Montag, 29 August 2011 15:24

Herr Dr.Gehb gegen alle

von unserer Redakteurin Janina Schmidt (08.09.2009)

Am Montag, den 07.09.2009, zwanzig Tage vor der Bundestagswahl am 27. September, ging der Wahlkampf in eine weitere Runde. Fünf mutige Vertreter der Parteien des hessischen Landtages wagten den Konfrontationskampf mit den gegnerischen Fraktionen und natürlich auch mit unseren Schülern.

 

Die Kandidaten von Die Linke, SPD, Die Grünen, FDP, CDU und unser LK 13

 

Nachdem der Po/Wi-Leistungskurs des Jahrgangs 13 von Herrn Wiemeyer bereits seit einigen Wochen ein Rahmenprogramm und Themenblöcke ausgetüftelt hatte, startete heute die teils hitzige Debatte um die Themenschwerpunkte Innenpolitik, Außenpolitik und Wirtschaftspolitik unter dem Aspekt „Nutzt die Chance, die ihr habt - also geht wählen".

 

Vertreten waren alle Parteien durch ihre kasselänerischen Spitzenkandidaten, die zugleich hofften, wieder oder endlich einmal am 27. September in den Bundestag gewählt zu werden. Von links nach rechts waren das Norbert Domes für die Linken, Ulrike Gottschalck für die SPD, Nicole Maisch für Bündnis 90/Die Grünen, Mechthild Dyckmans für die FDP und last but not least Dr. Jürgen Gehb für die CDU.

 

Bereits wie bei der letzten Podiumsdiskussion vor den hessischen Landtagswahlen im Januar 2009 übernahmen die Schüler die Führungsrolle. Schon zu Beginn brachten sie die Politiker zum Grübeln. Anstatt wie sonst üblich andere Parteien und deren Programme zu kritisieren, waren die Gäste nun einmal in der Lage, ihre eigene Partei selbst zu kritisieren. Eine für die meisten recht ungewohnte Situation. Die Antworten reichten hier von zu wenigen Frauen in der FDP bis hin zu einem sehr eintönigen Engagement für nur einen Bereich der Politik.  

 

 
Im Vordergrund Herr Gehb  

In der ersten Runde, der Wirtschaftspolitik, schien alles auf ein Alle-gegen-Herr-Domes-Spiel hinauszulaufen. Der fand allerdings alles „ziemlich putzig", welche Faktoren die anderen Parteien als Grund für die Weltwirtschaftskrise verantwortlich machten bzw. wie sie Deutschland aus der Krise heraushelfen wollten. Doch auch seine Erklärung zu den Hedgefonds, also der Risikoabsicherung von Wertpapiergeschäften, erntet von Herrn Dr. Gehb nur ein Schmunzeln: „Ich muss Herrn Domes danken, dass er mir endlich mal erklärt hat, was ich in 15 Jahren Politik nicht verstanden habe."

 

Doch nicht nur mit Herrn Domes schien sich Herr Dr. Gehb am heutigen Tage nicht besonders gut zu verstehen. Auch Frau Maisch und besonders Frau Gottschalck ernteten häufig Kritik für „den Blödsinn", den sie laut Herrn Dr. Gehb erzählten. Die Anschuldigungen lauteten hier von Potenzfehlern und Missinterpretationen bis zur Bezeichnung der „erneuerbaren Latschenträger". Herr Dr. Gehb scheint also sehr kreativ zu sein, wenn es um das Thema Atomenergie geht.

 

In einem sind sich aber doch fast alle Vertreter einig, denn mit Ausnahme von Herrn Domes würden vorerst alle dem Afghanistaneinsatz der Bundeswehr zustimmen. Da stört es sie auch nicht, wenn sie, wie im Fall von Frau Maisch, gegen das Gesamtinteresse der eigenen Partei stimmen würden. Nur Herr Domes bleibt dem Motto der Linken treu: Raus aus Afghanistan.

 

 
Herr Domes und Frau Gottschalk  

Als jedoch aus dem Publikum die Frage an Herrn Domes ging, wie die Linken denn in Afghanistan die geplanten Schulen und Kindergärten aufbauen wollten, wenn dort durch ihren plädierten Abzug der Truppen womöglich die Taliban ein Terrorregime aufbauten, war auch er mit seinem Latein beinahe am Ende. Doch er hatte auch hier noch einen Trumpf in der Tasche und erklärte: „Bereits in der Fragestellung steckt die Behauptung, dass die afghanische Regierung ohne die Hilfe der Truppen aus dem Ausland nicht in der Lage ist, zu regieren." Hierüber können sich die Politiker ja vielleicht beim nächsten Mal streiten, wenn es wieder heißt  „Herr Dr.Gehb gegen alle".

