Mittwoch, 04 April 2012 10:52

Die Supertalente

von unserem Redakteur Henning Engelbrecht (30.09.2011)

Der Traum von einem einfachen Leben als Profisportler ist leider eine Illusion. Um es bis ganz an die Spitze zu schaffen, braucht es viel harte Arbeit und ein bisschen Glück. Doch mit seinem Hobby viel Geld zu verdienen, ist um einiges schwerer, als es sich anhört. Am Goethe-Gymnasium haben viele Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sportlich gefördert zu werden. Allerdings kann das alles nicht verhehlen, dass Leistungssport und Schule gleichzeitig zu bewältigen manchmal einem Ding der Unmöglichkeit gleicht.

Hintere Reihe links: Steffen Friedrich

Vordere Reihe links: David Müller

Die Schule macht einem das Leben hin und wieder nicht leicht. Trotzdem oder gerade deshalb ist Sport ein wichtiger und abwechslungsreicher Bestandteil für viele Schülerinnen und Schüler. Schwierig wird es, wenn aus dem Hobby mehr wird und dieses in Konkurrenz mit der Schule tritt. Leistungssport wird gefördert, aber um den Schritt hin zum Profiteam zu schaffen, braucht es vor allem viel Training. Wie also soll man beides unter einen Hut bringen?

Zwei Schüler, die vor dieser Herausforderung stehen, sind Steffen Friedrich und David Müller. Beide spielen Fußball beim SC Paderborn 07. Seit ungefähr zwei Jahren versuchen sich die beiden nicht nur im Spagat zwischen Schule und Verein, sondern sie legen auch viele Kilometer zwischen dem Wohnort Kassel und der Trainingsstätte Paderborn zurück. „Wir trainieren an vier Tagen in der Woche und fahren ungefähr eine Stunde und 15 Minuten nach Paderborn. Das Training an sich dauert eineinhalb Stunden und mit der Rückfahrt ist der restliche Tag schon fast komplett gelaufen", berichtet Steffen. Trotzdem ist das Ziel fest gesteckt: „Natürlich möchte ich es jetzt auch in eine professionelle Mannschaft schaffen", erzählt David.

Und die Chancen dafür stehen sogar ganz gut. Obwohl es im Fußball viele junge Talente gibt, die den gleichen Traum verfolgen wie die beiden, könnte er schon bald Realität werden. Entdeckt und nach Paderborn geholt wurden Steffen und David von dem aktuellen Coach vom FC St. Pauli, André Schubert. Steffen, der in der Abwehr spielt, und David als

 David Müller im SC-Trikot

Mittelfeldspieler hoffen darauf, den baldigen Sprung in die großen Fußballschuhe eines Erst-oder Zweitligavereins zu schaffen. Am Beispiel von Dortmunds Mario Götze kann klar werden, wie schnell der Aufstieg vom Unbekannten hin zum gefeierten Nationalspieler und von so manch wohlhabendem Club umworbenen Newcomer vonstatten gehen kann.

Hausaufgaben, Referate und für Klausuren lernen - all das läuft nebenbei? David gesteht: „Die ein oder andere Hausaufgabe fällt schon mal weg, obwohl man natürlich sehr bemüht ist alles zu schaffen". Kompromisse und präzises Zeitmangement sind essenziel, um im Schulalltag nicht komplett unterzugehen, was auch ohne Spiele am Wochenende und viermal wöchentlich Training schon einmal vorkommt.

Letztendlich muss jeder entscheiden, inwiefern Schule oder Sport vorgeht. Abstriche bei beidem sind unvermeidbar. Jedoch sollte es für junge Sportler mehr Unterstützung sowie mehr und einfachere Möglichkeiten geben, diese zeitintensiven Bereiche zu vereinen, damit es eine neue Generation talentierter Newcomer bis ganz nach oben schaffen kann.

Hobby oder Schule? Oder beides? Stimmt dazu in unserem aktuellen Voting ab!

Mittwoch, 04 April 2012 10:52

Ohne sie geht nichts

von unseren Redakteurinnen Alina Teske und Frauke Schrader (25.09.2011)

Wenn Frau Katrin Ernst um sieben Uhr morgens unser Schulgebäude betritt, ist es noch angenehm ruhig. Es ist sozusagen die Ruhe vor dem Sturm, denn außer ihr und einem der Hausmeister ist noch niemand da.

