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Dienstag, 05. Juli 2022

Don't look up - eine Filmrezension

Von 
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Von unserer Redakteurin Tasnim Amesjoun (6f)

Ein zerstörerischer Asteroid, zwei mittelmäßige Astronom*innen und eine korrupte Regierung, die sich vor allem für ihren Wahlstoff interessiert und nicht für Tagespolitik - all das kommt in der Netflix-Produktion ,,Don’t Look Up” vor, die am 24. Dezember 2021 herauskam und ab 12 freigegeben ist. Der Film zeigt zwei schrullige Astronom*innen, die sich auf eine Pressereise begeben, um die Menschen vor einem alles zerstörenden Asteroiden zu warnen. Der mit hochkarätigen Schauspieler*innen besetzte Film überrascht an vielen Stellen und ist insgesamt absolut sehenswert.500x300

Die Astronomin Kate Dibiasky (Jennifer Lawrence) und ihr Astronomie-Professor Dr. Randall Mindy (Leonardo DiCaprio) haben eine wichtige Mission: Sie müssen der Menschheit die bevorstehende Vernichtung mitteilen, denn der auf die Erde Kurs nehmende Asteroid wird jegliches Leben auf dem blauen Planeten auslöschen. Trotz der dramatischen Situation erhalten sie von der Präsidentin der USA, Janie Orlean (Meryl Streep), und ihrem Sohn (Jonah Hill) nur gleichgültige Kommentare. In nur sechs Monaten wird der Asteroid mit der Erde kollidieren. Trotz der ganzen Situation wird die Radioshow von Brie (Cate Blanchett) und Jack (Tyler Perry) munter weiter moderiert und der bloße Versuch, die Aufmerksamkeit in den sozialen Netzwerken auf den Weltuntergang zu lenken, stößt auf wenig Gehör. Die Frage ist jedoch: Selbst wenn jemand die Gefahr ernst nimmt, gibt es noch Hoffnung auf Rettung? 

Der Film ist wegen der Hektik der Menschen immer wieder sehr lustig und aufgrund der Frage, ob es am Ende wirklich zur Auslöschung der Welt kommt, spannend. Auch wenn die Komödie ,,Don’t Look Up“ auf keiner wahren Geschichte basiert, völlig unmöglich scheint sie nicht. Aus gutem Grund findet sich auf dem deutschen Poster der Hinweis „Nach ziemlich möglichen Begebenheiten“. Hierfür gibt es viele Beispiele. Ob es nun die Politik ist, die nur unter viel Druck auf Nöte reagiert, Medien, die selbst angesichts des Weltuntergangs nur auf die Quote schauen, oder das einfache Volk, das aus Prinzip schon dagegen ist, weil es keine Lust hat, auf etwas verzichten zu müssen.
Fazit:,, Don’t Look Up“ hält unserer modernen Generation den Spiegel vor, um uns zu lehren, wie wir mit so einer kritischen Situation umgehen sollten. Egoisten wie unter anderem die Präsidentin im Film helfen dabei ganz bestimmt nicht.

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