Montag, 29 August 2011 15:24

Goodbye Mr Gries

von unserem Redakteur Steffen Engelbrecht (13.07.2009)

Sieben Jahre lang war Waldemar Karl Wilhelm Gries Schulleiter des Goethe-Gymnasiums. Sieben Jahre hat er mit Schülern, Lehrern und Eltern das Schulleben gestaltet und entscheidend verändert. Doch nach sieben Jahren verlässt er leider das Goethe-Gymnasium, um an der deutschen Schule in Washington den Posten des Schulleiters zu übernehmen. Vor seiner langen Reise über den großen Teich wurde er am 09. Juli in der Aula verabschiedet.

 

 "Das Gute ist des Besseren Feind" - Wort eines starken Schulleiters

 

Wenn ein Oberstudiendirektor und Schulleiter verabschiedet wird, verlässt er eine Position, in der er mit vielen Offiziellen und anderen Personen zusammengearbeitet hat. So kamen zum Abschied auch alle um "Goodbye Mr Gries" zu sagen: Vertreter des Schulamtes, des Fördervereins, Schulleiter/innen, Elternbeiräte, pensionierte Lehrer/innen, viele Kolleginnen und Kollegen und natürlich einige Schüler/innen. Der Weg hoch zur Aula war mit kleinen Lichtern geschmückt, an denen kleine Amerikaflaggen wehten, welche denen, die Herrn Gries verabschieden wollten, noch einmal vor Augen führte, in welches ferne Land sie den Oberstudiendirektor entließen.

 

 

 Berat Yilmaz mit seinem Gedicht

"Abschied"

 

Die Verabschiedungsfeier wurde von einem Kurs des Darstellenden Spiels sehr unterhaltsam eröffnet. Zu Frank Sinatras "I did it my way" wurden Gegenstände hereingetragen, die charakteristisch für die fast sieben Jahre des Schulleiters standen. Nachdem unter anderem pinke Hemden mit Monogramm und natürlich der legendäre Hut hereingetragen wurden, richtet sich der stellvertretende Schulleiter Ludger Becklas mit einer Begrüßungsrede an die Gäste.

Es folgte die Rede der Vertreterin des Schulträgers, Stadträtin Anne Janz, die die Baustellen des Goethe-Gymnasiums ansprach. 4,4 Millionen Euro sind bereits in die Sanierung des Schulhofes und anderer Räumlichkeiten geflossen und über 3 Millionen Euro werden noch an das Goethe-Gymnasium fließen. Nach Frau Janz gaben sich noch weitere sechs Redner das Mikrofon in die Hand.

 

 

Emre K. (10b) als Waldemar Gries

 

Neben den Reden gab es aber auch Vorträge der Schüler/innen. Der Chor "Les Sirenes" und Berat Yilmaz mit seinem "Poetry Slam" wurden mit herzlichem Dank des Schulleiters sowie großem Applaus des Publikums geehrt. Auch die ehemaligen Lehrerkollegen hatten sich etwas für ihren alten Schulleiter einfallen lassen. Die Naturwissenschaftler zeigten ein lustiges Experiment und Herr Pflüger ließ zusammen mit Berat Yilmaz den Gewinner des diesjährigen Solarcups hereinfahren. Auf dem Ferngesteuerten Solarauto lag ein T-Shirt für den Schulleiter.

 

Für großes Gelächter sorgte das "BiLi-Theater". Emre K. (10b) als Waldemar Gries  und weitere Schüler/innen aus der 10b parodierten eine typische Geschichtsstunde auf Englisch. Anschließend sangen noch Lehrer der Fachschaft Englisch zwei kleine, textlich veränderte Ständchen, in denen bewusst die langatmige Rednerfähigkeit von Herr Gries auf den Arm genommen wurde. Auch der Delf-Kurs, aus dem alle Teilnehmer die Prüfung bestanden hatten, verabschiedet sich mit einem "Au revoir" vom Schulleiter. Ebenfalls hervorragend war der Auftritt von "Blub & Jump", einer Sportgruppe von Mädchen, die das Publikum mit ihrer einstudierten Choreographie aufs Beste unterhielten.

