(25.05.2001 16:42)

Schüler aus Brandenburg, Hessen und Niedersachsen haben Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD) am Mittwoch in Berlin selbst erarbeitete Generationenverträge überreicht. Berlin (dpa) - Schüler aus Brandenburg, Hessen und Niedersachsen haben Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD) am Mittwoch in Berlin selbst erarbeitete Generationenverträge überreicht. Die im Dialog mit Senioren ausgehandelten Entwürfe sind das Ergebnis eines Schulprojektes, das der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) im Internet organisiert hatte. Damit habe man die Medien- und Sozialkompetenz der Jugendlichen fördern wollen, erklärte Ingrid Sehrbrock vom DGB- Bundesvorstand.
Vier Schulklassen aus Wittstock, Fehrbellin, Rotenburg/Fulda und Oldenburg hatten die einzelnen Verträge entworfen. In ihnen finden sich Forderungen wie die Einbeziehung von Beamten in die Rentenversicherung oder die Erhöhung der Rentenbeiträge für Besserverdienende. Daneben werden auch Themen wie Ökologie und Militärausgaben angesprochen.
Riester lobte die Ergebnisse als «Anregung für künftige Politikgestaltung in unserem Land». Anders als die zahlreichen Verbände, mit denen bei der Rentenreform verhandelt werden musste, wären die Schüler mit ihren Ideen noch nicht in fest gefügten Strukturen verhaftet. Viele Punkte würde er «ganz dick unterstreichen».

Samstag, 16 April 2011 18:15

Love Parade wird am 21. Juli gefeiert

(25.05.2001 16:44)

Die Berliner Love Parade wird definitiv am 21. Juli stattfinden. Berlin (dpa) - Die Berliner Love Parade wird definitiv am 21. Juli stattfinden. Darauf verständigten sich Veranstalter und Stadt. Ungeachtet dessen will die Planetcom, die die weltweit größte Technoparty veranstaltet, vor Gericht gegen die Nicht-Anerkennung als Demonstration klagen. Vorerst haben die Love-Parade-Macher den Umzug aber als kommerzielle Veranstaltung angemeldet. In weiteren Gesprächen solle jetzt geklärt werden, wie die Kosten unter anderem für die Müllentsorgung zwischen Planetcom und Stadt aufgeteilt werden können, teilte die Senatswirtschaftsverwaltung am Mittwoch mit.

Samstag, 16 April 2011 18:15

Studie: Optimisten leben länger

HNA vom 5. Mai 2001 (25.05.2001 21:09)

Optimisten leben länger und genießen ihr Leben bis ins hohe Alter.
Das bekräftigt eine Studie mit 678 amerikanischen Nonnen, die das "Journal of Personality and Social Psychology" in seiner Mai-Ausgabe vorstellt. Sie stützt sich auf Daten von Ordensschwestem, deren positive Gesinnung und Ideenreichtum sich schon in jungen Jahren in Schriftstücken niederschlug. Diese lebensfrohen Frauen lebten bis zu einem Jahrzehnt länger als andere Schwestern ihres Ordens mit einem verhaltenen oder getrübten Blick.

Die fortlaufende Untersuchung der Nonnen ist nach Einschätzung des federführenden Autors, David Snowdon von der Universität Kentucky; einzigartig. Die Schwestern seien ideal zum Vergleich. Sie alle führten ein stabiles, vergleichbares Leben ohne umwälzende Veränderungen. Von 180 der 678 Nonnen lagen noch.Autobiografien aus den 30er-Jahren vor, die auf ihre Ausdruckskraft und grammatische Komplexität analysiert wurden. (dpa)

Samstag, 16 April 2011 18:15

Partnersuche im Internet boomt

(02.06.2001 14:14)

