Donnerstag, 25 August 2011 06:28

Die Musterung - das vorenthaltene Vergnügen

(30.11.2001 17:48)

Mädchen werden biologisch zur Frau, wenn sie das erste Mal ihre Tage kriegen. Doch was macht aus Jungen richtige Männer? Die Armee natürlich. Demnach ist ein erster Schritt zur Mannwerdung die Musterung.



Die richtige Technik ist lebensrettend
Foto: Nadja Fares


Wie wichtig dieses Ereignis im Leben eines Mannes ist, lässt sich daran feststellen, dass die männlichen Schüler der Jahrgangsstufe 13 schon Wochen, gar Monate vorher scheinbar kein anderes Thema mehr finden, über das sie reden könnten. Ein weiterer Beweis für die von Frauen vielbeschworene Einfachheit der Männer. In diesem Fall können die jungen Männer sogar länger reden als Frauen. Zeigt sich jedoch bei Frauen noch eine gewisse Themenvielfalt, so reden Männer eben nur über dieses eine Thema.
Sie reden also stundenlang über Musterung. Unaufhörlich. Immer wieder tauchen dieselben oder ähnlichen Fragen auf wie zum Beispiel: "Werde ich mit Katzenhaarallergie ausgemustert?" oder "Muss ich mir wirklich DAHIN fassen lassen?".

Wenn der Tag der Musterung da ist, sind sie alle ganz still. Man(n) geht hinein in das Gebäude der Ludwig-Mohn-Straße 41 , sagt seinen Namen und schon lernt der angehende Mann wie wichtig es ist, die Klappe zu halten. Mit einem Schwall von Worten wird ihm erklärt, was heute noch auf ihn zukommen wird: Personalienerfassung, Laboruntersuchung (das mit der Urinprobe), die Untersuchung an sich (das mit dem "Befummeln") undsoweiter.

Die Hindernisbahn muss genommen werden
Foto: Nadja Fares

Erste Station: Personalienerfassung. Auch hier lernt der Mann bzw. der Junge, der einer werden möchte, eine Lektion, die einen typischen Mann ausmacht: "Antworte knapp und wortkarg, jedes überflüssige Wort wirst du noch bitter bereuen". Mann überreicht dem (un)freundlichen Beamten den Personalausweis, dann die Schulbescheinigung und den Führerschein, gibt ein paar Autogramme und zum Schluss wird noch der Antrag auf Verweigerung gestellt. Nur dabei sagt Mann etwas, ansonsten ist Mann brav ruhig. Wir wenden also das Wissen aus Lektion 1 an. Ebenso dieses Wissen anwendend, begibt Mann sich zurück in das Wartezimmer.

Nach kurzer Ruhephase folgt nun Station 2, der berüchtigste Teil der Musterung. Der Eingriff und die Privat- und Intimsphäre. Lektion für den werdenden Mann: "So etwas hat ein Mann nicht". Zunächst kommt die Laboruntersuchung. Noch eher harmlos durch die simple Abgabe von ärztlichen Belegen, Messen der Körpermasse und -größe, Abgabe der Urinprobe und fertig. Das wirklich schlimme kommt ja erst noch. Die eigentliche Untersuchung. Besonders interessant ist die Art und Weise, wie Mann nach seiner Krankengeschichte befragt wird. "Hatten Sie jemals Pocken, Röteln, Masern, Mumps, Ohrenleiden, Zahnschmerzen..." Wieder eine Übungsmöglichkeit für das Erlernte aus Lektion 2. Bei zu langen Antworten verpasst man die nächsten Fragen und dann ist man auf dem Papier gesünder als im richtigen Leben und damit auch tauglicher als man sein will. Dann ein Hörtest. Ebenso wie der darauf folgende Sehtest verläuft dieser schneller und ungenauer als beim Fachmann. Nun Puls und Blutdruck messen: in Ruhe, nach Anstrengung, nach Ruhephase.

Geschlafen wird hier nicht
Foto: Nadja Fares

Dann kommt der große Moment, an dem sich alles entscheidet. Hier wird über die Zukunft entschieden. Jetzt klären sich die Fronten zwischen Unterwürfigen und Revoluzzern. Letztere verweigern die "Genital-und Analuntersuchung" und erhalten ein wenig Intimsphäre zurück, ernteten dafür aber einen leicht rüden Umgangston. Damit wäre auch die Untersuchungsphase beendet.