 

 

 Die Fachschaft Chemie mit

einem Experiment

 

Zum Ende der Verabschiedungsfeier richtet der Schulleiter persönlich sein Wort an die Gäste. Wie seine Redner zuvor stellte auch er die zunehmende Profilierung des Goethe-Gymnasium in den Mittelpunkt seiner Rede. Er sei stolz auf den bilingualen Zweig, den Ausbau des naturwissenschaftlichen Bereichs und auf die große Nachfrage zum Wechsel auf das Goethe-Gymnasium in die 5. Klasse. Er bedankte sich bei seinen Kollegen für die professionelle Arbeit in den vergangen sechseinhalb Jahren und betonte, dass ihm das Arbeiten überaus viel Spaß gemacht hat.

 

Darüber hinaus nannte er aber auch die Problem an der Schule. "Wir brauchen Stellen, Geld und Ausstattung". Mit dieser Kritik wandte er sich direkt an den Schulträger in Person von Frau Janz, die aber zuvor die Veranstaltung verlassen musste, um einen Termin im Rathaus wahrzunehmen. Die fünfundzwanzigminütige Rede war wohl die letzte, die Herr Gries am Goethe-Gymnasium gehalten hat.

 

 

 Der Oberstudiendirektor mit seiner

Familie

 

Somit verabschieden wir einen Schulleiter, der gerade durch seine repräsentative Arbeit einiges am Goethe-Gymnasium verändert hat. In diesem Sinne kann man sich nur den zahlreichen Glückwünschen der Redner für ihn, seine Frau und seine Tochter anschließen und auf eine Rückkehr nach der Zeit in Amerika hoffen.

Montag, 29 August 2011 15:24

9 Fragen an Direktor Gries

von unserer Redakteurin Mara Liebehenz (10.07.2009)

Time to say goodbye- nach fast sieben Jahren verlässt Waldemar Gries das Goethe-Gymnasium. Wie es dazu kam, dass er nach Washington gehen wird und was er unserer Schule wünscht, erklärt er uns in einem Interview.

 

 
Oberstudiendirektor Waldemar Gries  

Herr Gries, nun ist es nicht mehr lange bis zu Ihrer Abreise. In wieweit tut es Ihnen weh das Goethe-Gymnasium zu verlassen?

Es tut schon weh nach sechseinhalb Jahren diese Schule zu verlassen. Ich hatte wirklich eine schöne Zeit mit netten Kollegen und vor allen Dingen freundlichen Schülern. Diese habe ich immer als sehr engagiert und respektvoll empfunden. Mit Engagement haben wir gemeinsam etwas bewegt, das Goethe-Gymnasium positionert und die Profile geschärft.

 

Was haben Sie rückblickend in Ihrer Zeit am Goethe-Gymnasium erreicht und wo sind Baustellen geblieben?

Ich bin generell ein Teamplayer. Wie schon erwähnt, haben wir eine Menge erreicht. Unsere Schule hat eine gute Position in der Schullandschaft, nicht zuletzt weil wir uns auf die Stärken konzentriert haben. Beispielsweise wurde das Profil der Sportklassen verändert, was aber auf Grund der hohen Anmeldezahlen positiv aufgenommen wurde. Außerdem ist mit dem naturwissenschaftlichen Schwerpunkt ein weiterer Schritt zur Schärfung der Profile getan worden. Natürlich darf man nicht unseren bilingualen Zweig vergessen. Allein dieses Jahr haben 34 Schüler ein bilinguales Abitur gemacht, davon haben 25 Schüler das international anerkannte Cambridge Certificate of Advanced English absolviert.

Baustellen sehe ich generell noch in der Umsetzung von G8. Es müssten kleinere Klassen und Lerngruppen geschaffen werden und Klassenräume, gerade in der Physik und Chemie, saniert werden. Es wird einfach viel mehr Unterstützung vom Schulträger benötigt, um diese Pläne zu verwirklichen.

 

Trotz der vielen Erfolge verlassen Sie unsere Schule. Was waren Ihre schönsten Momente, an die Sie sich immer wieder gern erinnern?

Ich erinnere mich an einen toll organisierten Sporttag im Auebad. Ich erinnere mich an die große Zahl der diesjährigen Cambridge Certificate Absolventen. Ich erinnere mich an die Erfolge in der Mathematik, an eine wirklich hervorragende Vergleichsarbeit der Klassen 8. Ich erinnere mich an gelungene Kollegiumsausflüge und -feste. Und ich erinnere mich an so einige Faschingsabende.

