Freitag, 24. Februar 2017

Immer noch unterwegs in Zwischenräumen

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Bei unseren regelmäßigen Treffen mit dem documenta-Team tüfteln wir immer noch gemeinsam an Ideen und Projekten, um die documenta 14, die gar nicht mehr so weit weg ist,  Schülerinnen und Schülern sowie Erwachsenen näher zu bringen, ob es nun in Form von Texten, Videos oder Bildern ist. Etwas näher beisammen sitzen wir an diesem Donnerstag mit Frau Leitner und Frau Matloub, um Textideen für die Printausgabe zu entwickeln. Umgeben von Computern, mit vielen Ideen im Kopf, oft mehr, als dass man alles ausarbeiten könnte, entstehen plötzlich viele potenzielle Artikel.

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Wie soll das Magazin aussehen? - Das ist die Grundfrage der heutigen Session, sozusagen die aktuelle Basis. Das Ergebnis: Schreiben wir mehr über die bereits angesprochenen k-words vom letzten Treffen. Als wir dies besprechen und ich meine Entwürfe zum Thema „Haltung“ vorzeige, kommt Ali eine Idee: „Bei Haltung kommt mir auch das Wort Tierhaltung in den Kopf.“ Wie unsere Unterhaltung von Körperbewegungen zu dem Artikel über Ökozid im „South as a State of Mind“ kommt, ohne dass es jemand merkt – tja, das kann nur unser UMLAUF-Team! Beim Ökozid schreibt der Verfasser über das globale System, das unsere Natur zerstört. Schon mal davon gehört? Wir bis heute auch nicht...!

Ali scheint das Thema sehr zu interessieren, denn er möchte es unseren Lesern näherbringen, da der Text sehr kompliziert zu lesen ist und Zeit in Anspruch nimmt. Kann man ihn also etwas vereinfachter den  Lesern übermitteln? Das werdet ihr in unserem  exklusiven documenta-Heft erfahren und beurteilen können. 

Unsere Sitzung entwickelt sich zu einem Wust an Personen, die unterschiedliche Meinungen vertreten. In unserem Team prallen, wie überall, manchmal Ansichten und Ideen aufeinander, die nicht zueinander passen. Beim Anblick unserer angeregten Flüstergespräche kommt Frau Leitner eine Idee: die Schüler zu fragen, was ihnen gerade nicht passt, was sie satt haben, oder etwas, das ihnen den Tag versüßt hat. Gibt es eine Freundin, die vielleicht zu oft Streit sucht, oder eine große Schwester, die immer deine Schuhe anzieht? Eine Idee, alle Gedanken von so vielen verschiedenen Menschen wie nur möglich zu sammeln, wäre ein Briefkasten. An einem Ort, wo man unbesorgt anonym seine Gedanken teilen kann, selbst wenn auf deinem Zettel steht, wie sehr du es vermisst hast, Pizza zu essen – alles ist erlaubt, solange es deine Meinung ist!

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Als Frau Matloub und Frau Leitner mit etwas Hilfe wieder unsere Aufmerksamkeit bekommen – wir waren zu sehr mit Ideenfindung beschäftigt – stellen sie uns ein kleines Experiment vor. Vielleicht erinnern sich manche aufmerksame Leser noch an das letzte Mal – die Frage, was bestimmte Wörter in uns auslösen beziehungsweise wie wir diese Wörter im Alltag wahrnehmen. Das Wort "Zwischenraum" fällt wieder.

„Zwischenräume: Zwischen dem, was gemacht wird, und dem, was ankommt“, meint My und wirft damit ein schweres Wort in die Runde. Und so startet ein kleines Experiment: Mit Bildern vom Fridericianum (wir haben "Zwischenräume" fotografiert) und Bildern vom Team, die uns Frau Matloub und Frau Leitner freundlicherweise ausgedruckt haben, ging es dann endlich daran, Ideen umzusetzen! Jeder durfte das in eine Folie gepackte Bild anmalen, verzieren oder kennzeichnen, wie er wollte. Am Ende wurde jede Klarsichtfolie auf den Overhead-Projektor gelegt und das Endergebnis an die Wand geworfen. Und vieles davon wird sicherlich auch in unserer documenta-Ausgabe auftauchen. Seid ihr gespannt? Wir auch!

Auf jeden Fall war diese Sitzung einmal mehr eine spannende Abwechslung – an dieser Stelle bedanken wir uns bei Frau Matloub und Frau Leitner, die uns mit ihrer Kreativität und Offenheit stets zum Lachen bringen und jede unserer Ideen wertschätzen, uns zum Nachdenken motivieren und immer die Stimmung halten, auch wenn wir immer mal wieder zu sehr in Diskussionen abschweifen, weil einfach jedes Thema seine Berechtigung hat. 

To be continued...

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