Als Kriegsdienstverweigerungsantragssteller, so wie ich einer bin, ist man am Ende angelangt. Es folgt noch ein abschließendes Gespräch, die Zahlung der Fahrtkosten und schon hat Mann die Musterung hinter sich. Wie es aber weiterginge, wenn man nicht verweigert, das schildere ich das nächste Mal.

Donnerstag, 25 August 2011 06:28

Unsere Veranstaltung zu"5 Jahre UMLAUF Online"

Fotos: Martin Löffler (5 Jahre UMLAUF Online)



Die Aula füllt sich allmählich

 

Die Begründer von UMLAUF Online
Von links: Sven Hartge, Andreas Marx, Johannes Maslowski, Björn Ortelbach
und unser derzeitiger Chef-Programmierer Christian Dickmann

 

Jonas Leppin (l) und Ulrich Eichler (r) begrüßen die Gäste

 

Die Diskussionsrunde

 

Frau Müllers Brezelmaschine hat mächtig Durst gemacht ;-)

Donnerstag, 25 August 2011 06:28

Die Geschwister Zeitung und Internet

Aus der HNA vom 03.12.2001 (05.12.2001 22:32)

Die Goetheschule feierte fünfjähriges Bestehen des Internet-Auftritts ihrer Schülerzeitung Umlauf mit einem hochkarätig besetzten Podium und einer Diskussion zum Internet. Kassel - Der Stolz auf die Leistung und auf die Meriten der Schülerzeitung Umlauf sowie ihres Internet-Ablegers UMLAUF Online ist verständlich, so dass die Lobeshymnen am Freitag vor Beginn der Podiumsdiskussion in der Goetheschule ruhig etwas länger ausfallen durften. Legitim auch der Lokalpatriotismus bei der Präsentation der Diskussionsrunde durch Umlauf-Redaktionsleiter Ulrich Eichler: Kamen doch viele der versammelten Medien-Experten nicht nur aus Kassel, sondern waren zudem auch noch ehemalige Goetheschüler.



Die Diskussionsrunde


Für die zahlreich anwesenden Schüler kurz vor dem Sprung in die berufliche Lebensplanung dürften die ausgiebig beleuchteten Lebensläufe der erfolgreichen Medien-Macher interessant und und von Nutzen gewesen sein. Journalistinnen wie Susanne Scheerer, Politikredakteurin bei FAZ-Net und Silke Müller, stellvertretende Chefredakteurin des Kunstmagazins Art, haben ihre Karrieren als Volontärinnen bei der HNA begonnen. Schaut ihn Euch genau an, der Mann könnte für Euch wichtig sein, präsentierte Eichler schließlich HNA-Chefredakteur Wolfgang Timpe.

Spannende Lebensläufe nicht nur für Schülerzeitungsredakteure hatten auch Uli Geiger, Redaktionsleiter der Compass-Sendung beim Hessischen Rundfunk, SFB-Wissenschaftsredakteur Winfried Göpfert, Dr. Alexander Jehn vom Hessischen Kultusministerium, Wirtschaftsstudent und Initiator von Umlauf-Online Andreas Marx sowie der Leiter des Kasseler Medienzentrums, Bernd Rahmann, zu bieten. Liebesbriefe via Internet? Und die Diskussion zum Thema Internet - ein seriöses Informationsmedium der Zukunft?, die eine Stunde nach Veranstaltungsbeginn endlich losging? Die gestaltete sich, dem Medium Internet in gewisser Weise angepasst, vielschichtig und weit ausholend.

Nach einem Frage-und-Antwort-Spiel, bei dem Ernstes und Erheiterndes durcheinander purzelten - von der per Internet bestellten Pizza, die bis heute nicht angekommen ist, über die Frage, ob Liebesbriefe gemailt werden dürfen, bis hin zu den unerschöpflichen Möglichkeiten, den Wissensspeicher Internet zu nutzen - kam eine Diskussion erst gegen Ende auf. Sie entwickelte sich im Wesentlichen an der Frage, ob journalistische Arbeit fürs Internet eine andere ist als die für traditionelle Medien. Online-Journalismus ist ganz anders als Print-Journalismus, meinte Winfried Göpfert: Jede Information muss portioniert werden. Online-Journalismus ist nicht anders als anderer Journalismus, konterte Timpe und spielte damit - auf das Thema des Abends Bezug nehmend - auf die Frage nach der Seriosität des Mediums an. Auch ein Online-Redakteur, so Wolfgang Timpe, müsse das journalistische Handwerk beherrschen. Angst vor der Konkurrenz Internet habe er als Zeitungsmacher nicht: Die Medien Zeitung und Internet sind Geschwister, sie bekämpfen sich nicht, wehrte er die Frage Eichlers danach ab, ob der Internet-Journalismus nicht kannibalistisch mit den Printmedien umgehe.