 

Was hat Sie denn nun eigentlich dazu geführt nach Washington DC zu gehen?

Das ist eigentlich meine persönliche Geschichte. Ich erinnere mich da immer wieder an meine eigene Schulzeit zurück und an einen Lehrer, der oft von seinen Erfahrungen als Lehrer im Ausland schwärmte. Auch nach meinem Studium hatte ich schon immer davon geträumt ins Ausland zu gehen und bin dann auf den Kanaren an einer Schule gewesen bevor ich ans Goethe-Gymnasium kam. Da ich im Verband deutscher Lehrer im Ausland bin, habe ich mich dann für eine Stelle in Washington beworben und konnte mich gegen 80 andere Bewerber in mehrstufigen Auswahlverfahren durchsetzen.

 

Und welche Bedeutnug hat Ihre Familie bei der Sache? Hält Sie Ihnen den Rücken frei?

Natürlich, meine Frau ist auch begeistert und unsere 3-jährige Tochter trägt ständig ihr "Obama T-Shirt".

 

Kommt in der Aufbruchsstimmung nicht ein wenig Wehmut bei Ihnen auf?

Ja, Wehmut kommt auch auf, schließlich müssen wir ja den Großteil unserer Freunde und Verwandten verlassen und ich muss sagen, dass ich immer gerne in Kassel gewohnt habe. Doch am meisten werden mir wohl die Menschen fehlen.

 

Schwingt da auch etwas Skepsis mit? Haben Sie Ängste oder Befürchtungen?

Nein, das überhaupt nicht. Ich bin generell eher ein Optimist.

 

Das heißt, Sie blicken auch optimistisch in die Zukunft oder wie stellen Sie sich diese vor?

Ja, ich freue mich schon auf Amerika, es gefällt mir dort. Gerade Obama vertritt eine gute Position und ich denke, es wird mir leichter fallen als unter der Bush-Regierung.

 

Was ist Ihr letzter Wunsch fürs Goethe-Gymnasium?

Alles Gute. Ich wünsche dem Goethe-Gymnasium interessierte und kluge Schüler(innen) und engagierte Lehrer(innen), die gern mit Schülern arbeiten und eine glückliche Hand bei den konzeptionellen Entscheidungen.

 

Herr Gries, vielen Dank für dieses Gespräch und alles Gute für Sie und Ihre Familie.

Montag, 29 August 2011 15:23

Schwedenfahrt 2009

von Teilnehmern der Fahrt (03.07.2009)

Schweden – da denkt jeder sofort an H&M, Elche und bunte Holzhäuser inmitten einer wunderschönen Landschaft, das typische Klischee eben. Doch Schweden hat viel mehr zu bieten als das, nicht nur im Vergleich zu Deutschland. Angefangen vom Schulsystem, über kulturelle Aspekte bis hin zur Mode.

 

 Ausblick auf den PC-Bereich des Ale-Gymnasiums

 

VerschiedeneTeilnehmerinnen der diesjährigen Austauschfahrt nach Schweden haben ihre EIndrücke für uns niedergeschrieben. Wir drucken hier die Texte von Sarah Engel (10a) über Schulimpressionen sowie den Text „Impressionen von der Schwedischen Kultur” von Alina Baberuxki ab. Weitere Texte sind als PDF-Dateien erhältlich:

Ein Wochenende in Marstrand und  Vom Dschungel bis zum Weltraum sind es nur wenige Schritte von Sandra Kann (Jg. 11).

 

Impressionen einer Schule (von Sarah Engel)

Das schwedische Schulsystem unterscheidet sich enorm vom deutschen. Man besucht die Schule von der ersten bis zur 9. Klasse und die Grundschule. Danach folgt eine zwar freiwillige 2-3jährige Ausbildung am Gymnasium, welche aber von der Mehrheit absolviert wird, da es sonst kaum Ausbildungsplätze gibt. Das Gymnasium ist in 17 Bildungsgänge unterteilt, zwischen denen die Schüler wählen können

 

 
Übersicht über die Bildungsgänge der schwedischen Schule  

Pflichtfächer bleiben jedoch Schwedisch, Mathe und Englisch. Am Ende ihrer Schullaufbahn müssen die Schüler mindestens 2500 Punkte gesammelt haben, da sie, je nach Schwierigkeitsgrad, Punkte auf ihre Kurse erhalten. Nach bestehen des Schulabschlusses hat man die Möglichkeit ein Studium oder eine qualifizierte Berufsausbildung zu beginnen.

