersetzung vor; und auch wenn das Vorgelesene interessant und gut geschrieben ist, scheint es, dass mit jedem gelesenen Satz ein weiteres Augenpaar im Zuschauerraum zufällt.

 

„Ich fand die Veranstaltung nicht so toll. Den türkischen Teil hätte man sich sparen können, und der deutsche Text war auch viel zu lang!“ so Pascal Amlung aus der 12. Die Fragerunde nach der Vorlesung wurde von Herrn Gries ziemlich schnell in eine politische Richtung gelenkt, und einige der politisch interessierten Schüler öffneten wieder ihre Augen; allerdings nicht für lange Zeit, denn die Antworten Aks waren auf Türkisch und das Übersetzten dauerte eine Weile. Ramona Hoppe: „Ich fand es zwar gut, dass es an einem Punkt politisch wurde, allerdings hat das Dolmetschen und das ständige Hin und Her so lange gedauert, dass man die Frage schon wieder vergessen hatte.“

 

Der Dolmetscherin kann an dieser Stelle allerdings keine Schuld gegeben werden, denn sie hat ihre Aufgabe gut gemeistert, die Antworten des Autoren waren immer sehr ausführlich. Auch wenn die meisten Schüler die Lesung zu lang fanden, hat die Veranstaltung einigen den Klang der Sprache gezeigt und andere „dazu ermuntert, sich die in der Bücherei ausgestellten Bücher einmal anzuschauen,“ so die Schülerin Anna Teiz.

Montag, 29 August 2011 15:09

Schultheater der Länder

aus unserer Redaktion (24.09.2008)

Aus allen Bundesländern kamen die Schultheatergruppen vom 14.- 20. September nach Kassel um an einem Theaterfestival teilzunehmen, das Schultheater der Länder, kurz SDL. Wir Kasseler, Kasselaner und Kasseläner waren als Gastgeber und Organisatoren nicht mit Produktionen am Start sondern mit vielen Schüler-Helfern, ohne die ein Festival mit ca. 350 Schülern und Schülerinnen und 150 Fachtagungsteilnehmern gar nicht machbar wäre.

 


Aber nun zum Workshoptag im Goethe-Gymnasium. Am 16.09. fanden sieben Workshops und eine gelungene Präsentation in der gefüllten Aula statt. Die Workshops waren bunt gemischt, in keiner Gruppe durften mehr als drei Spieler aus einem Bundesland sein. Kennenlernen bei der gemeinsamen Arbeit war die Devise und dieses Prinzip ging auf.

 

Festivalteilnehmer Patrick schrieb in der „EFFZETT" Nr. 5 (Festivalzeitung des SDL):
„Präsentation im Goethe-Gymnasium, nahe dem Katzensprung. Für manch einen Festivaller wohl ein komischer Straßennahme, neben solchen wie "Seidenes Strümpfchen". Doch mit der Präsentation hat es wenig zu tun. Diese war nämlich gelungen, interessant und sehenswert.

 

 
 Hier wird nicht getrunken, sondern geprobt!  

Für Auge und Verstand verwandelte Workshop 4 Lauter leise leute (Ltg. Christine Weghoff) das Gedicht in ein Theaterstück. Auf die Ohren gab es die Sounds des Alltags von WS 13 Bühnenmusik für Theateraufführungen (Ltg. Tilman Scheer). Viel Applaus fand auch die Arbeit des Stummfilmworkshops 11. Das Unterlegen des Kurzfilms "Buster Keaton Cops" von Edward F. Clein mit Text und Soundtrack kitzelte viele Lacher aus dem Publikum. Workshop 9 Sound as Origin: A practical journey towards rethinking sound as music (Ltg. Tim Godwin) erzählte die Geschichte des Geräusches. Sie begann bei den einfachen Rhythmen und endete in den komplexeren Verhältnissen zwischen Rhythmen und Melodien.

 

Völlig mitgerissen wurde man von Workshop 5 Bodypercussion und Stomp! (Ltg. Timm Reitinger). Das Musizieren mit dem eigenen Körper und den Alltagsgegenständen verführte einen, selbst auf dem Stuhl die Rhythmen mitzutrommeln. Für die Augen ein Zuckerschlecken war Workshop 19 Tango Argentino (Ltg. Ulli Goertz und Veronika Strempek). Die vollendeten Bewegungen und die Leidenschaft des Tanzes hätten jedes Tanzbein zucken lassen müssen. Im Goethe-Gymnasium wurde den ganzen Tag gearbeitet. Davon war man überzeugt. Die Hawaii-Party danach war auf jeden Fall verdient."