FAZ-Online-Redakteurin Scheerer unterstrich dagegen die Multimedialität von Internet, Möglichkeiten wie Audios oder Chatrooms für Leser, über die eine Zeitung nicht verfüge. Online habe den Vorteil der Schnelligkeit, der Möglichkeit, ständig aktualisieren zu können. Als Internet-Skeptiker outete sich Alexander Jehn und erntete damit spontanen Beifall, der deutlich aus den Reihen der älteren Zuhörern kam.

Jehn zitierte Rudolf Augstein, Die Zahl derjenigen, die durch zu viel Informationen nicht informiert sind, wächst. In Bezug auf Schule könne das Internet keinesfalls die vermittlungsfähige Lehrkraft ersetzen. Uli Geiger appelliert daran, nicht zu polarisieren. Erfahrungsgemäß verdränge ein neues Medium nicht, sondern ergänze die vorhandenen Medien. (chr)

Donnerstag, 25 August 2011 06:28

Gut, dass ich ein Mann bin!

(07.12.2001 19:51)

Seitdem Adam angefangen hat, Eva nicht alles zu erzählen und umgekehrt, können es Frauen und Männer nicht mehr lassen, sich dafür zu interessieren, was das andere Geschlecht untereinander bespricht.
Tatsächlich gibt es dafür einige Möglichkeiten. Als Gelegenheit Nummero Eins gilt das Tagebuch der Schwester. Intime Erlebnisse und Gedanken können so - meist komprimiert auf wenigen Seiten - ein Männerherz aufhorchen lassen. Nur ist es äußerst dienlich, sich dabei nicht erwischen zu lassen.



Cafeteria der Goetheschule


Nun habe ich in der Cafeteria der Goetheschule eine weitere Möglichkeit gefunden. Ich sitze hier und möchte lernen. Ich möchte es wirklich. Doch in Wirklichkeit drängen sich hohe Mädchenstimmen in mein Ohr. Mädchenstimmen? Frauen, die wie Mädchen reden! Wie eine Spirale steigert sich das Gespräch ins freizügige. Zuerst geht es um die Freunde. „Da sitzt er vor mir, stopft sich zwei Mc Chicken und eine Portion Pommes rein und bietet mir eine Cola Light an!“ Ich betrachte die Person und komme zum Ergebnis: Recht hat er!

Das Handy vibriert: „Hast du ein neues? - Ja, meine Eltern haben mir eins fürs Auto geschenkt. - Warum? - Die Halterung hat bei meinem alten nicht gepasst!“ Zu erwähnen bleibt nur noch, dass das Auto ebenfalls ein Geschenk der Eltern war. Das Thema der Freunde wird wieder aufgegriffen. So beschwert sich die eine, dass ihr Freund besessen davon ist, jeden Tag Unmengen von Milch zu konsumieren, für den Muskelaufbau versteht sich. "Wenn man also im Sommer mit ihm zum Picknick fährt, muss man damit rechnen, die gesamte Kühltruhe voller Milch zu haben".

Cafeteria der Goetheschule

Diese weltbewegende Diskussion kann nur durch das Schlagwort Nummero Zwei unterbrochen werden: Hochzeit! „Ich würde meinen Freund sofort heiraten!“ Es folgt eine Diskusion über die Beziehung und ihren Eigenarten. Nachdem das geklärt wäre, folgt natürlich das Thema Kinder. Frühes Kind, mittleres Kind, spätes Kind; junge Eltern, alte Eltern, niemand bleibt unbelastet!

Gut, dass ich ein Mann bin!

Donnerstag, 25 August 2011 06:28

Das Geheimnis von Greenwood(4. Teil)

(Das Geheimnis von Greenwood (4. Teil))

...Micky wurde so groß wie das Baumhaus der beiden Mädchen, und das war schon sehr groß. "Steigt auf, ich fliege euch zur Schule!", sagte Micky mit dunkler Stimme. Die beiden Mädchen trauten ihren Augen kaum.
[[pfeil Zum 5. Teil#artikel_display.php?id=552]]
[[pfeil Zum 3. Teil#artikel_display.php?id=511]]

Doch ohne etwas zu sagen stiegen sie auf. Kaum saßen sie auf Mickys Rücken ging es auch schon los. Mit einem Satz war Micky in der Luft und flog in Richtung Süden. Unterwegs unterhielten sich die Drei über die Schule, berühmte Zauberer und darüber, wo sie wohnen werden.

