Samstag, 16 April 2011 16:10

Bekämpfung von Internet-Kriminalität

(27.04.2001 18:54)

Russland und Deutschland wollen gemeinsam den kriminellen Missbrauch Moskau (dpa) - Russland und Deutschland wollen gemeinsam den kriminellen Missbrauch des Internets unter anderem für die Verbreitung von Kinderpornografie bekämpfen.
«Wir dürfen die Freiheit im Internet nicht einschränken, müssen aber die kriminellen Handlungen gemeinsam zurückdrängen», sagte Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin nach einem Treffen mit ihrem russischen Kollegen Juri Tschaika am Montag in Moskau. Ein entsprechendes Projekt solle auf dem Gipfel der sieben führenden westlichen Industrienationen und Russlands (G-8) im Juli in Genua vorgestellt werden.
Russland gilt als ein Zentrum für die Herstellung von Kinderpornografie, die mit Hilfe des Internets an Kunden in der ganzen Welt verbreitet wird. Ende März hatte die russische Justiz Dutzende Strafverfahren eingeleitet. Filme und Fotos waren über die Internetseite «Blaue Orchidee» verbreitet worden. Nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) hatte der Porno-Ring auch deutsche Kunden.
Russland und Deutschland vereinbarten in einer gemeinsamen Erklärung, ihre Zusammenarbeit in der Justiz zu vertiefen sowie den Austausch von Experten zwischen Berlin und Moskau zu intensivieren. Beide Länder streben ein vereinfachtes Verfahren zur Auslieferung von Straftätern an.
Däubler-Gmelin ließ sich in Moskau auch durch das berüchtigte Untersuchungsgefängnis Butyrka führen. Die dortigen Haftbedingungen mit zum Teil 50 Häftlingen in einer Zelle bezeichneten deutsche Justizexperten als «menschenunwürdig».

(27.04.2001 18:55)

Eltern und Schulleitung sollen nach den Vorstellungen des Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelstages Berlin (dpa) - Eltern und Schulleitung sollen nach den Vorstellungen des Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelstages, Ludwig Georg Braun, künftig «dauernd kranke» und «nicht geeignete» Lehrer auf andere Posten versetzen lassen können. Diese Forderung erhob der DIHT-Chef in einem Interview der Illustrierten «Bunte».
Auf Grund des «miserablen Zustandes des deutschen Schul- und Bildungssystems» müssten Schulen und Eltern mehr Verantwortung übernehmen, sagte Braun. Der Wirtschaftsstandort Deutschland könne es sich nicht erlauben, dass die Karriere von Schülern verbaut werde, «nur weil der Mathematiklehrer zu oft krank war und deshalb nicht unterrichten konnte». Solche Lehrer müssten in Positionen gebracht werden, wo sie «noch Nutzen bringen.» Betriebe täten dies schließlich auch, meinte der DIHT-Chef.

(04.05.2001 19:20)