 

Die Schüler dürfen ihre Lehrer beim Vornamen nennen und insgesamt war das Ale-Gymnasium, welches wir besuchten, sehr viel moderner eingerichtet als unsere Schule. Das Gymnasium an sich ist erst 14 Jahre alt und mit sehr viel Technik ausgestattet. Im Medienbereich zum Beispiel gab es ein Fotolabor und ein Tonstudio. Außerdem gab es einen Bereich, in dem PCs standen, die immer zugänglich sind und zu denen jeder Schüler einen eigenen Zugang hat.

 

 
Das Tonstudio  

Da es sich bei den schwedischen Schulen ausschließlich um Ganztagsschulen handelt, bekommt jeder Schüler ein kostenloses Mittagessen, jedoch, was für die deutsche Gewohnheit etwas ungewöhnlich scheint, schon um 11 Uhr. Insgesamt kann ich sagen, dass mich das Ale-Gymnasium und das schwedische Schulsystem sehr beeindruckt haben, jedoch schien mir der Anspruch des Unterrichts geringer zu sein als in Deutschland. Hier nun noch einige Eindrücke des Ale-Gymnasiums.

 

 

Impressionen von der schwedischen Kultur (von Alina Baberuxki)

Beim ersten Hinschauen gibt es nicht sehr viele sichtbare Unterschiede zwischen diesen beiden Kulturen, zumal die beiden Länder ja auch beide in Europa liegen. Nach den ersten Tagen ließen sich dann doch einige Unterschiede feststellen.

 

Zum einen benutzen sie beim Frühstück pro Marmeladenglas, Butter oder Nutella immer nur ein Messer. Also, sie lassen immer das Messer in der Butter und alle benutzen dann dieses Messer für die Butter. Daran muss man sich dann erst einmal gewöhnen.

 

Außerdem nehmen die schwedischen Schüler selten Schulbücher, Hefte oder Stifte mit in die Schule. Es könnte aber auch daran gelegen haben, dass sie keine Hausaufgaben bekommen und dass, als wir sie besucht haben, die Ferien vor der Tür standen. Natürlich hat in Schweden aber jeder Schüler ein Schließfach, in dem er dann die Schulsachen aufbewahrt, wenn er sie schon zu Hause nicht hat.

 

Sehr auffällig war, dass sich in Schweden alle duzen. Das heißt, dass auch die Schüler die Lehrer mit dem Vornamen ansprechen.

 

Des Weiteren ist uns allen aus der Gruppe aufgefallen, dass die Schweden alle sehr individuell gekleidet sind. Jeder hatte so seine eigene Stilrichtung.

 

     
     
Montag, 29 August 2011 15:23

Sarah und Leon knobelten am besten

von unserem Mathematiklehrer Jürgen Rudolph (29.06.2009)

Mit großer Spannung wurden von 80 Schülern der Jahrgangsstufen 5/6 die Ergebnisse im diesjährigen Wettbewerb „Känguru der Mathematik" erwartet. Wegen des späten Ferienbeginns in Hessen wurde die Auswertung der Aufgaben aus unserem Bundesland hintenangestellt, deshalb konnte die Siegerehrung erst jetzt stattfinden.

 


V.l.n.r.: Leon Kollenbach, Jürgen Ulbrich, Tania Bogatsch, Sarah Grimm, Herr Eberhardt, Paulina Gorol, Carla Mühlstein, Tobias Schuster, Nicolas Schüler

 

Herr Helmut Eberhardt nahm als Leiter der Zweigstelle des Goethe-Gymnasiums die Ehrung der Preisträger vor. Die punktbesten Schüler aus den beiden Jahrgangsstufen durften sich über Experimentierkästen, Denkspiele, mathematische Puzzles und Bücher als besondere Preise freuen.

 

Sarah Grimm (5f) erreichte in der Jahrgangsstufe 5 mit 97 Punkten die höchste Punktzahl. Mit diesem Ergebnis liegt Sarah auch auf Bundesebene ganz vorn. Hinter Sarah platzierten sich: Nicolas Schüler (5c, 86 Punkte), Tania Bogatsch (5f, 84 Punkte) und Tobias Schuster (5e, 78,5 Punkte).

