
Bei Kardamom denkt nicht jeder gleich an ein Weihnachtsgewürz, aber es wird doch häufiger als solches genutzt, als man zunächst glauben mag.
Seinen Ursprung findet der Kardamom in Südindien und Sri Lanka. Von dort aus gelangte das Gewürz vor 2200 Jahren durch römische Eroberer nach Europa und war schon damals für seinen aromatischen und atemerfrischenden Duft bekannt. Viele Gewürze waren in Europa aufgrund ihrer fernen Ursprungsländer Geschenke für Wohlhabende und auch Kardamom wurde im Laufe der Zeit zum Luxusgewürz der Reichen.
Heutzutage wird Kardamom hauptsächlich in Indien und Guatemala angebaut und von dort aus überall in die Welt geliefert.
Beim Kardamom muss man hauptsächlich zwischen zwei verschiedenen Sorten unterscheiden: dem grünen und dem schwarzen Kardamom.
Der grüne wird meist für Speisen oder auch zum Brotbacken verwendet wird, wohingegen der schwarze Kardamom vor allem als heilendes Gewürz angesehen ist.
Zu Weihnachten nutzen viele ihn gerne beim Lebkuchen, Plätzchen und Zimtschnecken Backen. Über das Jahr hinweg wird das Gewürz oft verwendet, um indische Gerichte wie Curry zuzubereiten. Neben Speisen wird Kardamom aber auch in Getränken verwendet, so zum Beispiel in Punsch, Glühwein, Chai oder Gewürzkaffee und harmoniert dabei gut mit Zimt, Orange, Ingwer und Vanille.
Das Aroma des Kardamoms wird oft als würzig und süßlich-scharf beschrieben, wobei der Kardamom selbst eigentlich nicht süß schmeckt. Er wirkt lediglich verstärkend auf andere Aromen, weswegen er oft in Gewürzmischungen oder auch Teemixturen verwendet wird.
Besondere Bedeutung findet der Kardamom auch in der skandinavischen Küche, in der er eins der elementarsten Gewürze der Weihnachtsküche ist. Es gibt zum Beispiel Julekake (norwegisches Weihnachtsbrot), Pulla (finnisches Kardamombrot) und Kardemummabullar (schwedische Kardamom-Schnecken).
Rezepte findet ihr übrigens überall im Internet, zum Beispiel chefkoch.de, einfachbacken.de und fooby.ch, wo es auch schwedische Kardamom-Knöpfe gibt.
Wir wünschen euch fröhliches Ausprobieren!