Bei Petra Strippel hat es sofort «Klick» gemacht: Kaum hatte die 34-jährige Marketing-Fachfrau aus Düsseldorf im vergangenen Juli ihre persönlichen Daten bei der Online-Vermittlung «single.de» hinterlegt, landete schon die erste E-Mail des gleichaltrigen Cato Ferrier in ihrem Briefkasten.
Köln (dpa) - Bei Petra Strippel hat es sofort «Klick» gemacht: Kaum hatte die 34-jährige Marketing-Fachfrau aus Düsseldorf im vergangenen Juli ihre persönlichen Daten bei der Online-Vermittlung «single.de» hinterlegt, landete schon die erste E-Mail des gleichaltrigen Cato Ferrier in ihrem Briefkasten.
Drei Tage später traf sie den Zahnarzt zum ersten Rendezvous, nach neun Monaten heiratete das Paar. «Das war buchstäblich Liebe auf den ersten Klick», strahlte die Braut auf dem Standesamt in Bad Honnef.
Nach einer repräsentativen Studie des Emnid-Instituts vom vergangenen Januar erleben die professionell betriebenen Flirtseiten im Internet einen Boom. Danach nutzen bereits knapp neun Millionen Deutsche die fast ausschließlich unentgeltlichen Online-Dating- Angebote. Bereits jeder zweite Deutsche halte das Internet für geeignet zur Kontaktaufnahme - damit liegt der virtuelle Flirt inzwischen auf Rang 3 hinter den «Kennenlern-Klassikern» Disco (58 Prozent) und Arbeitsplatz (54,1 Prozent). Auf Kontaktanzeigen in Zeitungen oder Zeitschriften vertrauen dagegen nur noch gut 17 Prozent.
«Im Netz kann man anonym bleiben, solange man will und ist zeitlich und örtlich ungebunden», sagt die Sprecherin des Berliner Anbieters «flirtmaschine.de», Sylvia Stanulla. Geschützt durch einen Fantasienamen gehen viele Kunden mit mehr Selbstvertrauen in den Flirt. Laut Emnid-Studie sehen mehr als die Hälfte der Befragten im Internet-Flirt ein weiteres entscheidendes Plus: Das Aussehen spielt zunächst keine Rolle.
Die Anonymität im Netz ist aus Sicht der Nutzer aber nicht nur positiv. «Ich habe oft die Erfahrung gemacht, dass die selben Frauen unter verschiedenen Namen zwei bis drei Mal im Netz stehen», sagt der 32-jährige Kieler Ingo Bemmann. «Die wollen nur ihre Aktien testen, ohne ernsthaft an einem Kontakt interessiert zu sein.» Ein zusätzliches Problem sei der hohe Männerüberschuss auf den meisten Flirtseiten. «Eine Bekannte, die das ausprobiert hat, wurde jeden Tag mit E-Mails wahllos zugemüllt.» Einige Sicherheit gegen derartige Belästigung bietet die Website «dating-cafe.de». Dort muss jeder Nutzer eine Kopie seines Personalausweises abgeben, bevor die Seite frei geschaltet wird.
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat dennoch große Bedenken: «Ich kann niemandem raten, derart persönliche Daten über das Internet speichern zu lassen», sagt Kerstin Reschke, Juristin des Vereins. «Dafür ist der Adressenhandel ein viel zu lukratives Geschäft.» Letztlich könne man nie sicher sein, ob die Angaben nicht irgendwann doch auf einer Datenbank landen.
Während die Nutzer bei den meisten Anbietern selbstständig ein so genanntes Profil mit den persönlichen Daten ausfüllen müssen, hilft bei der «flirtmaschine» unter dem Motto «Ich verliebe Dich» ein Liebes-Agent namens «Cyb». Das geschlechtslose Wesen fragt die Kandidaten gezielt nach Vorlieben und Abneigungen und speichert die Antworten. Gibt es zwischen zweien der insgesamt über 200 000 Flirter eine hohe Übereinstimmung, schickt der «Cyb» nach dem Motto «Gleich und Gleich gesellt sich gern» den beiden eine E-Mail. Ein System, dass selbst bei Pressesprecherin Stanulla funktioniert hat: «Ich habe durch unser Netz vor wenigen Wochen meinen Freund gefunden», sagt die 36-jährige PR-Frau.

