Samstag, 16 April 2011 15:40

Internet-Special zur Praktikums-Suche

(09.02.2001 19:51)

Köln (gms) - Ein aktuelles Internet-Themenpaket soll Hilfe bei der Suche nach einem Praktikums-Platz bieten. Das Institut für Studien- und Berufsplanung Staufenbiel gibt auf seiner Homepage unter anderem Tipps zur Bewerbung sowie zu Inhalt und Gestaltung von Praktikumszeugnissen. Darüber hinaus können sich Interessierte mit einer Expertin über das Thema austauschen, Erfahrungsberichte lesen und Links zu Praktikumsbörsen abrufen. Zu finden ist das Special «Praktika als Startchance» unter http://www.staufenbiel.de, so das Institut in Köln.

(09.02.2001 19:51)

Bonn (gms) - Über die Prüfungen in den neuen IT-Ausbildungsberufen informiert jetzt ein neuer Leitfaden. Darin geht es um die Abschlussprüfungen für IT-System-Elektroniker, Fachinformatiker, IT-System-Kaufleute und Informatikkaufleute, teilt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Bonn mit. Die Broschüre wende sich zwar in erster Linie an Mitglieder von Prüfungsausschüssen, doch sei sie auch eine gute Vorbereitungshilfe für Auszubildende und Betriebe, weil die Anforderungen in den einzelnen Prüfungsbestandteile darin vorgestellt werden.
Informationen: Die Broschüre kann beim BMBF, Referat Öffentlichkeitsarbeit, 53170 Bonn (Fax: 0228/57 39 17) bestellt oder im Internet unter http://www.bmbf.de heruntergeladen werden.

Samstag, 16 April 2011 15:39

Internetseite zur Lebensmittelsicherheit

(09.02.2001 19:51)

Köln (dpa) - Vor dem Hintergrund der BSE-Diskussion hat die europäische Aufklärungskampagne «Talking Food - Wissen, was auf den Tisch kommt» eine Internetseite zur Lebensmittelsicherheit gestartet.
Unter der Adresse «www.food4kids.de» könnten sich vor allem Jugendliche und junge Erwachsene von 12 bis 20 Jahren interaktiv über das Thema Ernährung informieren, sagte die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Elisabeth Pott, am Mittwoch in Köln bei der Präsentation des Projekts. So könnten beispielsweise Schulklassen in einem virtuellen Planspiel Lebensmittel entwickeln und auf den Markt bringen.
Die so genannte «InternetFactory» ist Teil der «Talking Food»-Kampagne, die in Deutschland seit 1998 vom Arbeitskreis öffentlich geförderter Ernährungsaufklärung durchgeführt wird. Die Europäische Union unterstützt das Projekt mit 1,2 Millionen Mark jährlich.

(27.01.2001 00:33)

Düsseldorf (gms) - Die Handwerkskammer Düsseldorf startet einen Lehrstellenmarkt im Internet. Unter http://hwk-duesseldorf.de/azubiboerse/ können Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen freie Lehrstellen inserieren, teilt die Handwerkskammer mit. Zunächst umfasse das Angebot 30 Stellen. Wer nach einer Lehrstelle sucht, könne sich auf der Seite Unternehmen nach Branchen, Zeitpunkt des Ausbildungsbeginns oder auch nach dem gewünschten schulischen Abschluss geordnet anzeigen lassen.

Samstag, 16 April 2011 15:39

Love Parade auch im Internet hip

(27.01.2001 00:33)

