Montag, 14. Januar 2013

Ich sei ein Nobelpreisen

Von 
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Von unseren Redakteurinnen Sina Schäfer und Eva Lünstroth

Am 10. und 12. Dezember zeigten die jungen Schauspieler der Q3 ihr Können mit dem Stück „Die Humanisten - Ein längst fälliger Beitrag zur Pisa-Studie“. Der DS-Kurs von Frau Coers und der Musik-Kurs von Herrn Scharvogel arbeiteten bei dieser Produktion erstmals zusammen. Zu Beginn spielten zwei Schüler einen Deutschsprachkurs, in dem sie einen Professor und einen Dolmetscherin verkörperten. Dort lehrten sie die Zuschauer Jandles simplifizierte Sprache, bei der sie beispielsweise Verben nur im Infinitiv benutzten. Außerdem enden bei Jandel alle Nomen auf 'en'; auch dies verwendeten die Schauspieler während des ganzen Stückes, wodurch die Darstellung eine sowohl witzige als auch verwirrende Wirkung entfaltete.

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Immer wieder stritten sich ein Universitätenprofessor (Wissenschaftler) und ein Sprachenkunstler (Künstler), wer besser sei, und redeten sich ein, sie seien Nobelpreisträger. Die zwei Rollen wurden immer von zwei unterschiedlichen Schülern dargestellt, wobei der Sprachenkunstler immer einen Schal und der Universitätenprofessor eine Brille trug. Das Stück war an mehren Stellen sehr lustig, beispielsweise die plötzliche Verwandlung eines Schülers in einen Hund oder der „Chat“ zwischen zwei Darstellern, der die moderne Kommunikation über das Internet aufs Korn nehmen sollte. Dieses Gespräch bestand größtenteils aus „Doppelpunktklammerzu“ oder „Sternchen-Strich-Sternchen“. Generell war die moderne Sprachentwicklung ein Hauptleitmotiv des Stückes. In der vorletzten Szene lasen die Schauspieler in den Rollen von Regisseur, Wissenschaftler und Sprachenkunstler die Regieanweisungen, beispielsweise die Bewegungen und die Dialoge der Protagonisten vor, während zwei weitere die Rollen wie in einem Stummfilm spielten. 

Die musikalische 335beideBegleitung zu dem Stück war immer sehr passend und verlieh dem Stück ein besonderes Flair, das wir auch bei zukünftigen Stücken nicht missen wollen. Hier schien es, als seien Frau Coers und Herr Scharvogel ein eingespieltes Team, denn Schauspiel und Musik passten hervorragend zueinander, was den Zuschauer dauerhaft fesselte. Auch wenn der Inhalt des Stücks für manch einen schwer zu verstehen war (wer den Artikel liest, ohne die Aufführung gesehen zu haben, wird das wohl auch so finden), glänzten die Schüler doch mit ihrem schauspielerischen Talent. Ein Besuch der Vorstellung hat sich somit auf jeden Fall gelohnt!

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