[Anm. d. Red.: Patrick vergaß WS 15 Sprach-Musik (Ltg. Ulli Götte) zu erwähnen. Die Teilnehmer inszenierten einen Cage-Text.]

 

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an alle Goethe-Schüler und Schülerinnen, die dabei waren! Vor allem aber an unsere Techniker Brian, Felix und Anna, das Dreamteam! Unser Dank gilt auch Herrn Hamdi und Herrn Leeser, die uns großartig unterstützt haben.

 

Von unseren Redakteurinnen Lisa Finis und Marcia Weber (21.09.08)

Herr Imhof, der die Fächer Mathematik und Informatik unterrichtet, ist seit Beginn dieses Schuljahres fest am Goethe-Gymnasium in Kassel eingestellt. Sein Gesicht ist jedoch bereits bekannt, da er sein Referendariat auch an unserer Schule absolvierte. Sein Wunsch auch weiterhin am Goethe Gymnasium unterrichten zu können, ging, was ihn sehr erfreute, in Erfüllung.

 

 Herr Imhof

 

Der 27-jährige Lehrer ist in Bad Berleburg aufgewachsen und studierte im nahe gelegenen Marburg das Lehramt für Mathematik und Informatik.
Doch was war der Grund, weshalb er sich schließlich von Marburg nach Kassel versetzen ließ? Auf diese Frage gibt er uns nur zur Antwort: "Der Ring muss ja eine Bedeutung haben..." und verweist auf seine linke Hand, an der er einen Verlobungsring trägt. Anschließend fügt er schmunzelnd hinzu, dass private Gründe die Ursache für seinen Entschluss gewesen seien.

Mit der Schule scheint er äußerst zufrieden zu sein, schließlich wurde ihm der Einstieg von seinen, "hilfsbereiten und freundlichen Kollegen" bereits während seiner Referendariatszeit sehr leicht gemacht. Doch auch von seinen Kollegen hört man nur Gutes über ihn, denn bei solch einem motivierten und aufgeschlossenen Lehrer gibt es kaum Kritikpunkte.

Diesen Sommer nahm er sogar an der traditionellen Syltfahrt des siebten Jahrgangs teil. "Sylt war super! Das Wetter war schön und alle kamen gut miteinander aus…", fiel ihm spontan ein, als wir ihn darauf ansprachen. Da Herr Imhof sehr nett und immer für einen Spaß zu haben ist, kommen auch die Schüler gut mit ihm klar. Er bemüht sich sehr, trotz seiner beachtlichen Körpergröße von 1,98m, den Schülern gegenüber nicht überheblich zu wirken, was ihm auch gut zu gelingen scheint.


Herr Imhof ist außerdem begeisterter Sänger und leitet in seiner Freizeit einen 36-mann starken Frauenchor. Am Goethe-Gymnasium nimmt er an unserer AG "Les Sirènes" teil und hat auch schon Konzerte dirigiert.

 

Unter diesen Voraussetzungen scheint es schon fast überflüssig zu sein, weiterhin alles Gute und viel Erfolg am Goethe-Gymnasium zu wünschen.

Montag, 29 August 2011 15:09

Der Tag der Technik

Von unserem Redakteur Schahin Saket (20.09.2008)

700 Schüler Kassels trafen am 19.09.08 im Hauptbahnhof ein, um sich von dort aus mit 7 Bussen zu den größten Konzernen Kassels bringen zu lassen. Der Tag der Technik hatte begonnen.

 

Ansturm auf die Busse.

 

Der Tag der Technik versucht es auf ein Neues, Schülern und Schülerinnen aus sämtlichen Schulen Kassels das Technikleben und den Ingenieursberuf näher zu bringen. Bombardier, TÜ, SMA, VW oder auch Daimler sind nur einige der 16 Großunternehmen, die am Tag der Technik teilnahmen und somit ein weites Spektrum an Tätigkeiten anboten.