(02.06.2001 14:15)

Über 140 000 Musik-Fans werden zu Pfingsten (1.-3. Juni) bei den Parallel-Festivals «Rock am Ring» in der Eifel und «Rock im Park» in Nürnberg erwartet. Nürburg/Nürnberg (dpa) - Über 140 000 Musik-Fans werden zu Pfingsten (1.-3. Juni) bei den Parallel-Festivals «Rock am Ring» in der Eifel und «Rock im Park» in Nürnberg erwartet. Dabei rechnet der Frankfurter Konzertveranstalter Marek Lieberberg mit mehr als 80 000 Festival-Besuchern beim dreitägigen Open-Air-Spektakel am Nürburgring in der Eifel und zugleich mit gut 60 000 Menschen in Nürnberg. An beiden Orten bestreiten zeitversetzt weitgehend dieselben rund 100 Bands auf jeweils vier Bühnen das Programm. Das Drei-Tages-Ticket für eines der größten derartigen Festivals in Europa kostet 150 bis 160 Mark.
Nach der Absage der amerikanischen Rockband Guns N'Roses sind die Hauptattraktionen des Doppel-Festivals laut Planung die Sängerinnen Alanis Morissette und Anastacia sowie die Bands Limp Bizkit, Radiohead, Manic Street Preachers, Him, A-Ha, Travis und Söhne Mannheims.
Den Auftakt des nunmehr 16. «Rock am Ring»-Spektakels bestreiten am Freitag (1. Juni) unter anderem Alanis Morissette, Radiohead, Manic Street Preachers, Outkast und K's Choice auf der Hauptbühne sowie Orbital und Papa Roach auf der zweiten Bühne. Dieses Programm bestimmt auch den zweiten Festival-Tag in Nürnberg.
Limp Bizkit spielen am Eröffnungstag in Nürnberg und bilden das Finale am Pfingstsonntag an der Rennstrecke Nürburgring. Am zweiten Festival-Tag in der Eifel und am Abschlusstag in Nürnberg treten Anastacia, Him, A-Ha, Reamonn, Toploader, Turin Brakes und Briskeby auf der Hauptbühne auf. Auf der zweiten Bühne am Nürburgring spielen am Pfingstsamstag unter anderem die Söhne Mannheims und Shantel. Auf der zweiten Nürnberger Bühne sind Shantel und Samy Deluxe zum Ausklang des Pfingstsonntags mit von der Partie.
Das Hauptprogramm des Pfingstsonntags in der Eifel bestimmen neben Limp Bizkit die Gruppen Kid Rock, Linkin Park, 3 Doors Down, OPM und Boy Hits Car. Das gleiche Programm soll in Nürnburg bereits am Eröffnungstag über die Hauptbühne gehen. Slipknot und Travis sind am Sonntag die Höhepunkte auf der Nebenbühne am Nürburgring. Zuvor werden sie am Freitag auf der Nürnberger Nebenbühne erwartet.

Samstag, 16 April 2011 18:14

Computer als allgegenwärtiger Diener

(02.06.2001 14:16)

Computer werden in Zukunft allgegenwärtige Diener sein. Darmstadt (dpa) - Computer werden in Zukunft allgegenwärtige Diener sein. «Wir werden sie in der Kleidung oder in Brillen mit uns herumtragen, ohne sie zu bemerken», sagte der Informatiker Jose Luis Encarnacao am Dienstag in Darmstadt. «Wir befinden uns noch in der Pionierphase der Entwicklung, weit entfernt von den Grenzen dieser Technik.»
Bislang müsse der Computer mühsam mit der Tastatur bedient werden. Die Forschung versuche deshalb, alle Sinne des Menschen mit dem Computer zu vernetzen, in erster Linie die Sprache. «Unser Ziel ist es, dass der Rechner verschwindet und die Dienstleistung des Computers so selbstverständlich abgerufen wird wie Licht und Wasser», sagte Encarnacao, der 1975 den Fachbereich Grafische Datenverarbeitung an der Technischen Universität Darmstadt gründete und zu den international führenden Informatikern gehört. Anlass seiner Rede war ein Kolloquium zu seinem 60. Geburtstag.
So stellt sich Encarnacao die Zukunft praktisch vor: An der Bedienung des Videorecorders werde niemand mehr scheitern, weil der Computer auf Zuruf die Aufzeichnung übernehme. Der Kühlschrank informiere die Familie, welche Lebensmittel fehlten oder kaufe sie gleich selbstständig ein. «Das klingt wie eine Fantasie von Jules Verne, aber bei der Geschwindigkeit der Entwicklung könnte die Vision in 20 Jahren Realität sein», glaubt Encarnacao.

