
Orangen zu Weihnachten – schonmal davon gehört? Vermutlich nicht, denn es handelt sich hierbei um keinen Weihnachtsfilm, der jährlich so viel Aufmerksamkeit wie Kevin allein zuhaus oder der Grinch bekommt.
Das englische Original wurde 2012 mit dem Titel „Christmas Oranges“ veröffentlicht und kommt aus den Vereinigten Staaten; der Regisseur ist John Lyde.
Die Geschichte basiert auf einer Buchvorlage von Linda Bethers und Ben Sowards aus dem Jahr 2002. Das Buch hat lediglich 32 Seiten und ist zudem groß illustriert worden. Aus den wenigen Seiten wurde ein liebevoller und gemütlicher Film gedreht.
Anfang des 20. Jahrhunderts lebt die kleine Rose (gespielt von Bailee Michelle Johnson) sicher im Waisenhaus von Mrs. Hartley (gespielt von Nancy Stafford). Eines Tages wird das Waisenhaus von einer Krankheit heimgesucht, woraufhin Rose von ihrem geschützten Zuhause bei der netten Mrs. Hartley in ein anderes Waisenhaus gebracht wird, nämlich das „Irongates“. In dieser neuen Unterkunft geht es weitaus strenger zu als bei Mrs. Hartley und auch Feste sind weniger ausgelassen als früher. Nun bewegt sich das Jahr auf den Heiligen Abend zu und Rose wird erzählt, dass an Weihnachten ein großzügiger Herr im Ort Orangen an das Waisenhaus stiftet, die die Kinder zum Fest geschenkt bekommen sollen. Rose freut sich, weil sie diese Frucht zuvor noch nie gegessen hat. Doch es kommt ganz anders…
…Natürlich wollen wir euch den Film nicht vorwegnehmen. Wer wissen will, wie der Film ausgeht, kann ihn kostenlos mit einem Amazon Prime Abonnement oder in voller Länge auch auf YouTube schauen,
Die Charaktäre sind authentisch gespielt, sodass man tief mit ihnen mitfühlen kann. Durch das emotionale Thema der armen Waisen empfinden einige den Film sogar als herzergreifend. Die Szenerie und Kostüme sind sorgfältig gewählt und passen zum Gesamtgefühl des Films. Der Film scheint vermitteln zu wollen, dass es an Weihnachten nur auf Zusammenhalt, Hoffnung und Familie und die kleinen Gesten, nicht die teuersten Geschenke ankommt. Sprüche wie: „It is not to late to make things right“, (auf Deutsch „Es ist nie zu spät, etwas wieder gutzumachen“) zeigen den Glauben an das Gute. Trotz der armen Umstände, in denen das Geschehen spielt, wird ein positives, beruhigendes Gefühl vermittelt.