 

 
Volle Höhrsäle ließen den Universitätsleiter glücklich werden  

Die 700 Teilnehmer, die von den rund 800 Bewerbern angenommen worden waren, mussten den Tag mit einem strengen und vollen Stundenplan verbringen. Denn zwischen 07:30 und 17:30 Uhr standen die Besichtigung von der Firma, mehrere Vorlesungen in der Uni Kassel und das Durchstöbern der Uni-Labore auf dem Plan.

 

Zwischendurch gab es natürlich auch Gebäck und Kaffee sowie eine schmackhafte Suppe mit diversen Getränken zum aufpeppen der eher müden Teilnehmer, denn allein der Besuch einer Firma kostete die Schülern viel Aufmerksamkeit, sodass gegen 14:00Uhr die Teilnehmerzahl sich nur noch auf die wirklichen Fitten und Interessen reduzierte.

Dr. Ing. Mike Meinhardt, von der SMA: "Ich bin froh, am Tag der Technik teilgenommen zu haben und die Intention wurde getroffen! Die hohe Resonanz, das Interesse, kontroverse Diskussionen der Schüler zur Technik, sind alles gute Zeichen und wir hoffen auf einen noch besseren Tag der Technik 2009."

 

 
Die Schüler eroberten das SMA-Gebäude  

Für die Schülerinnen und Schüler war der Besuch einer Firma der Höhepunkt des Tags der Technik. Alle, so darf man behaupten, haben was für ihre Zukunft mitgenommen und einige ziehen den Beruf als Ingenieur sogar für die Zukunft in Betracht. Die Firmen und Leiter vom Tag der Technik trafen somit auf ein positives Feedback.

Norman Loebelt, Schüler der 12.Klasse: "Mir persönlich hat der Tag der Technik gefallen! Die Firmen haben einem einen guten Einblick in das Leben eines Ingenieurs gegeben, so dass ich, und natürlich auch der Rest der Teilenehmer, neue Perspektiven dazu gewonnen haben."

Montag, 29 August 2011 15:09

Politik und Kunst

von unserer Redakteurin Lea Techen (14.09.2008)

Auf den ersten Blick erscheint sie ganz unauffällig. Kaum jemand bemerkt, dass sie erst seit kurzem hier ist, wenn sie durch die Flure unserer Schule läuft. Dabei war Frau Lempp nicht immer schon Lehrerin für die Fächer Kunst, Politik und Wirtschaft

 

"Irgendwann wurde mir die Arbeit in einer Werbeagentur einfach zu anstrengend und machte keinen Spaß mehr. Also zog ich nach Kassel und fing an zu studieren." - Bis dahin könnte man noch denken, diese selbstbewusste, sympathische Frau hätte sich für einen anderen kreativen Beruf entschieden. Doch sie fährt fort und erklärt, dass sie Kunst und Politik und Wirtschaft auf Lehramt studiert hat. Auf die Frage, warum ausgerechnet Kunst und Politik antwortet sie, dass sie beide Themen immer schon interessiert haben, da sie sozusagen zwei Standbeine der Gesellschaft seien. Auch in ihrer Freizeit befasst sie sich gerne mit Kunst oder spielt Saxophon.

 

 
Kunst-, Politik & Wirtschaftslehrerin Frau Lempp  

"Man erkennt schnell, dass Frau Lempp ein offener Mensch ist", bemerkt eine Schülerin ihres Wahlpflichtunterricht Kurses, "sie stellt sich vor die Klasse und fängt einfach an zu erzählen, wo sie herkommt und was sie gemacht hat, bevor sie Lehrerin wurde. Frau Lempp bezieht uns auch mit in die Gestaltung des Unterrichts ein und man merkt schon ein bisschen, dass sie nicht immer Lehrerin war, was ich aber eigentlich ganz positiv finde!"