Die Reise nach S-A-G-A-L-A
Allmählich wurde es dunkel. Esther und Samira waren durchgefroren und müde. Endlich, Micky setzte zur Landung an. Mit einem Ruck standen sie vor einem großen türkiesfarbenen See. Micky setzte sie ab, stampfte mit seiner Riesenpfote auf und sagte: "In ein paar Minuten kommt Wolke Sieben.



Mit der richtigen Wolke ins Traumland?


Mit der könnt ihr hoch ins Dorf fliegen ...", doch seine Stimme verwandelte sich in ein leises Piepsen, denn er schrumpfte zu seiner normalen Größe, kletterte Samiras Schulter hoch und ließ sich tragen. "Weißt du vielleicht, was er mit Wolke Sieben meinte?", fragte Samira ratlos. "Nö, aber das da wird deine Frage bestimmt beantworten!", sagte Esther. Gerade schwebte Wolke Sechs vorbei und hielt vor ihnen an. "Wollen die Damen einsteigen?", fragte ein kleiner dicker Kobold. Beide schüttelten ihre Köpfe. "Nein, wir warten auf Wolke Sieben ", sagte Samira misstrauisch. Und schon schwebte der Kobold mit dem Wolkenbus zu dem See und tauchte unter Wasser. Dann hörten sie ein Pfeifen und sahen noch eine Wolke, auf der eine dicke, fette Sieben stand. "Da ist unsere Wolke!", rief Esther. Die Wolke hielt an und die beiden Mädchen stiegen ein. Nach ein paar Sekunden hob die riesige Wolke ab. Sie stieg immer höher und höher, bis endlich eine große Stadt vor ihnen auftauchte. Diese Stadt stand auf einer riesigen Wolke, die tausend Mal größer war als ein Wolkenbus.

Ist das S-A-G-A-L-A?

Dann hielten sie endlich an. Vor ihnen stand nun ein riesiges Tor, auf dem ein Name stand:

S-A-G-A-L-A .........

Donnerstag, 25 August 2011 06:28

Gute Seiten, schlechte Zeiten

(17.12.2001 00:45)

Gute Seiten für die Presse sind schlechte Zeiten für die Menschen. Dieser makabre Satz gilt auch für elektronische Zeitungen, daher auch für UMLAUF Online.
Die Berichterstattung über den Terrorangriff am 11. September dieses Jahres war eines dieser Beispiele und wurde von unseren Redakteuren aktuell, umfassend, kompetent und engagiert ins Internet gebracht.
Der über Email erhobene Vorwurf, dass UMLAUF Online sich am Unglück anderer weiden würde, haben wir zuerst betroffen wahrgenommen. Was uns im ersten Moment absurd erschien, ist aber die Logik und die Konsequenz eines offenen, gewinnorientierten Presse- und Informationssystems (Art.5 GG - "Vierte Gewalt"), dessen brutale Transparenz häufig die Würde des Menschen verletzt.




Der Untergang des Atom-U-Bootes Kursk im letzten Jahr stellt das aktuelle Gegenbeispiel einer zurückhaltenden, staatlich verordneten Berichterstattung dar, durch die die Menschenwürde "ganz den Bach hinunter geht". Die Kritik nehmen wir deshalb ernst, weil die Spanne von der Pressezensur bis zur "Ethik eines Paparazzi" fließend ist.
Zurück zu unserem Alltag! Wir haben die Kritik über die geringe Anzahl von Berichten über die Goetheschule ernst genommen und in unsere Arbeit einbezogen. Ein gehäuftes Lob war die Folge, und das tut auch gut.
Im Einzelnen haben wir verstärkt den Kunstbereich durch Bildimpressionen hervorgehoben (Herr Schön: Plastische Köpfe; Frau Laube: "Verbieten ist verboten" oder Herr Glück: "Handskizzen"). Immer häufiger kommt jetzt auch der Sportbereich auf uns zu. Dass Teilnehmer oder Sieger im Stadtentscheid (z.B. Volleyball) oder im Landesentscheid (z.B. Orientierungslauf) regelmäßig herausgestellt werden sollten, ist ja ein Grundprinzip des Leistungssportes. Ein ebenso schönes Beispiel für die Darstellung im Internet war der Workshop "Minimal-Musik". Das gemeinsame Musikerlebnis wird sich hoffentlich bald auch akustisch auf der Homepage realisieren lassen.
Natürlich wurden Schulveranstaltungen ausführlich dokumentiert (Sylt, Pädagogische Tage, 5 Jahre UMLAUF Online usw.); auch die Mittel- und Unterstufe haben wir nicht vergessen (Fortsetzungsgeschichten, Verkehrsübungstag), aber wir müssen feststellen, dass die Präsentation der Unterstufe nebst Anbindung bzw. Einbeziehung ganz junger Redakteure sehr schwierig ist, bedingt durch die räumliche Zweiteilung unserer Schule. Damit verbunden bleibt die Aufgabe, bis zum Sommer einen großen Teil der Redaktion ersetzen zu müssen. Wir suchen also Schreibtalente und technisch begabte Schüler.