 

In der Jahrgangsstufe 6 kam Leon Kollenbach aus der Klasse 6d mit 104,5 Punkten auf die höchste Punktzahl vor Jürgen Ulbrich (6d, 93,75 Punkte), Paulina Gorol (6a, 92,5 Punkte) und Carla Mühlstein (6a, 91,75 Punkte).

 

Leon Kollenbach konnte noch einen zusätzlichen Preis einheimsen. Er schaffte es nämlich, 11 Aufgaben in Folge zu lösen. Dafür gab es ein T-Shirt als Belohnung.

Allen Teilnehmern ein Dank für die Teilnahme in diesem Jahr.

Auf ein Neues im Jahr 2010!

Montag, 29 August 2011 15:23

Hamlet alla mamma

von unserer Redakteurin Mara Liebehenz (28.06.2009)

250 g Intrige, 150 g Hass, 100 g Liebe und 50 g Erotik sind die Zutaten der Neuinszenierung des Shakespeare-Stücks "Hamlet" des DS-Kurs 12.

 

 Das Abschlussbild mit allen 21 Akteuren

 

"Im November vergangenen Jahres verbrachten wir ein ganzes Wochenende in der Schule, um an unserem Stück in verschiedenster Art und Weise zu arbeiten. Wir wollten etwas absolut modernes daraus machen", erklären Mark Glinka und Ramona Hoppe alias "der ambivalente Hamlet" und "Gertrud". Dies lohnte sich auch, denn eine Schultheateraufführung sei selten so gut und fehlerfrei aufgeführt worden, so einige aufgeregte Schüler, die das Schauspiel sahen.

 

 

 Die dreifach bestetzen Rollen der

Ophelia und Hamelts

 

Der Wunsch nach Verfremdung und Modernisierung eines um 1600 geschriebenen Theaterstücks stellte also den Grundbaustein dar und bot allerhand Möglichkeiten eine Mafiageschichte daraus zu machen. "Wir sind nah an Skakespeares Charakteren geblieben. Wir haben aber auch Rollen bearbeitet, verändert und hinzugefügt", beschreiben Mark Glinka und Ramona Hoppe. So findet man in "Hamlet alla mamma" auch die Katzen Franz und Barbara, aus deren Sicht der Zuschauer das Geschehen präsentiert  bekommt. 

 

Auch Kurslehrerin Frau Coers-Dittmar zeigte sich sichtlich begeistert nach der Aufführung am vergangenen Montag. Sie begleitete und stärkte ihre Schüler über die letzten Monate und half das Stück mit ihrer Handschrift zu perfektionieren.

 

Es war ein gelungenes Stück, das den vielen Applaus in jeder Hinsicht verdiente.

 

Die Akteure waren: Steffi Basche, Jana Block, Johanna Dahms, Jonas Echel, Mark Glinka, Sabrina Gombert, Maria Grezenberg, Stefanie Günther, Sabrina Holzhauer, Ramona Hoppe, Burhan Kaban, Madeleine Kessler, Kim Kraft, Sam Mohajer-Sabour, Nemanja Radisavljevic, Alisa Schmitz, Dino Schubart, Laura Schwarz, Valeria Singer, Franziska Wendland und Florian Wolf. 

von unserem Redakteur Schahin Saket (26.06.2009)

Seit geraumer Zeit hört man in den Gängen des Goethe-Gymnasiums nicht nur die Stimmen von notenbesprechenden Lehrern oder die Aufregung der Schüler über die Zeugnisnote, sondern man hört auch Hammer und Schleifgerät. Der Geruch von frischer Farbe und schweißtreibender Arbeit liegt in der Luft. Wieso all das? Unsere Bibliothek im Hauptgebäude bekommt eine Rundum-Erneuerung, die schon seit 80 Jahren überfällig war.

 

 

Über 350 Fachbretter werden von unseren

Schüler/innen weiß gestrichen

 

„Betrat man früher die Bibliothek, wurde man mit einem dunklen und muffigen Raum konfrontiert. Die Atmosphäre war düster und erdrückend und daher so nicht akzeptabel.

Also trommelte ich mir ein Schülerteam zusammen und schrieb ein Konzept wie man die Bücherei wieder zu einem farbenfrohen, modernen Ort verwandeln könnte", so Gerald Johannes, Deutsch- und Sportlehrer an unserer Schule.