 

Zu Kriegszeiten zog Frau Lempps Vater nach Afrika, aufgewachsen in Namibia geht sie mit ihrer Familie wieder zurück nach Deutschland, als sie zehn Jahre alt ist. Nach ihrem Abitur macht sie erst ein freiwilliges Soziales Jahr im Altenheim und danach eine Ausbildung zur Druckvorlagenherstellerin. Mit ihrem Mann zieht sie dann nach Hamburg und arbeitet dort in einigen namhaften Werbeagenturen. "Nach meinem Studium in Kassel war ich acht Jahre lang Lehrerin am kleinsten Gymnasium Hessens in Willingen im Sauerland. Aber ich wollte lieber wieder zurück nach Kassel. Als ich mich am Goethe-Gymnasium bewarb und sofort eine Zusage erhielt, habe ich mich sehr gefreut." Unterschiede zu ihrer alten Schule gäbe es kaum, "außer das ich dort alle Schüler kannte, das ist hier natürlich viel unübersichtlicher!" Ansonsten hat sie einen sehr guten Eindruck von der Schule und den Klassen, die sie unterrichtet.

 

Bei so viel Offenheit und Freundlichkeit kann man sich nur wünschen, dass Frau Lempp lange am Goethe-Gymnasium bleibt!

Montag, 29 August 2011 15:09

100 Jahre Ruderverein Goethe-Gymnasium

von unserer Redakteurin Mara Liebehenz (24.08.08)

Es war ein Abend, den der Ruderverein des Goethe-Gymnasiums noch lange in Erinnerung behalten wird, schließlich feiert man ja nicht alle Tage den 100. Geburtstag. Neben ehemaligen Ruderern und Medaillenträgern waren Schüler und Schülerinnen, Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Vertreter des Hessischen Ruderverbandes und Schulleiter Waldemar Gries anwesend.

 

 

 

"Die Zahl der Neumitglieder steigt. Ich bin sicher, dass Rudern der Vorzeigesport in Kassel werden könnte", erklärt Ludolf Dührsen, Schüler des Jahrgangs elf des Goethe-Gymnasiums. Er ist schon eine halbe Ewigkeit dabei. "Ich habe 2002 als Mitglied der Ruder-AG angefangen und bin dann in den Verein eingetreten", beschreibt er weiter. Auch für ihn ist es ein großes Fest, das genau drei Tage gefeiert wird.

 

Der Verein hat ungefähr 120 Mitglieder, dazu zählen die Aktiven (die Schüler) und Ehemalige. Ein gewachsener Verein also, aus dem Rudergrößen wie Lars Erdmann hervorgegangen sind. Doch nicht immer durchlebte er so rosige Zeiten wie heute: "Während des Zweiten Weltkrieges wurden viele der Boote zerstört", so Pressesprecher Ulli Göbel. "Doch mit Hilfe von vielen treuen Spender gelang der Wiederaufbau." Damals hätte wahrscheinlich niemand an ein 100-jähriges Jubiläum geglaubt.

 

 

 Oberbürgermeister Hilgen

Doch es war am Wochenende soweit und alle waren da: Bertram Hilgen, amtierender Oberbürgermeister der Stadt Kassel, überreichte der ersten Vorsitzenden des Vereins Monika Göbel die Ehrenplakette des Landes Hessen. Doch blieb es nicht bei einer Plakette: es folgten ein Wimpel des hessischen Ruderverbandes und eine Verdienstnadel des Landessportbundes Hessen für Alt-Protektor Manfred Bartel.

 

Eine Dankesrede jagte die nächste und ließ den Abend recht zäh wirken. Dem stimmte auch Tim Burmeister, ebenfalls Schüler des Jahrgangs elf, zu: "Mein Geschmack ist es nicht, doch ich könnte mir vorstellen, dass es anderen hier besser gefällt." Das tat es auch. Die Band "Maserati" fand beim Publikum Anklang und sorgte für Auflockerung. Auch Mathematik- und Musiklehrer Andreas Knöpfel bot eine musikalische Einlage am Klavier dar, und gab zwei Stücke von Ludwig van Beethoven zum Besten.

 

Nun freut man sich auf die nächsten 100 Jahre, die hoffentlich genauso spektakulär und erfolgreich werden.

Montag, 29 August 2011 15:09

Das Goethe-Gymnasium unter der Lupe

von unserem Redakteur Steffen Engelbrecht (23.08.2008)

Manch ein Schüler wird sich gewundert haben, warum seine Lehrerin oder Lehrer, den er als „alten Hasen“ im Schulgeschäft kannte, nach Jahren einen Unterrichtsbesuch von drei kritischen Herrschaften abgestattet bekam. Grund dafür war die Schulinspektion, die letzte Woche an unserer Schule stattfand.

