Sonntag, 29. April 2012

Verleihung der Cambridge-Zertifikate

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Stehend (v. l. n. r.): Naima Cherfaoui, Schulleiter Ludger Becklas, Nadine Pott, Englischlehrer Heinz Fohrmann, Nadia Rassuli, Tobias Armbröster, Admir Neziri, Filiz Ljatifi, Kevin Bein, Denise Klünder, Sarah Engel, Thierry Hartung, Johannes Schmoll, Englischlehrer Alexander Beuchel
Kniend: Marie-Lena Spohr, Mabelle Franke, Jessy Franke, Lucca Böttger, Alexandra Sauerland
Fehlend: Kathrin Greif, Philip Wicke (Foto: Paul Bröker)

„Ich brauche das Zertifikat eigentlich nicht, nach dem Abi möchte ich Medizin studieren. Aber schaden kann es nicht“, sagt Naima Cherfaoui. Zuvor hat sie unter Applaus der Mitschüler ihr Zertifikat aus den Händen von Englischlehrer Herrn Fohrmann entgegengenommen. Ihr ist das Kunststück gelungen, als erste Schülerin des Goethe-Gymnasiums die Cambridge-Tests mit 91% abzuschließen.

Gerechnet habe sie damit nicht. „Es haben ja schließlich neun Leute mit C2 bestanden“, sagt sie bescheiden. „Insgesamt war das gute Ergebnis unserer Gruppe aber absehbar, viele von uns hatten schon bilingualen Unterricht zusammen.“

Für das C2-Zertifikat braucht man die Note A, die bei den Cambridge-Prüfungen 80% oder mehr entspricht. Im letzten Jahr konnte nur ein Schüler C2 erreichen, nun waren es gleich neun. Weitere sechs Absolventen erhielten die Note B, die restlichen drei die Note C. „Ich bin stolz auf die Schüler, besser geht es nicht“, sagt Herr Fohrmann. „Herr Beuchel war im Vorfeld zuversichtlicher als ich, dafür hab ich mich dann umso mehr über das tolle Gesamtergebnis gefreut.“ Letzterer hat den Schülern von Anfang an angesehen, dass sie etwas erreichen wollen: „Das war auch für mich eine großartige Motivation. Ich habe großen Respekt vor den Schülern, die trotz vollen Stundenplans noch zusätzlich freitagnachmittags dageblieben sind, um sich auf das Zertifikat vorzubereiten.“

Am 2. Dezember 2011 fanden die mündlichen und am darauffolgenden Tag die schriftlichen Prüfungen statt. „Am schwersten fand ich den Writing-Part, am meisten aufgeregt waren wir alle aber wohl beim mündlichen Teil“, sagt Naima. Ihre Mitschüler Sarah Engel und Thierry Hartung nicken dabei zustimmend. Thierry wunderte sich darüber, dass niemand von den „Cambridge-Leuten“ an unserer Schule gewesen ist, „sonst lief aber alles glatt“.

Herr Fohrmann legt großen Wert darauf herauszustellen, dass Cambridge eine andere Art des Lernens ist. „Es werden allgemeine Lernkompetenzen gefordert und die Schüler müssen unter Zeitdruck ihre Leistungen liefern.“ Über diesen Charakter des Zertifikats hat sich Naima wohl keine Gedanken gemacht, als sie die Prüfung ablegte: „Wenn man generell Englisch mag, fallen einem die Tests nicht so schwer.“

Auch ihre Mitschüler gingen ähnlich unbefangen in die Prüfungen. „Auch ich bin nicht auf das Zertifikat angewiesen“, meint Sarah. Als zusätzliche Qualifikation hält sie es dennoch für hilfreich. Thierry sagt ganz pragmatisch: „Ich nehme alle an unserer Schule angebotenen Abschlüsse mit.“ Und das kann ganz vorteilhaft sein, wenn man Herrn Beuchel Glauben schenken darf. Er beobachtet, dass Personalchefs heutzutage vermehrt auf genau diese Qualifikationen achten und nicht mehr ausschließlich nach den Schulnoten gehen. Übersetzt heißt das für alle, die an unserer Schule noch die Möglichkeit dazu haben: Macht ein Cambridge-Zertifikat!

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