Die Berliner Love Parade ist auch im Internet nicht zu stoppen. Der Webauftritt des alljährlichen Technospektakels wurde als beste Internetseite eines Musikevents in Cannes mit einem Midemnet Award ausgezeichnet. Cannes (dpa) - Die Berliner Love Parade ist auch im Internet nicht zu stoppen. Der Webauftritt des alljährlichen Technospektakels (www.loveparade.de) wurde als beste Internetseite eines Musikevents in Cannes mit einem Midemnet Award ausgezeichnet.
Das berichtete die Messezeitung «Daily News» zum Auftakt des Branchentreffs Midem am Sonntag. Die eintägige Internet-Musik- Konferenz Midemnet, die am Samstag stattfand, hat in diesem Jahr zum zweiten Mal Webseiten aus dem Musikbereich prämiert. Mehr als 23 000 Internetnutzer beteiligten sich den Angaben zufolge an der Wahl.
Der Internet-Auftritt von Depeche Mode (www.depechemode.com) erhielt den Preis für die beste Künstlerwebsite. Weitere Auszeichnungen gingen an Victory Records (www.victoryrecords.com) für die beste Label-Seite, den All Music Guide (www.allmusic.com) als bestes Service-Angebot, Billboard (www.billboard.com) als beste Medienseite und die amerikanische Verwertungsgesellschaft BMI (www.bmi.com) als beste Organisation. Der Online-Händler Amazon wurde als bestes Internetshopping-Angebot ausgezeichnet.

(27.01.2001 00:34)

San Diego/Hamburg (dpa) - Frei zugängliche Informationen für und von jedem - so lautet der Grundgedanke des World Wide Web (WWW). Herausgekommen ist die wohl größte von Menschenhand gemachte Datensammlung.
Ist das WWW das Ende des Lexikons? Im Gegenteil, meinen die beiden Gründer des Internetprojekts «Nupedia»: Lawrence M. Sanger und Jimmy Wales wollen eine weltweit zugängliche und von einer freien Autorengruppe geschriebene Universal-Enzyklopädie online aufbauen.
Nach dem so genannten «Open-Source-Prinzip» soll nicht wie bei herkömmlichen Lexika ein fester Autorenstamm einer Institution die Einträge schreiben. Bei «Nupedia» sollen Experten einer freien Gemeinde ihren Sachverstand einbringen. Die Macher hoffen auf einen ähnlichen Erfolg wie bei dem freien Betriebssystem Linux, das ebenfalls von vielen, unabhängigen Programmierern geschrieben wurde. Zugangsbeschränkungen gebe es für die Enzyklopädie nicht: Bei entsprechender Herkunftsnennung dürfe jeder die Inhalte nutzen, zitieren und übersetzen, sagen die Nupedia-Macher.
Anglist Rainer Holtei von der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf hält die Umsetzung einer Enzyklopädie mit Freiwilligen für möglich: «Das ist ein gutes Modell.» Mit einem ähnlichen Ansatz hatte einst auch das renommierte Oxford English Dictionary (OED), das Referenzwerk für die Entstehung englischer Wörter, begonnen. Im 19. Jahrhundert rekrutierte die Philologische Gesellschaft in London ehrenamtliche Helfer, die Wörter und Zitate sammelten - alles auf Papierschnipseln.
Die Idee hält auch Xipolis-Geschäftsführer Michael Munz grundsätzlich für richtig: «Das Internet ist dafür prädestiniert.» Xipolis selbst ist einer der größten Anbieter von Wissenssammlungen im Internet. Für Munz ist aber vor allem die Qualitätssicherung wichtig: «Eine Enzyklopädie ist mehr als eine Expertenplattform.» Einträge müssten offiziell zitierbar sein, für Falschmeldungen müsste eine juristische Person gerade stehen.
Nach Angaben von Nupedia-Chefredakteur Sanger sind zurzeit über 150 Artikel in Arbeit. Rund 90 Wissenschaftler, meist renommierte Akademiker aus aller Welt, würden Lexikon-Einträge zu Wissensbereichen wie Biologie, Geschichte und Geologie schreiben, redigieren und überprüfen.
Auch Nupedia verlange bestimmte Qualitätskriterien: Korrekturleser hätten meist einen Doktortitel in ihrem Wissenbereich, betont Sanger. Redakteure müssten renommierte Experten auf ihrem Gebiet sein und bereits Arbeiten publiziert haben. Die Qualität der Inhalte will Nupedia zusätzlich durch ein «Mehr-Augen-System» sichern. Mindestens drei Experten würden jeden Eintrag überprüfen. Die Verantwortlichen stehen mit Namen unter dem Artikel. Über die Expertenmeinung hinaus könnten die rund 3 000 Nupedia- Mitglieder Einträge in Diskussionsgruppen besprechen.
Sollte Nupedia über ausreichend Kapazitäten verfügen, soll das Lexikon auch in mehreren Sprachen im Netz stehen, kündigt der Chefredakteur an: «Wir hoffen, innerhalb eines Jahres mit Übersetzungen ins Deutsche und andere Sprachen beginnen zu können.»
Mit einem Universallexikon macht Nupedia bereits existierenden Online-Lexika Konkurrenz, zum Beispiel der Encarta von Microsoft oder der Internet-Ausgabe der Encyclopedia Britannica. Das Open-Source-Projekt will durch seinen Expertenpool sogar besser sein als die renommierte Britannica-Ausgabe. Allerdings droht weitere Konkurrenz: Der renommierte Open-Source-Guru Richard Stallmann kündigte Anfang des Jahres ebenfalls ein Universallexikon des Wissens an, unter dem fast gleichlautenden Titel «Gnupedia».