Es fehlen mir doch noch ein paar UMLAUF!
Quelle: Christmas is Coming, Postkarte Inkognito, Berlin

Natürlich gab es bei uns auch Streit, der letztendlich solidarisch beigelegt werden konnte, ohne unsere Online-Arbeit entscheidend zu behindern. Wir haben es geschafft, neben der laufenden wöchentlichen Online-Aktualisierung die UMLAUF-Ausgabe Nr.59 mit dem Online-Sonderteil (150 Seiten!) und die UMLAUF Online-Veranstaltung Ende November zu realisieren. Dafür möchte ich allen Redakteurinnen und Redakteuren danken, aber auch der Schulgemeinde (Schüler, Eltern, Lehrer, Schulleitung, Hausmeister, Sekretärin, Reinigungspersonal usw.), die unser Bemühen unterstützte und mit kritischen Anmerkungen und vielen Ideen vorwärts brachte. Nicht zuletzt wünsche ich Ihnen und den der Goetheschule verbundenen ehemaligen Schülerinnen und Schüler weltweit ein friedfertiges Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr 2002.
Hans-Joachim Prauß (Online-Ressortleiter)

Donnerstag, 25 August 2011 06:28

LK Kunst bei Herrn Glück

(26.01.2002 13:55)

Die Aufgabe des Kunstleistungskurses 12/1 war die Darstellung einer Menschengruppe, anzufertigen in Lebensgröße. Da wir nicht viel Geld für teure Materialen ausgeben wollten, entschieden wir uns für Maschendraht.
Über die weitere "Ausstattung" der Figuren, wie z.B. Kleidung oder Transparentpapier, sollte später entschieden werden. Wir waren uns aber dann darüber einig, dass die Transparenz der Drahtfiguren ihren eigenen Reiz hätten und man sie nicht "verhüllen" sollte. Das Thema für die Darstellung einer Menschengruppe musste auch noch gefunden werden. Mehrere Vorschläge wurden verworfen, da man der Ansicht war, dass die Menschengruppe auch etwas mit uns selber, d.h. als Kunst-LK, zu tun haben müsste. Nach einigen Hin- und Herüberlegen sollte die Gruppe zeichnend dargestellt werden. Als Modell für die "Künstler" aus Draht diente eine Elfe - ebenso aus Draht -, welche eine Schülerin anfertigte.




Die Entstehung der Drahtfiguren entwickelte sich sehr bald zu einer Gemeinschaftsarbeit des Kurses, da jeder auf Hilfe von seinen Mitschülern angewiesen war. Die einzelnen "Draht-Körperteile" mussten am eigenen Körper abgeformt werden. Da es auf Grund dieser Gemeinschaftsarbeit schwierig war, individuell zu benoten und die Figuren auch noch etwas "nackt" wirkten, sollte sich jeder noch ein "Innenleben" für den Kopf ausdenken. Bedingung dafür war, dass es entweder etwas mit Wahrnehmung, Kunst oder mit dem Elfen-Modell zu tun haben sollte.
Allerdings blieben einige blutige Kratzer und andere Verletzungen wie durch das Löten nicht aus. Aber wie schon Herr Schön einst sagte:

"Kunst muss weh tun"

Donnerstag, 25 August 2011 06:27

Das Geheimnis von GreenwoodDer giftgrüne Brief

Von Alexandra Konrath und Kim Kraft, Klasse 5c (Das Geheimnis von Greenwood (2. Teil))

Im letzten Teil erschien der kleine Kobold mit einem grünen Umhang und überreichte...
ihnen einen giftgrünen Brief. Dann gab es einen lauten Knall und der Kobold verschwand in einer grünen Wolke.