 Blick aus dem Sekretariat

 
Doch das wird sich in den nächsten Stunden ändern: Über den Tag verteilt werden rund 1300 Schüler und 90 Lehrer das Schulgelände betreten, und dass zwar nicht jeder von ihnen, aber dennoch viele ein Anliegen haben werden, liegt auf der Hand.
Frau Ernsts erster Gang führt sie auf direktem Weg ins Sekretariat. Dort angekommen, muss sie als erstes die E-Mails abrufen und die aktuellen Vertretungspläne im Gebäude aushängen. Vielleicht kann der ein oder andere ja heute schon früher gehen, weil etwas ausfällt. Anschließend ruft sie die E-Mails ab und nimmt telefonische Krankmeldungen entgegen.

 
Frau Ernst in ihrem Reich

In ihrem Job als Sekretärin hat  Frau Ernst viel mit  Menschen zu tun und sie beschreibt ihren Arbeitstag als sehr abwechslungsreich. Auf die Frage, wie Sie ihren Arbeitsalltag findet, erzählt sie uns, dass sie ihren Beruf sehr gerne ausübt. Nach einer genaueren Nachfrage, was ihr an ihrer Arbeit besonders viel Spaß macht, sagt sie, dass sie es sehr zu schätzen weiß, täglich mit neuen Situationen konfrontiert zu werden. Auch die Schüler, so Frau Ernst, seien "bis auf wenige Ausnahmen sehr nett". 

Natürlich gibt es noch viele weitere Aufgaben, die sie zu erledigen hat, allerdings bekommen wir von denen bei unserem kurzen Besuch nicht ganz so viel mit. So lässt sich vermuten, dass an einem Tag, an dem Frau Ernst einmal nicht da ist, viele wichtige Aufgaben zum Organisieren der Schule liegen bleiben würden. Denn wer stand noch nicht vor der Tür zum Sekretariat und war enttäuscht, zu lesen "Das Sekretariat ist vorübergehend geschlossen. In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an …"!?

Mittwoch, 04 April 2012 10:51

Abschied vom Goethe-Gymnasium

von unseren Redakteuren Paul Bröker und Alex Heimbichner (19.09.2011)

Freitag der 16.09.2011, 17:00 - mit Spannung erwarten Eltern und Betreuer die Vorführung, die sich ihnen am letzten Tag des einwöchigen Schüleraustauschs zwischen Kassel und Jaroslawl in der Cafeteria in der Schützenstraße bietet. Sie sitzen im Publikum, um ihre Schützlinge auf der improvisierten Bühne beim Singen, Schauspielern und Lesen zu bestaunen.

Die russischen Gäste zeigen einen für ihr Land typischen Folklore-Tanz

Mit zehnminütiger Verspätung beginnt der im Laufe der Woche geschaffene Chor seinen Gesang: Peter Fox‘ "Haus am See" tönt aus den Kehlen der Jugendlichen. Es gibt viel Beifall, Videokameras werden gezückt, um die einmalige Veranstaltung festzuhalten.

Anschließend hält Schulleiter Ludger Becklas eine kurze Dankesrede:
„Der Anlass, warum wir hier sind - eine mit Sicherheit wunderschöne Woche geht nun leider zu Ende. Ich hoffe und bin davon überzeugt, dass sie für alle Beteiligten ein großes Erlebnis gewesen ist, dass viel gesehen wurde und bleibende Eindrücke vorgefunden wurden.
Ganz besonders danken möchte ich meinen Kollegen Frau Wolf und Herrn Liebetrau, die im Vorfeld die ganze Arbeit geleistet und auch in dieser Woche hier durchgeführt haben. Und wenn ich so die zufriedenen, strahlenden und (nur ein klein bisschen) müden Gesichter sehe, dann glaube ich, dass das toll gelungen ist."


Auch die russischen Kollegen äußern ähnlich charmant ihre Freude über den tollen Austausch und bedanken sich für die Kasseler Gastfreundschaft in Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen in Jaroslawl.

Ein weiteres Highlight!