 

 

 Von links nach rechts: Frau Müller, Frau Schweizer und Herr Gonnermann, Schulinspektoren vom Institut für Qualitätsentwicklung (IQ)

 

„Ich habe mich hier sehr wohl Gefühlt. Die offene Art und die Gastfreundlichkeit der Schulleitung und der Schüler war sehr angenehm." Mit diesen netten Worten beschreibt Lieselotte Müller, Schulinspektorin, ihren einwöchigen Aufenthalt an unserer Schule. Das dürfte nicht nur Herrn Gries gefallen sondern allen, die zu diesem Eindruck ihren Teil beigetragen haben.  Zusammen mit ihren Kollegen Claudia Schweizer und Martin Gonnermann vom hessischen Institut für Qualitätsentwicklung (IQ) inspizierte sie den Unterricht, den Zustand der Klassenräume und sprach mit Schülerinnen und Schülern der unterschiedlichen Stufen, Vertretern der SV und mit Eltern.

 

 

 Ein angenehmes Schulklima und nette Schüler

 

Ihr Ziel: „eine Erhebung aller gesammelten Daten, um eine Qualitätsaussage über die Schule zu treffen", erklärt Frau Schweizer. Dieses Ergebnis wird allerdings erst bei einer Auswertungskonferenz  am 1. Oktober bekannt gegeben; und auch gegenüber des UMLAUFs wollten die Inspektoren lediglich von „persönlichen" Eindrücken berichten. „Alles andere wäre unprofessionell und auch nicht erlaubt", erklärt Schweizer. Die Ergebnisse werden auch nur der Schulleitung, dem Schulamt und der Stadt vorgelegt. Eine Veröffentlichung steht der Schule frei. So muss kein Schüler erfahren, wo seine Schule eventuell Mängel aufweist. Es können auch Teilabschnitte veröffentlicht werden, womit die Negativpunkte unter den Teppich gekehrt wären. Trotzdem ist die Schule Verpflichtet die Mängel zu beheben, was vom Schulamt überwacht wird. Die Kriterien sind im „Hessischen Referenzrahmen Schulqualität" (HRS) verankert, der in „Qualitätsbereiche" gegliedert ist, die als grundlegend für die Entwicklung der Schule angesehen werden.

 

Zu diesem Besuch kam es auch erst, nachdem unsere Schule ausgelost wurde. Der Termin der Inspektion wurde vom IQ kurz vor den Ferien festgelegt, so dass die Schule nicht viel Zeit hatte sich vorzubereiten. Ziel ist es, dass alle 2000 hessischen Schulen alle vier Jahre einmal kontrolliert werden.

 

Nach dem Motto "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" (man denke an die Pisa-Studie), schritten die ausgebildeten Lehrer und Inspektoren durch unsere Schule. „Es herrscht ein angenehmes Klima und die Schüler haben eine hohe Identifizierung mit ihrer Schule", bestätigten alle drei Inspekteure. Frau Schweizer hatte auch eine schöne und seltene Geschichte zu erzählen. Ein Schüler wies sie darauf hin, dass die Klasse gleich den „besten Englischunterricht der Welt" haben würde. „Normalerweise haben wir einen strikten Plan, doch es ergab sich, dass wir genau diesen Unterricht besuchten und er nicht nur den Schülern sondern auch uns sehr gut gefiel", erzählt Schweizer, „Das ist wirklich selten, da Schüler auch häufig versuchen ihren Lehrer dann unter unseren Augen anzuprangern." Nicht so beim „besten Englischunterricht der Welt".

 

Alle Schulangehörigen sollten auf die Ergebnisse gespannt sein, auch wenn nur ein kleiner Teil alles erfahren wird. Dann bleibt zu hoffen, dass sich die Veränderungen auch deutlich spüren lassen und zum Beispiel Mängel bei der Ausstattung der Räume und der Bücher, die auch offen von den Inspekteuren angesprochen wurden, behoben werden und das Goethe-Gymnasium weiter so gastfreundlich auftritt. 

Montag, 29 August 2011 15:08

Besuch aus aller Welt

Von unserer Redakteurin Kristina Bazel (20.08.2008)

Ob Kanada, Ungarn, Weißrussland, Japan oder Belgien – Schüler aus aller Welt waren am 18.08.2008 im Goethe-Gymnasium anzutreffen. 23 englisch- und deutschsprachige Jugendliche im Alter von 16 bis 21 Jahren nahmen den langen Weg auf sich um das deutsche Schulsystem kennen zu lernen und den einen oder anderen Einblick zu erhaschen.