Für manche sind sie die am besten bezahlten Halbtagskräfte der Nation. Ihre langen Ferien rufen immer wieder Neider auf den Plan. Doch die Realität des Lehrer-Alltags sieht oft ganz anders aus, betonen Arbeitswissenschaftler. Erlangen (dpa) - Für manche sind sie die am besten bezahlten Halbtagskräfte der Nation. Ihre langen Ferien rufen immer wieder Neider auf den Plan. Doch die Realität des Lehrer-Alltags sieht oft ganz anders aus, betonen Arbeitswissenschaftler. Die Studie einer Projekt-Gruppe der Universität Erlangen-Nürnberg belegt: Der Stress im Klassenzimmer wirft immer mehr bayerische Lehrer aus der Bahn. Das gelte auch für andere westliche Bundesländer, sagte Studienleiter Andreas Weber. In den östlichen gebe es wenig Untersuchungen jüngeren Datums.
Viele Pädagogen macht der Job im Klassenzimmer so krank, dass auch die Schulverwaltung häufig keine andere Möglichkeit mehr als die Früh-Pensionierung sieht. Allein von 1996 bis 1999 - dem Untersuchungszeitraum der Studien - waren es 5540 Lehrer, die vorzeitig aus dem Schuldienst ausschieden. Insgesamt hatte 7103 Pädagogen wegen Dienstunfähigkeit einen Antrag auf frühere Rente gestellt. Was dabei selbst Fachleute überraschte: Jeder Zweite von diesen war nach dem Attest des Amtsarztes wegen einer psychischen oder psychosomatischen Krankheit nicht mehr in der Lage, seinen Job auszuüben, berichtete der Sozialmediziner Weber auf dem noch bis Samstag dauernden Kongress der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAU) in Erlangen.
Nach Webers Angaben stießen die Forscher reihenweise auf Lehrer mit Erschöpfungs- und so genannten Burn-Out-Syndromen, Depressionen und psychosomatischen Störungen. Rein körperliche Leiden wie Muskel-, Skelett- oder Herzkreislauf-Erkrankungen folgten erst mit großem Abstand. «Psychische Erkrankungen unter Lehrern sind offenbar weiter verbreitet als bisher angenommen», stellt der Mediziner fest.
Viele psychisch kranke Lehrer wurden dabei im besten Alter zu Frührentnern - im Durchschnitt mit 54 Jahren. Insgesamt arbeiten nur sieben Prozent aller Lehrer bis zum Alter von 65 Jahren.
Unter den mehr als 7000 Antragstellern auf Dienstunfähigkeit seien 57 Prozent Lehrerinnen und nur 43 Prozent Lehrer gewesen. Das entspreche etwas dem anteiligen Verhältnis im Lehrerberuf. Frauen schieden laut Weber jedoch häufiger als Männer wegen psychischer Erkrankungen aus. Über die Gründe für den Unterschied kann auch er nur spekulieren. Eine seiner Hypothesen ist die Doppelbelastung vieler Pädagoginnen, auf die häufig nach der Schule noch Familie und Haushalt warten. «Es könnten aber auch biologische Gründe eine Rolle spielen, die wir bisher nur noch nicht kennen.»
Dabei waren es in der Mehrzahl gar nicht die Betroffenen, die den Anstoß für ihre Frühpensionierung gaben. «In rund 60 Prozent der Fälle ging die Initiative von den Schulbehörden aus», berichtet Weber. Häufig sorgten erkrankte Lehrer für ein Stundenplan-Chaos. Längere Fehlzeiten ließen sich kaum noch mit Vertretungslehrern überbrücken. Schulleiter gerieten dann oft unter starken Druck, sagt Weber.
Eine wissenschaftlich fundierte Erklärung für die Zunahme von Erschöpfungs- und Burn-Out-Syndromen bei Lehrern hat auch Weber nicht, wohl aber Vermutungen. Im Kernpunkt sieht der Arbeitsmediziner die steigenden, kaum noch leistbaren Anforderungen an die Lehrer. «Die Kinder sind heute vielfach schwieriger. Außerdem sollen Lehrer heute elterliche Erziehungs- Aufgaben übernehmen, mit denen sie überfordert sind», meint der Forscher. Intakte Familien seien heute ja schon beinahe die Ausnahme. «Und die Lehrer werden alleine gelassen», sagt Weber. Sie erhielten wenig Beratung, wie sie auf die veränderte Gesellschaft reagieren sollen.
Aber auch die veränderte Umgangsprache der Kinder könne zum Problem werden, wenn ältere Lehrer diese nur noch schwer verstehen. Zudem unterscheide sich der Lehrerberuf in einem entscheidenden Punkt von einem klassischen Schreibtisch- und Fabrik-Job: «Die Lehrer stehen unter permanenter Beobachtung der Schüler.»
Wegen der auffällig hohen Quote psychisch stark belasteter und erkrankter Lehrer hatte Weber schon vor Jahren einen Eignungstest gefordert. Dabei sollte vor allem die Belastungsfähigkeit junger Lehrer-Studenten in puncto Stress geprüft werden. Der Sozialmediziner war damit allerdings auf schroffe Ablehnung gestoßen. Stattdessen favorisiert Weber heute eine kontinuierliche ärztliche und psychische Betreuung der Lehrer während ihrer gesamten Laufbahn.