Wunschdatum für einen Rückbesuch ist der „Tag der letzten Klingel" am 25. Mai 2012, an dem die russischen Schulabgänger (nach erfolgreichem Abschluss) mit einem Fest verabschiedet werden. Obwohl Herr Becklas noch nicht durchblicken lässt, ob ein Besuch in diesen Zeitraum machbar ist, freuen sich die Austauschpartner schon auf ihr Wiedersehen - wenn auch vielleicht nicht am besonderen Tag.


Zum Abschluss präsentieren die russischen Gäste einen Folkloretanz und Aschenputtel in ihrer Landessprache. Wer bis jetzt (wie der Schreiber dieses Artikels) noch nichts verstanden hat, kommt damit nun voll auf seine Kosten! Ein rundum gelungener Abend!

 Für eine größere Darstellung bitte das jeweilige Bild anklicken!

Mittwoch, 04 April 2012 10:51

Bundesjugendspiele 2011

von unserem Redakteur Mike Huntemann (15.09.2011)

Der Ausweichtermin für die Bundesjugendspiele musste nicht in Anspruch genommen werden - das Wetter spielte mit. Und so gaben die Teilnehmer alles, als es wieder hieß: laufen, springen, werfen. Auch dieses Jahr fanden für die Jahrgänge 5 bis 10 wieder die Bundesjugendspiele auf der Hessenkampfbahn statt. Im Folgenden einige Sportler-Impressionen von einem toll organisierten und - sportlich gesehen - oftmals sehr erfolgreichen Tag. Für eine größere Darstellung der Bilder einfach anklicken!

     
     

von unseren RedakteurInnen Ulrike Ross (Interview) und Paul Bröker (Podcast) (25.10.11)

Thema Nummer 1 in den Nachrichten ist derzeit die Schuldenkrise. Für den morgigen MIttwoch ist ein Treffen angesetzt, bei dem die verantwortlichen Politiker die Maßnahmen zur Rettung Griechenlands endgültig beschließen wollen. Bereits vor wenigen Wochen konnte unsere Redakteurin Ulrike Ross den ehemaligen Bundesfinanzminister Hans Eichel zu seiner Position befragen.

Hans Eichel im Interview

"Die Banken müssen an den Kosten der Finanz- und Wirtschaftskrise beteiligt

werden durch eine ständig zu bezahlende Finanztransaktionssteuer!"

 

Interview mit dem ehemaligen Bundesfinanzminister Hans Eichel by UmlaufOnline

Mittwoch, 04 April 2012 10:45

Zumba - feel the beat!

von unserer Redakteurin Luisa Appel (13.11.2011)

Es ist Zeit für etwas Neues!
 Hip-Hop, Salsa, Samba, Merengue, Mambo, das alles sind coole Tanzarten - aber mit Zumba hat man die Möglichkeit, sie alle und noch viele mehr in Form eines effektiven Workoutprogrammes, welches sowohl für Frauen als auch für Männer geeignet ist, zu erforschen und zu erleben.

  Redakteurin Luisa Appel (Mitte) mit Zumba-Partnerin Larissa Heß

und Trainer Julio Merz

Ich habe mir vorgenommen, mehr über Zumba-Fitness herauszufinden, und um mir eine eigene Meinung bilden zu können, nahm ich selbst an einem der Workouts teil. In Kassel und Umgebung gibt es dafür zahlreiche Möglichkeiten.Mein erster Eindruck ist sehr überraschend, denn so ziemlich jede Altersklasse ist bei Zumba vertreten. Der Kurs, den ich besuche, wird von dem gebürtigen Kolumbianer Julio Merz geleitet, der eine sehr sympathische Ausstrahlung hat. Als Latino liegt ihm der Rhythmus im Blut, was es noch reizvoller macht, das Training so gut wie möglich zu verfolgen. Eine Stunde lang geht das Workout. „Lang genug", so die 16-jährige Larissa Heß, die zweimal wöchentlich mit einer Freundin den Zumbakurs besucht und sich dort so richtig auspowern kann. Ich kann ihr nur zustimmen, bin aber trotzdem sehr positiv überrascht, wie viel Spaß ein solch effektives Training machen kann. Der Meinung ist auch die 42-jährige Michaela Heß. Sie verrät, sie fühle sich nach jedem Workout pudelwohl und freue sich schon auf den nächsten Kurs.

 Feel the beat!