[[pfeil Zum 3. Teil#artikel_display.php?id=511]]
[[pfeil Zum 1. Teil#artikel_display.php?id=435]]




Immer noch mit heruntergeklappten Unterkiefern öffneten sie den Brief und lasen ihn:

"Liebe Esther, liebe Samira!
Hiermit erkläre ich euch, natürlich nur wenn ihr wollt, zu Schülerinnen der Greenwood-Schule für Hexen. Ach ja, dass ich es nicht vergesse, ihr habt magisches Blut! Ich weiß, dieser Brief kommt etwas spät, denn ihr müsst schon morgen bei uns an der Schule sein. Wie ihr da hin kommt? Die Antwort ist das Ei. Hütet es gut, dann wird es euer Freund sein und euch immer helfen. Es zeigt euch den Weg zur Schule. Eure Klamotten, oder wie ihr das nennt, werden dann an die Schule geliefert. Bücher und Arbeitsmaterialien könnt ihrbei uns ausleihen oder kaufen. Morgen, um 8.00 Uhr, macht ihr euch auf den Weg.

Magische Grüße
H. Neptun"

Samira nahm das Ei in die Hand.
"Es ist so klein und warm", sagte sie und gab das Ei Esther. Esther legte es vorsichtig auf ein Kissen und tat ein anderes darauf. "Es muss warm bleiben", murmelte Esther, als wollte es nicht aufwecken. Das Ei sah komisch aus, wie ein winziges Din0-Ei mit bunten Mustern darauf. Esther guckte auf das Ei, dann auf Sami und sagte: "Ich schlafe heute im Baumhaus." Sami guckte Esther an, dann auf das Ei und dann wieder zu Esther. "Ich weiß nicht; und wenn der Kobold zurückkommt? Ich fand, der sah nicht gerade nett aus. Was ist, wenn das ein Kobold-Ei ist oder so?" Esther guckte sie flehend an. "Na, gut", sagte Samira, "aber beantworte mir eine Frage; gehst du auf diese Hexenschule?" ...

In der nächsten Folge:
Wird Esther auf die Hexenschule gehen? Was passiert mit dem Ei? Und was schlüpft aus dem Ei?

Donnerstag, 25 August 2011 06:27

"Eine Sportart im Wald für Verrückte."

Von unserem Sportlehrer Herrn Simshäuser (30.10.2001 17:27)

ORIENTIERUNGSLAUF (der), "Eine Sportart im Wald für Verrückte."
(Definition von Leif Bader, April 1998 :-)

OL - Was ist das?



Natur pur


Orientierungslauf, kurz OL, das ist 'Laufen mit Köpfchen'. OL-Wettkämpfe finden meist im Wald statt, es gibt aber auch Weinberg-OL und Schul-OL. Am Start erhält der Wettkämpfer eine sehr genaue topographische Karte des Wettkampfgeländes. Mit deren Hilfe und einem Kompass gilt es, die auf der Karte eingezeichnete Bahn in schnellstmöglicher Zeit abzulaufen.

Die Bahn enthält Kontrollstellen, sogenannte Posten, an denen der Läufer mit Hilfe einer dort angebrachten Zange eine Markierung auf seiner 'Kontrollkarte' anbringt, um im Ziel beweisen zu können, dass er den richtigen Posten angelaufen hat. Zwischen diesen Posten ist die optimale Route vom Wettkämpfer selbst zu wählen, ob nun die kurze Strecke am dicht bewachsenen Berghang oder der Umweg in offenerem oder flacherem Gelände, diese Entscheidungen können den Gewinn oder Verlust von entscheidenden Sekunden bedeuten.

Gestartet wird in Zeitabständen von zwei bis drei Minuten, um ein direktes Nachlaufen zu verhindern. Der Sieger steht also erst fest, wenn der zuletzt gestartete aus dem Wald kommt. Die Läufer und Läferinnen starten in verschiedenen Altersklassen. Entsprechend dem Leistungsvermögen liegen die Streckenlängen zwischen zwei Kilometern für die Kleinen und über fünfzehn Kilometern in der mänlichen Hauptklasse.