(02.06.2001 14:17)

Luise geht zwei Mal in der Woche babysitten. Außerdem gibt sie noch Nachhilfe, weil es ihr Spaß macht. Hamburg (gms) - Luise geht zwei Mal in der Woche babysitten. Außerdem gibt sie noch Nachhilfe, weil es ihr Spaß macht. So verdient die 18-Jährige ihr eigenes Geld und ist unabhängiger von den Eltern. So wie Luise arbeiten auch viele ihrer Schulkameraden des Gymnasiums Hochrad in Hamburg in einem Nebenjob, um sich Dinge zu kaufen, die allein vom Taschengeld nicht zu bezahlen sind. «Wir wollen Geld verdienen, um ausgehen zu können. Die Älteren kaufen sich von ihrem Verdienten aber auch schon Autos», sagt Luises Freundin Julia.
«Schüler in der Stadt arbeiten, um sich die neueste Mode und teure Markenprodukte leisten zu können», bestätigt auch Christian Palentien von der Universität Bielefeld. Der Pädagoge bemängelt, dass in vielen Fällen das Lernen durch die Arbeit leide. Durch das Jobben werde aber auch die Erholungszeit immer kürzer, «die Kinder und Jugendliche benötigen, um für den nächsten Schultag fit zu sein», so der Pädagoge.
Nach einer Untersuchung des Instituts für Kinder- und Jugendforschung iconkids&youth in München, hatten 13- und 14-Jährige 1999 monatliche Einnahmen von durchschnittlich 97 Mark durch Nebenjobs. Die 15- bis 16-jährigen Jugendliche verdienten demnach sogar rund 185 Mark, und 17-Jährige gingen mit 240 Mark nach Hause.
Auch rechtlich ist beim Jobben einiges zu beachten: Viele Schüler unterliegen dem Jugend-Arbeitsschutz-Gesetz (JArbSchG). «Grundsätzlich dürfen Kinder nicht arbeiten», sagt Rechtsanwalt Dieter Spürck von der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS), Landesstelle Nordrhein-Westfalen in Köln. Für Jugendliche ab 15 Jahren, die der Vollzeitschulpflicht unterliegen, gibt es aber Ausnahmen: Während der Schulferien ist es erlaubt, für höchstens vier Wochen pro Kalenderjahr zu arbeiten. Und zwar bis zu acht Stunden täglich und höchstens 40 Stunden wöchentlich.
In ländlichen Regionen arbeiten Kinder und Jugendliche weniger, um sich Statussymbole zu kaufen - die Familien brauchen oft immer noch die Arbeitskraft ihrer Kinder: «Die Jungen und Mädchen müssen schon teilweise im Grundschulalter im Familienbetrieb mithelfen», sagt Christian Palentien. Nach dem Jugendschutzgesetz dürfen Kinder, die älter als 13 Jahre sind, in der Landwirtschaft arbeiten - allerdings täglich nur drei Stunden und nicht zwischen 18.00 und 08.00 Uhr. Jugendliche über 16 Jahre können während der Erntezeit allerdings bis zu neun Stunden täglich beschäftigt werden.
Die negativen Auswirkungen von Schülerarbeit hatte Peter Koj, pensionierter Lehrer aus Hamburg, schon während seiner Dienstzeit gespürt: «Bestimmt die Hälfte der Schüler hat gearbeitet. Sie waren oft müde und unkonzentriert.» Laut Koj hatten die Jobs der meisten Schüler nichts mit der Schule oder einem späterem Studium zu tun. Zudem seien soziale Kontakte wie Schülertreffen oder einzelne Projekte immer mehr in den Hintergrund gerückt.
«Viele Eltern wissen nicht immer, wie viel ihre Kinder arbeiten», sagt Luise. Sie jobbe sechs Stunden die Woche und verdiene dabei 70 Mark. Die Schule vernachlässige sie dadurch nicht. «Wie viel man jobbt, muss man selbst entscheiden», so die Hamburger Gymnasiastin. Ihre Freundin Julia macht sich keine Gedanken darüber, ob die Arbeit ihre Noten oder sogar ihren Abschluss beeinflussen könnte: «Keiner weiß doch was morgen ist. So geben wir lieber jetzt das Geld für unseren Spaß aus.»