(04.05.2001 19:23)

Der weltgrößte Computerkonzern IBM will zur Entwicklung von intelligenten Rechnern ein Multi-Milliarden- Projekt starten.
Armonk/Stuttgart (dpa) - Der weltgrößte Computerkonzern IBM will zur Entwicklung von intelligenten Rechnern ein Multi-Milliarden- Projekt starten.
In den nächsten Jahren will das Unternehmen 25 Prozent seines Forschungs-Budgets für die Entwicklung von Computern aufwenden, die weitgehend ohne menschliche Hilfe arbeiten, teilte der Technologiekonzern am Freitag in Stuttgart und Armonk (US-Bundesstaat New York) mit.
In dem Projekt mit dem Namen «eLiza» will der Konzern in den kommenden Jahren Entwicklungen bündeln, die IBM-Computer und Server künftig mit automatischen Reparatur- und Wartungs-Eigenschaften versehen. Ziel des Projekts sei es, die meisten, wenn nicht sogar alle menschliche Interaktion mit Computern in Geschäftsprozessen überflüssig zu machen.
IBM-Forscher erwarten bereits in rund fünf Jahren eine anwachsende Krise in der Geschäftswelt. «Es gibt eine lächerlich kleine Zahl von Menschen, die wirklich verstehen, ein E-Business am Leben zu halten», sagte Daniel Kaberon von der Personal-Agentur Hewitt Associates der Online-Ausgabe der «New York Times». Angesichts der rasanten Technologie-Entwicklung und einer schrumpfenden Zahl an gut ausgebildeten System-Administratoren werde schon bald die Mehrzahl der Unternehmen nicht mehr in der Lage sein, die immer komplexer werdenden Computersysteme zu warten.
Das Projekt «eLiza» soll Möglichkeiten erforschen, wie künftig hundertfach komplexere Computeranlagen durch intelligente Systeme problemlos in Unternehmen eingesetzt werden könnten.
Unter dem Namen «Eliza» hatte der deutsch-amerikanische Informatiker Joseph Weizenbaum in den sechziger Jahren im Rahmen seiner Forschungen zur Künstlichen Intelligenz ein Computer-Programm entwickelt, das einen Therapeuten simuliert, mit dem sich ein menschlicher Anwender unterhalten kann

(04.05.2001 19:26)

Der Computer ist für jedes sechste Kind die liebste Freizeitbeschäftigung. Am häufigsten wird der Computer zum Spielen verwendet, aber auch Lernprogramme kommen bei Kindern an. Baden-Baden (dpa) - Der Computer ist für jedes sechste Kind die liebste Freizeitbeschäftigung. Am häufigsten wird der Computer zum Spielen verwendet, aber auch Lernprogramme kommen bei Kindern an. Dies ist das Ergebnis der Studie «KIM 2000 PC und Internet» des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (MpFS), die am Freitag veröffentlicht wurde.
Mit 18 Prozent der Nennungen ist das «Moorhuhn» das beliebteste Spiel bei Kindern, gefolgt von Autorennspielen, «Pokemon», «Tomb Raider» und «Die Siedler». Während bei den 6- bis 7-Jährigen 34 Prozent Computernutzer sind, sind es bei den 12- bis 13-Jährigen bereits 80 Prozent. Den Computer als liebste Freizeitbeschäftigung nennen 16 Prozent der Kinder - fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Unverändert stehen jedoch «Freunde treffen» (40 Prozent) und «Fernsehen» (35 Prozent) ganz oben auf der Hitliste. Fast ein Drittel der PC-Nutzer hat schon einmal Erfahrung mit dem Internet gesammelt. Im Vergleich zur KIM-Studie von 1999 bedeutet dies fast eine Verdreifachung - damals hatten 13 Prozent Kontakt mit dem Internet. Die Internet-Nutzer des Jahres 2000 sind zu drei Vierteln 10 Jahre und älter, Jungen sind mit 57 Prozent etwas stärker vertreten als Mädchen. Kinder an Gymnasien nutzen Internet und elektronische Post doppelt so häufig wie Kinder an Hauptschulen.
Im Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest kooperieren die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LfK), die Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter Rheinland-Pfalz (LPR) und der Südwestrundfunk (SWR). Bei der zweiten Untersuchung zum Medienverhalten der Sechs- bis 13-Jährigen in der Bundesrepublik wurden im November/Dezember 2000 über 1200 Kinder und deren Mütter befragt.