Durch die eingängige südamerikanische und internationale Musik und die vielen verschiedenen Tanzstile herrscht die ganze Zeit über ausgelassene Partystimmung, so dass man gar nicht merkt, was man durch Zumba alles bewirkt. Es entsteht ein dynamisches Training, bei dem man seinen Muskelaufbau, das Intervalltraining, die Gewichtsabnahme, die Formung des Körpers und noch vieles mehr fördert - einige Nebeneffekte, gegen die wohl niemand etwas einzuwenden hat! 

Zumba hat seinen Ursprung Mitte der 90-er Jahre in Kolumbien, wo es von dem damaligen Fitnesstrainer Alberto Perez durch Glück im Unglück erfunden wurde. Dieser hatte zu einem Aerobic-Kurs seine Musikkasette vergessen und kreierte notgedrungen einen Musikmix mit den Bändern seines Rucksacks. Somit erweckte er eine neue Art von Tanzfitness zum Leben, bei der man sich nur von der Musik leiten lässt. Sein Kurs war davon so begeistert, dass Perez sich dazu entschloss, Zumba weiterzuentwickeln. 

Schließlich fand Zumba seinen Weg nach Amerika, und nun nehmen weltweit über 12 Millionen Menschen begeistert an Zumba-Workouts teil. 



Auch ich kann Zumba nur weiterempfehlen. Natürlich entstehen viele Gerüchte, die vor

 Kalorien verbrennen und Spaß dabei!

allem im Fernsehen verbreitet werden, wenn es zum Beispiel um den Kalorienverbrauch geht. Bei Zumba verbrennt man zwar viel, allerdings nicht so viel, wie dort oft berichtet wird. Das bestätigt auch Julio Merz. Trotzdem bin ich der Meinung, dass es sich lohnt, einmal mitzumachen und dieses vom Latino-Lebensgefühl inspirierte Workoutprogramm einfach auszuprobieren.

Wie hältst du dich fit? Stimm dazu in unserem aktuellen Voting ab!

Mittwoch, 04 April 2012 10:44

Athen in Aufruhr

von unserer Redakteurin Jessy Franke (29.11.2011)

Tägliche Krawalle und Demonstrationen bestimmen den Alltag der griechischen Bevölkerung. Dass Athen sich in einer wirtschaftlich aussichtslosen Lage befindet, ist lange bekannt. Alle Rettungsprogramme haben keine Besserung gebracht, und schon wieder sieht die griechische Regierung weitere Sparmaßahmen auf Kosten der Bürger vor, was natürlich nicht auf deren Sympathie stößt.

 

 Polizisten vor dem griechischen Parlament.

Im Rahmen der Studienfahrt des Jahrgangs 13 beschlossen die Leistungskurse Geschichte und PoWi, ihre Fahrt nach Athen zu unternehmen. So verbrachten die Schüler der Kurse sowie die Tutoren Frau Louran-Pergantis und Herr Jost vom 03.10. bis zum 08.10.2011 ihre Zeit in der griechischen Hauptstadt.

Die ersten Eindrücke schienen nahezu perfekt. Temperaturen von 30 Grad und ein Strand direkt vor dem Hotel ließen Urlaubsgefühle aufkommen. Auf den zweiten Blick jedoch war erkennbar, dass die Krise Griechenlands Athen deutlich zugesetzt hat. "Einige Gebäude sahen zum Teil heruntergekommen aus und generell fielen mir viele Orte auf, die eine Sanierung bräuchten", sagt dazu Filiz Ljatifi, Schülerin des Geschichtskurses. Da die öffentlichen Dienste zum größten Teil streikten, wurde kein Müll abgeholt, und auch die Straßenreinigung fiel aus. Auch an vielen Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel der Akropolis oder dem bekannten Orakel von Delphi, sind die Folgen der Krise nicht vorbeigegangen. Die einst vom Tourismus lebenden Orte waren nicht immer gut besucht.

 Die Staatsbank

nach dem Streik.

Am Mittwoch (05.10.) auf dem Weg zu einem Museum führte der Weg direkt durch die Innenstadt. Dort fielen vor allem große Gruppen von Polizisten auf, die sich vor den öffentlichen Gebäuden wie dem Parlament oder der Staatsbank positionierten. "Ich habe mich zuerst gefragt, was die ganzen Polizisten dort gemacht haben, aber das wurde mir dann später klar", schildert auch Luca Rudolph, Schülerin der Q3, ihre Eindrücke.