(11.05.2001 15:18)

Deutschland muss nach Auffassung des Beauftragten der Bundesregierung für Hochschulmarketing, Max G. Huber, Bildung exportieren, um sich als Exportnation zu behaupten. Sydney (dpa) - Deutschland muss nach Auffassung des Beauftragten der Bundesregierung für Hochschulmarketing, Max G. Huber, Bildung exportieren, um sich als Exportnation zu behaupten. In Zeiten der Globalisierung «müssen wir unser Bildungssystem wettbewerbsfähig machen», sagte Huber, der auch Vizepräsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ist, in einem dpa-Gespräch in Sydney. Der Bonner Physikprofessor begleitet Bundespräsident Johannes Rau bei seinen Staatsbesuchen nach Australien und Neuseeland, bei denen der Wissenschaftsaustausch ein Thema war.
Bislang sei Bildungspolitik in Deutschland reine Innenpolitik gewesen. «Diese Zeit ist vorbei», sagte Huber. «Im 21. Jahrhundert wird der Bildungsexport eine große Rolle spielen.» Dies sei zugleich eine Riesenchance für Deutschland. Wenn künftige Führungskräfte anderer Länder an deutschen Universitäten ausgebildet werden, hat das für Deutschland nach Worten Hubers politische, wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Vorteile.
Die USA sind Huber zufolge in diesem Bereich Deutschland zehn Jahre voraus und «leben von ausländischen Wissenschaftlern.» Jeder zweite Doktorand der Naturwissenschaften sei ein Ausländer. In Asien gelte Amerika als ein attraktives Studienland. Jeder Chinese, jeder Inder wolle dort studieren.
In Deutschland gebe es zu wenig ausländische Studenten. «Wir müssen mehr qualifizierte Leute ausbilden», betonte Huber. Deutschland brauche «futureleaders» (künftige Führungskräfte). An deutschen Hochschulen studierten beispielsweise weniger als 1000 Inder, in den USA aber 50 000.
Der deutsche Bildungsmarkt liegt für Huber vor allem auch in Osteuropa. «Die große Chance müssen wir nutzen.» Um mehr Studenten nach Deutschland zu holen, müssten aber auch Hindernisse abgebaut werden. Dies betreffe das Ausländerrecht und ausländerfeindliche Einstellungen. Aber auch arbeitsrechtlichen Fragen und die Nichtanerkennung von Abschlüsse verhinderten den Zuzug ausländischer Studenten.

(11.05.2001 15:19)

