Ehrenamt im Notzustand

Ehrenamt im Notzustand

Jede*r vierte Deutsche engagiert sich ehrenamtlich. Die ergab eine Erhebung der Statista. Ehrenamtlich aktiv zu sein hat mir, einem ehemaligen Schüler des Goethe-Gymnasiums, ein Stipendium für mein Studium erbracht. Doch seitdem im Frühjahr das Coronavirus den ganzen Globus in einen Ausnahmezustand versetzt, ist die Möglichkeit, ein Ehrenamt auszuüben, stark eingeschränkt. Es folgt mein persönlicher Bericht über die Erfahrungen mit Ehrenamtlichkeit in diesem Jahr. Für mich und mein Ehrenamt kam Anfang März dieses Jahrs die Hiobsbotschaft: Die Veranstaltung des Europäischen Jugendparlaments (EJP) in Göteborg fiel aus.

Gamze Yavuz

Gamze Yavuz

Es ist 13:15 Uhr. Schulschluss. Alle Schülerinnen und Schüler rennen aus dem Wimmelgebäude Richtung Bahn. Es herrscht Gedrängel an der Ampel, denn alle wollen schnell nach Hause. Fast jeder schubst und drängelt, alle müssen zwangsläufig mitmachen und nur die wenigsten achten auf den Verkehr. Somit gibt es keine Sicherheitsgarantie am Katzensprung.

Schon oft hat es hier Unfälle gegeben, deren häufigste Ursache ist, dass Kinder über die rote Ampel laufen, damit sie noch rechtzeitig ihre Straßenbahn bekommen.