 

 

Möglich machte dies der Lions Club Kassel, der den dreiwöchigen Aufenthalt der Jugendlichen organisiert und betreut und somit Schülern aus der ganzen Welt die Gelegenheit bietet, sich mit Deutschland vertraut zu machen. Kriterien gab es hierbei auch: Auf Empfehlung der Schulen wurden die Jugendlichen mit sozialem Engagement und ausreichend englischen Sprachkenntnissen ausgewählt.

 

Gastfamilien und eine Jugendherberge nahmen die jungen Besucher für 3 Wochen auf und auch Herr Gries ließ  sie mit Freude in den Schulalltag des Goethe-Gymnasiums hinein schnuppern. So verteilten sich die Jugendlichen auf 6 Leistungskurse und nahmen am Unterricht teil.

 

 
 Alle Besucher und Besucherinnen
 

Verwunderte und erstaunte Gesichter blieben natürlich nicht aus, denn beispielsweise in Japan ist es üblich, dass Schüler still dem Unterricht folgen und nicht aktiv mit Meldungen oder Fragen am Unterricht teilnehmen. Was für uns „normal“ erscheint, war für die Japaner an unserer Schule eine neue Erfahrung.

 

Aber auch die Schüler aus anderen Ländern reagierten positiv auf die Schulstunden und die Leistungsfähigkeit der deutschen Schüler. Vor allem darstellendes Spiel oder Medienkunde weckten das Interesse der Neuankömmlinge und zauberten ein Lächeln  auf die Gesichter, da viele von ihnen diese Optionen an ihren Schulen nicht besitzen.

 

Auch die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Goetheschüler trug dazu bei, dass die jungen Gäste sich umso wohler fühlten. Die Kurslänge und Kursaufteilung waren hingegen unbeliebt, da der Unterricht in den anderen Ländern teilweise kürzer ist und auch die Ferien in Spanien zum Beispiel drei Monate (!) dauern.

 

Bei so langen Ferien werden wir hier ganz neidisch.

Montag, 29 August 2011 15:08

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

Von unserer Redakteurin Kim Kraft (19.08.2008)

Am 14. Juli traf sich unsere Ruder-Schulmannschaft mit Herrn Gries auf dessen Einladung in seinem Büro und erhielt neben Sweatshirts von Jugend trainiert für Olympia ein „Alles Gute und gebt euer Bestes!" vom Schulleiter.

 

  Christian Ullrich(11), Florian Göbel(12), Felix Burmeister(9), Jan Müller(12), Ludolf Dührsen(11),Kevin Stenzel(10), Silvano Wille(10), Benjamin Albert(10),  Steffen Brümmer(10),Steuermann Björn Scholz (von h. nach v., zusätzlich gibt es noch einen Ersatzmann)

 

Knapp einen Monat zuvor hatten die Ruderer in zwei der insgesamt acht Ruder-Klassen den hessischen Landesentscheid in Wiesbaden gewonnen. Mit dem Sieg in den Klassen des Gig-Riemen-Vierers und dem 8er kamen sie vorerst zurück nach Kassel um sechs Mal die Woche unter der Leitung von Physik- und Sportlehrer Jens Pflüger (mit der Unterstützung des ehemaligen Goethe-Schülers und Abiturienten Mattias Engelke (27)) zu trainieren um dann vom 21. -25. September in Berlin alles zu geben.

 

Das erste Mal in der Geschichte des Rudervereins gewann der Ruder 8er unserer Schule in Wiesbaden den ersten Platz und qualifizierte sich somit automatisch für das kleine Finale in Berlin. Für unsere Mannschaft und auch für die Trainer stand dann fest: der 8er geht ins Rennen; denn pro Schule darf nur ein Boot antreten. Pflüger: „ Der 8er ist das Prestigeboot, außerdem hätten bei dem Vierer Vier Leute zu Hause bleiben müssen."