(04.05.2001 19:28)

Wegen des andauernden Terminstreits um die Love Parade haben die Berliner Clubs jetzt kurzerhand zu einer ganzen «Love Week» aufgerufen. Berlin (dpa) - Wegen des andauernden Terminstreits um die Love Parade haben die Berliner Clubs jetzt kurzerhand zu einer ganzen «Love Week» aufgerufen. Vom 14. bis 22. Juli werde es in der Hauptstadt ein umfangreiches Partyprogramm in den Clubs sowie zahlreiche Openair-Veranstaltungen geben, kündigte die Club Commission am Donnerstag in einer «Declaration of Berlin» an. «Auf jeden Fall werden am 14. Juli, dem ursprünglichen Love Parade- Termin, mehrere zehntausend Leute nach Berlin reisen», sagte Club Commission-Sprecher Sascha Wolf.
Durch das Angebot der Club Commission, in der 40 Berliner Szene- Institutionen zusammengeschlossen sind, solle ein Chaos verhindert werden. Die «Declaration of Berlin» sei auch an alle Botschaften der in Deutschland akkreditierten Nationen gesandt worden.
Nach wie vor steht nicht fest, ob die Love Parade - das weltweit Techno-Spektakel - wie im zweiten Anlauf geplant am 21. Juli stattfinden kann. Die Bürgerinitiative «Aktion 2000» hat für den selben Tag und die selbe Strecke durch den Tiergarten eine Gegendemonstration angemeldet und ist nicht bereit, ihren Erstanmelder-Anspruch aufzugeben. An diesem Freitag will sich die Bürgerinititative erneut mit der Versammlungsbehörde beraten.
«Bislang dachten wir, dass die sich schon irgendwie einigen werden», sagte Wolf. Doch da dies bislang nicht der Fall sei, erwarte man ein Chaos in der Stadt und «eine wilde Woche im Juli.» Viele Raver seien «höchst konservative und lang planende Menschen» und hätten sich längst auf den jetzt von Innensenator Eckart Werthebach (CDU) verbotenen 14. Juli eingestellt.

Samstag, 16 April 2011 16:08

Jauch streitet mit Internetprovider

(04.05.2001 19:30)