Samstag, 16 April 2011 15:38

Musikindustrie bereit für das Internet

(03.02.2001 18:13)

Die Musikindustrie ist bereit für die Herausforderung Internet. Dies ist das Fazit vieler Experten nach fünf Tagen Musikmesse Midem, dem größten Branchentreff der Welt. Cannes (dpa) - Die Musikindustrie ist bereit für die Herausforderung Internet. Dies ist das Fazit vieler Experten nach fünf Tagen Musikmesse Midem, dem größten Branchentreff der Welt.
Mehr als 10 000 Vertreter aus dem Musik- und Online-Business diskutierten in Cannes über die Zukunft der Branche: Die Aussichten scheinen nach Einschätzung der meisten Teilnehmer gut.
Die Musikindustrie habe das Internet mittlerweile gezähmt, hatte Midem-Direktorin Dominique Leguern zu Beginn der Messe gesagt. Das wurde in den folgenden Midem-Tagen durch zahlreiche Diskussionsforen, Präsentationen und Konferenzen bestätigt.
Zwar sei man noch davon entfernt, mit Musik im Internet legal Geld zu verdienen, meinte Jean-Pierre Bommel vom Unternehmen Madgeweb, das sich auf das Digitale Rechte-Management (DRM) spezialisiert hat. «Aber in zwölf bis 18 Monaten sind erste Gewinne möglich», sagte er der dpa. Viele seiner Kollegen stimmen diesem Zeitplan zu.
Zahlreiche DRM-Firmen stellten auf der Midem Lösungen zur sicheren Verbreitung von Musikdateien im Internet vor. Die Files werden dabei einzeln verschlüsselt und können nur vom berechtigten Internetnutzer heruntergeladen und geöffnet werden. Zudem haben die Musikverlage ihre Kräfte gebündelt und vereint ihre Forderung nach einem einfachen und alle Rechte umfassenden globalen Lizenzierungs-System für Musik bekräftigt. Die Verwertungsgesellschaften haben ihrerseits erste Vereinbarungen hin zu einer weltweiten Kooperation geschlossen.
Außerdem werden die Plattenfirmen zunehmend mutiger bei der Veröffentlichung ihres Musikrepertoires im Internet. Viele Firmen stellten Download- und Abonnement-Modelle für Musik im Netz vor.
Jazz-Pianist Herbie Hancock und Genesis-Gründer Peter Gabriel betonten die Bedeutung des Internets für die Künstler. Sie würden dadurch unabhängiger von Plattenfirmen, könnten sich selbst vermarkten, direkt mit den Fans in Kontakt treten und mit anderen Musikschaffenden im Web zusammenarbeiten.
Doch nicht nur das Geschäft, sondern auch die Musik selbst kam auf der Midem zu Gehör. Insgesamt gab es weit über 100 Einzelauftritte von Künstlern wie Herbie Hancock, Tom Jones und Joaquin Cortes. Die Palette reichte von Rock-Pop über Electronic-Dance bis zu Klassik und Jazz.
Die diesjährige Midem zog bei ihrer 35. Auflage etwa 4 500 Unternehmen und Organisationen aus mehr als 90 Ländern an. Deutschland war mit mehr als 400 teilnehmenden Firmen und Gesellschaften nach Großbritannien, den USA und Frankreich das am viertstärksten vertretene Land. Die nächste Midem findet vom 20. bis 24. Januar 2001 statt.