 

 

Beim Einlassen des Bootes in die Fulda 

 

2005 war die Mannschaft bereits schon einmal in Berlin gewesen und hatte dort den 4. Platz (von 16) im Gig-Ruder-Vierer belegt. Auch wenn sie es nicht erwartet hatten mit dem 8er nach Berlin fahren zu können, gehofft haben es einige bestimmt.

 

„Wir werden versuchen unser Bestes zu geben und unser Land und unsere Schule bestmöglich zu repräsentieren." so Jan Müller (Jahrgangsstufe 12). Auch wenn die Trainer den Druck auf die Jungs so gering wie möglich halten möchten und ihre Erwartungen nicht zu hoch schrauben wollen, ist es dennoch eine grenzwertige Situation für alle Beteiligten. Schulleiter Waldemar Gries stellte die gesamte Mannschaft vorerst vom Sportunterricht frei, denn die Verletzungsgefahr und die Trainingsbelastung wären zu hoch. Trotzdem, die Jungs wollen etwas erreichen:„Erst einmal wollen sie unter die sechs Boote ins Finale kommen, als nächstes kommt das Treppchen. So haben die Jungs das formuliert." sagt Trainer Jens Pflüger.

 

 
Alle Acht steigen gleichzeitig ein   

Wie die Jungs in Berlin abschneiden werden, können sie bei dem 100-jährigen Jubiläum des Rudervereins bekannt geben und so oder so feiern, denn sie sind schon weit gekommen!

Montag, 29 August 2011 15:08

Wer ist das denn?

Von unserer Redakteurin Mara Liebehenz (17.08.2008)

Na nu, wer ist denn das? Diese Frage wird sich wohl so mancher Goethe-Schüler gestellt haben, als er diese junge Frau auf dem Gang vor dem Lehrerzimmer entdeckt hat. Meine Damen und Herren, darf ich vorstellen? Politik und Wirtschafts- und Englischlehrerin Emine Üstün.

 

"Es ist ungewohnt an der Schule zu unterrichten, an der ich 2001 selbst mein Abitur gemacht habe", erklärt Frau Üstün und erinnert sich zurück. "Viele Lehrer wie Herr Rauch, Herr Rudolph oder Herr Gleim, die jetzt meine Kollegen sind, waren früher selbst meine Lehrer." Mit denen verstehe sie sich aber sehr gut.

 

 
 Frau Üstün  

Es ist Frau Üstüns erstes Jahr als Lehrerin am Goethe-Gymnasium. Aufregung? Keine Spur davon. Ganz lässig und souverän steht die 26-Jährige vor der Klasse und bringt ihren Schülern und Schülerinnen die englische Sprache bei. Übung hat sie ja schon, schließlich schloss sie ihr Referendariat an der Jacob-Grimm-Schule und der Heinrich-Schütz-Schule ab. "Dann war es mehr oder weniger Zufall, dass ich am Goethe-Gymnasium gelandet bin, worüber ich sehr glücklich bin", fügt sie mit einem Lächeln auf den Lippen hinzu.

 

Sieht man Frau Üstün durch die Gänge der Schule wuseln, erweckt die junge Frau gar nicht den Eindruck eine Lehrerin zu sein. Doch der Schein trügt. Schon früh hatte sie den Traum einmal Lehrerin zu werden um Wissen an andere weiterzugeben: "Ich wusste schon von Anfang an, dass ich nur Powi und Englisch unterrichten wollte, nichts anderes." Frühere Visionen trieben also die Lehrerin mit türkischem Migrationshintergrund zum Studieren an die Kasseler Universität, an der sie ihr Studium erfolgreich abschloss.

 

Auf die Frage, wie ihr denn die Atmosphäre hier gefalle, antwortet sie gelassen: "Sehr schön, ich hatte einen netten Empfang, nette Kollegen und nette Schüler!" Hört sich sehr positiv an.

 

Auch für die Zukunft wünscht sie sich, dass "alles positiv bleibt" und sie immer einen guten Draht zu ihren Schülern und Schülerinnen hat: "Das Verhältnis zwischen dem Schüler und dem Lehrer ist mir sehr wichtig. Wenn das nicht in Ordnung ist, dann läuft irgendetwas schief. Ein gutes Verhältnis ist einfach die Basis."

 

Bei so viel Motivation und Enthusiasmus bei der Arbeit bleibt nur noch viel Erfolg und Freude am Goethe-Gymnasium zu wünschen.

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