 

Herr Johannes ergriff die Initiative und nach langer Zeit und vielem Hin und Her gelang es ihm, vor allem durch die Hilfe unseres Fördervereins die Renovierung der Bibliothek in die Wege zu leiten. Schon gute zwei Wochen arbeiten nun über 40 Schülerinnen und Schüler völlig freiwillig und mit erstaunlichem Enthusiasmus an der Bücherei.

 

 

„Ich bin hier, weil es mir erstens Spaß macht und zweitens ich auch ein wenig an die Zukunft denke. Wenn sich alle ‚zu fein' sind bei der Renovierung zu helfen, dann kommt man nicht weiter. Deshalb habe ich mich, um vor allem dem Fortschritt zu dienen, dazu entschlossen mitzuhelfen!", erzählt Anuscheh Onsori (12.3) während des Streichens einer Wand.

 

 
Herr Johannes voll in seinem Element
 

Insgesamt sind über 360 Fachbretter zu Streichen, die zuvor geschliffen wurden, vier rote Farbstreifen zu malen, sämtliche Wände zu waschen und dann weiß zu streichen, das Bücherregalgerüst zu schleifen und grau anzustreichen und die Theke zu erneuern. Mittlerweile arbeiten die Schüler seit zwei Wochen an dem gemeinnützigen Projekt und sind schon mit mehr als der Hälfte der Aufgaben fertig.

 

Mit Begeisterung und Freude gibt Gerald Johannes ein Statement zur Lage: „ Ich bin begeistert von der Anzahl an helfenden Schülern und vor allem davon, mit welch einem Enthusiasmus die Schüler/innen arbeiten. Durch ihre Zuverlässigkeit und Mitarbeit ist meine Vorfreude auf das Endresultat dieser Arbeit umso mehr gewachsen. Zusammen kreieren wir eine farbenfrohe, moderne und praktische Bibliothek!"

 

Dem Umlauf-Team bleibt nur noch zu sagen: Hut ab an alle Helfer, den Förderverein und Herrn Johannes!

Montag, 29 August 2011 15:23

Bundesjugendspiele 2009

aus unserer Redaktion (24.06.2009)

Impressionen der diesjährigen Bundesjugendspiele:

 

   
Montag, 29 August 2011 15:22

Abiball 2009

von unserer Redakteurin Mara Liebehenz (23.06.2009)

Es war ein Abend, der den Abiturientinnen und Abiturienten des Goethe-Gymnasiums wohl noch lange in Erinnerung bleibt: der Abiball 2009.

 

Trotz des relativ durchwachsenen und etwas regnerischen Wetters erschienen die Gäste in großer Zahl, um den "wahrscheinlich letzten gemeinsamen Abend des diesjährigen Abiturjahrgangs zu feiern", so Moderator Matthias Bürger. Zusammen mit Thomas Tatzel gestaltete er einen bunten Abend, der alle wichtigen Ereignisse der letzten zwei Jahre noch einmal Revue passieren ließ. Nur schwer ließ sich dabei ein Anflug von Melancholie und Wehmut unterdrücken, was sich auch in der Raumgestaltung und der Hintergrundmusik widerspiegelte. Das gedämpfte Licht sorgte für eine warme aber von Nostalgie geprägte Stimmung.

 

 
Herr Waldrich sogar am Abiball in traditionellen Birkenstocks  

Auch Abiturient Johannes Zeh kann sich nicht vorstellen, dass dieser der letzte Abend gewesen sein soll: "Es ist sehr schade, dass man viele Klassenkameraden so schnell wahrscheinlich nicht mehr wiedersieht." Dennoch sei er sehr zufrieden mit dem Abend. Er sei so verlaufen, wie er sich es auch erhofft hatte. "Das mediterrane Salatbuffet war wirklich delikat und gab dem Abend einen Hauch von Sommer", erklärt Schwester Theresa Zeh.

 

Doch nicht nur Genussmenschen kamen am Festabend in der Mehrzweckhalle Frommershausen auf ihre Kosten. Auch das Programm der Moderatoren bot allerhand Abwechslung. So wurden beispielsweise alle Tutorkurse samt Tutoren der Reihe nach auf die Bühne gebeten. Nur der Kunst-Leistungskurs von Herrn Krück musste auf ihren Tutor vorerst verzichten, doch ließ es sich nicht nehmen und fuhr höchstpersönlich zu Herrn Krücks Haus und berichtete per Liveübertragung von dort.

 

Gegen 22:30 Uhr neigte sich der Abend dann dem Ende zu. Die beiden Moderatoren übergaben das Wort an Abibuch-Macher Yannick Rudolph, der für seine Dienste rund um die Entstehung des diesjährigen Abibuchs geehrt wurde.