(22.12.2000 14:24)

Der «schwarze Mann» aus dem alt bekannten Kinderspiel bekommt im Medien-Zeitalter einen neuen Namen. «Pokemon»-Monster nehmen seine Rolle ein. Auf diese Weise werden in den Kindergärten alte Spiele mit Hilfe von Helden aus Fernseh-Serien «erneuert», wie eine Fuldaer Kindergarten-Leiterin erzählt. Fulda/Frankfurt (dpa) - Der «schwarze Mann» aus dem alt bekannten Kinderspiel bekommt im Medien-Zeitalter einen neuen Namen. «Pokemon»-Monster nehmen seine Rolle ein. Auf diese Weise werden in den Kindergärten alte Spiele mit Hilfe von Helden aus Fernseh-Serien «erneuert», wie eine Fuldaer Kindergarten-Leiterin erzählt. Andere Erzieherinnen wollen Computer, Videospiele und TV-Figuren am liebsten ganz von den Drei- bis Sechsjährigen fern halten. Medienfreie Kindergärten seien antiquiert und klammerten den Lebensalltag der Kinder aus, sagt hingegen der Geschäftsführer des Frankfurter Instituts für Medienpädagogik und Kommunikation, Detlef Ruffert.
Viele Kindergärten wollten die Kinder vor der «bösen Medienwelt» bewahren, sagt Ruffert. Dagegen muss seiner Ansicht nach heute auch der Computer zur Ausstattung gehören, um den Kindern frühzeitig einen sinnvollen Umgang mit dem Medium beizubringen. Der Diplom-Pädagoge kritisiert, dass viele Erzieherinnen die Lieblingssendungen der Kleinen gar nicht kennen. Bei einer Fachtagung in Marburg habe sich herausgestellt, dass «nur 20 Prozent mal so was gesehen hatten». «Wie sollen sie sich mit den Kindern beschäftigen, wenn sie deren Lebenswirklichkeit gar nicht kennen?»
«Pokemon wird sogar verboten», berichtet Waltraud Kirchmeier, Geschäftsführerin des Verbandes Evangelischer Kinder-Tageseinrichtungen in der Landeskirche Kurhessen-Waldeck. Dennoch schließt sie nicht aus, dass bald auch die ganz Kleinen vorm Computer sitzen. Der Verband bietet dazu im kommenden Jahr eine Fortbildung an. Allerdings sei das bei einigen Erzieherinnen «verpönt», sagt Kirchmeier.
Die Geschäftsführerin betrachtet elektronische Lernspiele als eine Chance gerade für jene Kinder, die zu Hause keinen Kontakt damit haben. Verbote brächten gar nichts. «Dann machen sie es heimlich, und das Interesse wird noch größer.» Aber auch klassische Kinderspiele werden in den Kindergärten nach wie vor hoch gehalten: Hüpf-Gummi, Seilspringen, Fußball oder auch «Mensch ärgere dich nicht» seien immer noch beliebt, erzählt die Leiterin des Kinderhauses in Großauheim, Renate Krüger. Gerade weil viele Kinder heute motorische Probleme hätten, setzt sie auf Bewegungsspiele.
Lauf- und Fangspiele, die schon anno dazumal auf den Straßen gespielt wurden, hätten ihre Faszination für Kinder behalten, weiß Gertrud Muth, Leiterin des katholischen Kindergartens Maria-Ward- Schwestern in Fulda. Dort werden die Kinder aber vielleicht auch bald am Computer sitzen können. Für eine Neuanschaffung fehle zwar das Geld, aber eine Familie wolle ihr altes Gerät abgeben, sagt Muth. In ihrem Kindergarten sind ausgemistete Computer-Tastaturen, Schreibmaschinen und Fernbedienungen bereits ein beliebtes Spielzeug.
In vielen Kindergärten und -tagesstätten rückt der Einzug des PCs als Lern- und Spielgerät näher. Es «dämmere» ihnen, dass sie sich mit den Medien auseinander setzen müssten, meint Ruffert, der Kindergärten praktische Tipps zum Medien-Umgang gibt. Dabei greift er auch aktuelle Fernsehsendungen wie die «Pokemons» auf. Den Geschmack der Kinder haben die kleinen TV-Monster jedenfalls getroffen - sie haben im Weihnachtsgeschäft noch einmal die Kasse klingeln lassen.