Gegen Mittag nämlich verschärfte sich die Situation in der Innenstadt. Es waren vermummte griechische Bürger, bewaffnet mit Reizgas und anderen Waffen, zu sehen. Für die Schüler wurde es schwer, wieder aus der Innenstadt herauszukommen, da auch die Beamten des Öffentlichen Dienstes direkt am Streik beteiligt wareb - denn schließlich waren sie es, weshalb der Streik angesetzt worden war: Die griechische Regierung plant Lohnkürzungen der griechischen Beamten von bis zu 40 Prozent, was natürlich auf breite Ablehnung stößt.

Nichtsdestotrotz kamen alle Schüler unversehrt, wenn auch unpünktlich, im Hotel an und es gab reichlich Gesprächsstoff. 

Die Entwicklung der Situation in Griechenland bleibt vorerst wohl angespannt und wenig vorhersehbar. Deswegen und auch in Erinnerung an die Kursfahrt hat sich das Thema Griechenland bei einigen Schülern, welche die kritische Situation hautnah miterlebt haben, zum Dauerbrenner entwickelt.

 

 Auch die Straßen der Innenstadt wurden gesperrt.

Mittwoch, 04 April 2012 10:44

IAA 2011 in Frankfurt

von unseren Redakteuren Paul Bröker und Mike Huntemann (23.09.2011)

Für die Autolaien: IAA steht für "Internationale Auto-Ausstellung" und ist eine der wichtigsten und größten Auto-Messen weltweit. Die letzte IAA fand 2009 im Jahr im Zeichen der Rezession statt und so waren Journalisten und Fachpublikum in diesem Jahr gespannt auf die neuen Modelle der aus der Krise erstarkten Autoindustrie.

BMW i8 Concept
BMW präsentierte mit dem "i8 Concept" einen futuristischen Elektro-Sportwagen

Es ist voll auf der IAA am ersten Besuchertag. Ohne Kartenbestellung im Internet blühen lange Warteschlangen, doch wir waren so schlau und machten uns vorher bei Freunden kundig. Auf die Internetseite war nämlich wenig Verlass: sie versprach komischerweise „kurze Wartezeiten an den Tageskassen".


Am Einlass ein weiteres Kuriosum: Ohne vorherige Kontrolle, obwohl mit schweren Taschen bepackt, werden wir hereingelassen. Vielleicht sehen wir einfach zu harmlos aus.

Klug wie wir sind, begeben wir uns statt zu den teuren Sportwagen an den Honda-Stand in Halle 9; bei Ferrari und Co. wird es im Laufe des Tages nahezu unmöglich, gutes Videomaterial aufzunehmen. Ständig laufen irgendwelche Menschen durchs Bild und bei Lamborghini kommen wir nicht einmal an den Stand, so voll ist es in der Halle 3 mit den Marken des VW-Konzerns.


Trotzdem gelingen uns tolle Aufnahmen, z. B. in der Elektromobilitäts-Halle, für die sich die übrigen Messebesucher nicht sehr interessieren zu scheinen. Stets Freundliche Interviewpartner können uns erklären, warum ein hässlicher Lieferwagen über 40.000 € kostet und wie die Autos der Zukunft (mit Strom) betankt werden.


Zu guter Letzt können wir auch noch einige passable Fotos und Videos von den Edel- und Sportkarossen machen, sodass diese auch ihren Platz in unserer rund zehnminütigen Reportage finden werden.


Corvette Motorsport Ford Fiesta RS WRC Ford Evos Concept
Reifen-Sitz Mercedes B-Klasse Concept Chevrolet Miray Concept

 Für eine größere Darstellung bitte das jeweilige Bild anklicken! 

Mittwoch, 04 April 2012 10:44

Hart aber Fair - Die FSK

von unserer Redakteurin Mabelle Franke (24.08.2011)

Die FSK - den meisten ist sie wohl nur als lästige Alterskontrolle beim Kinobesuch oder beim Kauf einer DVD oder eines Videospiels bekannt.Doch wie wohl die wenigsten wissen, steht FSK für „Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft“. Die Hauptaufgabe der FSK besteht in der Prüfung von Filmen, DVDs und anderen Medienträgern (Videokassetten, Trailer, Werbefilme), die in Deutschland zur öffentlichen Vorführung vorgesehen sind.