Wer wird Millionär?»-Showmaster Günther Jauch hat den Internetdienstleister FreeCity wegen einer Namensrechtsverletzung verklagt. Duisburg (dpa) - «Wer wird Millionär?»-Showmaster Günther Jauch hat den Internetdienstleister FreeCity wegen einer Namensrechtsverletzung verklagt. Der TV-Moderator verlangt von FreeCity, abgeänderte Schreibweisen seines Namens nicht mehr als Domain (Internetadresse) anzubieten.
Die Duisburger Firma verweigert den Verzicht jedoch mit dem Hinweis auf ihre Geschäftsbedingungen, nach denen die Kunden selbst für Verstöße gegen das Marken- oder Namensrecht verantwortlich sind. Im Prozess am Kölner Landgericht, dessen Entscheidung am 16. Mai erwartet wird, geht es um die Frage, wer sich darum kümmern muss, wenn die Rechte Dritter verletzt werden.
Ein 16-jähriger Spaßvogel aus dem Westerwald hatte die Adresse www.guenter-jauch.de - Guenter ohne h - über FreeCity eintragen lassen. Auf seine Webseite stellte er ein Angebot für Handy-Logos und vermeintlich unseriöse Gewinnspiele. Das ärgerte den Showmaster. Für Jauchs Anwalt Winfried Seibert steht fest: «Der wollte nur nassauern», sprich: auf unredliche Weise vom bekannten Namen Jauchs profitieren.
«Wir können in drei Tagen dicht machen, wenn wir erst recherchieren müssen, ob bei einer Registrierung möglicherweise Namensrechte verletzt werden», hält der Geschäftsführer der FreeCity GmbH Michael Faß dagegen. Das Unternehmen ist einer von zahlreichen deutschen Internetprovidern, bei denen Kunden eine Internetadresse beantragen können. Die Firma überprüft dann einzig bei der deutschen Vergabestelle für Internetadressen (Denic), ob dieser Domain-Name noch nicht vergeben ist.
Nachdem der vom Jauch-Anwalt abgemahnte Junge die Domain schnell zurückgegeben hatte, schnappte sie sich wenige Tage später ein weiterer 16-jähriger Schüler aus Kaiserslautern. «Vielleicht um sie zu verkaufen», wie er sagt. Warum Jauch sich die Domain nicht selbst sicherte, erklärt Seibert mit den Worten: «Wenn ich Persil herstelle, muss ich nicht auch Persol als Marke eintragen. Rechtlich geschützt bin ich trotzdem.» Deshalb sind die meisten Varianten von Jauchs Namen als Domains noch immer zu haben. Nur www.guentherjauch.de nicht. Diese Adresse hat sich ein Domain-Händler geschnappt. «Den schieß ich auch weg», kündigt Seibert an.
Weil sich FreeCity so hartnäckig weigerte, eine zukünftige Registrierung der Domain www.guenter-jauch.de zu verhindern, wollen Jauchs Anwälte nun möglicherweise auch Schadensersatz von dem Unternehmen verlangen. Das könnte teuer werden. Denn die Höhe der Kosten richtet sich nach Summe, die ein fiktiver Kunde für einen Werbevertrag mit Jauch bezahlen müsste.
«Für uns geht es nicht nur um diesen Einzelfall, sondern um eine lebenswichtige Grundsatzfrage», kommentiert Faß die Haltung seiner Firma. Das Aus des Internets stehe bevor, wenn FreeCity verpflichtet werde, bestimmte Adressen nicht mehr anzubieten. Er könne sich nicht vorstellen, wie Internetdienstleister bei jeder registrierten Domain alle Namensrechte überprüfen sollten, sagt Faß. Allein eine Markenrecherche vor dem Patentamt dauere meist ein Jahr. Wenn sich ein Kunde nicht an Namensrechte halte, sei dem Internetprovider kein Vorwurf zu machen, pflichtet die Rechtsreferentin des Deutschen Multimedia Verbandes, Sabine Köster-Hartung, bei.

(24.03.2001 19:59)

Nach Jahren der Stagnation sind die Ausgaben für
Bildung, Forschung und Wissenschaft 1999 wieder spürbar gestiegen.
Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte,
legten die Ausgaben im Jahresvergleich um 3,5 Prozent auf 344
Milliarden Mark zu.