 

Es war ein durchaus gelungener Abend, der ein großes Lob verdient. Das einzige Manko bestand wohl darin, dass einige Lehrer den Abend zu früh verließen. Schade.

Montag, 29 August 2011 15:22

Auf in die ewige Stadt

von unserer Redakteurin Lisa Finis (31.05.2009)

19. Mai 2009, 9:30 Uhr, Roma Termini: Eine buntgemischte Menge von Schülern und Lehrern steigen nach zwölfeinhalbstündiger Fahrt aus dem Zug von München nach Rom. Dieses Ereignis ist der Anfang für eine interessante und warme Woche in der ewigen Stadt Rom.

 

Referat auf einem der bedeutenden Plätze Roms

 

Schon als wir uns am Montag Nachmittag am Bahnhof treffen um uns in Richtung Süden zu bewegen, verspricht die Grundstimmung unter uns Latein-Schülern, dass diese Fahrt eine Woche mit viel Spaß und so manch einer Panne wird. Als wir dann am Dienstag Morgen endlich Rom erreichen, trifft es uns alle wie ein Schlag, als wir vor unserer Jugendherberge stehen und wir feststellen müssen, dass wir wohl unser komplettes Gepäck die 120 Stufen bis in den vierten Stock selbst tragen müssen, und schon allein diese Tatsache mach die Fahrt unvergesslich.

 

Nach dieser Hürde waren alle vorerst geschafft und freuten sich nur noch auf ihr Bett, welches wir aber, zu unserem erneuten Entsetzten, erst nach der Besichtigungstour der Engelsburg beziehen durften. Nachdem diese anfänglichen Schocks alle überwunden waren, entschädigte uns die Engelsburg mit all ihrer Ausstrahlung über alle Maßen und die Stimmung schlug von einem kurzfristigen Tief in ein Hoch um, welches die ganze Woche anhielt.

 

Auch die darauf folgenden Tage übertrafen die Erwartungen, denn auch das Wetter  zeigte sich von seiner besten Seite, und somit herrschten vom 19.05 bis zum 23.05.09 Temperaturen, die wir in Deutschland wahrscheinlich im ganzen Sommer nicht erreichen werden. Ein wortwörtlicher „Höhepunkt“ der Reise war die Besichtigung des Vatikans und dadurch auch des Petersdoms, denn einige von uns investierten noch mal fünf Euro um bis in die Kuppel zugelangen und Rom in 150 Metern Höhe zu bewundern. Der Ausblick über die Stadt war einmalig und von keinem anderen Punk in Rom so unglaublichund faszienierend.

 

Vor dem Kolosseum

Frau Langer, die uns Rom und seine Sehenwürdigkeiten mit so viel Begeistung zeigte, vermittelte ihr Wissen auf eine Weise, bei der man selbst nach einer dreistündigen Führung noch mehr hätte erfahren wollen. Doch auch die Kurzreferate, die schon im Voraus an einzelne Schüler vergeben worden waren, waren eine nette Abwechlung. Diese versuchten uns dann ihre angeeigneten Erkenntnisse lautstark mitzuteilen, doch leider wurden ihre Vorträge häufig durch den überall enormen Lärmpegel gestört. Julia Frank sagt: „Ich habe wirklich versucht zuzuhören, aber alles andere war so laut, dass man fast nichts verstanden hat!“

 

Jeder bekam gleich am ersten Tag eine Wochenkarte für das Bus und Bahnnetz, welches sehr einfach angelegt ist. Das war das Glück zweier Schüler, die schon nach der ersten Besichtigung verloren gingen: „Wir standen alle noch da an der Haltestelle, und dann waren die anderen plötzlich weg und wir waren alleine.“ Doch man kann beruhigt sein, denn wir sind alle vollzählig wiedergekommen!

 

Jeden Tag ließen wir mit einem sehr lauten und sehr lustigen gemeinsamen Abendessen ausklingen. Denn auch Frau Wilhelm-Mieke, Frau Kannberg und Herr Gries, die mitgereisten Lehrer, machten jeden Spaß mit und trugen zu der lockeren Stimmung bei.

 

Die Rom-Fahrt 2009 war ein wahrer Erfolg und jeder der mitgefahren ist, kann von einer lustigen, lehrreichen und von einer Fahrt erzählen, die er niemals vergessen wird.

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