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  • Gottes kleine Faust – Kapitel 33: Licht und Schatten

    „Ach, Johannes. Ich habe einfach nicht weiter gewusst. Und da habe ich dir den Brief geschrieben. Kannst du meine Frage jetzt beantworten?“ Sie schaute ihn fragend an. „Wenn du schreibst, „Gott ist Liebe“, wie kann Gott dann das ganze Elend zulassen?“ Sie dachte wieder an ihre Mutter. „Das verstehe ich nicht.“ Der Adler flog auf…

  • Gottes kleine Faust – Kapitel 32: Scherbenhaufen

    Angie wusste nun ganz genau, was sie tun musste. Sie hatte sich entschieden: Langsam nahm sie die Brille von der Nase, legte sie auf den Boden und stellte den Fuß auf sie, bis sie zerbrach. Immer heftiger trat sie auf die Brille. Schließlich trampelte sie mit beiden Füßen so heftig auf ihr herum, dass nichts…

  • Gottes kleine Faust – Kapitel 31: Das Böse

    „Du bist ein kluges Mädchen, Angie!“, sagte der Teufel. „Kompliment, dass du mich erkannt hast. Das tun nicht viele, denen ich begegne!“ Angie drückte sich ängstlich in den Sessel. Panik aber fühlte sie nicht. Sie hatte bloß überhaupt keinen Plan, wie es weitergehen sollte, jetzt, wo das „Böse“ da war. Wo war nur Matthias? „Du…

  • Gottes kleine Faust – Kapitel 30: Gott und die Welt

    „Das hat Matthias auch gesagt. Oder so ähnlich. Er hat gesagt, dass jedes Kind als Engel auf die Welt kommt.“ Die Frau im roten Kleid lachte über das ganze Gesicht und Angie konnte blendend weiße Zähne sehen. Selbst die Zähne strahlten eine Helligkeit aus, die den Eindruck erweckten, die Frau sei wirklich eine „ gute…

  • Gottes kleine Faust – Kapitel 29: Hoffnung

    Angie lauschte. Nichts war zu hören. Sie konnte es wagen. Wenige Augenblicke später saß sie am Schreibtisch und schrieb einen Brief. Den Brief an Johannes. Sie schrieb: Lieber Johannes! Ich weiß nicht mehr weiter. Matthias ist verschwunden und Mama ist im Krankenhaus. Ich habe geträumt, dass Mama tot ist. Ich glaube, Matthias hat mir den…

  • Gottes kleine Faust – Kapitel 28: Hilflos

    Als Angie wieder zu sich kam lag sie im Bett. Es war immer noch dunkel. Die kleine Nachtischlampe brannte und Oma saß auf dem Schreibtischstuhl, den sie herüber zum Bett geschoben hatte. Neben dem Stuhl stand eine kleine blaue Schale mit Wasser, aus dem die Oma gerade einen feuchten Lappen zog, ihn auswrang und mit…

  • Gottes kleine Faust – Kapitel 27: Warten auf das Wunder

    Die Sekunden verstrichen. Minuten vergingen, ohne dass die ersehnte Antwort erschien. Das Tagebuch blieb leer. Weder Matthias, noch eine Nachricht von ihm tauchten auf. Irgendetwas Schlimmes musste geschehen sein. Aber was? Nicht nur der Mutter ging es schlecht, spürte Angie. Auch mit Matthias war etwas nicht in Ordnung. Angie fröstelte es. Eine Gänsehaut zog sich…

  • Gottes kleine Faust – Kapitel 26: Die Katastrophe

    Angie erwachte aus der Ohnmacht. Sie lag auf dem Sofa im Wohnzimmer. Oma hielt ihre Hand. Ein nasses Handtuch bedeckte die Stirn und fremde Menschen liefen aufgeregt hin und her. Angie erkannte Feuerwehruniformen und Sanitäter. Blaulicht drang durch die Fensterscheiben und färbte die weiße Tapete seltsam kalt. Angie fröstelte. Mit einem plötzlichen Ruck setzte sie…

  • Gottes kleine Faust – Kapitel 25: Vollgas

    Herr Mertens lag schon längst nicht mehr im Bett. Er war sofort in seine sieben Sachen gesprungen und hatte das versprochene Buch für Angies Oma rausgesucht. Jetzt saß er vor dem Computer und suchte in seinen Dateien herum. Als Angie in das Arbeitszimmer ihres Vaters trat, winkte er sie sofort freundlich heran. „Komm und sieh…

  • Gottes kleine Faust – Kapitel 24: Fragen und Antworten

    Oma fuhr viel zu schnell, fand Angie. Sie saß nicht gern mit ihr im Auto, „Du fährst wie der Teufel“, sagte ihr Vater immer, wenn er mit seiner Schwiegermutter unterwegs war, und „Das nimmt noch mal ein böses Ende!“ Angie musste immer daran denken, wenn die Reifen quietschten und sie in der Kurve so sehr…