(22.12.2000 14:24)

Zwickau (gms) - An der Westsächsischen Hochschule Zwickau kann vom Wintersemester 2001/2002 an das Fach Informationstechnik studiert werden. Der im Fachbereich Elektrotechnik angesiedelte Studiengang befasst sich unter anderem mit Computerlösungen für die Bereiche Elektro-Industrie, Maschinenbau, Kraftfahrzeug und Medizinelektronik, wie der von den Universitäten Bayreuth, Bochum und Clausthalherausgegebene Informationsdienst Wissenschaft (idw) mitteilt.
Informationen: Interessenten können sich an die Studienberatung der Hochschule wenden (Tel.: 0375/536 11 84).

(20.01.2001 02:01)

Köln (gms) - Viele junge Männer mögen in ihm nur eine lästige Pflicht sehen, andere die bessere Alternative zum Dienst an der Waffe. Doch der Zivildienst sollte nicht als verschenktes Jahr betrachtet werden. Neben der alltäglichen Arbeit etwa im Altenheim oder im Krankenhaus, bei der immerhin wichtige soziale Kompetenzen erlernt werden, können Zivildienstleistende Seminare zur politischen Bildung belegen, sich in ihrem bereits erlernten Beruf weiterbilden oder Vorbereitungskurse zum Studium besuchen.
Im vergangenen Jahr war mehr als die Hälfte der rund 120 000 «Zivis» - 57,4 Prozent - in der Pflegehilfe und in Betreuungsdiensten tätig. Es liegt auf der Hand, dass dabei nur wenige von ihnen praktische Fähigkeiten für ihren späteren Beruf erlernten. Damit die jungen Männer dennoch keine beruflichen Nachteile erleiden, sieht der Gesetzgeber eine «Berufsförderung für Zivildienstleistende» vor.
Wer schon einen Beruf erlernt hat, darf während seiner Dienstzeit an Fortbildungsmaßnahmen teilnehmen. Diese Möglichkeit haben in diesem Jahr rund 15 000 Zivildienstleistende genutzt, so die Angaben des Bundesamtes für den Zivildienst in Köln. «Besucht werden können zum Beispiel Computerseminare oder Volkshochschulkurse, die im Zusammenhang zur beruflichen Qualifikation stehen», erklärt Monika Funken, Pressesprecherin des Bundesamtes.
Durch die «Berufsförderung für Zivildienstleistende» werden zudem Maßnahmen unterstützt, die zu einem Schulabschluss führen. Nicht gefördert werden so genannte freizeitorientierte Maßnahmen - dazu gehören zum Beispiel Sprachkurse. Auch der Erwerb der Fahrerlaubnis werde nur unterstützt, wenn der Führerschein für die Eingliederung in einen Beruf notwendig ist, der als dauernde Lebensgrundlage dienen soll.
Für die berufsfördernden Bildungsmaßnahmen wird der Lernwillige jedoch nicht vom Dienst frei gestellt - die Kurse müssen außerhalb der Arbeitszeit besucht werden. Allerdings solle die Dienststelle dem Zivildienstleistenden entgegen kommen, indem der Schichtplan entsprechend gestaltet wird, heißt es in den Richtlinien zur Berufsförderung. «Das Bundesamt selbst gibt finanzielle Zuschüsse», sagt Monika Funken. Insgesamt dürfen diese Zuschüsse für die Gesamtdauer des Dienstes eine Summe von 1 300 Mark nicht überschreiten. Der Antrag auf finanzielle Hilfe muss mit einem Formular bei der zuständigen Verwaltungsstelle eingereicht werden.