 
Nicht alle Inhalte sind für Minderjährige geeignet.

Theoretisch würde eine Pflicht zur Prüfung durch die FSK nicht bestehen, allerdings haben sich die Mitglieder dazu verpflichtet, nur von der FSK kontrollierte Produktionen zu veröffentlichen.

Trotzdem entstehen bei der Vergabe der FSK auch Probleme, denn hohe Altersfreigaben führen leicht zum Vorwurf der Zensur, Prüderie oder überzogenen Handelns. Niedrige Altersfreigaben hingegen dazu, die Interessen des Jugendschutzes nicht zu beachten oder ungerecht zu urteilen und zu viel Rücksicht auf die Belange der Filmindustrie zu nehmen.

Publikumswirksame Filme würden zum Beispiel in anderen Ländern zu sanft beurteilt, so die FSK, da mit genau diesen die hohen Umsätze erzielt werden. Dafür müssten weniger erfolgversprechende Filme unter zu strengen Altersfreigaben leiden, um in der Außendarstellung einen Ausgleich zu haben. Durch diese Praxis hätten seit den 70er

Jahren insbesondere deutsche Filme gelitten, die oft eine Altersfreigabe ab 16 Jahren hinnehmen mussten, während Hollywood-Filme ab 12 oder sogar ab 6 Jahren freigegeben waren.

Dieselbe Meinung teilt auch Alexandra Sauerland aus der Jahrgangsstufe 13, denn sie findet die FSK zwar sinnvoll aufgrund des Jugendschutzes, „allerdings wird die Altersfreigabe teilweise wenig nachvollziehbar verteilt, da sachliche Inhalte teilweise schwerer zu verstehen sind und somit nicht den gekennzeichneten Altersfreigaben entsprechen."

Einem anderen Bereich ist der Film „Keinohrhasen" zuzuordnen, der ab 6 Jahren freigegeben wurde. Nach heftiger Beschwerde von den Bundesländern wurde dies in „ab 12 Jahren freigegeben" geändert. Die vielen Sexszenen und die Fäkalsprache waren sehr umstritten und ein Grund für die FSK, eine Anhebung der Freigabe zu veranlassen.

 
 Heikel: Kontrolle der Altersbeschränkung in Kinos

Auch andere Filme, die teilweise sehr starke Vulgär- und/oder Fäkalsprache verwenden wie etwa „Borat" (2006), der ab 12 Jahren freigegeben wurde, können als diskutabel angesehen werden. Im Falle Borat stellt sich die Schwierigkeit, dass die Sprache zwar recht rabiat ist, der Film jedoch - großteils - keine problematischen Darstellungen enthält.

Trotz umstrittener Entscheidungen versuchen die freiwilligen Mitarbeiter aber dennoch, jeden Film so gut wie möglich zu beurteilen und entsprechend dem Jugendschutz zu handeln.

Auch in Kinos sollten demnach die Altersfreigaben beachtet und kontrolliert werden, allerdings wird dies oft nicht eingehalten. „Auch unter 18 Jahren können Jugendliche Kinofilme ab 18 Jahren betreten, denn kontrolliert wird nur der, der am Schalter Karten kauft ", berichtet Tanita Schmidt, Schülerin der Jahrgangsstufe 13, aus eigener Erfahrung.

Problematisch ist dies für fast 18-Jährige vielleicht nicht, die Gefahr wird aber bei wesentlich jüngeren Jugendlichen deutlich, die sich häufig unrechtmäßig in Kinos Eintritt verschaffen. „Schließlich gibt es gute Gründe, Filme mit einer Altersfreigabe zu versehen, besonders, um die Jugend zu schützen. Wer also zu jung ist, um sich einen Film im Kino anzusehen, hat trotzdem noch die Möglichkeit, mit seinen Eltern die Kinovorstellung zu besuchen", urteilt Angelika Franke, Mutter eines Erstklässlers.

Wir sind gespannt auf eure Meinung - stimmt dazu bei unserem Voting ab!