Noch nie war die Chance auf einen Studienplatz in Mecklenburg-Vorpommern so groß wie jetzt: Mit dem neu eingeführten 13. Schuljahr fehlt dem Land in diesem Sommer erstmals ein kompletter Abiturjahrgang. Rostock (dpa) - Noch nie war die Chance auf einen Studienplatz in Mecklenburg-Vorpommern so groß wie jetzt: Mit dem neu eingeführten 13. Schuljahr fehlt dem Land in diesem Sommer erstmals ein kompletter Abiturjahrgang. Die 17- und 18-Jährigen müssen noch bis 2002 die Schulbank drücken, anstatt in den Hörsaal wechseln zu können. So gehen die Universitäten und Fachhochschulen verstärkt auf Studenten- Suche in der ganzen Bundesrepublik sowie im Ausland.
Zugleich wird die einmalige Situation auch positiv gesehen: «Idealere Bedingungen zum Studieren kann man sich nicht wünschen», sagt der Sprecher im Schweriner Kultusministerium, Ralf Schattschneider. Die Hörsäle würden für ein Jahr leerer, doch kein Professor arbeitslos. Das biete beste Lernbedingungen. Mit Faltblättern werde das Land in den kommenden Wochen gezielt Abiturienten aus Nachbarländern anwerben.
Architektur und Design, Jura oder Medizin, Wirtschaft, Soziales und Informatik - der Nordosten bietet vom konventionellen bis zum neuen Studiengang Vieles. Bislang steigt die Zahl der Studenten noch jedes Jahr an. Erst ab 2008 wird durch den Geburtenknick nach der Wende ein genereller Rückgang erwartet. Dieses Jahr bilde eine Ausnahme, den totalen Einbruch werde es aber auch jetzt nicht geben, sagt der Sprecher. Schließlich kämen nicht nur Abiturienten, sondern auch Bewerber von Betrieben sowie junge Leute nach Praktika, Militärdienst oder Auslandsaufenthalt zum Studium.
Im Wintersemester 1999/2000 zählten die zwei Universitäten und vier Fachhochschulen des Landes rund 26 000 Studierende, mehr als die Hälfte kamen aus Mecklenburg-Vorpommern, gut tausend aus dem Ausland. Die Universität Rostock mit 12 000 Studenten und jährlich rund 2 000 Erst-Immatrikulationen größte Hochschule im Land, rührt mit Broschüren und einem Kinospot bundesweit die Werbetrommel. In diesem Jahr hebt sie den Numerus clausus für Agrarökologie sowie Landeskultur und Umweltschutz auf.

Samstag, 16 April 2011 18:13

Musiker sollen gegen Napster vorgehen

(11.05.2001 15:20)

Der Streit um den Musiktausch im Internet weitet sich zu einer Softwareschlacht zwischen Musikindustrie und der US- Tauschbörse Napster aus. Hamburg (dpa) - Der Streit um den Musiktausch im Internet weitet sich zu einer Softwareschlacht zwischen Musikindustrie und der US- Tauschbörse Napster aus.
Mit einer neuen Software sollen Musiker ihre Musik auf den Servern der Tauschbörse finden und dem US-Unternehmen eine Abmahnung schicken. Das berichtete der Bundesverband der Phonografischen Wirtschaft am Mittwoch in Hamburg. Die Dachorganisation IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) habe das Programm «songbird» veröffentlicht, das einzelne Musiktitel bei Napster suche und aufliste.
Interpreten könnten damit überprüfen, ob ihre eigenen Stücke bei Napster ohne Zustimmung angeboten werden. Das Programm liste dann die Dateien auf. Diese könne anschließend an Napster gemailt werden mit der Aufforderung, dieses illegale Angebot zu unterbinden, hieß es.
Napster hatte erst im April eine Zusammenarbeit mit Relatable bekannt gegeben, einem Hersteller von Software für «digitale Fingerabdrücke». Damit will Napster urheberrechtlich geschütze Titel besser vor einem Tausch schützen. Die Software von Relatable erkennt Musikdateien anhand ihres Audioinhaltes. Zudem hatte Napster vor einigen Tagen Verhandlungen mit dem Softwareriesen Microsoft über dessen Technologien bekannt gegeben.
Napster war von der Vereinigung der amerikanischen Musikindustrie (RIAA) wegen Verletzung des Urheberrechts verklagt worden und muss nun alle geschützten Titel herausfiltern. Dies ist aber bisher noch nicht vollständig geschehen.
(URL: Homepage der IFPI in Deutschland: http://www.ifpi.de/;
Seite für das Programm «songbird»: http://www.iapu.org/)

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