Das Bundesamt selbst bietet «Staatsbürgerliche Seminare» an. «Darin werden aktuelle politische und gesellschaftliche Themen wie zum Beispiel die Globalisierung behandelt», erklärt Rheinhardt Hauf, Referent für Bildungsmaßnahmen. Die mehrtägigen Kurse werden von unabhängigen Gastdozenten aus der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung durchgeführt. Der Dozent referiere zunächst, sagt Hauf. Danach würden einzelne Aspekte in Gruppenarbeit vertieft und zum Schluss in der ganzen Runde diskutiert. Besonders anzukommen scheint das Angebot bei den jungen Männern nicht unbedingt: Mit 7 500 Teilnehmern 1999 ist der Zuspruch eher gering gewesen.
Das Problem kennt auch Hans-Joachim Stuck, Pastor in Hamwarde (Schleswig-Holstein), der außerdem als Seelsorger für die Zivildienstleistenden im Kirchenbezirk Nordelbien fungiert. «Es gibt halt noch viele andere Möglichkeiten, seine Freizeit zu gestalten.» Sowohl evangelische als auch katholische Kirche bieten im Rahmen der Zivildienstseelsorge so genannte Rüstzeiten mit verschiedenen Schwerpunkten an: «In unserem Seminar "Das Leben ist eine Baustelle" reden wir zum Beispiel über die Zukunftsplanung», sagt Stuck.
Um mehr Teilnehmer in die Kurse zu bekommen, müsse man aber auch einfachere, eher Freizeit orientierte Angebote machen, so Stuck. Dazu zähle zum Beispiel eine Segeltour auf einem alten Ewer. Während der Rüsttage, die in der Regel von Montag bis Freitag dauern, leben und arbeiten je nach Art der Veranstaltungen bis zu 20 Teilnehmer unter einem Dach. «Gekocht wird in Selbstverpflegung.» Für viele Teilnehmer sei es der erste Kontakt mit Kirche seit langem.
Die von den Kirchen angebotenen Werkwochen und Rüstzeiten sollen den Zivildienstleistenden die Möglichkeit geben, sich über ihre Arbeit auszutauschen. Dafür haben sie während ihrer Dienstzeit mindestens einmal das Recht auf einen Sonderurlaub von bis zu fünf Tagen - aber nur, wenn dienstliche Belange dem nicht entgegenstehen. Zu den Fahrtkosten werden Zuschüsse durch den Veranstalter gezahlt. Die Dienststelle kommt für die Dauer der Veranstaltung für die Verpflegungskosten auf.
Auch aufs Studium können sich «Zivis» vorbereiten: Das Fernstudienzentrum Karlsruhe zum Beispiel bietet Kurse im Präsenz- und Fernunterricht an, in denen die Zivildienstleistenden ihre Kenntnisse beispielsweise in der Mathematik auffrischen können - für den Fall, dass sie Wirtschafts- oder Ingenieurwissenschaften studieren wollen.
Sonderurlaub gibt es auch für jede Teilnahme an Prüfungen oder Auswahlverfahren sowie für Bewerbungsgespräche. Dafür muss lediglich Sonderurlaub beantragt werden, die Dauer der Abwesenheit darf im Einzelfall nicht mehr als fünf Tage betragen. Freie Tage lassen sich allerdings nur schwer erschummeln - der wichtige Termin muss nachgewiesen werden.

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