"JtfO"- Landesentscheid
am Donnerstag, den 25.10.2001 in Mitlechtern bei Rimbach (Odenwald)

Goetheschüler/innen zweimal Landessieger
Goetheschulteams können den Vorjahreserfolg noch toppen!
Alle Läufer/innen erreichen Medaillenplätze!
Jugend trainiert für Olympia
Landesentscheid OL am 25.10.2001


TEAMWERTUNG

Wettkampf-Klasse 2, Jungen (4500 m / 130 Hm / 14 Posten)
1. Goetheschule Kassel 138:23
2. Freie Waldorfschule Kassel 151:30
3. Wolfgang-Ernst-Schule Büdingen 164:04
4. Martin-Luther-Schule Rimbach 176:09
5. Heinrich-Mann-Schule Dietzenbach 217:25
6. Wilhelm-von-Oranien-Schule Dillenburg 222:08
7. Mornewegschule Darmstadt 231:52
8. Max-Planck-Schule Rüsselsheim 233:54
9. Altkönigschule Kronberg 249:27
10. Odenwaldschule Heppenheim 351:11


Wettkampf-Klasse 2, Mädchen (3800 m / 115 Hm / 14 Posten)
1. Friedrichsgymnasium Kassel 137:16
2. St. Angela-Schule Königstein 137:39
3. Goetheschule Kassel 148:51
4. Freie Waldorfschule Kassel 159:41
5. Integrierte Gesamtschule Kaufungen 164:24
6. Altkönigschule Kronberg 183:03
7. Wolfgang-Ernst-Schule Büdingen 185:51
8. Wilhelm-von-Oranien-Schule Dillenburg 189:05


Wettkampf-Klasse 3, Mädchen (2400 m / 70 Hm / 11 Posten)
1. Goetheschule Kassel 85:42
2. Heinrich-Mann-Schule Dietzenbach 96:18
3. St. Angela-Schule Königstein 101:21
4. Wolfgang-Ernst-Schule Büdingen 119:31
5. Wilhelm-von-Oranien-Schule Dillenburg 146:29
6. Georg-August-Zinn-Schule Reichelsheim 146:46
7. Adolf-Reichwein-Schule Rodenbach 306:41
- Altkönigschule Kronberg o.Wrtg.

Der Anlaufpunkt ist entscheidend


Bei den Jungen der Wettkampfklasse II war der Landestitel fast vorprogrammiert, da mit Michael Steube und Markus Hubach zwei Vereinsläufer an den Start gingen, die auch schon bei den deutschen Vereinsjugendmeisterschaften vordere Plätze belegen konnten.

Dennoch gab es aber weitere positive Überraschungen, denn Jörn Perlwitz, der neben seinem intensiven Kajaktraining keine Zeit für spezielles OL-Training findet, konnte in der Einzelwertung überraschend Platz 4 belegen und Marco Rothe und Sören Hauck, die als Schwerpunktsportart Rudern betreiben, erreichten als Paarläufer bei ihrem ersten OL-Auftritt einen hervorragenden 8.Platz in der Einzelwertung.


Wettkampf-Klasse 2, Jungen (4500 m / 130 Hm / 14 Posten)
1. Michael Steube Goetheschule Kassel 30:10
2. Markus Hubach Goetheschule Kassel 33:17
3. D. Hansen / M. Pickhardt Freie Waldorfschule Kassel 33:36
4. Jörn Perlwitz Goetheschule Kassel 35:59
5. F. Lintz / M. Drescher Freie Waldorfschule Kassel 37:06
6. J. Untch / T. Sendel Wolfgang-Ernst-Schule Büdingen 37:32
7. A. Friedrich / J. Rielinger Wolfgang-Ernst-Schule Büdingen 38:56
8. M. Rothe / S. Hauck Goetheschule Kassel 38:57

Ob Orientierungsläufer Grüne sind?


In der Wettkampfklasse II der Mädchen reichte die OL-Erfahrung aus dem Training leider nicht für einen Platz ganz oben auf dem Treppchen.
Aber die Ruderinnen Stephanie Riese, Petra Bost, Maren Templin, Andrea Langer und Inga Becker zeigten eindrucksvoll, dass auch außerhalb des Wassers mit ihnen zu rechnen ist.