Mittwoch, 04 April 2012 10:42

Flasche leer?

von unserem Redakteur Philipp Dittmar (05.06.20111)

Die Bundesligasaison ist vorbei. Die Dauerkartenbesitzer sehen sich mit der ungeliebten Sommerpause konfrontiert und die Spieler nehmen sich ihren mehr oder weniger verdienten Urlaub. Doch zu einer gelungenen Saison gehört nicht nur der Erfolg der eigenen Mannschaft, sondern genauso die Emotionalität. Und das Ventil des gemeinen Trainers bzw. Spielers ist die allseits bekannte „Wutrede“.

 Der „Godfather of Wutausbruch" - Giovanni Trapattoni

Giovanni Trapattoni (im Folgenden nur noch Maestro genannt, um seiner Position in der Geschichte der Wutrede gerecht zu werden) - er ist der Galileo Galilei der Wutrede, der Marco Polo der Emotionalität bei einer Pressekonferenz. Er ebnete den Weg für eine Vielzahl von Nachfolgern mit seiner legendären „Flasche leer"-Rede nach einer 0:1-Niederlage gegen den Erzrivalen Schalke 04. Jeder kennt seitdem die Satzfragmente, die der Maestro in gebrochenem Mafiosi-Deutsch den Journalisten entgegenschrie. Manch ein Journalist mag sich gefragt haben „Ist denn schon Brunftzeit bei den Hirschen?", aber sie alle lagen falsch: Hier wurde Geschichte geschrieben.

Das Leben im Fußball-Geschäft ist nicht einfach. Kaum vom Feld, stehen schon gefühlte 50 neugierige Pappfiguren in adrett grauen Umhängen mit der Aufschrift „Presse" um die Spieler herum und halten ihnen und den Trainern ihre Kamera unter die Nase und versuchen, dem Profi irgendetwas Interessantes zu entlocken. Meistens klappt das eher auf einer relativ unspektakulären Ebene. Die ausgelutschten, vorgefertigten Antworten werden heruntergerasselt (in mehr oder weniger zusammenhängenden Sätzen; Tipp: deutscher Nationalspieler, fängt mit P an und hört mit odolski auf). Ergreifend und witzig zugleich wird es dann aber manchmal auf den Pressekonferenzen mit den Trainern nach dem Spiel. Der Frust über das eventuell verlorene Spiel, gepaart mit Ignoranz und Lästigkeit der Reporter, ergibt ein Pulverfass, das nur darauf wartet, zu zünden. Und diese Explosionen landen Minuten später auf Youtube und brechen alle Rekorde.

Letztendlich tragen die Trainer mit ihren Ausbrüchen sehr viel zur Attraktivität der Liga bei. Was wäre denn die Bundesliga ohne einen Ausraster hier und da! Wir denken hierbei nur zu gerne zurück an Jürgen Klinsmann, der nach einer Auswechslung ein Loch in eine Werbetonne trat, oder an Oliver Kahn, der unter anderem schon einmal einen Gegenspieler beißen wollte.

 Da war der Akku leer

Unvergessen ist auch Lothar Matthäus, der sich gar nicht mehr einkriegen konnte, als er nach einer Niederlage über den Schiedsrichter (übrigens immer ein beliebter Prellbock) wetterte und auch nach seiner aktiven Zeit dem Fußball als TV-Experte und dem Zuschauer als Garant für Unterhaltung und klare Worte erhalten blieb:

„I stay only in Munich for this fucking job tonight. And I lose all my evening."

Jeder Trainer, der etwas auf sich hält, hat schon eine von Aggressionen und Depressionen geprägte Konfrontation mit den Sportreportern in seiner Vita verzeichnet. Es scheint fast schon, als sei das die Bedingung zur Aufnahme in die Liga. Frei nach dem Motto: „Ohne Wutrede, Flasche leer!"

Letztendlich bleibt es aber auch eine perfide Masche der Knipser, ausdauernd den Finger in die Wunde zu pressen, wenn Sportler und Sportlehrer gerade die wahrscheinlich deprimierendste Niederlage ihrer Karriere verkraften müssen. Letztendlich sind Fußballer eben auch Menschen, manchmal zwar etwas komische, aber immerhin Menschen. Deswegen sollten wir uns wohl an jeder neuen Wutrede erfreuen und sie genießen, denn wer weiß, wann die guten Zeiten vorbei sein werden. Um diesen Artikel nun zu schließen, endet er genauso, wie er angefangen hat. Nämlich mit dem Maestro: „Ich habe fertig!"

Seite 2 von 148