Wiesbaden (dpa) - Nach Jahren der Stagnation sind die Ausgaben für
Bildung, Forschung und Wissenschaft 1999 wieder spürbar gestiegen.
Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte,
legten die Ausgaben im Jahresvergleich um 3,5 Prozent auf 344
Milliarden Mark zu. Das waren 8,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts
(BIP). In den Jahren 1995 bis 1998 war der Anteil am BIP von 9
Prozent auf 8,7 Prozent gesunken. Die Ausgaben erhöhten sich in
diesem Zeitraum nur mäßig von 316 Milliarden auf 329 Milliarden DM.

1999 entfiel der größte Teil des Budgets mit 220 Milliarden DM auf
die Bildung. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen
94,4 Milliarden DM. Zu den Geldgebern gehören Bund, Länder und
Gemeinden sowie die private Wirtschaft.

(24.03.2001 20:09)

Im Streit um den Standort und den Termin der Love
Parade lehnen die Veranstalter eine Verlegung des Techno-Umzuges auf
einen anderen Tag oder eine andere Strecke weiterhin strikt ab.

Berlin (dpa) - Im Streit um den Standort und den Termin der Love
Parade lehnen die Veranstalter eine Verlegung des Techno-Umzuges auf
einen anderen Tag oder eine andere Strecke weiterhin strikt ab. Die
Love Parade könne nur an einem Samstag stattfinden, da die meisten
Teilnehmer Schüler seien und den Freitag und Sonntag zur An- und
Abreise benötigten, sagte ein Sprecher des Veranstalters Planetcom
am Donnerstag in Berlin. Ein anderer Ort als die Straße des 17.
Junis durch den Tiergarten komme aus Sicherheitsgründen nicht in
Frage.

«Eine Love Parade am Freitag käme einer Aufforderung zum
Schuleschwänzen gleich», sagte der Sprecher. Alle anderen Samstage
zwischen Mitte Juni und Mitte August seien von weiteren Kundgebungen
der Naturschützer blockiert. Für den ursprünglich geplanten Termin
am 14. Juli hatten Naturschützer schon im Herbst eine eigene
Demonstration unter dem Motto «Der Tiergarten gehört allen
Berlinern» angemeldet.

(24.03.2001 20:14)

Im Kampf um das Überleben der umstrittenen US-
Musiktauschbörse Napster stehen ab kommenden Dienstag weitere
Gerichtstermine an.

Hamburg (dpa) - Im Kampf um das Überleben der umstrittenen US-
Musiktauschbörse Napster stehen ab kommenden Dienstag weitere
Gerichtstermine an.

Bis zum 10. April gibt es fünf Termine, wie am Freitag in der
aktuellsten Pressemitteilung auf den Napster-Webseiten zu lesen war.
Napster habe seit dem 12. März mehr als 200 000 kommerzielle Songs
herausgefiltert, hieß es dort. Darunter seien Dateien mit korrektem
Namen und mit Schreibfehlern.

Das Online-Magazin der «New York Times» berichtete, Napster und
die Musikindustrie würden sich gegenseitig Verstöße gegen die
einstweilige Verfügung vorwerfen, die die Tauschbörse verpflichte,
kommerzielle Lieder vom Markt zu nehmen. Der Musikindustrie zufolge
bemüht sich Napster nicht ausreichend. Napster hingegen bedauerte,
dass die Plattenindustrie keine kompletten Listen mit den zu
löschenden Daten liefere.

Eine US-Bundesrichterin hatte nach einer Klage der amerikanischen
Musikindustrie in San Francisco angeordnet, dass Napster alle
urheberrechtlich geschützten Titel streichen muss, die von der
Musikindustrie gemeldet werden. Das Unternehmen hatte auch eine
Allianz mit einem Filterprofi geschlossen, um die Musiktitel vom
Markt zu nehmen. Probleme beim Filtern bereiten vor allem Dateien mit
leichten Schreibfehlern: So ist es einfach alle «Elvis Presley»-
Songs zu filtern. Änderungen zu «Elfis Presley» tarnen die Dateien
jedoch - das Filtern wird schwieriger.

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