Wettkampf-Klasse 2, Mädchen (3800 m / 115 Hm / 14 Posten)
1. Jana Feldner Friedrichsgymnasium Kassel 30:25
2. Lucca Blumenstein Integrierte Gesamtschule Kaufungen 30:28
3. N. Schmitt / C. Salje St. Angela-Schule Königstein 31:14
4. Stephanie Riese Goetheschule Kassel 31:50
5. Jana Kolter Friedrichsgymnasium Kassel 32:52
6. B. Piegeler / J. Rommel Freie Waldorfschule Kassel 33:21
7. E. Pless / M. Politycki Altkönigschule Kronberg 34:12
8. N. Adam / St. Walter St. Angela-Schule Königstein 34:21
9. J. Lein / S. Froese St. Angela-Schule Königstein 34:36
10. D. Möller / B. Friedrichsen Wolfgang-Ernst-Schule Büdingen 35:06
11. S. Hoof / M. Andreas Wilhelm-von-Oranien-Schule Dillenburg 36:36
12. Amelie Zugwurst Friedrichsgymnasium Kassel 36:53
13. Barbara Biener Friedrichsgymnasium Kassel 37:06
14. Larissa Wiese Friedrichsgymnasium Kassel 37:25
15. N. Osenberg / M. Wicke St. Angela-Schule Königstein 37:28
16. Petra Bost Goetheschule Kassel 37:50
17. Maren Templin Goetheschule Kassel 38:03
18. Judith Phieler Friedrichsgymnasium Kassel 38:32
19. A.-K. Kubetzek / M.-S. Waldmann Freie Waldorfschule Kassel 41:06
20. A. Langer / I. Becker Goetheschule Kassel 41:08

Die größte Überraschung schafften aber die Mädchen der Wettkampfklasse III!
Noch bei der Anreise im Zug wollten Ekaterina Menne und Victoria Schrader, sowie Lena Kuhaupt und Luise Weida als Paarläuferinnen starten, da sie bisher wenig OL-Erfahrung hatten und im Training immer als Paare unterwegs waren. Doch der Wertungsmodus (4 von 6 möglichen Läufern werden in der Mannschaft gewertet), veranlasste sie schließlich, die Strecke jeweils allein zu absolvieren. Und wie!

Viktoria Schrader belegte schließlich den 2. Platz der Einzelwertung und Lena Kuhaupt den 3. Alle 4 Läuferinnen der Teamwertung erreichten in der Einzelwertung eine Plazierung unter den ersten 7. Damit war der Landestitel eindrucksvoll gewonnen!

Wettkampf-Klasse 3, Mädchen (2400 m / 70 Hm / 11 Posten)
1. Marie Christine Böhm Heinrich-Mann-Schule Dietzenbach 17:07
2. Victoria Schrader Goetheschule Kassel 20:07
3. Lena Kuhaupt Goetheschule Kassel 20:46
4. Ilka Perlwitz Goetheschule Kassel 20:55
5. L. Klimpke / N. Ullrich St. Angela-Schule Königstein 21:13
6. S. Gutbier / L. Lopitsch St. Angela-Schule Königstein 21:52
7. Ekaterina Menne Goetheschule Kassel 23:54
8. C. Brötz / C. Buschmann Altkönigschule Kronberg 24:21
9. Judith Schamell Heinrich-Mann-Schule Dietzenbach 24:26
10. T. Christen / A. Milaknis Wolfgang-Ernst-Schule Büdingen 24:47
11. Sara Saberi Heinrich-Mann-Schule Dietzenbach 24:51
12. K. Dinter / A. Großkopf Wolfgang-Ernst-Schule Büdingen 26:53
13. Luise Weida Goetheschule Kassel 27:35
14. S. Torben / K. Kaiser St. Angela-Schule Königstein 28:45
15. Anne Hoppe Goetheschule Kassel 29:13

Von unserem Musiklehrer Herr Schee (31.10.2001 15:46)

Im Rahmen des 3. Kasseler Minimal-Music-Festivals findet
am Montag, den 05.11.01 ein Musikworkshop zum Thema Minimal-Music in der Goetheschule statt.
Neben den Teilnehmern aus unserer Schule werden Schülerinnen und Schüler von der Herderschule und der Jacob-Grimm-Schule mit ihren Musiklehrern bei uns zu Gast sein, um diese Musikrichtung kennen zu lernen und mit ihren Instrumenten praktisch zu erproben. Die Minimal Music ist eine Mischung aus Klassik, Jazz und afrikanischer, bzw. indischer Musik, die in den USA entstanden ist. Der Komponist und Musikwissenschaftler Dr. U. Götte und andere Mitglieder des Minimal-Music-Ensembles IN PROCESS werden mit den Schülern u.a. Kompositionen von Steve Reich und Phil Glass einstudieren. Die Ergebnisse dieser schulübergreifenden Probenarbeit sind dann am Montag, den 5.11.01 um 19.00 Uhr in der Aula der Goetheschule beim Abschlusskonzert zu hören. Alle Schüler, Eltern und Lehrer sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt Herr Scheer.

UMLAUF Online wird in der nächsten Woche darüber ausführlich berichten.

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