Umlauf

Türchen Nr. 2: Weihnachtsgewürz Nelke

2. Dezember 2025

Was wäre die weihnachtliche Küche ohne all seine Leckereien? Und was wären diese ohne all die klassischen Gewürze, die Ihnen winterlichen Duft und weihnachtlichen Geschmack verleihen? Einer der bekanntesten Weihnachtsklassikern unter ihnen ist die Nelke.

Die Blütenknospe des Gewürznelkenbaumes sticht durch ihren süßlichen, jedoch zugleich scharfen Geschmack hervor. Wem dieser nicht schmeckt, sollte besser ganz auf Nelken verzichten, da sie unglaublich intensiv und dominant im Geschmack sind. Schon kleine Mengen verleihen Gerichten, Gebäcken und Getränken eine besondere Note.

Dabei sind sie vielseitig anwendbar. Meist findet man sie eher in deftigen als leichten Gerichten, wie Fleischspeisen und Curries. Zur Weihnachtszeit werden sie vor allem mit Glühwein assoziiert, aber auch in Lebkuchen und Spekulatius ist die Nelke ein charakteristischer Inhaltsstoff, ebenfalls beliebt sind Nelkentees, wobei sich das Gewürz mit Vanille, Zimt, Orange, Ingwer oder Zitrone kombinieren lässt. Neben ihrem Geschmack hat die Nelke sogar noch heilende Wirkungen für Zähne, Magen und Darm.

Auch wenn die Weihnachtszeit geprägt ist durch besonders süße Leckereien, stellen die meisten Gewürze einen Gegenpol zu dem übermäßigen Ungesunden dar. So auch die Nelke: In den Knospen ist eine hohe Konzentration Eugenol vorhanden. Der natürlich vorkommende chemische Stoff ist für das typische Nelkenaroma zuständig, zugleich aber auch für heilende Wirkungen. Es ist nicht nur schmerzstillend, sondern auch entzündungshemmend und antibakteriell, indem es die Zellwände von Bakterien angreift. Unsere Verdauung wird durch den Konsum von Nelken angeregt; Blähungen und Krämpfe werden gelöst. Dabei spielen zudem weitere Inhaltsstoffe der Nelke wie Cumarin, Flavonoide und Gerbstoffe eine Rolle. Diese gesundheitsfördernden Stoffe finden sich, im Gegensatz zu Eugenol, jedoch nicht nur in nicht nur in Nelken, sondern auch in vielen anderen Pflanzen, Obst und Nüssen.

Nelken selbst sind, wie die meisten Gewürze, gemahlen als Pulver erhältlich, das direkt verwendet werden kann. Doch auch die einzelnen getrockneten Blütenknospen kann man kaufen und zum Kochen, Dekorieren oder als Raumduft nutzen. Von der Form der Blütenknospen stammt auch der Name Nelke, der im mitteldeutschen „Nägelchen“ bedeutet. Die Nägelchen kommen ursprünglich aus Indonesien und waren damals, wie viele andere Gewürze, von hohem Wert. Heute wird die gleichnamige Pflanze weltweit angebaut, wobei eine einzelne Pflanze im Jahr etwa 2-4 Kilogramm Knospen produziert.

Geheimtipp: Nelken haben neben ihren geschmacklichen, duftenden und heilenden Auswirkungen eine weitere praktische: auf Ihnen für eine Weile herum zu kauen, sorgt auf natürliche Weise für frischeren Atem.

Versucht doch einfach mal, den nächsten Rothkohl, Tee oder das nächste Abendessen mit Nelke zu würzen: Macht alles gleich viel weihnachtlicher!


  • Tamina Fohrmann



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